Beiträge von Pauli

    @mesodor @Homm


    Schließe mich Eurer Meinung voll an!


    Aber unabhängig von diesem Problem hier im Forum folgender Newsbite zum Silber-ETF:


    Der ETF hat nunmehr seit 3 Wochen keinen neuen Silberbestand ausgewiesen. Offiziell stagnieren wir bei etwa 104m Unzen.


    Da der ETF natürlich in dieser Zeit Mittelzuflüsse gehabt haben wird, beweist dies nun immerhin schon einmal, dass er zumindest nicht ZEITNAH analog zu den Einlagen Silber einkauft (weder physisch noch in Papierform).


    Es kann natürlich auch gut sein, dass hinter den ETF-Kulissen in diesen 3 Wochen ganz viel mit physischem Material GETRADET worden ist - zum Beispiel in Form von VERLEIHUNGEN X( von Material zur Silberpreisdrückung (die ja in den letzten Wochen in erheblichem Maße stattgefunden hat ) oder auch einfach durch Kauf von Papierputs auf Silber mit Einlagegeldern.


    Da man als Barclays / ishares keine Lust hat, dies transparent zu machen, veröffentlicht man einfach in solch kritischen Zeiten keine neuen Bestandszahlen. Das ist auch in den letzten Monaten immer mal wieder so geschehen; meist in kritischen Zeiten für den Silberpreis...


    Irgendwann werden die Bestände natürlich wieder veröffentlicht werden. Immerhin hat man ja nun endlich den Antrag auf Aufstockung über die bisherigen 130m Unzen gestellt. Ich gehe davon aus, dass die ersten 130m Unzen schon fast gezeichnet sind, auch wenn man das derzeit noch nicht offiziell macht.

    @ Edel


    Heute ist Verfallstag in USA. Der scheint für die Papier-EM-Trader wichtig zu sein - und die Cabale will wohl möglichst viele Long-Positionierte noch abkassieren. Ist schon häufig passiert.


    Weiß hier zufällig jemand, wann genau (Uhrzeit NY oder London?) der relevante Verfallszeitpunkt der Kontrakte ist?


    Dann sind wir nach aller Erfahrung unten.


    Merci
    Pauli

    Der Vaupel ist in der Regel eigentlich nicht schlecht. Aber in diesem Beitrag irritiert er mich:


    1. Es ist schön, wenn China 400t Gold mehr konsumiert. Schön - aber keinesfalls eine neue Erkenntnis - und natürlich auch reine Spekulation. In diesem Fall ist es eine des World Gold Council - nicht gerade eine Institution, die in der Vergangenheit mit Prognosen gut gelegen hat... :rolleyes:


    2. Noch besser wird es allerdings, wenn Vaupel dann auch noch vorrechnet: "Derzeit halten die Chinesen umgerechnet 0,16 Gramm Gold pro Kopf. Wenn sich dieser Betrag nur um durchschnittlich 0,01 Gramm pro Person erhöhen würde, dann wäre das eine zusätzliche Nachfrage von rund 1.300 Tonnen."
    Diese Prognose klingt spektakulär und ist auch die HAUPTAUSSAGE des Textes! Da dürfte man von einem Vaupel schon erwarten, dass er die auch mal nachrechnet. Und siehe da: Die Steigerung um 0,01 Gramm pro Kopf würde bei 1,3 Mrd Chinesen zu knapp 13 (!) Tonnen Mehrnachfrage in China führen - und nicht zu 1300 Tonnen :rolleyes: :rolleyes: Damit wird die Aussage für den Gold-Weltmarkt mit einer Jahresproduktion von etwa 3300 Tonnen doch ein klein wenig irrelevanter. Aber vielleicht steigern die Chinesen ihr Gold-Pro-Kopf-Volumen ja auch um EIN Gramm, DANN stimmen die 1300 Tonnen. Das wären ausgehend von heute 0,16g schlappe 600% Steigerung. Würde ich als Goldbug zwar gut finden - aber irgendwie kann ich an den Goldhunger der Chinesen so sehr nun auch nicht glauben.


    Unter diesen Irrtum auch noch ein Copyright zu setzen... Naja - immerhin ist ja EIN Prozent der Aussage korrekt - und der Newsletter ist ja auch kostenlos. :D


    Trotzdem nix für ungut. Der Mann ist für gewöhnlich gut. Aber diesen Irrtum konnte ich so nicht stehen lassen.

    Ein Interview ohne faktischen Newswert. Dennoch erhellend, für wie blöd die Notenbanker und Politiker die Bevölkerung halten. Leider wohl in zunehmendem Maße auch zurecht...
    Aber ein unsouveräner Staat muss wohl mit solchen Verwaltungs-Hampelmännern leben. Wenn Schröder damals gewusst hätte, wie schnell und gründlich die für neue Amtsträger übliche Gehirnwäsche der political correctness und der "internationalen Konformität" bei Weber anschlägt (der einstmals ganz vernünftig war), hätte er sich damals nicht so sehr gegen ihn gewehrt.


    [Hervorhebungen und Anmerkungen von Pauli]


    2. Teil des BILD-Interviews mit Bundesbank-Chef Axel Weber (49)


    http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/08/22/bundesbank-chef-weber-interview-teil2/bundesbankchef-weber-interview-teil-2.html


    Was machen Sie mit unserem vielen Gold?
    BILD: Herr Professor Weber, rechnen Sie beim Einkauf eigentlich noch in D-Mark um?
    Axel Weber: Nein, das tue ich nicht und habe es auch nie getan. Ich habe die Preise gedanklich gleich nach der Einführung auf Euro umgestellt und lebe gut damit.
    BILD: Und besitzen Sie privat noch D-Mark?
    Weber: Ich habe noch eine Erinnerungsmünze, und in meinem Büro hängt ein Bild der D-Mark, das mich jeden Tag anspornt, den Euro so stabil zu halten wie die D-Mark. Noch immer sind sieben Milliarden DM nicht in Euro umgetauscht. Deshalb auch an dieser Stelle meine Bitte an die Bürger: Tauschen Sie Ihre alten Münzen und Geldscheine bei den Bundesbank-Filialen um!
    BILD: Wie lange nehmen Sie die D-Mark noch zurück?
    Weber: Solange noch jemand zu uns kommt. Also unbegrenzt, auch noch in 50 Jahren.
    BILD: Wird es den Euro dann noch geben?
    Weber: Nicht nur in 50 Jahren, auch in 100 Jahren werden wir noch mit dem Euro bezahlen! [nunja: immerhin erzielen die Scheine mit den vielen Nullen von 1923 in Auktionshäusern auch heute noch Preise über dem Papier- und Heizwert]. Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte. Er wird für die Bürger heute zu einem Stabilitätssymbol wie früher die D-Mark. Meine Aufgabe ist es, dass das Vertrauen in den Euro genauso stark ist und bleibt wie seinerzeit in die D-Mark [also 90% Kaufkraftverlust in 50 Jahren oder 4,5% p.a....].
    BILD: Auf was vertraut denn der Bundesbank-Präsident, wenn er sein eigenes Geld anlegt?
    Weber: Zunächst einmal unterliege ich als Bundesbank-Chef ziemlich strengen Vorschriften bei der Geldanlage. Ich versuche, mein Geld relativ breit zu streuen: Sehr sichere und lang laufende Staatspapiere und wenig Spekulatives. ["wenig Spekulatives" bedeutet wahrscheinlich Gold - so macht es jedenfalls Alan G.]
    BILD: Und wovon leben Sie im Alter?
    Weber: Meine Altersvorsorge ist vor allem eine Immobilie, die ich gekauft habe. Dazu kommen meine Beamten-Pension und meine Anlagen am Kapitalmarkt. Das ist eine gute Streuung für die Absicherung im Alter.
    BILD: Die Bundesbank hortet 3428 Tonnen Gold. Das ist nach den USA der zweitgrößte Goldschatz der Welt. Wozu brauchen wir so viel Gold?
    Weber: Das Gold ist Teil der deutschen Währungsreserven, die wir hüten. Sie sind ein wichtiger Faktor für das Vertrauen in die Stabilität des Euro.
    BILD: Der Goldpreis ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Wie viel ist denn unser Gold wert?
    Weber: Ende Juli war unser Gold 54 Milliarden Euro wert. Daneben halten wir Devisenreserven, also Bestände von Fremdwährungen wie Dollar und Yen, von 28 Milliarden Euro.
    BILD: ... sparen wollen unsere Politiker gerade nicht. Sie fordern immer wieder, dass ein Teil des Goldschatzes verkauft werden soll. Warum sind Sie dagegen?
    Weber: Wir haben nie gesagt, dass wir generell kein Gold verkaufen wollen. Vorstellbar ist, unsere Reserven etwas umzuschichten – von Gold in Fremdwährungen [also von Substanz in fiat funny money]. Wir wollen aber nicht die deutschen Währungsreserven anzapfen [sondern??].
    BILD: Liegt der ganze Goldschatz bei Ihnen in Frankfurt?
    Weber: Nein, an ganz unterschiedlichen Plätzen: Ein Teil befindet sich in Frankfurt, andere Teile in Paris, London und New York.
    BILD: Wie bitte? Ist unser Gold denn im Ausland sicher?
    Weber: Warum denn nicht? Das Gold liegt dort auch in den schwer gesicherten Notenbanken und deshalb ganz genauso sicher wie bei uns [stimmt: den Franzosen, Engländern, und Amerikanern kann es dort nicht mehr geraubt werden - jedenfalls nicht von den Deutschen].
    BILD: Kontrolliert die Bundesbank denn nie, ob Goldbarren fehlen?
    Weber: Wir bekommen regelmäßig Bestandsmeldungen der Notenbanken. Natürlich machen wir Revisionen und schicken auch Beamte in die Tresore, in denen unsere Goldbarren liegen ... [glatte Lüge - und selbst wenn es stimmen würde: wie soll den der "Beamte" dem einzelnen Barren ansehen, wie oft er bereits verliehen ist!]
    BILD: ... wird da auch mal nachgewogen?
    Weber: Nein, das ist nicht nötig. Machen Sie sich keine Sorgen: Wir können unseren Notenbank-Kollegen an den wichtigen Handelsplätzen voll vertrauen. [der Witz des Jahres]Mit Bundesbankpräsident Axel Weber sprachen Kai Diekmann

    Tja TeeKay


    Im Prinzip sind wir ja beeinander - auch ich brauche für einige da kommende Dinge leider (!) nur noch wenig Phantasie.


    Zitat

    Original von TeeKay
    Ich muss aber zugeben, dass mich die Tatsache, dass man die Chips nicht erfuehlen kann, wundert. RFID-Etiketten, die ich bisher sah, hatten einen fuehlbaren Chip.


    DAS genau war der Grund für meine obige Frage. Die RFID-Chips, die der Handel heute bereits einsetzt, sind etwa 4x4cm groß und fühlbar. Der Handel setzt die Dinger bereits millionenfach ein und er versucht krampfhaft, sie sowohl in Größe als auch im Preis (Herstellungskosten heute noch über 50 Cent) runterzubringen. Wenn die Geldscheinminilösung heute schon möglich wäre (und sorry - Prisonplanet ist als Quelle nicht überzeugend), dann hätte der Handel das auch längst übernommen und der Scanner-Barcode, der ja heute noch dominiert, wäre schon abgelöst.


    Ich will dieses Thema aber keineswegs verharmlosen. Man darf / MUSS hier paranoid sein! Ob das alleine aber hilft? Wie heißt es schon zurecht in der RockyHorror-Show: "Just because you´re paranoid doesn´t mean they´re not after you!"

    TeeKay


    Eigentlich kennt man Dich hier ja als seriösen Poster. Aber DIESE Info (RFID-Chips in den Euronoten)... Nimmst Du jetzt nur MICH (erfolgreich) auf den Arm oder geht das anderen auch noch so? Ich vermute ersteres - aber dennoch Frage dazu:


    Entweder Deine Angabe ist korrekt - dann habe ich jede Meldung dazu verschlafen bzw. das Thema ist so hochgeheim, dass es keiner wissen sollte. In diesem Fall würde mich Deine Quelle interessieren.


    Oder Du warst Deiner Zeit ein wenig (vielleicht 2 Jahre) voraus. Die PLÄNE für RFID-Chips in Banknoten sind ja nicht neu und eines Tages wird das wohl kommen. Aber HEUTE schon ?? ?( Welche Info soll denn heute schon auf den Scheinen gespeichert sein und wer liest die bzw. wer hat legal darauf Zugriff??


    Wie gesagt - das WIRD alles kommen. Wenn es soweit ist, wird dann im Idealfall (aus Sicht der Behörden) jede mit dem Geldschein getätigte Transaktion nachvollziehbar sein (wer, mit wem, wann, was gehandelt). Schöne neue Welt. Schon Orwell hat erkannt, dass es kein Bargeld mehr geben darf. Vielleicht wird unsere persönliche Kaufkraft und die aktuelle Kreditwürdigkeit eines Tages auch in den unter der Haut implantierten Chips festgehalten. Versuche dazu laufen bereits in den USA.


    Hallo gutso,
    Der erste Teil des Zitats war zwar von mir - aber wir wollen hier ja nicht eitel werden. ;) Freeminder und ich freuen uns, dass auch DU nun den Silbermarkt im Paradigmenwechsel siehst. Dann wären wir nun ja schon DREI ;) ;) ;)

    ... man Suche erstmal an der Original-"Quelle":


    www.ishares.com/fund_info/detail.jhtml;jsessionid=QEXQ2SXNT4S2KRJUMRFRBGSFGQ0BYD50?symbol=SLV


    Die Quelle ist in diesem Fall (SLV) aus den oben diskutierten Gründen sicher nicht über jeden Zweifel erhaben - aber was besseres gibt es auf offiziellem Wege nicht.


    Die HISTORIE der Silbermengenentwicklung seit April findest Du dort nicht. Die muss man regelmäßig selbst mitloggen - aber das mache ich hier ja schon für Euch ;)

    alfy


    Gut beobachtet - es ist ein wenig ruhiger geworden. Liegt daran, dass auch der Barclays-ETF im Silber-Ankauf seit etwa 3 Wochen zumindest in den offiziell angegebenen Zahlen einen Gang zurückgeschaltet hat. Er ist mit 2890 Tonnen bzw. 93m Unzen Silber nun zu 71,5% "ausverkauft", was nur einen recht langsamen Anstieg in den letzten Wochen bedeutet. Muss natürlich nicht viel heißen. Barclays garantiert weder, dass neues Anlagegeld immer sofort in Silber angelegt wird, noch, dass dies ÜBERHAUPT zu 100% geschieht. Zudem kaufte der ETF auch schon in der Vergangenheit immer mal wieder eine Zeitlang kein Silber und dann wieder sprunghaft eine ganze Menge. Transparenz und Stetigkeit sind im Silbermarkt leider Fremdwörter - so auch bei Barclays :rolleyes:


    Abwarten und Tee trinken. Spannend wird es ab ca. 110/120m Unzen, wenn die volle Zeichnung absehbar ist und sich Barclays entscheiden muss, ob es den Fonds einfach schließt oder bei der SEC einen neuen beantragt oder eine Aufstockung des bestehenden beantragt.


    Die Frage der physischen Hinterlegung haben wir oben ja bereits erschöpfend diskutiert. Bitte nachlesen.

    @Edel und saccard


    Um meine Aussagen zu Öl von oben zu belegen, müsste ich weit ausholen. Aber ich will hier ja keinen Ölthread aus unserer Golddebatte machen.


    Daher nur soviel: M.E. ist der ÖLmarkt wesentlich leichter zu prognostizieren als der Goldmarkt (und auch die Aktienmärkte). Warum? Ganz einfach: Öl ist seit über 100 Jahren ein ganz besonderer Saft und bislang hat es trotz VIELER Versuche keiner wirklich geschafft, eine wirtschaftliche Alternative zum Öl zu finden. Die Atomkraft ist in Ansätzen noch am ehesten - aber beim Thema "Transport" (70% des Ölverbrauchs gehen in Form von Benzin, Kerosin etc. dahin) auch nicht wirklich geeignet. Ich glaube nicht mehr daran, dass vor etwa $200/Barrel (=ca. 2010) eine echte Alternative wirtschaftlich wird.
    Da wir mit etwa 31 Mrd. Barrel/Jahr an Welt-Ölförderung nunmehr ein echtes Plateau erreicht haben, das selbst bei höheren Preisen kaum noch steigerbar ist, sich zugleich aber die Nachfrage recht konstant mit etwa +1,5% p.a. erhöht, muss man kein Prophet sein, um die Richtung des Ölpreises zu kennen.


    Öl ist im Gegensatz zu Papierwerten (Aktien) oder auch Gold UNVERZICHTBAR für das Leben, das wir in der westlichen Welt seit über 100 Jahren führen. Da schon seit etwa 5 Jahren kaum noch Erhöhungen der Förderung möglich sind und im Gegensatz dazu sogar immer mehr Ölfelder in decline gehen, IST DER MARKT KAUM ÜBER FUTURES MANIPULIERBAR, WEIL SEHR HÄUFIG LIEFERUNG VERLANGT WIRD!! DAS ist der entscheidende Unterschied zu Gold, wo die Future-Märkte einen erheblichen und manipulativen Einfluss haben können, was wir ja auch seit über 10 Jahren regelmäßig erleben. Papiershorties im Ölmarkt gibt es (zumindest bei den KURZEN Futures-Laufzeiten) kaum, weil dieses Spiel in einem Markt mit Lieferungs"drohung" zu gefährlich ist. Zudem gibt es bei Gold ja noch immer erhebliche oberirdische Lagervorräte - ganz im Gegensatz zu Öl. Die Lagervorräte der Welt decken bei Öl noch nicht einmal 4 Monate des Verbrauchs!


    Die derzeitige "Spekulationsprämie" im Barrelpreis liegt vielleicht bei 10-15$ wegen der Kriege und Kriegsgefahren im Mittleren Osten.


    2006 ist nicht 1986. Die Angebotslage war damals noch üppig und steigerbar. Selbst eine deflationäre Weltwirtschaftskrise würde m.E. Öl nicht nochmals unter $40 bringen.


    2040 kann ich aber in der Tat nicht beurteilen. Bis DAHIN hat $1000+/Barrel wohl tatsächlich einige Alternativen zu Öl wirtschaftlich gemacht.


    Eigentlich ist das für Gold doch alles good news (wenn auch nicht für unseren Öl-basierten Lebensstil! 8o ) - insbesondere, wenn man an Gold-Öl-Ratios von 20 glaubt! 8)

    Saccard


    Die Fundamentaldaten bei Öl schließen ein Absacken unter 50$, wahrsch. sogar unter $60 pro Barrel aus. Gegen Preise von 32$/Barrel würde ich ein ganzes Haus wetten, auch wenn der (ausscheidende) BP-Chef Lord Browne (=Teil der Kabale beim Öl) in der Tat $40 noch vor zwei Wochen nicht ausgeschlossen hat. Gerade hat Mexiko gemeldet, dass ihr größtes Ölfeld, das zum weltweiten Angebot immerhin etwa 2,5% beiträgt (etwa 2mio Barrel/Tag), allein in den letzten 12 Monaten einen Fördereinbruch um 13% (!) erlebt hat. "Peak Oil" ist real.


    Vergiss´ $32. Wenn eine normale Gold-Öl-Ratio größer 20 beträgt (in meinen Augen ist die kein Naturgesetz), dann muss die Goldunze eigentlich schnell in Richtung 1000$ (bei $100/Barrel eher $2000) pro Unze steigen und danach auch nicht mehr darunter fallen.


    My thoughts - aber wie gesagt: NOCH sind wir nicht bei der "normalen" Gold-Öl-Ratio von 20 :rolleyes:

    tristan 2066 hat in einem anderen Thread


    http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=3738


    die WestHawk erwähnt (Kohleverflüssiger).


    Ich kann mich seiner Einschätzung dort anschließen. Habe einige Stücke gekauft - leider viel zu wenige. Schon 40% im Plus und die Story und das Management dahinter waren bei der Roadshow, auf der ich sie gesehen habe, sehr interessant bzw. kompetent.


    Vielleicht kennen die WestHawk hier noch andere?!

    valueman @all
    Gehört vielleicht nicht 100%ig hier in diesen Thread - aber nachdem auch Du gerade die geplante 30%(25%)ige Abgeltungssteuer erwähnt hast, stelle ich hier doch einmal eine Frage rein, auf die ich auch in anderen Foren noch keine überzeugende Antwort bekommen habe - die aber m.E. schon sehr relevant ist:


    "...im Prinzip wollte ich hier ja abwarten, bis die ganzen Details (vielleicht am 12.7., vielleicht erst im Herbst oder auch 2007 oder auch erst nach den zu erwartenden Verfassungsgerichtsverfahren in ein paar Jahren) durch sind. Nun frage ich aber doch schon heute einmal wie folgt an (weil die Antwort auch nirgendwo in der Presse zu finden ist):

    Es gab doch mal einen systembedingten Grund dafür, warum Dividenden und auch Spek.einkünfte heute dem Halbeinkünfte-Verfahren unterliegen. Wenn ich das damals bei Einführung richtig verstanden habe (war ja damals auch umstritten), wird die Hälfte der Besteuerung auf Unternehmens-Ebene durchgeführt - daher muss der private Anleger nur noch die andere Hälfte versteuern (?!!).
    Wird dieses Prinzip nun aufgegeben? Das liefe ja auf eine glatte Verdopplung der heute üblichen Versteuerung hinaus (c.p. bei gleichbleibenden Sätzen). Oder werden Gewinne künftig auf UN-Ebene nicht mehr entsprechend besteuert? Das müsste ja eigentlich zu stark steigenden Aktienkursen führen... Irgendwie finde ich diese Frage nach dem HEKV mindestens ebenso wichtig wie andere berechtigte Einwände bzgl. Erhebungspraxis und "Systemtreue" und "Gerechtigkeit". Denn irgendwie ist es für mich schon auch ein Unterschied, ob die Abgeltungssteuer nun mit 30/25% oder mit 15/12,5% daherkommen wird!

    Ist das alles den Gesetzesmachern selbst auch noch unklar oder stehe nur ich hier auf dem Schlauch?

    Hinzu kommt noch die Frage nach der Anrechnung alter (und offiziell beim FA angemeldeter) Verlustvorträge aus privaten Veräußerungsgeschäften. Wird dies möglich sein oder steht Steinbrück auf dem Standpunkt, das ginge nicht, weil es ja nun ein neues Erhebungssystem mit anderem Steuersatz sei?!


    Lasst mich nicht dumm sterben. Merci!"


    Danke für konstruktive Antworten hierauf. Das Thema interessiert sicher viele hier.

    tja freeminder
    Damit sprichst Du sicherlich vielen aus der Seele.
    Andererseits: wenn diese Dauermanipulation NICHT stattfände, wären wir wohl alle viel zu spät gekommen, um überhaupt noch in diese Edelmetallmärkte reinzukommen. Dann wäre Gold seit 10 Jahren vierstellig und Silber heute schon dreistellig.
    Wie Du schreibst: "eine Weile" wird es noch so bleiben.

    freeminder


    Interessant Deine Erkenntnisse aus den Gesprächen mit den Instis.


    Ist aber doch erstaunlich, dass sich Silber in weniger als 2 Jahren mehr als verdoppelt hat und auch aktuell (2006) trotz dramatischen Einbruchs mit über +20% eine der besten Anlagen ist - und die "Denk- und Entscheidungsprozesse" dieser Instis dennoch "noch nicht weit gediehen" sind. Das sagt doch einiges über diese Spezies aus, die doch angeblich dem Markt immer weit voraus und schnell und flexibel ist :rolleyes:


    Aber immerhin - es tut sich was in ihren grauen Zellen. Beim ersten (und bescheidenen) Kursziel von 20+ $/Unze werden die Intelligentesten und "Schnellsten" unter ihnen dann wahrscheinlich allmählich anfangen einzusteigen. Dann werden sie aber immer noch tolle Gewinne machen - denn wenn erst der Herdentrieb bei der Anlegermasse und bei den großen Instis einsetzt, kann der Silberunzenpreis in diesem extrem engen Markt mittelfristig auch neue ATHs erreichen (>$50). Warum auch nicht - inflationsbereinigt wären diese $50 von 1980 heute etwa $130! 8) Und 1980 gab es immerhin noch riesige Silberhorte auf der Welt (>1 Mrd Unzen) - ganz im Gegensatz zum beinahe-Nullbestand von heute!

    Neuer Wasserstand des ETF:
    - 2843t bzw. 91,4m Unzen
    - entspricht +3,5m Unzen in der letzten Woche
    - ETF ist nunmehr ausverkauft zu 70%
    Alles im Rahmen der bisherigen Entwicklung. Kommentare dazu s.o.

    Ich bestreite die Manipulationsgefahr ja gar nicht. Aber selbst wenn der ETF ALLES Silber wieder verleiht - zB an die COMEX-Shorties: was wäre dann passiert? Der Kollaps der Shorties würde um ein paar Wochen hinausgezögert und am physischen Markt wäre eben nichts passiert. Für den Silberpreis wäre es, als ob es den ETF nicht geben würde. Denn der ETF hat Silber gekauft und dann 1:1 wieder in den Markt gegeben. Er hat vielleicht auf diesem Weg ein paar Shorties gerettet (obwohl deren Short-Volumen insgesamt viel größer sind) und für ein wenig zusätzliche Vola gesorgt.


    Oder er hat GAR kein Silber gekauft (was man allerdings realistischerweise bezweifeln darf). Dann kann er auch kein phys. Silber verleihen und es ist wiederum nichts Schlimmes passiert.


    Ich denke, die ETF-Manager sind schon in der Pflicht, wenigstens einen Teil des Silbers tats. physisch zu kaufen, zu halten und auch nicht zu verleihen. In diesem Fall wäre dann doch der Marktpreis positiv beeinflusst. Ob nun durch 130m Unzen oder vielleicht nur durch 50m - wer weiß das schon. Jedenfalls hat er mittelfristig dann einen POSITIVEN Effekt und das halte ich für die realistischste Annahme, weil es ja doch einige Kunden des ETF gibt, die nach PHYSISCHER Ware fragen und genau die auch haben wollen.


    Das wichtigste ist doch, dass dieser ETF aller Welt aufzeigt, welche Anlagevolumina in kürzester Zeit für physisches Silber zu ANLAGEzwecken mobilisiert werden können. Das ist eine völlig neue Erkenntnis für den Markt, dessen Nachfrage bislang zu 95% INDUSTRIELL getrieben war. Insofern ein tolles Incentive auch für andere Emittenten als Barclays, weitere ETFs aufzulegen, die dann hoffentlich auch wenigstens teilweise physisch unterlegt sind.


    Silber wird sich vom reinen Industriemetall zum Anlagemetall entwickeln. DAS ist die Message des ETF und diese Signalwirkung ist m.E. wichtiger als das vielleicht oder auch nicht gehortete physische Material des ETF! 8)


    Der ETF hält per gestern schon fast 11% der Weltsilbernachfrage!! Wer industriell Silber benötigt, der wird sich nun bald gezwungen sehen, angesichts dieser neuen Nachfragekonkurrenz sein Silberlager aufzufüllen.


    Stay long! Gleich gehen wir über die 11,50$/Unze. Es ist aber noch ein weiter Weg zum Jahresziel (s.o.).

    Alphöttä @all


    Klar - diese Gefahr besteht und kann wohl auch nicht wegiskutiert werden. Aber gut - sollen sie verleihen. Dann landet das Silber umso schneller physisch in privaten Händen, die es dann (analog zu den Goldverleihungen der Zentralbanken) nicht mehr so schnell wieder hergeben - jedenfalls nicht zu Unzenpreisen unter $25. Das wäre dann mittelfristig sehr gut für den Markt.


    Ich finde jedenfalls faszinierend, dass nur EINE Woche nach meinem letzten Update nun per 5.7. schon wieder mehr als 150t / 5m Unzen Silber vom ETF hinzugekauft worden sind. Neuer Wasserstand ist nun knapp 88m Unzen (von genehmigten 130m). Dies entspricht neuen Einlagen i.H.v. etwa $56m in dieser Woche! Damit ist der ETF nun 10 Wochen nach Auflage zu über 2/3 ausverkauft! 8o 8o :D


    Langsam wird es spannend, denn ein selbsterklärter Indextrackerfonds darf ja eigentlich kein Aufgeld auf den Silberpreis erheben. Genau das geschähe aber, wenn nach dem Erreichen der Genehmigungsgrenze von 130m Unzen kein Anschlussfonds von Barclays aufgelegt bzw. wenn der bestehende nicht aufgestockt würde. Insofern müsste eigentlich Barclays angesichts des bevorstehenden Ausverkaufs-Zustands dringend diese Aufstockung bei der SEC beantragen.


    Watch out for News...

    Mal wieder die neuesten Daten: Der Silber-ETF hat gemäß offiziellem Ausweis vorige Woche knapp 80t Silber gekauft. Diese Rate liegt ein wenig unter dem durchschnittlichen Anstieg der letzten Monate aber durchaus im Rahmen des Üblichen. Dies entspricht Neueinlagen i.H.v. immerhin $28,5m in einer Woche und der Fonds ist nunmehr zu 64% ausverkauft - nach 62% vorige Woche. Einschätzung dazu bleibt unverändert - siehe voriges Posting.