wenn herr chefboss so ein schlaues kerlchen ist, wie er forgibt zu sein, möge er doch bitte mal eine vollkostenanlyse einstellen, aus der ersichtlich ist, wie man zu 60? die tonne getreide produziert,
und wenn er mehr als ein dampfplauderer ist, erwarte ich jetzt von ihm, zu erklären, wie die strohverbrennung in welchem ofen funktioniert, oder besser gesagt, warum es auf dauer nicht funktioniert.
wenn da jetzt nichts rüber kommt, bestätigt sich meine vermutung und es handelt sich hier um einen, der mit schlagwörtern und viertelwissen um sich schmeißt, gemein hin, bekannt als ein arschloch eben.
Strohballen & HeizKessel: Natuerlich muss er HeizKessel den Chemismus bei der Verbrennung aushalten;
==> Bei Holz/Stroh usw. ist in der Asche bei der hohen Temperatur KaliumOxid (K2O) enthalten
--> gibt dann bei Abkuehlung K2CO3 alias PottAsche
--> und nebenbei Kalium(-sulfid, -sulfit, -sulfat) (quasi wird der Schwefel in der Asche gebunden)
--> ausserdem DuengeMittelReste (Kalisalz ...)
==> Das Problem dabei kann sein, dass das K2O (hauptsaechlich) und KCl (aus Duenger) den SchmelzPunkt der evtl. vorhandenen keramischen Innenauskleidung des Kessels herabsetzt (so aehnlich, wie im Winter das Streusalz den Schmelzpunkt von Eis herabsetzt), und dadurch die Keramik "korrodiert" wird, wobei ausserdem die hoehere GlutTemperatur der Biomasse ebenfalls mitwirkt (wieder Vergleich zu Kohle)
===> Loesung ist eben, einen Kessel zu verwenden, der innen nicht mit Keramik ausgekleidet ist, sondern bspw. ganz normal aus Guss besteht ... : Dann kann der Kessel, dessen Wandungen mit Wasser gekuehlt werden, auch nicht verschlacken ... jedenfalls nur am Rost ...
---------------------------------------------
Nun zum billigen Getreide: Erstens ist der vorhandene niedrige Preis allein schon Beweis genug, dass es immerhin schon mal _so_ billig geht ..., aber meinetwegen:
==> Ertrag liegt bei Getreide zwischen 40 u 60 DoppelZentnern je Hektar, z.T. auch noch hoeher (unter 40 gilt wohl als "MissErnte")
==> Mit WinterGetreide sind mind. 2 Ernten/Jahr drin, oder auch 3, je nach FruchtFolge
==> Ernteleistung eines Maehdreschers ca. 20 Hektar/Tag
===> also kann der Einzelne Bauer am Tag schon mal ca. 5 Tonnen * 20 Hektar, also 100 Tonnen, abgrasen ..., macht immerhin 6000 EUR bei dem niedrigen Preis ...
Wenn der Bauer nicht besonders viel Land hat gibt das allein, bei den 2 bis 3 Ernten im Jahr, zwar keinen monumentalen Gewinn, aber er hat ja auch nicht viel zu tun ... :
==> Wenn eben heutzutage die Ernte nur noch 1-2 Tage dauert, dann ist die Arbeit nicht mehr da, sondern automatisiert .
Genau das gleiche gilt fuer die Beschaffung von DuengeMitteln: Der Kali-Bergbau-Kumpel faehrt auch mit grosser Maschinerie unter Tage umher, seine Produktivitaet ist der des Bauern entsprechend ...
Wenn wir jetzt nun die Kosten ansetzen fuer die gesamte Arbeit, auf 20 Hektar (100 Tonnen Getreide) gerechnet, bestehend aus
--> Wartung der Maschinen: 1/2 Tag
--> Ernten 1 Tag, 2 bis 3 Personen
--> Duengen 1 Tag
--> Pfluegen 1-2 Tage
--> Diesel 100 EUR (steuerfrei)
===> Gesamt 3 bis 4 Tage je 100 Tonnen Getreide, 100 EUR TagesLohn, dann ist das Getreide (den Staat erstmal aussen vor gelassen) beschaffbar fuer max. 10 EUR/Tonne
Dazu kommen dann noch Steuern, ggf. EU-Subventionen, ggf. PachtGebuehren usw. usf. ..., hinterher muss das Getreide dann noch verteilt werden ...
Klar: Unter den derzeitigen gesellschaftlichen OrganisationsVerhaeltnissen kann es eng werden ..., aber im Grunde genommen
==> ist das produzieren erstmal kein Problem,
==> sondern nur die Verteilung ...
Die 10 EUR/Tonne oben waren auch grosszuegig berechnet; mit effizienterer ProduktionsWeise sind auch unter 5 EUR/Tonne drin ...
Der Vergleich Getreide <--> Oel zeigt eigentlich eher, wie teuer das Oel ist ...