Beiträge von Pauli

    aus dem aktuellen Newsletter von Michael Mross, der gerade in Dubai war und den Gold- und Ölmarkt studiert hat:


    PS @Eldo: Milly mag ein Öljunkie sein. Aber sind wir nicht alle ein wenig Junkies? Du hast doch auch Deine Dauer-Steckenpferde und Deine Neurosen ;)

    Diese Quelle geht über Ölinfos weit hinaus. Trotzdem m.E. ein must-read: http://wirtschaft-querschuss.b…ak-l-und-peak-mensch.html


    Kleiner Auszug:

    Zitat

    Im Jahre 1859 entdeckte die Menschheit in ihrem Keller eine riesige Schatzkiste. Es waren dies Öl und Gas, phantastisch billige und leicht nutzbare Energiequellen. Wir, zumindest einige von uns, taten das, was jeder tun würde, der in seinem Keller einen Schatz entdeckt - nämlich auf den Putz hauen, und so haben wir dann mit großem Vergnügen diesen Schatz verjubelt." Kenneth E. Boulding


    ...Allerdings funktionierte das bei den weltweit verfügbaren Lagerkapazitäten maximal wochenweise. Selbst die amerikanische strategische Ölreserve (SPR = das größte Öllager der Welt, in Salzstöcken am Golf von Mexiko, Floridaseite) umfasst nur etwa 700 mb, was alleine die USA in weniger als 40 Tagen verbrauchen würden. Vergleich das mal mit den GOLDvorräten der Welt bezogen auf Verbrauch pro Tag! Darum schreibe ich "Lagerhaltung ist vernachlässigbar". ... Denkbar ist allerdings (und das gab es auch schon in der Vergangenheit), dass Bush kurz vor der Wahl diese Vorräte mal ein paar Wochen lang freigibt, um den Benzinpreis vor den Wahlen noch runterzubringen.


    I told you! Die US-Wahlen nähern sich - und schon geht es los:

    Zitat

    USA setzen Belieferung der strategischen Ölvorräte aus http://de.news.yahoo.com/afp/2…a-oel-preise-f41e315.html
    AFP - Samstag, 17. Mai, 12:25 UhrWashington (AFP) - Die USA wollen angesichts des explodierenden Ölpreises die Aufstockung ihrer strategischen Erdölvorräte ab dem Sommer aussetzen. Eine Sprecherin des Energieministeriums teilte in Washington mit, der derzeit gültige Liefervertrag laufe im Juni aus und solle für die darauffolgenden sechs Monate nicht verlängert werden. Der Notvorrat der US-Regierung (Strategic Petroleum Reserve, SPR) ist die größte Ölreserve einer Regierung weltweit, ...


    => Der nächste Schritt nach dem Nicht-weiter-Auffüllen der SPR ist dann die teilweise Freigabe - ab etwa 12 Wochen vor der Wahl. Watch out for news.
    => Wird natürlich am Knappheitsproblem nichts ändern - aber LÖSUNGEN haben Politiker ja noch nie interessiert. Hauptsache der Schein "Alles OK und wir haben alles im Griff" vor den Wahlen stimmt.

    ... natürlich funktioniert das nicht als von der GATA organisierte konzertierte Aktion: nur weil Bix sagt "wechselt mal alle von Au zu Ag" muss da noch gar nichts geschehen. Wichtiger ist, dass nur ein einziger großer Staats- oder HEdge-Fonds das fragile Silber-Gleichgewicht am physischen Markt kaputtmachen kann. Alleine die ökonomische Ratio wird einen Corner-Versuch erzwingen. Man muss es diesmal ja nicht so dilettantisch und naiv und hoch fremdfinanziert und gehebelt und über die FUTURES-Märkte anstellen wie die Hunts zwischen 1973 und 1980. Klar würden sich die Regulatoren und die ganze Mischpoke von der Kabale wehren. Aber wegen der ggü. 1980 VIEL kleineren Restbestände an Silber wären die aufzukaufenden Mengen viel geringer als 1980.


    Wie sagt Eichelburg immer so schön: Es müsste [wenn alles so manipuliert weitergehen soll] ALLES gutgehen und keiner ausscheren. Wird aber nicht so sein! Irgendwann hilft der politische Druck aus NY nicht mehr - und einer WIRD ausscheren. Bei Ölpreisen über 125$/bl gibt es von dieser nicht mehr beeinflussbaren Milliardärs-Sorte monatlich 5 mehr...

    Danke für den Text, Eldo!


    Nicht dumm, was Bix da sagt. Klar ist es zT spekulativ - aber die 5Mrd $, die er nennt, um den physischen Silbermarkt leerzukaufen und Panik bei den industriellen Nutzern UND den Spekulanten auszulösen, sind vermutlich korrekt. Das wäre das Ende der Silber- UND in der Folge auch der Goldkabale.


    Ergo: Nur EIN einziger mittelgroßer Hedge-Fonds (unter den Tausenden, die es gibt) muss aus der Kabale-Front ausscheren und phyisches Material kaufen. Von den russisch-chinesisch-arabischen Staatsfonds ganz zu schweigen, die mit ihren Öl- und Export-Dollars bald nicht mehr wissen wohin.


    Für mich ist ein weiteres sehr bullishes Zeichen für Silber die derzeit wieder sehr aktiven medialen Bashing-Versuche - zB:
    a) der m.E. sehr angreifbare GFMS-/SilverInstitute-Bericht zu Silber. [angereifbar besonders in den Positionen physisches Investmentnachfrage, Minensupply-Prognose u.a.]
    b) der neueste Erguss des Oberbashers Wrzesniok-Rosbach, der sich EINE Silbermine heraussucht und sich dann darüber auslässt, dass sie in den nächsten 10 [!] Jahren ihren Output verdoppeln will und damit suggeriert, dass die Welt bald in Silber schwimmen wird... Die Mine will übrigens v.a. durch Zukäufe wachsen, was den Gesamt-Silbermarkt netto in keiner Weise verändern würde.


    Got silver?


    => Ja - hatte ich ganz vergessen. Danke Ténéré. Damit sollte die Transparenz sicher sein. Werde die Antwort der ZKB aber hier noch posten, sobald sie da ist.


    So - nun machen wir die Verwirrung mal komplett. Hier zunächst die Antwort der ZKB auf eine entsprechende Anfrage - konkret zur Transparenz der ETFs:


    => Hierzu meine (laienhaften!) Ergänzungen und Interpretationen. Bitte an die Steuerexperten hier, ggf. zu korrigieren.
    a) es gab also in der Tat in den letzten Wochen eine Neueinschätzung der ZKB-ETFs durch die BaFin
    b) demnach findet das InvG und damit auch das InvStG keine Anwendung - damit keine "Transparenz der ETFs i.S. des InvStG" (da nicht anwendbar) ...
    c) ... aber trotzdem eine "Transparenz" als "vertragsrechtliches Gefäß" (s.o.) !


    Punkt c) könnte für die ABGELTUNGssteuerpflicht positiv sein, denn auf physische Metalle fällt ja auch ab 2009 keine solche Steuer an. Wie das Ganze OPERATIV bei ETF-Käufen ab 2009 gehandhabt werden wird (dh konkret eine Freistellung dieser ETFs vom Abg.Steuerabzug durch die Depotbanken) ist heute wohl noch unklar. Im Xetra-Gold-Thread wurde dazu mal angedeutet, dass es ein entsprechendes Flag-Feld in den SW-Systemen der Banken geben wird.


    NICHT klar ist mir nun, ob die von ordine und Ténéré oben angesprochene Strafbesteuerung (also NICHT die AbgSteuer!) trotzdem irgendwie greifen könnte, obwohl eine solche ja eigentlich nur auf "intransparente Fonds i.S. des InvStG" anfällt?! Könnte eine Nichtanwendbarkeit des InvStG zu einer Einstufung als "Intransparent i.S.d. InvStG" (und damit zu einer Strafbesteuerung) führen?? Experten-Feedback welcome!

    Hier ein must-read für alle Englisch spechenden: http://www.sprott.com/pdf/investorsdigest/digest.pdf


    Sprott ist sehr bullish für Gold und sagt einige Dinge ganz offen, die wir in den letzten Jahren hier nur flüsternd äußern durften und für die wir immer wieder als Verschwörer und Spoinner bezeichnet worden sind. Zum Beispiel:
    a) Die 3200 Tonnen des immer wieder medienwirksam "verkauften" IWF-Golds sind mit hoher Sicherheit kein IWF-Gold, sondern gehören ZUGLEICH den zugrundeliegenden IWF-Mitglieds-Staaten, die das Gold ganz "natürlicherweise" ebenfalls in ihren Bilanzen führen. Damit werden volle 3200 Tonnen in der Welt-Gesamt-Statistik DOPPELT gezählt!
    b) Die Möglichkeiten, über physische Verkäufe der westlichen Notenbanken den Goldpreis zu drücken, werden mangels Material "bald" [Zitat Sprott] enden müssen. [ich weiß - das haben wir / ich mit Bezug auf Veneroso auch schon vor 3 Jahren behauptet - mal sehen, ob Sprott ein besseres Timing hat...]
    c) Er greift auch GFMS und deren Berichte zu den GoldSilbermärkten an. Zitat: "GFMS, an organization that has, in my opinion,made inaccurate statements about the true state of the gold market.". Viele Begründungen dafür - einfach Link lesen.


    Usw. Sprott geht davon aus, dass man in der jetzigen Manipulationsepisode zum letzten Mal überhaupt Gold unter $1000 wird kaufen können.

    Langfristig gesehen ist die Enteignung der Sparer grotesk, wie schon öfters erwähnt: Ein heutiger USD hat den Wert eines Cents bei FED-Gründung, und er sinkt weiter. Muss mal mit meinem Rechner zu Hause den Abzinsungsfaktor rechnen, ein billiger Taschenrechner schaftt's nicht...


    => Lucky: das macht ziemlich genau 5% Abwertung pro Jahr über diese 95 Jahre [1 USD / (1,05^95) = 1 Cent ]. Die 95 Jahre vor 1913 waren es ca. 0% pro Jahr. Die 5% Differenz machen eben den alles entscheidenen Unterschied. Und wo stehen wir derzeit? Siehe hier Global Economic Collapse : irgendwo zwischen 10 und 15% p.a. ...

    Hier mal ein Auszug aus dem Telegraph (Artikel von Ambrose Evans-Pritchard) http://www.telegraph.co.uk/mon…ey/2008/05/14/bcnoecd.xml


    Zitat

    Global slump of 2008-09 has begun
    The crisis is rotating eastwards
    Price pressures across the emerging world are reaching levels that may soon threaten stability unless governments jam on the brakes. Inflation rates have reached: Venezuela (22pc), Vietnam (21pc), Latvia (18pc), Qatar (17pc), Pakistan (17pc), Egypt (16pc) Bulgaria (15pc), The Emirates (11pc), Estonia (11pc), Turkey (9.7), Indonesia (9pc) Saudi Arabia (9.6pc), Argentina (8.9pc), Romania (8.6pc), China (8.5pc), Philippines (8.3pc), India (7.6pc).


    Many of these countries are now suffering the worst prices spiral in thirty years, setting off widespread riots. :S India's government has suspended futures for a clutch of key commodities as states resort to draconian measures.


    => Diese Länder sind eben echte "Entwicklungsländer" - denn ihre Kunst der statistischen Inflationsverschleierung ist ganz klar unterentwickelt. Die berichten noch viel zu wahrheitsgemäß.
    => Die Frage ist nicht "Inflation oder Deflation ", sondern "Inflation mit Wirtschaftswachstum oder Stagflation".

    Folgendes stand Mitte Januar 08 in der Euro am Sonntag als Antwort auf einen Leserbrief zu einem bestimmten ETF:


    Zitat: Zwar wir der Lyxor Gold Bullion Securities ( WKN A0LP78 ) oft als ETF (börsengehandelter Fonds) oder ETC (börsengehandelter Rohstoff) bezeichnet, rein rechtlich gesehen, handelt es sich dabei aber um ein
    Zertifikat, das im Unterschied zu gewöhnlichen Goldzertifikaten - etwa dem x-pert-Zertifikat der Deutschen Bank oder dem Gold-Quanto-Zertifikat der französischen Bank Societe Generale -
    lediglich mit physischem Gold hinterlegt ist. Die Ausgestaltung als Zertifikat, genauer als goldbesicherte undatierte Nullkupon -Schuldverschreibung, hat jedoch Nachteile bei der Einführung
    der Abgeltungssteuer. ...Gruß Seth-K


    => Seth-K


    Hierzu laufen derzeit mir bekannte Anfragen sowohl von Xetra Gold als auch von ETFS als auch von Lyxor als auch von der ZKB bei den zuständigen deutschen Behörden betreffend die jeweiligen steuerlichen Einstufungen der "ETF/ETC/..."-Produkte. Das BMF schweigt sich bislang aus - wohl auch deshalb (meine Vermutung), weil es (für den Fall der Einstufung als Zertis) keinen Run auf die Produkte vor dem 30.6.08 provozieren will.


    Meine aktuelle Arbeitshypothese dazu: Man wird sich wohl letztlich auf Seiten des Ministeriums auf den Standpunkt stellen, dass die physische Hinterlegung keine Rolle spielt - und dass einzig der rechtliche Status der "ETFs/ETCs/..." steuerlich maßgeblich ist. Das hätte m.E. zur Folge (keine Gewähr!!!), dass die Lyxor-Produkte, die ETFS-Produkte und wohl auch Xetra-Gold als Zertifikate eingestuft werden, weil sie eben rechtlich Inhaberschuldverschreibungen sind. Die ZKB-ETFs sind dagegen FONDS im echten Sinne, dh im Konkursfall Sondervermögen. Auch wenn es natürlich Fonds nach SCHWEIZER Recht sind, kann das BMF letztlich wohl nicht anders als dies zu akzeptieren. Damit kann es m.E. bei den ZKB-ETFs keine Behandlung als Zerti geben (keine Gewähr!!!) .


    WISSEN werden wir den Standpunkt des BMFs hoffentlich dann, wenn die entsprechende Anfrage der ZKB (und der anderen) beantwortet sein wird (melde mich dann dazu - bin in fast allen Verteilern drin). Ich halte es aber auch für möglich, dass das BMF hier bis weit in 2009 einfach NICHTS sagt, alle im Unklaren lässt und im Extremfall erst bei Verkäufen ab Mitte 2009 die Finanzämter "Abgeltungssteuer wegen der Zerti-Eigenschaften der ETF-IHSV" geltend machen... Dieses Vorgehen wäre besonders perfide, weil die Depotbanken dann -selbst wenn es KEINE valide Steuerforderung gäbe- letztlich natürlich erst einmal die Abgsteuer abführen werden - und man sich dann ggf. hinterher mit den Finanz-Ämtern rumschlagen und ggf. eine Rückerstattung herbeiführen muss...


    Noch hoffe ich auf baldige Klärung. Bitte posten, wenn jemand dazu was BELASTBARES hört ("Belastbar" sind NICHT die regelmäßig unter Vorbehalt stehenden Selbsteinschätzungen der Emittenten, sondern nur offizielle Antwortschreiben der Behörden oder "Garantien" der Emittenten, die es aber wohl nicht geben wird).

    Es gab ja mal zum Silber ETF ein Interview mit Hugo Stadler, Erich Meier und Stephan Müller von der ZKB. Darin hieß es: "Die ZKB ETFs unterstehen als regulierte Fonds der Aufsicht der Schweizerischen Bankenkommission und werden zudem gem. § 5 InvStG als transparente Fonds für unsere deutschen Investoren im Bundesanzeiger veröffentlicht".
    Quelle: http://www.silberinfo.com/uplo…terview_zkb19.10.2007.pdf


    => Ja - hatte ich ganz vergessen. Danke Ténéré. Damit sollte die Transparenz sicher sein. Werde die Antwort der ZKB aber hier noch posten, sobald sie da ist.

    Hier mal zwei Links zum Thema.

    Zitat

    Mit dem neuen Investmentsteuergesetz [2003] wurde diese Unterscheidung jedoch aufgehoben; für steuerrechtliche Zwecke in der Bundesrepublik Deutschland wird jetzt zwischen zwei Hauptkategorien unterschieden: (i) Investmentfonds, die die spezifischen im Investmentsteuergesetz beschriebenen Bekanntmachungspflichten einhalten (“transparente Fonds”) und (ii) Investmentfonds, die dies nicht tun (“nicht transparente Fonds”). Die Unterscheidung zwischen “transparent” und “nicht transparent” richtet sich ausschließlich danach, in welchem Umfang der betreffende Investmentfonds den in §5 InvStG beschriebenen neuen Bekanntmachungspflichten nachkommt. Fonds X beabsichtigt, dass die nachfolgend aufgeführten Fonds den in §5 InvStG vorgeschriebenen Bekanntmachungspflichten in vollem Umfang nachkommen und auch den Aktiengewinn veröffentlichen, mit der Folge, dass sie für deutsche steuerliche Zwecke die Voraussetzungen als “transparente Fonds” erfüllen werden.


    Oder siehe zB: http://www.warth-klein.de/down…g_eigelshoven_handout.pdf (S. 16+17)
    oder auch http://www.kpmg.ch/library/pdf…euerbescheinigungen_D.pdf


    Ich spiele die Frage auch bei den ZKB-Verantwortlichen ein. Mal sehen, was zurückkommt.

    Ja Ténéré. Danke für diese Hinweise. In der Tat ist für US-Bürger der Handel nicht möglich. Das ist bei einigen Produkten so und die Schweiz hat mit den USA in einigen Steuerdingen bilateral Sonderregelungen vereinbart. Da gilt zB auch praktisch kein CH-Bankgeheimnis mehr. Das aber nur am Rande.


    Ténéré: Es ist zwar den meisten wohl klar. Aber vielleicht kannst Du das Thema "Transparenz" bzw. ggf. "Strafbesteuerung des Verkauferlöses?" nochmals genauer ausführen. Die Frage sollte man auch bei der ZKB mal einspielen bzw. vielleicht gibt es hier ja doch jemanden, der Fondsanteile schon einmal verkauft hat. Dann bitte posten, was steuerlich passiert ist und ob es ein deutsches oder ein CH-Depot war.


    @ordine
    Eben erst Dein neues Posting gesehen. Du beziehst Dich wohl auf den Absatz ganz unten im Reinkopierten von der ZKB-Page. Sollte nun klar sein: US-Bürger haben ggf. Probleme - andere sollten es nicht haben. DEUTSCHE Restriktionen gibt es nicht.

    ordineteutonico
    Es bleibt bei dem, was ich oben bereits geschrieben habe:

    Zitat

    => Die Dame mag sympathisch gewesen sein. Sie hat Dich aber leider gleich mehrfach falsch informiert - ebenso ihr Vorgesetzter:
    a) Völliger bullshit ist das Argument mit der Staatsbürgerschaft: bei einer solchen Diskriminierung bekäme die Schweiz/die ZKB nicht nur ein Reputations-, sondern gleich noch ein juristisches Problem. Stimmt definitiv nicht - die ZKB-ETFs haben viele deutsche Kunden
    b) Meines Wissens ist der Fonds auch ohne CH-Depot kaufbar! Es hilft zwar insoweit, weil man dann leichter an der SWX handeln kann, was leider einige deutsche Direktbroker nicht ermöglichen. Aber das ist entweder Dummheit oder Sturheit dieser Direktbanken oder eben politische Einflussnahme von oben. Tatsache ist, dass die Fonds in D keine "VERTRIEBSlizenz" haben (die ZKB will das meines Wissens seit Monaten ändern). Damit dürfen diese ETFs nicht öffentlich in D beworben werden. Wenn Du aber aktiv bei Deinem Broker danach fragst, muss der Auftrag im Prinzip ausgeführt werden, FALLS sie denn an der SWX handeln lassen - aber das ist KEINE juristische Restriktion, die sich irgendwo aus deutschem Recht ergäbe, sondern eine rein technische/bankinterne. Ich kenne Fälle, wo sogar ein poplige Volksbank- und ein Sparkasseninstitute in D die ZKB-ETF-Käufe hinbekommen haben. Selbst die DAB schafft es mittlerweile - allerdings komischerweise noch nicht alle 4 ZKB-EM-ETFs...


    Fazit also:
    a) Es gibt definitiv keine Restriktion "nur für Schweizer" - also gegen Ausländer. Rein JURISTISCH KANNST Du als Deutscher diese ETFs kaufen. DIESES Argument sollte man bei seinem Broker/Bank also nicht gelten lassen, denn es ist falsch - auch wenn so etwas von der Hotline behauptet wird.
    b) Auch Hinweise auf die BaFin oder das InvG und evtl. einem KAuf entgegenstehende deutsche Regularien / Gesetze sind ganz klar falsch. Fakt ist, dass es solche nicht gibt - und dass es viele deutsche Kunden mit deustchen Depots bei den ZKB-ETFs gibt.
    c) TECHNISCH muss Deine (deutsche) Bank allerdings willens und in der Lage sein, an der SWX zu handeln. Daran könnte es scheitern - und Du kannst dann wenig dagegen machen. Viele deutsche Banken lassen da eben nicht handeln.
    d) Technisch sollte es NICHT erforderlich sein, dass Du ein MEHRWÄHRUNGS-Depot (mit CHF) führst. Kenne Fälle, in denen auch über EUR-Depotkonten gehandelt werden konnte. Kann allerdings ein paar Gebühren und natürlich Wechselkursverluste mit sich bringen.


    Zu Deiner zweiten Frage: Ja - klar kann man die auch von ausländischen Depotbanken handeln. Am einfachsten sicherlich von einer Schweizer Bank aus - denn die handelt ja sicherlich an der SWX und gibt keine dummen Hotline-Antworten dazu. Ein CH-Depot hat nur dummerweise eben nicht jeder. Silberlockes Bericht oben von Falsch-Antworten der Service-Hotline der ZKB selbst :hae: ist wohl ein Beispiel für Schweizer 1-Franken-Jobbern in der Hotline...

    Lass´ gut sein. Vermutlich hat silberbug mit seinem Ärger recht. Wir sind zu weit vom Thema abgeschweift. Wichtig war mir lediglich, weissgarnix trotz seines Dementis nun richtig verorten zu können: Obwohl er das Eigentumsrecht de facto in Abrede stellt (!) , bestreitet er doch zugleich, Sozialist/Kommunist zu sein. Vielmehr will er trotz aller erkannter Schwachstellen das pervertiert-kapitalistische System irgendwie noch länger am Tropf hängen lassen und verkauft diese unterlassene Sterbehilfe eines unrettbar Kranken als etwas Gutes. In Wirklichkeit wird dagegen dadurch täglich die Fallhöhe bis zum Global Economic Collapse erhöht. Im Prinzip leben wir DERZEIT in der besten aller weissgarnix´schen Welten. Denn die Lebensverlängerung des Systems über die Druckerpresse bzw. Kreditfazilitäten und die Verhinderung der Endphase des Kondratieff-Winters ist ja genau das, was die Notenbanken der Welt derzeit in präzedenzloser Manier vorführen. Die Folgen des unvermeidlichen Systemkollapses wird die Welt umso schlimmer erfahren, je länger es bis zum Ende der Papiergeldphase noch dauert. Falls es ZU lange dauert, wächst massiv die Kriegsgefahr und bei einem Neuanfang danach werden es die dann wieder Substanz- und Gold-gläubigen Massen schwer haben, den Wiederaufbau auf IRGENDWELCHE Substanz aufzustellen.


    Want peace? Got Gold?

    @traditional
    Wir hatten Gehrt ja ebenso wie Weinberg und Kraus seit Monaten (seit etwa 80$/bl) mit sehr ähnlichem Tenor hier verlinkt. Und in der Tat: irgendwann in vermutlich nun nicht mehr allzu ferner Zukunft wird einer dieser "Experten" mit einem dieser fast täglich veröffentlichten Artikel recht bekommen. Die Fahnenstange im Ölchart IST nun mittlerweile tatsächlich da und wir werden wohl auf irgendwo zwischen 95$ und 110$ korrigieren. Vielleicht auch erst ab 130$ Fallhöhe.


    Der Artikel von Gehrt ist ja im Prinzip nicht falsch und mit GS basht er ja auch nicht die Falschen. TROTZDEM aber ist Gehrt kein Ölexperte und von PeakOil und den damit verbundenen historischen Konsequenzen hat er vermutlich nicht die geringste Ahnung. Er beschreibt, wie Future-Machtspiele zwischen Shorties und Longies normalerweise ablaufen. Aber im Ölmarkt HABEN wir keine "normale" Situation und m.E. derzeit NOCH IMMER keinen überzockten Futuresmarkt - siehe die CoT-Daten dazu:


    Woher will Gehrt denn folgendes wissen?

    Zitat

    Nur: Genau diese Klientel [Future-Trader], diese massive Mehrheit von 0,01% (oder weniger) der Bevölkerung dieser Welt ist es, die die Kurse in den letzten Tagen "macht". Nicht unmittelbares Angebot und Nachfrage, nicht der Dollar, nicht irgendwelche Lieferengpässe


    => Ich behaupte, NOCH IMMER ist eben in erster Linie ein relativ enges Angebot bezogen auf die stetig wachsende Nachfrage preistreibend. Hinzu kommt ein wenig Dollarschwäche (wobei das in den letzten Tagen ja NICHT mehr der Fall war), etwas Spekulation und ein wenig Kriegsangst im Markt (Iran).


    Man sollte m.E. kurzfristig nun nicht mehr long gehen. Aber short? Noch immer riskant!

    1) was ist denn "Eigentum" überhaupt, im Unterschied zu "Besitz"? Und wer ist denn der einzige, der es dir erschaffen und erhalten kann, kraft seiner Rechtsordnung und der Zwangsmittel, die dahinterstehen? Wer in dieser Hinsicht also nicht "staatsgläubig" ist (bzw. wäre "staatsvertrauend" der zutreffendere Begriff), der hat ohnehin keinen Bezug zu "Eigentum". Wer Eigentum in einem bestimmten Staat erwirbt, sich also zB in Deutschland ein Haus baut oder kauft, ist ex definitione hinsichtlich der deutschen Rechtsordnung "staatsgläubig".


    => Oh - wir begeben uns nun in wirtschaftsphilosophische Sphären. Nun denn: Richtig ist, dass "Eigentum" ohne eine staatliche Garantie (also de facto eine Schutz- und Verteidigungsgarantie) nichts wert ist und damit nicht existieren kann. Habe ich nie bestritten und würden Goldbugs nie widersprechen. Drohende „Hyperinflation“ oder doch Deflation? Gold ein Fehler?

    Zitat

    {Pauli} Ich würde nicht so weit gehen, den Staat per se als schlecht und böse abzukanzeln. Dies gilt nur für den heute bei uns zunehmend erreichten Zustand der totalitären Demokratur, in der die entscheidenden Politiker immer bürgerferner agieren und ganz offensichtlich "andere" und auch eigene Interessen durchsetzen.


    => Der schlanke Nachtwächterstaat war nie unser Problem - ist nur leider bei heute schon 60+% Staatsquote weit weg von der Realität.
    => Leider bist Du zunehmend inkonsistent in Deinen Aussagen, was wohl eine Folge der Verrenkungen ist, die man machen muss, wenn Gegenargumente kommen. So schreibts du zB erst vor wenigen Tagen:

    Zitat

    Und ohne Staat und staatlicher Aufschuldung können eine Reihe von Systemen richtig gut funktionieren. 8o


    => Ja was denn nun? Viel Staat, absoluter Staat (Zentralkommunismus? ) - oder doch gar kein Staat?? Wenn Du Dich entschieden hast, reden wir weiter. Solange plädieren wir für den schlanken Staat, der über einen GOLDstandard physikalisch diszipliniert werden muss, weil er sonst die Tendenz dazu hat, immer dicker, umfassender, Nanny-mäßiger und totalitärer zu werden, weil über sein Kredit-basiertes Papiergeld die totale Zentralmacht und die totale Überwachung und die zugehörigen Büttel bezahlt werden können.


    Zitat

    2) Das Eigentum sollte selbstredend geschützt werden für den, der es erworben hat, und unantastbar für alle anderen bleiben. Aber aus welcher rechtlichen, philosophischen oder biologischen Quelle würde sich denn deiner Meinung nach ergeben, dass das die Nachfolger automatisch miteinschliessen müsste? Mir will partout kein Grund einfallen, daher wäre ich für entsprechende Hinweise dankbar.


    => Erstens sehe ich in der Tat meine Kinder als Teil meiner Selbst an und sehe sie daher durchaus als automatische Nachfolger und Erben meiner Lebensleistung an...
    => ... zweitens ziehe ich aus der Tatsache, dass nach mir noch was kommt, durchaus einen Teil meiner Leistungsmotivation [Du nicht - hast Du heute ja im Gelben schon klargestellt] ...
    => ... drittens sehe das nicht nur ich so, sondern vermutlich 90% der Bevölkerung und daher auch die Vererbungsgesetze von 95% aller Staaten (ex Kuba und Nordkorea) ...
    => ... und viertens: Selbst wenn wir hier uns darauf einigen würden, dass wir das künftig nicht mehr so sehen und Vererbungen verbieten bzw. prohibitiv besteuern: Was glaubst du wohl, wie die Familien dieser Welt (sowohl die bürgerlich-besitzenden als auch insbesondere die SEHR vermögenden/einflussreichen) damit umgehen würden? Sie würden die ohnehin von ihnen eingesetzten Politiker austauschen und durch solche ersetzen, die das völlig natürliche Erbrecht uangetastet lassen. Und DAFÜR könnte man der Elite ausnahmsweise nicht einmal böse sein, denn am Naturrecht kann man nicht rütteln. Die maximale Größe einer sozialen Gruppe von Menschen, in denen der Eigentums-lose Ur-Kommunismus funktioniert, ist die Familie, die Sippe oder vielleicht noch die Dorfgemeinschaft. Jenseits dessen wird die Gemeinschaft zu anonym und/oder zu geographisch verstreut. Deshalb funktionieren auch national-SOZIALISTISCHE Blut- und Boden-Ideologien nicht: Die "Volksgemeinschaft" mit mehreren Tausend oder gar Millionen Mitgliedern ist nicht dauerhaft sozialistisch gerecht zu organisieren.


    Zitat

    3) Will irgendjemand bestreiten, dass die Geschichte der Eigentumswirtschaft seit spätestens der griechischen Polis anno 600 vC von regelmäßig wiederkehrenden Eigentumshäufungen gekennzeichnet war, die dann ebenso regelmäßig zu "Reformen", inkl. Mord und Totschlag führten? Insoferne wird Eigentum so oder so, ob uns das nun passt oder nicht, in regelmäßig wiederkehrenden Abständen "umverteilt".


    => Diese Kollapse (damit sind wir wieder beim Threadthema 8) ) waren keine Folge des ERBrechts, sondern zumindest in der ökonomischen Neuzeit (und über die sprichst Du doch immer) der Zinseszins-Aufhäufungen im pervertierten Papiergeldsystem.
    => Ansonsten passt die Prognose der regelmäßigen sozialistischen (="umverteilenden") Revolution gut zu Deiner neuerdings offenen sozialistischen Einstellung. Auch der Goldbug erwartet den Kollaps. Aber muss es unbedingt die SOZIALISTISCHE Revolution sein? Du selbst siehst Dich zwar offenbar http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=20165 gar nicht in der Marx´schen Revolutionstradition:

    Zitat

    Nein, das hat mit Karl Marx schlicht überhaupt nichts zu tun. Ich rede von "Eigentum neu verteilen", nicht von "Eigentum überwinden". Es erscheint mir tausendmal besser, dass so zu regeln, als über irgendwelche Gewalttaten à la Revolution, Krieg und dergleichen.


    ... aber diese subtile Unterscheidung zwischen "Eigentumsverteilung" und "Eigentumsüberwindung" ist -entschuldigung- mal wieder MODELLTHEORIE. Falls es noch nicht bemerkt wurde: Bei 60+% Staatsquote und fast 20% Inflationspotenzial p.a. SIND wir schon SEHR TIEF in der "Eigentumsumverteilung". Wer hier NOCH mehr fordert, will eben doch ganz sozialistisch das Eigentum ÜBERWINDEN.

    Es lebe die Proletarische Revolution!

    Keine Bange, Pauli, ein bißchen Liberalismus ist im Gelben schon noch übriggeblieben. Aber diese debitistische Hypergläubigkeit dort ist schon ätzend.Gruß Milly


    => Ich weiß - im Prinzip gäbe es da schon auch Libertäre und ich hatte ja auch schon öfters betont, dass einige ANALYSEN der Wortführer im Gelben gut sind und gar nicht so weit weg von unseren. Es geht immer um die WERTUNG und das ZIEL, wo wir mit dem System hin wollen. Darum war ich dankbar für diese WERTUNG in Richtung Sozialismus. Übrigens gibt es heute einen Thread im Gelben über die Wahlpräferenzen der User dort. http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=20119 Ergebnis: Mehr als 2/3 bis 3/4 Sozialismusgläubige (dunkelrot, braun, rot und grün gefärbt).