... zugeschlagen.
(Wolfpack nennt Ted Butler die 5 größten Shorter, die zusammen über 50% aller Silber-Shortkontrakte besitzen, und die seit 20 Jahren durch konzertierte Aktionen die Preise manipilieren).
Wie das geht?
Ganz einfach:
Sagen wir mal, diese 5 besitzen bisher ca. 70.000 Short-Kontrakte (von den insgesamt gut 100.000 an der Comex). Durchschnitskaufpreis bei 10$ Oz.
Dann sind sie 5.000 x 70.000 = 350 Mio Unzen Silber short (d.h. sie haben die verkauft, großteils ohne sie zu besitzen).
Bei einem Silberpreis von vorgestern 14 Dollar saßen die vor 2 Tagen also auf 4 x 350 Mio = 1,4 Mrd Dollar Miesen.
Nun will man von diesen Miesen wieder runter, und das geht so:
Alle zusammen nehmen nochmal 35 Mio $ in die Hand und kaufen nun 10.000 long-Kontrakte à 5000 Unzen (Ein Kontrakt kostet ca. 3500$). Das treibt zwar den Kurs nochmals etwas höher (gestern bis 14,70 $), macht aber nichts. Denn:
Zu einem verabredeten Zeitpunkt (heute Nachmittag) werfen sie die 10.000 long-Kontrakte gleichzeitig auf den Markt und setzen ihre eigenen Limits, zu denen sie die ersten Short-Kontrakte verkaufen würden massiv nach unten (sagen wir mal auf 13 $).
Was passiert? Da der Markt diese 10.000 long-Kontrakte nicht aufnehmen kann (und will) fällt der Kurs in wenigen Minuten massiv ab.
Das löst nun bei den bisherigen long-Besitzern deren stop-loss-Kurse aus und die werfen (computergesteuert) nun ihrerseits massiv long-Kontrakte auf den Markt.
Der Preis rutscht dadurch natürlich noch weiter ab und löst noch weitere Stop-loss-Verkäufe aus.
Das geht binnen Minuten wie eine Lawine , theoretisch bis ins Bodenlose . Allerdings wird nach den Comex-Regeln nach 10% Kursverlust der Handel für 15 Minuten ausgesetzt (wie heute nachmittag).
Nach Aufnahme des Handels geht es natürlich weiter bergab, da immer noch ein Überhang an Long-Verkäufern da ist. Und da Short ihre Limits, zu denen sie verkaufen, immer schön weiter nach unten ziehen, können sie eine schöne "stairway to hell" bauen.
In den Folgetagen werden nun noch mehr Long-Kontrakte abgestossen, da für die Longs nun Margin-Calls in gigantischer Höhe fällig werden (muss sofort in Cash beglichen werden)und viele deswegen verkaufen müssen.
Sollte der automatische Kursrutsch in den Folgetagen zum Stillstand kommen, dann wiederholt man das ganze Spielchen so oft, bis man den gewünschten Zielkurs erreicht hat, das heißt bis man mit seiner gesamten Short-Position wieder im Plus ist.
Zwischenabrechnung heute:
Angenommener Schlußkurs: 12,50 Dollar.
Aus den anfänglichen 1,4 Mrd Miesen sind nun 2,5$ x 350 Mio Unzen = 875 Mio Miese geworden, d.h. man hat an einem Tag ca. 500 Mio $ "plus" gemacht. Und die werden morgen ihrem Margin-Konto gutgeschrieben.
Da hat man wieder genügend Cash in der Kasse, um das o.g. Spielchen nach Belieben weiter zu treiben.
Villeicht etwas kompliziert (obwohl ich es vereinfacht habe), aber genau so funktioniert Spekulieren mit Papiersilber.