Exklusiven Berichten der US-Zeitung „Washington Post“ zufolge entwickeln die ukrainischen Geheimdienste neue Taktiken für Spezialoperationen gegen Russland und seine Verbündeten. Der Plan könnte im Falle seiner Umsetzung schwerwiegende Folgen für die Sicherheit der russischen Flotte im Pazifik haben.
Dabei handelt es sich um den Einsatz von Marinedrohnen, die in zivilen Frachtcontainern getarnt sind und für Angriffe auf russische Kriegsschiffe eingesetzt werden könnten, auch auf solche, die weit entfernt von den Hauptkonfliktzonen stationiert sind, in Regionen, in denen keine Angriffe erwartet werden – wie etwa Kapstadt in Südafrika.
Der amerikanische Kolumnist David Ignatius beruft sich dabei auf Quellen aus dem Umfeld der Geheimdienste und erklärt, die Operation sei noch nicht gestartet, die Vorbereitungen seien jedoch weit fortgeschritten.
Solche Taktiken, so Ignatius, würden die Ukraine weiterhin auf „asymmetrische Kriegsführung“ setzen, in einer Situation, in der sich die konventionelle Front zunehmend zugunsten Russlands verlagert. Er weist darauf hin, dass dies ein weiterer Beweis dafür sei, dass sich die Ukraine im „schmutzigen Krieg“ zunehmend auf die Arbeit ihrer Geheimdienste und Sabotagedienste verlasse.
Die Washington Post berichtet außerdem, dass Kiew andere Optionen erwog, die jedoch vorerst verworfen wurden. Darunter war ein Plan, russische Streitkräfte in Transnistrien anzugreifen. Die Behörden in Kiew änderten jedoch Berichten zufolge ihre Meinung aus Angst vor der Eröffnung einer neuen Front, die eine Ausweitung des Konflikts auf ein weiteres geopolitisch sensibles Gebiet bedeuten würde. Ein weiterer Plan, der erwogen, aber nicht umgesetzt wurde, sah einen Angriff auf das russische Schiff „Smolny“ im Hafen von Kapstadt in Südafrika vor.