Beiträge von sakura

    Da antizipierst Du aber einen EM-Hype


    Ich glaube den dürfen wir auch voraussetzen, wobei der exakte Zeitpunkt schwierig zu ermitteln ist. Die langen Zyklen geben nur einen ungefähren Hinweis. Aber ich nehme doch an das ab einem bestimmten Wendepunkt die gut Betuchten ihr Vermögen retten wollen? Es gibt sehr viel Geld - der EM Markt dagegen ist sehr sehr eng.
    Wir haben noch keinen echten crash gehabt, noch herrscht (ausser bei den Wenigen die selber denken) keine Panik, die Währungen sind auch noch vergleichsweise stabil.
    Was wenn die engen Fenster in denen die Wechselkurse gehalten werden nicht mehr stabil bleiben? Was wenn die Depression mit all ihren unangenehmen Facetten für alle erkennbar ist? Was wenn all die ge- und enttäuschten Bürger auf die Strasse gehen, so wie in Griechenland? Was wenn auch noch die bevorstehende Rohstoff und Energiekrise für alle sichtbar wird? Auch wenn EM für all die genannten Probleme keine Lösung ist, wird es dennoch als letzter sicherer Hafen angefahren werden. Sag mir bitte das ich mich täusche.

    Tja, da können wir auf hohem Niveau lange Stunden drüber streiten ;) Fakt ist das unsere Ressourcen begrenzt sind und auch spätere Generationen bzw Menschen in jetzt noch ärmeren Regionen was davon ab haben wollen. Mittlerweile gibt es genug Datenmaterial das wir zumindest vor 2010 den peak erleben, einiges deutet tatsächlich auf 2008 hin. Hinauszögern kann man die Katastrophe, und es ist tatsächlich eine wenn man sich vor Augen hält das alles was wir sind vom Öl abhängt, nur mit höheren Anstrengungen bei der Förderung und Exploration. Und natürlich soweit möglich EE und, auch wenn unbeliebt, Kernkraft. Und genau hier gehen grad wegen der Finanzproblemchen die Lichter aus.


    Um Panikfragen gleich zuvorzukommen: mit peak oil ist nicht der Zeitpunkt gemeint ab dem gar nix mehr rauskommt. Es ist vielmehr der Punkt ab dem die Förderung nicht mehr steigerbar ist, nach einer Plateauphase fällt sie dann ab. D.h. das ab peak oil noch etwa die Häfte vom bis jetzt verbrauchten Öl vorhanden ist. Dummerweise verbrauchen wir mittlerweile viel mehr wie früher, was heisst das die zweite Hälfte viel schneller weg sein wird. Es ist weiters derzeit max nur ~40% des Öls förderbar - möglicherweise geht da noch was. Aber: wenn die Energie die notwendig ist um das Restöl zu fördern den Energieinhalt des geförderten Öls übersteigt beginnt es eng zu werden... Bei den kanad Ölsanden ist der RoE (return of energy) schon sehr schlecht. Wir sollten daher den kanad bzw arktischen Schatz für einen baldigen Aufbau einer EE Infrastruktur nutzen. Gelingt das nicht wars das dann - auch EE braucht für den Aufbau zunächst eine Menge Öl.
    Wenn ich mir anschaue wie unsere derzeitige Führung die vergleichsweise einfache Finanzkrise inkompetent behandelt statt sie zu lösen schwindet die Hoffnung eine baldige Rohstoff und Energiekrise in den Griff zu bekommen.

    Peak oil war bereits letzten Sommer, das haben sogar die Daueroptimisten von Total etc geschnallt. Die hohen decline raten wie zB in den Feldern von Mexico wurden hauptsächlich von den kanad Ölsanden kompensiert. Derzeit haben wir ein echtes Glück mit der Depression! Kannst ja mal auch ein anderes Forum aufsuchen. Die psychischen Nebenwirkungen sind allerdings höher als in der Eichelburg. :rolleyes:

    Mag für dieses Forum OT erscheinen, in das Phasenmodell sollten aber die Folgen der Wachstumsgesetze die einen plötzlichen exponentiellen Anstieg haben miteinbezogen werden:
    ) Weltweit zu hohes Bevölkerungswachstum: hier sind wir schon im ansteigenden Ast der e-funktion: in der Natur steigt aber nix steiler als steil, da werden wir bald drastisch ausgebremst. Mein Tipp: Hunger - der einzige Reduktionsfaktor der wirklich greift. Seuche, Kriege konnten uns noch nie dezimieren.
    ) Viel zu wenig Rohstoffe für alle: unser derzeitiger Lebensstil ist niemals global für alle möglich und auch wir haben einen engen zeitlichen Horizont. In den veröffentlichten Berechnungen der Reserven für Kohle,Öl, etc wurden unsere Wachstumsraten nie mit berücksichtigt. keine Energie = Hunger
    Je nach zeitlichem Auftreffen dieser Faktoren können die Phasen ganz anders ablaufen.

    Wenn ich das ganze so sehe, ist es schon Wahnsinn, was der Mensch da so treibt.


    Nennt sich auch Überlebenstrieb. ;) Die kanad Ölsande konnten den decline anderer Felder schön abfangen. Wird imho in der hoffentlich irgendwann wieder kommenden Boomphase wichtig. Ist eine sehr unangenehme Entscheidung gegenzurechnen was uns das mehr an Umweltverschmutzung bringt. Tatsache ist aber: kein Öl -> Hunger

    Schau mal auf oel und Agrarrohstoffe, die gingen kraeftig nach unten und es ist keine Trendumkehr in Sicht. Inflation kommt vielleicht in 2..3 Jahren.


    Sehe ich ähnlich. Die wichtigen (woche,monat,quartal) Trends zeigen weiterhin runter. Zu beachten ist aber das diesmal alles viel schneller abläuft. Ich könnte mir gut vorstellen das das unwinding schneller abläuft als angenommen und die Inflation nicht erst in 2-3 Jahren zurück ist. Speziell vor dem Hintergrund einer Angebotsverknappung und einer aus der Kreditabwicklung resultierenden Monopolisierung: wenig große Firmen werden überleben und die werden ganz sicher nicht günstig verkaufen!
    Falls weiterhin Kredite schwer zu bekommen sind und weitere Währungsprobleme ins Haus stehen könnte vermehrt bartering betrieben werden: Weizen gegen Öl oder meinetwegen Gold ;) Speziell könnten die Schwellenländer untereinander gemeinsam mit China sich bei langfristigen Lieferverträgen damit gegen einen $ crash absichern.

    klarer Kontra-Indikator... und wieder sind viele auf den alten Trick reingefallen... und schon bald gibt es einen Absturz


    Sag mal auf welchen Planeten lebst denn Du? :boese: Sry, das musste mal sein ;)
    Wer bitte kauft Gold? Ich halte mich nicht unbedingt für einen asozialen Einsiedler und nein ich kenn ausser mir NIEMANDEN! Meine Friseurin will mir noch keine Goldmünzen verkaufen und das Tagesgespräch in den Öffis ist eher das neue Auto/Eipod etc, gelegentlich mal die phösen phösen Bankerspurschen.
    Würde mich eigentlich freuen wenn wir nochmals die 900$ von unten sehen.

    Hoffentlich kommt der Inflationsschub. Wenn, dann könnte er sehr schnell und unerwartet einsetzen.


    Unerwartet zumindest von uns nicht. Sehr schnell aber auch nicht. Woher denn auch? Um eine Inflation zu starten muss gekauft werden. Reine Geldmengenbetrachtungen bringen gar nix, solange das Geld nur ruht. Die zweite Möglichkeit ist aus Gleichgewichtsbetrachtungen heraus das die Warenmenge drastisch fällt - was, wobei ich mir ziemlich sicher bin später in der Depression noch kommt.
    Also derzeit wird das Geld in den Standardaktien direkt verbrannt, da spiel ich nicht mit. Einen recht grosser Anteil hab ich recht günstig im verprügelten Bergbau investiert, mE eine der ganz wenigen überlebensfähigen Sparten - und dort bleib ich solange es keine echten Neuigkeiten gibt. Von bekannten Werten, besonders wenn sie in irgendwelchen Indizes geführt sind würd ich schön die Finger lassen - die shorty Gemeinschaft formiert sich bereits. Bin selber am Überlegen ob ich die nächste down Welle nicht auch nutze :hae:
    Diversifizierung bringt derzeit gar nix - doch ja, ich bin auch diversifiziert: in Konserven! [smilie_happy]

    ...man sollte generell nicht vergessen, es kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo das ins System gepumpte Geld eine inflationäre Wirkung erzeugen muss...


    Dann sollten meine goldminers, aber auch das physische Metall genug mit steigen.
    Das was Du ansprichst ist genau mein vorhin beschriebenes erhofftes und präferenziertes Szenario: Reflationierung gelingt - Indizes fangen sich zwar nominell, fallen aber auf Gold bezogen. Dann gewinnen klarerweise die Aktien wieder nominell. Im Gegensatz zu Gold werden sie aber bestenfalls stagnieren. Ganz so sicher und ausgemacht ist das aber alles noch nicht. Derzeit arbeitet die Deflation per Kreditkontraktion noch schneller.

    Die repräsentative Indexhörigkeit aller Teilnehmer hier könnte einige werthaltige Aktien noch billiger machen als sie eh schon sind. Vielleicht ist/wird das wirklich die günstigste Kauf-Gelegenheit in vielen Jahren.


    Bitte sag welche! Ich kauf sie sofort! Dienstleistungen? Glaub ich nicht, hat doch eh keiner Geld mehr. Industrie? Basisindustrie? Die wurden doch genauso hochgezockt. Rohstoffe? Ganz, ganz wenige. Es könnte sich tatsächlich eine epische Kaufgelegenheit irgendwann im nächsten Jahr bieten. Aber was ist bis dahin? Wo das Geld sicher parken wenn auch schon die Währungen schwächeln? Anleihen? Find ich zu riskant. Nein, ich bleib ganz sicher bei EM bis sich eine bessere Gelegenheit bietet!
    Ah, die "Indexgläubigkeit" kommt von daher das mir bewusst ist das alle um mich herum an den Index hängen. Ist halt Herdentrieb und Massenphänomen, kannst Dich nicht verwehren. :huh:

    Für die Charttechniker ... irgendwo habe ich gelesen, dass der DJI drauf und dran ist, den langfristigen Aufwärtstrend seit den 40-ern zu brechen. Kann das jemand bestätigen? Ich finde im Moment keine aussagekräftigen Charts dazu.


    Wurde eigentlich eh schon alles gesagt ... allerdings, ganz genau genommen wissen wir nicht ob die Reflationierung nicht doch noch gelingt ... ich wünsch es mir zumindest. Dann könnte sich der DJ zumindest halten währenddessen Gold komplett abhebt. Würde mE weniger Schmerzen verursachen.
    Den eigentlichen Abwärtstrend sieht man mE besser wenn auf XAU normiert wird. Also einfach DJ auf XAU beziehen und fertig ist ein recht anschauliches Bild welches zeigt in welchen Zeitraum wir den Boden finden werden: ~2012.


    4000 war eine Unterstuetzung, sollte die nachhaltig gebrochen werden ... die naechste liegt bei 2000. Das Durchbrechen des Maerz 2003 Tiefs sollte reine Formsache sein.


    Nun, da sollte noch eine kleine Widerstandslinie bei ~3600 liegen. Viel Hoffnung das die hält hab ich mittlerweile nicht mehr ;( Hab mehr im Spass denn im Ernst letztes Frühjahr ein Doppeltop im DAX mit Ziel ~2200 prognostiziert und dafür so Kommentare "Jo bist denn deppat?" geerntet :love: Bei der derzeitigen Geschwindigkeit sind wir allerspätestens nächstes Frühjahr soweit.
    Gut, jetzt flippen wir mal aber nicht gleich aus - schau ma mal ob zumindest DJ und S&P der nächsten Tage bissi was kontern können, der DAX ist ja nicht die Welt. [smilie_blume]

    Ich halte Cash und EM für das beste momentan, da ich eine Deflation/Depression sehe - wobei ich jetzige EM-Preise nicht mehr günstig finde.
    Von restlichen Papieren inkl. Gold-ETF sollte man sich trennen.


    Ja, seh ich eigentlich auch so. Bis auf das nach den üblichen Gewinnmitnahmen EM weiter steigen sollte, allerdings langsamer. Momentan würde ich aber auch nicht kaufen.

    Ich verfolge keine Stategien, möglichst viel zu verdienen, sondern möglichst wenig zu verlieren


    Ich verfolge die Strategie möglichst viel zu gewinnen um halbwegs pari auszusteigen. Verlieren werden wir ganz sicher alle. Wer sich reich glaubt wird trotzdem beim Lebensstandard zB fehlender sozialer Friede verlieren. Da geb ich mich gar keinen Hoffnungen hin. :huh:

    gruenundblau: Wenn ich mir so Deine postings durchlese .... in was investierst Du eigentlich wenn eigentlich alles was noch Restsicherheit bietet den Bach runtergeht? :hae:
    Cash? Dann doch hoffentlich kleine Scheine und im eigenen Safe. Und nach Möglichkeit mehr NOK wie €. Auch mit dieser Strategie wirst Du längefristig verlieren. Ich rechne mittlefristig mit Abwärtungsrallys aller Währungen um den jeweils eigenen Wirtschaftsraum zu stützen. Der Protektionismus wird bald eine neue Blüte erleben.
    Dann bleiben nur mehr Sachwerte - und die Königsklasse der Sachwerte ist und bleibt GOLD 8)
    Hast Du tatsächlich eine bessere Nische gefunden? :hae:

    Zeit sich auf einen zukünftigen No1 Hit einzustimmen:


    Sure, business is bunk,
    And Wall Street is sunk,
    We're all of us broke, and ready to croak.
    We've nothing to dunk,
    Can't even get drunk,
    And all the while, they tell us to smile ...


    Dieser hit ist allerdings alt, sehr alt - er ist aus 1931.
    Weiterlesen hier. Weiter unten eine video compilation von Dorothea Lange.
    Sehr schöne Zeitdokumente, allfällige Gemeinsamkeiten mit der derzeitigen Lage sind rein zufälliger Natur :hae:

    auratico hatte einmal darauf hingewiesen: Goldminenaktien outperformten alles in der Zeit der grossen Depression.


    Exakt darum ging es mir, und genau das ist der Punkt warum ich hier überhaupt investiert bin: Ich gehör zu den wenigen Wahnsinnigen die zwischen Okt-Dez massiv Minen gekauft haben - nicht weil ich Meisterspekulant bin, sondern weil imho die Minen unterbewertet sind und hauptsächlich weil mir damals klar wurde das wir in eine Depression kippen und ich für längere Zeit keine andere Investitionsmöglichkeiten sehe - Industrie, Energie,... kommt alles erst später wieder. Manches sogar erst viel später ...
    Man sollte aber im Kopf haben das ein Grund für die hohe Performance der Goldminen zu den Zeiten der Depression der Goldstandard war. Und der gilt vordergründig nicht mehr. Bei genauerer Betrachtung schaut es aber so aus das während einer Kreditkontraktion bei gleichzeitigen Währungsverwerfungen nicht viel "sound money" ausser Gold übrig bleiben wird. Die Bestrebungen der Golfstaaten mit den GOLFO einerseits und die Diversifikationswünsche einiger Notenbanken andererseits tun ein übriges um längerfristigen Bedarf nach Gold zu generieren.
    Weiterere wichtige Punkte sind wie schon erwähnt die fallenden Produktionskosten in Depressionen bei zumindest gleichbleibendem Preis bzw Nachfrage und die langfristigen Wirtschaftszyklen.
    Es ist wenn man unser schwächelndes Geldsystem betrachtet natürlich ein riskantes Spiel. De fakto ist aber das gesamte Leben LEBENSGEFÄHRLICH ;)
    Verstaatlichung: wir werden eher Verstaatlichungen bei wirklich lebensnotwendigen und strategischen Gütern wie Kali, Phosphate und Energie sehen. Und auch hier kann der Staat zB mittels Exportbeschränkungen viel eleganter eingreifen.
    PS: Den wahren Wert des Goldes bestimmt schlicht der Markt - und ist natürlich Spekulation. Niemand kann auch nur den wahren Wert eines Glas Wassers bestimmen. [smilie_blume]

    Länderrisiko gibts immer und liefert speziell in diesen Zeiten die besondere Würze 8) . Es gibt diesbezüglich schon genug threads - wollte nur die spezielle Eigenschaft der Goldminen im derzeitigen Umfeld herausstreichen. Ungeachtet der Währungsverwerfungen kommt man auch mit ausgesuchten Aktien über schwierige Zeiten.
    Von einem kompletten Zusammenbruch gehe ich einerseits nicht aus, andererseits hätte ich da wohl andere Probleme wie eine schlechte Performance meines Portfolios. [smilie_happy].
    Die Paranoiker versteh ich durchaus - ich habe selber Physisches und einen Lebensmittelvorrat - aber den empfiehlt ja ohnehin auch der Zivilschutz - und nebenbei werden meine Lieblingssardinen von Jahr zu Jahr teurer. :thumbsup:

    Minen sind nur dann profitabler als das Metall selbst wenn die Wirtschaft boomt.


    Stimmt i.A.für Industriemetall. Stimmt nicht für goldminers in einer Depression. Wir haben sinkende Förderkosten bei steigendem Goldpreis und steigender Nachfrage. Bis auf wenige Nebenwerte wird Berbau i.A. und Goldminen im Speziellen als Einzige die nächsten Jahre Gewinn erwirtschaften. Die Optimisten die Standardaktien wegen dem sensationell günstigen KGV kaufen werden spätestens im nächsten Quartal erkennen müssen das die Gewinnerwartungen vom letzten Jahr absolut unhaltbar sind. Würde vom timing auch zu einer bereits laufenden 5 im DJ passen.
    Auf und Ab ist normal, Gewinnrealisierung nach Verdoppelungen auch. Unterm Strich wird 09 sehr einträglich für die Minen - vorausgesetzt der Laden fliegt uns nicht schon im Sommer um die Ohren.[smilie_blume]