Genau, alles halb so schlimm, wie hier zu lesen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,613121,00.html
Ha - wir sind doch erst am Anfang. Und ich bezweifle, dass alle Daten stimmen.
Komisch - war damals genau so
soso - der vorherige hohe Ölpreis war also normal - und nun gibt es Öl zum Schnäppchenpreis und alles ist wieder gut. Von Enteignungsminderung - pardon Steuersenkung spüre ich nix...
*lach brüll*
Was für ein Bullshit
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Der Rueckgang des BIP um 45% waehrend der Grossen Depression ist nur die halbe Wahrheit. Denn diese Zahl bezieht sich auf das nominale BIP, nicht das reale. Es wird argumentiert, dass heute diese Krise stark abgemildert sei , weil die Rohstoffpreise stark gefallen sind. Genauso war es damals waehrend der Grossen Depression. Damals fielen die Rohstoffpreise ebenfalls sehr stark. Entscheidend ist also das reale BIP, welches inflationsbereinigt ist:
Nominal GDP
(billions of dollars)
1929 = $103.6
1933 = $56.4
Real GDP
(billions of 2000 dollars)
1929 = $865.2
1933 = $635.5
-26%
http://www.measuringworth.org/datasets/usgdp/result.php
Das reales BIP ging damals also um 26% zurueck. Die Weltbank erwartet diesmal eine Rueckgang von 15% bis Mitte des Jahres (heute operiert man beim GDP nur mit realen, inflationsbereinigten Zahlen), also nach nicht mal nach 2/3 der Krise. Die Dimension ist hier gut mit der Weltwirtschaftskrise 1929-1933 vergleichbar.
Bisher ist der Dow innerhalb von anderthalb Jahren seit Beginn der Finanzkrise im Oktober 2007 um ca. 50% gefallen. Vom Begin der Wirtschaftskrise im Juli 1929 bis zum Januar 1931, also einem vergleichbaren Zeitraum, ging der Dow um ca. 55% zurueck, also ebenfalls gut vergleichbar mit der grossen Depression.
Weiterhin wird behauptet, dass heute der Konsum realtiv stabil sei. Das ist kompletter Unsinn. Beispielsweise gingen Autoverkaeufe in den USA im Jahresvergleich um ca. 50% zurueck. Verkaeufe von neuen Einfamilienhaeusern gingen im Jahresvergleich um 48.5% zurueck.
http://online.wsj.com/mdc/public/page/2_3022-autosales.html
http://www.census.gov/const/newressales.pdf
Weiterhin wird behauptet, die Maerkte werden mit Liquiditaet geflutet. Das ist insofern richtig, dass Hilfsgelder in Finanzinstitute fliessen. Sie werden aber dort nur verwendet um Verluste zu decken und den Bankrott der Institute zu verhindern. In die Realwirtschaft fliesst aber davon kaum etwas, weil die Banken diese Gelder nicht als Kredit ausgeben. Die Kreditvergabestandards ziehen drastisch an und die Kreditwuerdigkeit nimmt infolge des wirtschaftlichen Niedergangs ab. Geld ist heute knapper als vor anderthalb Jahren - ein Bild von von mit Geld gefluteter Realwirtschaft ist blanker Unsinn.