Beiträge von Pauli

    Das ist ein ungeheuerlicher Affront gegen die USA. Früher hätte es gereicht, wenn ein US Finanzminister nur angedeutet hätte, dass bei F&F nicht anbrennt. Paulson dagegen hat sich extra die Vollmacht vom Kongress zur Rettung von F&F geholt, diese aber noch nicht eingelöst, da er gehofft hatte, die Chinesen würden sich mit diesem Zeichen zufrieden geben. Die Chinesen hat das aber offensichtlich kalt gelassen. Sie beharren auf Rückgabe. Paulson hatte keine andere Wahl, als die Kröte zu schlucken.


    => Genau so ist es! Das ist der größte Affront gegen die USA / den Dollar seit 1968, als de Gaulle das französische Gold in New York von französischen Kriegsschiffen hat repatriieren lassen! Das war übrigens ein entscheidender Schlag gegen das Londoner Goldkartell und damit gegen die letzte Verteidigungslinie von Bretton Woods. Insofern deutet sich u.U. tatsächlich hier was Größeres an.
    => Natürlich könnte es durchaus bald soweit sein, dass die Chinesen ebenfalls Containerschiffe nach NY senden, um das Gold heimzuholen. Allerdings nicht das chinesische, sondern das noch verbliebene amerikanische, wenn es denn noch da sein sollte und nicht mehrfach-verliehen oder längst in Kabale-eigenen Tresoren...

    tiger
    Wenn Du weiter so mit Deinem trolligen Geblubber und Deinen selbstreflexiven Eigen-Zitat-Zitaten weitermachst, dann wirst Du eines Tages als Bettvorleger des Chef-Mods enden.
    Eine zeitlang sind Deine wahnhaft vorgetragenen Trivialitäten ja ganz witzig. Aber nach 200 Postings ist Deine Zeit dann abgelaufen.
    Das Forum lässt sich von Dir nicht beliebig lange ver.schen und diskreditieren.

    ... Demnach wurden bisher 1/3 der gehaltenen Anleihen abgestossen. Solange der Dollar aber steigt, heisst das für mich, dass die Chinesen weiter F&F bonds abstossen und über ihre Geschäftsbanken dafür den Dollar kaufen lassen.


    => OK - das klingt dann wirklich so, als ob der Deal tatsächlich existiert und noch weiterhin exekutiert wird. Dann wird der $ noch ein paar Wochen lange technischen Rückenwind bekommen.
    => Letzten Endes bedeutet es aber natürlich ein MISStrauensvotum der Chinesen gegen die USA, denn offenbar ist diese Umschichtung von F&F-Anleihen (die nach dem angekündigten und defacto-Staats-Bailout von F&F durch die USA eigentlich "gleich sicher" sein müssten) ja eine vorläufige Flucht der Chinesen hin zu einem NOCH liquideren und sichereren Asset, das DIREKT durch die "höchste" Autorität garantiert ist: den US-Staat mit seiner Wirtschaftskraft und seinen Goldreserven und vor allem seinem Militär!
    => Und was können die Chinesen im nächsten Schritt dann noch tun, wenn in der nächsten Krise auch der Dollar selbst unsicher erscheint? Sie werden in Substanz gehen - also in US-Aktien, (später) auch in US-Immobilien, Rohstoffe und natürlich in die ultimative, liquide Substanz: GoldSilber. DAS ist dann aber der letzte Schritt. Er wird aber immerhin gewaltig erleichtert durch den jetzigen Schritt in US-$: Damit hat man immerhin bereits die Währung, mit der Rohstoffe und Gold direkt bezahlt werden. Mit F&F-Anleihen über nominal 800$ bekommt man dann vielleicht nur noch 5% einer Unze Gold...

    ... ich hatte hier und hier bereits darauf hingewiesen.


    => Ups, in der Eile übersehen. Danke Königswasser. Bloomberg geht offenbar gestern in der Meldung sogar noch weiter und spricht vom praktisch kompletten F&F-Anleihen-Verkauf. Habe aber die Quelle nicht.


    => Dafür aber ein sehr schönes Zitat von Ed Steer:

    Zitat

    With vanishingly small amounts of 'cash and carry' investment silver (and gold) to be found just about anywhere on this planet, it's a good bet that silver and gold prices won't remain this low for very long. The physical off-take is certainly something of deep concern to the bullion banks...especially in silver. I just don't see how they can win the physical game in the end... because the lower prices go, the more people want to buy it...and the higher the prices go, the more people want to buy it. :D
    If the boyz can figure a way out of this mess without driving prices to the moon...I'd love to hear what it is.


    => Hoffentlich ist der Weg, den Ed nicht sieht, nicht totalitäre Planwirtschaft und ein GoldSilber-Verbot... X(

    ...interessante Story aus der TIMES: Südkorea ist in Währungsnöten. Ein Grund ist wohl auch, dass ein großer Teil der $-denominierten Währungsreserven in Fannie&Freddie-Anleihen steckt :wacko: 8o


    => In diesem Zusammenhang gibt es ein Gerücht, dass auch China, das ebenfalls viel zu viele Frannie&Freddie-Anleihen hat(te), diese mittlerweile losbekommen hat(!). Gestern war ein entsprechender Bloomberg-Bericht im Umlauf. Kennt den jemand?? Falls das stimmt, wäre eine Möglichkeit, dass China einen Deal mit den USA gemacht hat, wonach die Amis diese (de facto Staats-)Anleihen von CHI zurücknimmt und diese im Gegenzug den $ noch ein wenig länger stützen! Nur eine Theorie - würde aber zeitlich gut zu den Berichten passen, wonach die chinesische Staatsbank die chinesischen Geschäftsbanekn zu $-Käufen gezwungen hat!

    OPEC will und/ oder braucht anscheinend mindestens 100$ Oil. 8| Das könnte der Bottom gewesen sein. ?)


    teeri - hast nicht heute den HArtmann auf den GS gelesen:

    Zitat

    Der traditionelle Ausspruch "Ozapft is!", der in einigen Wochen auf dem Münchner Oktoberfest zu hören sein wird, ertönte gestern bereits in Washington, als das US-Energieministerium kommunizierte, Teile ihrer strategischen Ölreserve freigeben zu wollen, um den durch Tropensturm Gustav verursachten Versorgungsengpässen entgegenzutreten. N-TV berichtete in diesem Zusammenhang, dass das Ministerium bereit wäre, 250.000 Barrel der insgesamt 700 Mio. Barrel umfassenden Reserve "anzapfen" zu lassen. Der Ölpreis geriet gehörig unter Druck. Der Future-Kontrakt der Sorte WTI (=West Texas Intermediate) eröffnete bei 111,54 USD, stieg für kurze Zeit auf über 118 USD, nur um danach auf dem tiefsten Stand seit fünf Monaten bei 109,71 USD zu schließen.


    => Gustav hat nichts zerstört - aber Bush will (wie schon vor Monaten im Ölthread angekündigt) die strategische Ölreserve öffnen. Was machen da die gehebelten Öllongies reflexartig? Richtig: panikartig verkaufen. Das war der Grund für den gestrigen Ausverkauf.

    privileg
    Interessant. Könnte aber natürlich auch mit einem "Downsizing"-Phänomen der Verbraucher zusammenhängen: So wie in der Krise eben kein Haus gekauft wird, sondern zur Miete gewohnt wird - und damit die Mieten zunächst einmal STEIGEN, so könnte der Golf doch auch der neue Liebling deutscher Familien sein, die bislang gerne den Raum in einem A6-Avant oder einem X5 oder einem Cayenne oder einer E-Klasse in Anspruch genommen haben?!


    My thoughts. Bei Daimler und BMW werden jedenfalls keine Sonderschichten gefahren - im Gegensatz dazu bekommt man jedenfalls deren größere Modelle nachgeworfen.

    Würdest du jedem Staat eine nicht vorhersehbare Verstaatlichung zutrauen oder vielleicht Kanada davon ausnehmen?


    => In der realwirtschaftlichen Krise wird praktisch jede Regierung von den eigenen Leuten gezwungen werden, den natürlichen Rohstoff-Reichtum des Landes nicht nach außen wegzugeben. Wenn Hunger herrscht, sitzt die Anarchie auch beim Gesetzgeber. Da würde auch Kanada keine Ausnahme machen - auch wenn die ja doch SEHR stark von einem freien Rohstoff- und Kapitalverkehr leben und damit durch Protektionismus viel zu verlieren hätten.
    => DASS auch die Kanadier den Staat als Hüter der Rohstoffressourcen begreifen, hat erst gestern ein hoher kanadischer Militär klargestellt. Kanada zeigt seit einigen Tagen ganz offiziell vermehrte Präsenz in der (zunehmend schiffbaren) Arktis und hat sich zum Protektor über ein Gebiet VON DER GROESSE EUROPAS (!!) 8o ernannt, in dem es künftig vermehrt militärische Präsenz zeigen will. Zitat des Offiziers: "Kanadier sind ein freundliches Volk - aber wenn es um unsere Rohstoffe geht, können wir uns verteidigen."
    => Caveat: Da die TSX in Toronto die größte Rohstoff- und Minenbörse der Welt ist, wird Kanada wohl mit das letzte Land sein, das Minen verstaatlicht. Dummerweise liegen aber die Minen vieler in Kanada börsengelisteter Unternehmen GANZ woanders: von China und Russland bis Zimbabwe und Bolivien ist da alles dabei...

    Diese Meldung von den GS wurde ja kurz schon oben geposted:

    Zitat

    Rohstoff-Fonds schließt, Lehman Brothers unter Druck
    Wie gestern gemeldet wurde, soll der von Ospraie Management, LLC geführte Rohstoff-Fonds geschlossen und das restliche Geld an die Anleger ausgezahlt werden. Der Fond ist das Flaggschiff von Ospraie und genoss hohes Ansehen. Seit Anfang des Jahres sind aber Verluste von über 38% des Fondsvolumens aufgelaufen, die hauptsächlich aus Fehlspekulationen in Kupfer und Erdgas stammen. © Redaktion GoldSeiten.de / Rohstoff-Welt.de / MinenPortal.de


    => Wenn man Jim Rogers folgt, dann nähern wir uns damit dem Tiefpunkt der Rohstoff-Korrektur. Der hat ja 1998 mit seinem legendären Rohstoff-Fonds begonnen, als es praktisch keine solchen Fonds mehr gab und auch keine Analysten mehr in diesem Bereich. Ganz soweit sind wir noch nicht - aber echte und gute Analysten gibt es auch heute kaum. Bald sind wir unten. Leider bringen Fonds-Liquidationen nochmals Ausverkaufsdruck auf viele Titel - aber da müssen wir nun eben noch durch...

    Peter7
    Wenn wir eine ECHTE Weltwirtschaftskrise bekommen, ist die Globalisierung sehr schnell tot. Dann herrscht SOFORT wieder Protektionismus, selbst wenn das kurz- bis mittelfristig für fast alle Länder Wohlfahrtsverluste bedeutet.
    Und mit dem Protektionismus wird sofort auch die Kapitalverkehrsfreiheit eingeschränkt bzw. beendet. Für AUSLÄNDISCHE Aktionäre bedeutet das (Mehrfachnennungen möglich):
    a) Dividendenkürzung
    b) Dividendenstreichung
    c) Verlust der Aktionärsrechte (Stimmrechte)
    d) Kapitalerhöhungen zu Witzkursen unter Ausschluss der Bezugsrechts (= Verwässerung bis nahe Null)
    e) Aussetzung der Börsennotierung der Aktie (= keine Fungibilität mehr, damit erst recht massive Wertverluste)
    f) Gratisaufnahme neuer Aktionäre (=südafrikanische Lösung, Stichwort "black empowerment")
    g) Not-arm´s-length-Geschäfte zwischen Unternehmen und (zB staatlichem) Großaktionär zu Lasten der anderen Aktionäre
    h) Squeeze Out zu Minikursen
    i) ggf. Enteignung / Verstaatlichung ohne Entschädigung
    => Diese Liste der Folterwerkzeuge ist noch immer nicht vollständig: In RUS und Venezuela werden derzeit sehr subtile Methoden der Wiederverstaatlichung eingesetzt, von absurden Umweltauflagen bis hin zum Einreiseverbot für ausländische Vorstände oder auch die einseitige Aussetzung von laufenden Lizenzverträgen durch den Staat. Der KLEINaktionär hat in all diesen Fällen KEINE Chance auf Gegenwehr.
    => Und selbst den INLÄNDISCHEN Kleinaktionären muss es im Krisenfall nicht unbedingt besser gehen. Im Prinzip können die ebenso wie die Ausländer enteignet werden. Nur wird es da im Falle einer protektionistischen Krise vom Staat etwas besser begründet werden (müssen).


    DAS ist das Risiko der Minenanleger. Und wenn man die Entwickungen in RUS, arabischen Staaten, China und weiten Teilen Südamerikas so anschaut, so ist es vom Markt sogar rational, dieses Risiko einzupreisen. Das ist mit ein Grund, warum die Minen derzeit so tief stehen. Vielleicht sogar ein sehr bedeutender. mesodor hält aus diesem Grund fast nur Physisches Metall. Warum ein unternehmerisches und politisches Risiko eingehen? Nicht 100% MEINE Meinung - aber IN DER KRISE bekommt mesodor recht.

    teeri
    Das ist der Plan von nicht wenigen! Ob diese Shopping-spree möglich sein wird, bezweifle ich, denn die 12,5 bei Silber scheint ein recht massiver Widerstand mit stark einsetzenden physischen Käufen zu sein.
    Aber WENN es soweit kommt und Du von den ETFs ausliefern lässt - BITTE unbedingt im ETF-Thread berichten, wie das ablief!

    @Edel et al: Bin ja auch noch $-short - aber SOLCHE Charts geben einem schon zu denken (geklaut bei Casey Research, der es aber selbst bei Mark-it geklaut hat):

    => Wenn man das so sieht, dann MUSS es das EUR-System eher früher als später zerreißen, falls nicht wie zu erwarten ist die deutschen Deppen-Politiker freiwillig einwilligen, alle Verwerfungen, die aus der noch immer beträchtlichen deutschen Wirtschaftsstärke resultieren, über Subventionen, Diektzahlungen oder sonstige "Sozialabgeaben" in die EU-BlackBox oder in die EZB-Blackbox oder direkt an die spanischen, portugiesischen, irischen englischen, griechischen, italienischen ... Budgets auszugleichen. :cursing:
    => Das sind natürlich keine originären $-Stärke-Argumente. Daher: Got ... a fiat-short-instrument?

    Sehr geehrter Herr Eldo :D
    dein letztes Post habe ich auch mal mit Google übersetzt, den letzten Absatz kopier ich mal :


    Ich denke, dass dieser (letzte Absatz) ironisch gemeint war, aber das ist immer der Mist mit der Übersetzung.
    Trotzdem.. habe ich das richtig verstanden?


    => Die Übersetzung passt so. Genau so steht es auch im Original. Aber was ist nicht alles "zwingend"? Manche andere Bedürfnisse sind auch "zwingend", wie man zB in Spanien sieht:

    Zitat

    Spanien: Für Prostituierte werden jeden Tag rund 50 Millionen Euro ausgegeben
    In Spanien wird gerne von Politikern und Unternehmern über schlechte Geschäfte geklagt. Auf der anderen Seite wird von sehr gut laufenden Geschäften im Rotlichtmilieu gesprochen. In diesem Bereich wird ein täglicher Umsatz von rund 50 Millionen Euro pro Tag geschätzt. Von den Finanzämtern wird vermutet, dass der größte Teil dieser Einnahmen unversteuert in die Taschen der Beteiligten fließt. In den Küstenstädten Barcelona und Valencia und in der Hauptstadt Madrid sollen rund 300.000 Menschen dem ältesten Gewerbe der Welt nachgehen. Gut die Hälfte dieser Personen würde in Bordellen arbeiten, ein weiteres Fünftel auf dem Straßenstrich und der Rest die Kundschaft über Zeitungsannoncen in privaten Wohnungen "versorgen".


    => So schlecht wie Eichelburg immer tut, kann es Spanien noch nicht gehen. Oder sind 300.000 (!!) Nutten in nur drei Städten vielleicht doch GERADE ein Anzeichen für den wirtschaltlichen Niedergang?!
    => Jedenfalls müssten so viele Bargeldgeschäfte die spanische Geldmenge mittlerweile signifikant aufblähen. am Ende wird dadurch noch die Immo-Deflation in ihrem wahren Ausmaß kaschiert... ;)

    @Schablonksi ...war doch vor 2 Wochen auf dem Niveau genauso. Weltweit. Schon vergessen? Weltweit war das Anlagegold und erst recht das Silber aus. Lange Wartezeiten und die US-Mint hat den Vertrieb eingestellt.
    Unter 12,50 wird das noch zunehmen, falls das PPT es noch weiter treibt.

    Hoffe, das gibt jetzt keinen (c)-Ärger. Aber der Rethfeld kann es ja als positive Werbung betrachten, denn das ist eine gute Analyse:


    => Und nun ergänzen wir das Ganze noch: Die Republikaner (die mit Bernanke ja auch noch den wichtigen Mann in der Fed und mit Paulson den im Treasury haben) haben im Sep und im Okt noch ein ganz massives Interesse daran, den Dow hochzuziehen, denn bislang ist er ja 2008 noch nicht im positiven Terrain.
    => Und wie macht man das? Geld drucken, Gold drücken, Öl drücken, fertig ist die Dow-Party. 2 Monate lang also wird es für Goldbugs vermutlich noch stürmisch. WENN -ja wenn- nicht doch die Macher hinter Obama NOCH tiefere Taschen haben...
    => Wie auch immer: Got Gold?

    Pauli, hälst du den ZKB ETF immer noch für eine gute Alternative für Anleger die ihr Gold nicht selbst lagern wollen? Hab' da in den letzten Wochen hier im Forum über ETFs immer wieder Schlechtes gelesen. Ich weiß, dass die meisten ETFs nichts taugen, aber beim ZKB hat sich doch die positive Einschätzung nicht verändert, oder?


    => Ich habe mich doch erst vor 5 posting ausführlich dazu ausgelassen (s.o.). Es ist und bleibt dabei: Wenn Du ausreichend paranoid bist (das ist für einen Goldbug KEIN Schimpfwort!), dann darfst Du nicht in ETFs, weil Du im Falle der Krise IMMER von Dritten und von deren Goodwill und u.U, auch vom Gesetzgeber und dessen Konfiskationsideen abhängig bist. Dann bleibt nur die physische Lagerung daheim im Safe. Bei Gold ist das doch eigentlich auch kein Problem, dh wir reden eigentlich nur von den anderen EMs, weil hier eben MWSt fällig ist. Und da sage ich noch immer, dass WENN (!!!) man in ETFs gehen will, DANN ist derzeit noch immer der ZKB-ETF der transparenteste und vermutlich zu 95%+x gedeckte. Alle Nachteile und Zweifel sind oben von mir und anderen ausführlich erörtert worden. Es gibt nichts neues dazu. Im Zweifel immer schön diversifizieren. Aber bitte in PHYSISCHES und nicht in den Barclays-SLV o.ä. .
    => Allerdings hoffe ich immer noch auf einen REAL VOLLZOGENEN AUSLIEFERUNGSVORGANG bei der ZKB. Man kann aus der Kürze (oder Länge/Komplexität/Bürokratie) des Auslieferungsprozesses vermutlich schon einige Rückschlüsse darauf ziehen, ob die ZKB die physische Auslieferung als Normalfall oder eben doch als unliebsamen Ausnahmefall begreift. Solche Indizien sind wichtig. Also berichtet das doch bitte mal. Irgendeiner muss es doch mal versucht haben. Bei derart niedrigen Silberpreisen sind die zu zahlenden 7,6% CH-MWSt doch ein Klacks. Die Entnahme wird sich doch alleine schon durch die ZKB-Gebühren in 13 Jahren amortisieren ;)


    Zitat

    Ich habe gerade entdeckt, dass in den Details über den ZKB ETF steht, dass mit dem ZKB Gold ETF erzielte Kapitalgewinne nicht versteuert werden müssen. Gilt das nur für die Schweiz?


    => Wenn überhaupt, so gilt das nur für die Schweiz. Im Rahmen der heutigen deutschen Spek.frist ist ein Verkaufsgewinn nach dt. Recht heute selbstredend steuerpflichtig. Die Frage nach der dt. AbgSt-Pflicht bei Käufen ab 2009 ist noch offen. Auch das ist oben ausführlich diskutiert.

    Gibt es hier Belege in Form von Geldmengenentwicklung? Dies sollte in jedem Falle nicht nur in M3, sondern vor allem in M1 sichtbar werden! So lange M1 nicht signifikant steigt, findet hier lediglich eine Umschichtung statt; der Erwerb von Edelmetall kann ebenfalls ausschließlich aus M1 (oder M0) heraus getätigt werden. Aktien und auch Bonds werden ja wieder gekauft, wenn die Reichen verkaufen, und wenn der Käufer nicht gerade die ZB ist und diese unmittelbar neues Geld in den Markt gibt, ändert dies noch gar nichts, es werden lediglich Assets getauscht, von Reichen zu Kleinanlegern ( Fonds, Versicherungen). ... Der Verkauf von Aktien und Bonds durch die Reichen ist noch lange kein Beleg für eine Inflationserwartung, eher im Gegenteil: es ist ein Indikator, der eher Richtung Deflationserwartung zeigt, denn dort ist Cash King, und man kann die Assets zu günstigeren Preisen zurückkaufen. Wenn jemand von einem bevorstehenden Crash des Finanzsystems ausgeht, der verkauft nicht erst Aktien, um dann das Geld langwierig unter Verlustrisiko herumliegen zu lassen, sondern geht unmittelbar in Sicherungsassets, d. h. Gold!


    => Alles richtig. Hat ja auch keiner behauptet, dass der zitierte (Mainstream)Reuters-Artikel die volle Wahrheit beinhaltet. Vielleicht ist er ja nur ein Hinweis an die Reichen, nun in "GELD" zu gehen. Für die Masse wird dabei das Wort "Gold" als WAHRES Geld natürlich vermieden. Diejenigen, die angesprochen werden sollen, verstehen das dann schon. Gold performt auch in der Deflation gut [ich weiß, die Debitisten bestreiten das], denn eine Unze bleibt eine Unze.
    => Darum eben oben meine Andeutung: "Wie weit ist der Schritt von Cash zum WAHREN Geld?" Wenn Du recht hast (M1-Statistiken sind alle völlig unglaubwürdig und zudem von ganz anderen Effekten überlagert, da sieht man nichts), dann haben die im Artikel angesprochenen Superreichen den CASH (=Fiat)-Schritt vermutlich übersprungen. Vielleicht haben sie in 1H2008 statt GoldSilber auch physisches Hafnium oder Iridium oder Rhodium gekauft. Jedenfalls geldnahe Sachwerte. "Cash" ist ein dehnbarer Begriff ;)

    Der GEC wird auch vom großen Geld erwartet. Wie sonst wäre zu erklären, dass es nun nicht nur aus Aktien, sondern auch gleich aus BONDS 8o herausgeht - und in ... CASH hinein! Siehe Artikel unten.

    Zitat

    HSBC Says Super-Rich Clients Moving Into Cash


    The World's Wealthiest Moved Their Money Out of Stocks and Bonds and Into Cash By LAURA MacINNIS Reuters GENEVA


    Many of the world's wealthiest people have moved their money out of stocks and bonds and into cash, the head of HSBC's Swiss private banking unit said on Monday. "The first half of 2008 has seen a notable change in client expectations and investment choices," said Peter Braunwalder, chief executive of HSBC Private Bank (Suisse), the British-based bank's main affiliate catering to the ultra-rich. "Faced with inflation worries, volatile asset prices and sudden changes in exchange rates, a majority of investors have reduced their transaction volumes in equities, bonds, and structured products," he told a news briefing in Geneva. This was particularly true for clients from Asia, whose demand for complex investment tools such as equity derivatives has "drastically decreased" :D in response to recent financial market upheaval, said Braunwalder. "Concurrently, most clients increased their cash allocation and, for some, their leverage," he added. Investors worldwide have been scrambling to find a safe place for their savings this year in the face of a global economic slowdown, a credit crisis that has spooked markets, and an energy price spike spurring concerns about inflation. Alexandre Zeller, who will replace Braunwalder as HSBC Private Bank (Suisse) chief on October 1, said that concerns about inflation would dominate many investing decisions ahead. "My worry is that a lot of liquidity has been injected in the markets by central banks to solve the (credit) crisis," the former head of Banque Cantonale Vaudoise said, raising concerns about how that liquidity will be removed from the market, and whether interest rates would have to rise as a result.

    => Und wie weit ist der Gedankenschritt von CASH zum WAHREN GELD? Und wie weit der Schritt vom Gedanken zur "goldenen" Tat? :D
    Got Gold?

    Für die "Weltuntergangsanhänger" und "Peakisten": Ein empfehlenswertes Buch: "Ein Planet wird geplündert" von Herbert Gruhl, der war wohl auch mal Bundestagsabgeordneter und CDU-Mitglied. Als ich das damals so mit 18 gelesen habe, war ich schockierter als nach "Die Grenzen des Wachstums" vom Club.


    => Fred: Ja, das ist ein exzellentes Buch. Ebenso wie der Gruhl ein bemerkenswerter Mann ist (bzw. war, der ist schon in den Neunzigern gestorben): Er war ein echter Wertkonservativer und hat aus seinen richtigen Erkenntnissen zur Begrenztheit der Ressourcen heraus die GRÜNEN mitbegründet. Als er dann damit 1980 erfolgreich war, wurde bekanntermaßen die Partei von den 68ern und den Pseudo-Friedensbewegten usurpiert und die wertkonservativen Führungsfiguren wie zB Clemens Kuby oder eben Gruhl haben die GRÜNEN fast alle verlassen. Danach hat er glaube ich die ÖDP mitbegründet, die bis heute relativ integer ist, weil sie einfach die 5% nicht schaffen will, so dass sie für das System ungefährlich ist.
    => WIE gefährlich in den 70ern offenbar die "Wachstums-feindlichen" (und damit vermeintlich Kapitalismus-feindlichen) Erkenntnisse eines H. Gruhl waren, sieht man auch schon daran, dass schon VOR der Gründung der Grünen der Gruhl von der CDU hinausgeworfen wurde (!). Auch das ein frühes Zeichen, dass Wertkonservativismus auch in den vermeintlich so konservativen Parteien nicht toleriert wird. Wenn das Fähnchen in eine neu vorgegebene Richtung wehen soll oder wenn das System angeplinkelt oder gar gefährdet wird, ist Schluss mit lustig bei den "staatstragenden und bürgernahen" Parteien. Da wird dann eben mal locker die Wahrheit unterdrückt und die ehrlich-naiven Protagonisten werden kaltgestellt.