Ich warte nach wie vor darauf, dass sich Gold abkoppelt vom Aktienmarkt. Deshalb habe ich folgenden Ansatz: Was wir bisher sahen war ein Bärenmarktrally, wo man Gewinne mitnehmen muss. Der breite Aktienmarkt sieht aktuell freundlich aus und das Hoch kann sich noch etwas hinziehen, dies wird sich aber wieder ändern. Gold und Silberbugs können bei Schwäche für einen Trade kaufen, aber für Investitionen (langfristig) braucht es imho unbedingt die erwähnte inverse Korrelation. Und wenn sie kommt, wird es noch nicht zu spät sein für einen Einstieg.
Hi Zwyss,
hm ... ob es eine inverse Korrelation zu Aktien geben wird, da bin ich nicht sicher. Interessanterweise hat "der Markt" das in den letzten Jahren schon ein paarmal gespielt und zwar immer kurz (Monate/Wochen) vor einer stärkeren Korrektur (2011), bzw. einem Crash (2008 ). In beiden genannten Fällen, stieg Gold noch, bzw. sogar zunehmend stärker, als die Märkte zu bröckeln begannen. Aber jedesmal lief Gold dann in der Korrektur den Aktienmärkten nach unten nach.
Vielleicht leg ich das zu drastisch aus, aber ich denke, dass diese kurzen inversen Korrelationen dadurch entstehen, dass die Marktteilnehmer jeweils Angst vor dem Totalzusammenbruch haben. Und wenn ich eine solche inverse Korrelation nun auf der Zeitachse verlängere, komm ich dabei auch immer auf einen totalen Assetcrash (außer für Gold). Sowas kann aber nur sehr kurzfristig ablaufen (< 12 Monate), das könnte man dann auch als "den" Deflationsschock (ungleich Deflation a la jahrelanges Dahinsiechen) beschreiben, was aber imo nur zu einem kurzfristigen Goldspike führen würde.
Und was mein ich jetzt damit, ja sorry, also kurz: Eine inverse Korrelation kann man kurzfristig nutzen um Gold (physisch, wer will Zertifikat) zu spielen und aus dem Aktienmarkt rauszugehen. So hab ich es letzten Juli gemacht. Aber das Ganze bleibt immer nur ein kurzfristiges Spiel, ein Tradingsignal. Langfristig kann eine inverse Korrelation von Aktien und Gold meiner Meinung nach nicht funktioneren, das endet immer in einer Umkehrung (postive Korrelation) oder in einem Totalsystemcrash ... und sobald der überwunden ist, kann es dann wieder nur eine positive Korrelation geben. Der Gegenpart zu Gold ist Papier aber es sind nicht börsennotierte Unternehmen. Letztere sind einfach nur in der Doppelrolle, sowohl Gegenpart von Papier (Unternehmensbewertung per Aktienkurs in Fiat) wie Wirtschaftsubjekte mit Betriebsvermögen zu sein. Solange gespielt wird, also der Kurs per Fiat den Ausschlag gibt, kann es deshalb mal "inverse hergehen", aber sobald die Leute wieder frisch in der Birne sind, korreliert das postiv.
Viel wahrscheinlicher halte ich von daher eine Abkopplung von Gold in dem Sinne, dass es im Vergleich zu den Indizes immer noch besser performt.
Hm, kam in etwas rüber, was mein Argument ist ![]()
good luck
wolf