Beiträge von FoersterX

    Der Run startet erst richtig, wenn der liquide Bestandsmarkt einmal komplett zu den neuen Preisen „gedreht“ wurde. Solange Altbestände mit billigem EK rumliegen, werden Spikes abverkauft.


    Händler bestellen in so einer Phase selten auf Verdacht, weil das Risiko ist: Liquidität binden + Preisbewegung gegen dich = Esel mit teurem Lager.


    Darum wirkt es „ausverkauft“, obwohl es oft nur heißt: nicht vorrätig ohne sicheren Endkunden. Erst wenn der Preis über die Zeit fester wirkt, traut man sich wieder mehr Lager zu.

    Es gibt in Deutschland bei einigen Berufsgruppen private Rentensysteme die komplett abgekoppelt von der gesetzlichen Rentenversicherung laufen.

    Ziel ist es durch Kapitaldeckung und leistungsstarke Mitgliedergruppen (zb. nur Zahnärzte, keine Sozialfälle) deutlich höhere Auszahlungen pro eingezahlten Beitrag zu erzielen als in der GRV.


    Bei den Berliner Zahnärzten hat man sich da offenbar verzockt und nun ist die Hälfte des Vermögens weg. Jetzt wird verklagt und nach Bailout gerufen.

    Oh je, wo soll ich anfangen :S ?

    (...)

    Bumerang: Du tust so, als würden Zentralbank/Inflation den Tisch bereiten und die Vermieter könnten einfach „stur“ auf der Miete beharren und der Mieter müsste dann schon zahlen. Nein. Miete ist kein Wunschpreis, sondern das Ergebnis aus zahlungsfähiger Nachfrage. Wenn die Zahlungsfähigkeit weg ist, gibt es keinen Trick, der daraus wieder Geld macht.


    „Gute Immobilien werden knapper“ heißt nicht automatisch „teurer“. Deine Perle kann im Alltag voll vermietbar sein und trotzdem im Wert fallen, wenn der Markt plötzlich höhere Renditen verlangt.

    Dein größter Denkfehler bleibt aber die Nachfrage-Seite. Miete ist durch Zahlungsfähigkeit gedeckelt. Und ein fetter Teil dieser Zahlungsfähigkeit ist staatlich/umlagefinanziert. Grob um die 30% der Mieterbasis und tatsächlichen Mietzahlungen hängen direkt an Transferleistungen, Renten und Pensionen - das ist genau das Segment, das bei realen Kürzungen/Entwertung zuerst knickt. Wenn dieser Sockel wackelt, passiert nicht „dann arbeiten sie halt mehr“, sondern Rückstände, Leerstand und mehr Angebot. Und dann kann der Vermieter eben nicht „hart bleiben“, weil die Alternative nicht „ich setze höher durch!“ ist, sondern „ich kriege gar nichts, während die Kosten weiterlaufen“. Ergebnis: Mieten runter, Zugeständnisse hoch.


    Dann kommst du mit „Inflation lässt kein anderes Szenario zu als steigende Preise“. Falsch. Inflation kann dir nominal alles teurer machen, aber sie zaubert keine zahlungsfähigen Mieter herbei. Wenn Zinsen hoch bleiben oder steigen, geht der Diskontsatz hoch und Preise fallen - selbst in Inflation. Die ganze Assetklasse wurde durch Fiat-Kredit hochgespült. Wenn Zahlungsfähigkeit und Finanzierung nicht mehr mitspielen kollabiert die ganze Bewertungslogik.

    Zwischen 2015 und 2023 sind die gesetzlichen Renten um rund 30% gestiegen (West +28%, Ost +38%), die Mieten laut Destatis im selben Zeitraum um rund 27%. Das war ein symbiotischer Mechanismus: Staat hebt Renten, Mietspiegel zieht nach, Vermieter kassieren, also staatlich finanzierte Mietsteigerungen. Ohne diesen Transfer-Rhythmus wäre das Kartenhaus längst sichtbar: Wenn Renten real stagnieren oder Bürgergeld nicht mitzieht, kann der Vermieter eben nicht weiter „im Takt“ erhöhen. Dann bricht die Kette: weniger zahlungsfähige Nachfrage → höhere Leerstände → Zwang zu Zugeständnissen. Und weil rund 30% der Mieterbasis genau von diesen staatlichen oder umlagefinanzierten Quellen lebt, wird das kein Randphänomen, sondern ein systemischer Schock und dann zeigt sich, wie viel Substanz die angebliche „Knappheit“ wirklich hat.

    Dieser „Immobilien-in-Gold“-Chart ist für mich kein Kaufargument (egal ob in D oder anderswo). Eine niedrige Ratio heißt nur, dass Gold stark war. Mehr nicht. Sie sagt nichts darüber aus, ob Immobilien heute billig sind. Billig ist für mich ausschließlich das, was mich heute netto bezahlt in meine Tasche.

    Ein Ferrari F40 ist seit 2005 von rund 300-400 Tsd. € auf über 3 Mio. € gestiegen und gleichzeitig permanent „billiger in Bitcoin“ geworden. Dadurch ist er aber nicht günstig. Exakt dieser Denkfehler wird dann auf Immobilien übertragen. „in Gold billig“ bedeutet nicht billig, sondern nur, dass das Vergleichsasset enteilt ist.

    Auch die lange Zeitreihe hilft hier nicht weiter. 1900, 1970 und 2025 sind komplett unterschiedliche Welten und selbst der frühe Teil war schon in einer Zeit wo Silber demonetarisiert und der Goldstandard durch Kreditschöpfung aufgeweicht war. Heute leben wir mit einer Art Sozialstaat, hochentwickelten Kreditmärkten und massiven politischen Eingriffen. Ein erheblicher Teil dieses ganzen Sozialgelds landet faktisch bei Vermietern. Das erhöht nicht die Sicherheit, sondern eher die Fallhöhe.

    Typische Deals in unseren Großstädten rechnet sich trotz hoher Mieten oft nicht. Kaufpreise von 5.500 bis 7.000 €/m² bei 16-20 €/m² Miete sehen auf dem Papier ok aus. In der Realität bleiben nach Rücklagen, Instandhaltung, Verwaltung und Steuern oft nur Krümel übrig und bei heutigen Zinsen ist der Cashflow nicht selten negativ oder nur noch mit sehr viel Schönrechnung positiv.

    Was mich im Immobiliensektor eher irritiert als überrascht, ist die Selbstsicherheit. Da sitzen Leute, die zwischen 2010 und 2022 in einen seltenen Zins-Superzyklus reingestolpert sind, deren „Track Record“ aus einem geerbten Großstadt-MFH, einem Lucky Shot oder schlicht Rückenwind beim hochhebeln eines Wohnungs-Sammelsuriums besteht und die erklären dir dann „den Markt“. Viele andere kommen aus Vertriebsjobs, Coaching-Buden oder Baufinanzierungs-Verkauf und halten sich für Makro-Strategen, weil sie zehn Jahre lang gelernt hatten, dass Kredit immer billiger wird.


    Die Weltsicht ist fast immer: Deine Immobilien werden langfristig nicht fallen, wenn du auf XYZ achtest. Mieten steigen, wenn du nur auf XYZ achtest. Und am Ende zahlt jemand anderes, wenn du auf XYZ achtest. XYZ ist dann ein irgendein Coaching-Mix aus „A-Lage“, „Mikrolage“, „gute Anbindung“, „Demografie“, „Uni in der Nähe“, „B-Plan“, „Bevölkerungswachstum“, „Neubauknappheit“, „Mietspiegel-Story“ und einem Screenshot von irgendeiner bunten Karte. Am Ende nimmt man die Buzzwords als Checkliste und tut dann so, als wären systemische Risiken dadurch weg. Das ist dann die Beruhigungsliturgie für Leute, die high auf Fiat-Kredit-Fürzen sind.
    Damit sind wir bei den Immobilienhanseln von 2020-2022. Die sind noch nicht aus dem Markt gespült. Deren Hoffnung ist, dass die Preise wieder steigen, die Zinsen fallen und die Mieten weiterziehen, so dass der Kredit plötzlich nur noch 50 % vom Objektwert ausmacht und man neu beleihen kann. Dieses Szenario brauchen viele, um sich selbst zu bestätigen. Ich halte es für Wunschdenken.

    Ich habe selbst sonnige Immobilien. Die waren für mich aber immer Konsum und Lebensqualität, nicht Rendite. Wohnen und Investieren sind zwei verschiedene Dinge. Für mich ist das ganz einfach: Ich kaufe nur, wenn heute netto Geld fließt und der Deal auch dann nicht kippt, wenn Mieten stagnieren oder fallen. Wenn das nicht gegeben ist, ist das Immobilenspiel aktuell ein ausgelutschter, übercrowdeter Trade mit mäßigem Risk-Reward.

    Und wenn ich überhaupt noch einmal kaufe, dann nur so: Neuzustand, jahrelang unverkauft, und dem Verkäufer steht die Panik ins Gesicht geschrieben. Der will den Kack einfach nur noch loswerden, weil er nur Ärger hatte und bereits ein Vermögen versenkt hat. Da wird nicht mehr argumentiert. Da wird abgeladen.

    Lasst den Lone Ranger kurz ausruhen und gönnt euch einen Moment für Walter Eichelburg, Paul C. Martin („Dottore“, eher Gelbes/EWF, aber viele Gedanken haben hier rübergewirkt) und viele andere, die den Blick geschärft haben, als es gesellschaftlich ziemlich unpopulär war.


    Und ebenso an ein paar alte Mitglieder, die man nicht mehr hier liest: Bundschuh, Austrian Explorer, Eldo, schwejk, ageka, mvd etc. etc.


    Manche schreiben aus verschiedenen Gründen nicht mehr und andere sind leider unter der Erde.

    Aber die Spur bleibt. [smilie_blume]


    So langsam wird die Rechnung aufgemacht für Jahrzehnte bis Jahrhunderte Demonetarisierung, Papiertrickserei und Fiat-Betrug. Und wie wir hier schon ganz am Anfang gelernt haben: Am Ende ist nicht das Metall „teuer“ - am Ende ist das Papier billig.

    Die Beschlagnahme des russischen Geldes ist äußerst riskant für das gesamte Finanzsystem.


    Anders als das Auslandsvermögen von Privatpersonen, etwa Oligarchen aus dem Umfeld Putins, sind Staatsguthaben im Ausland völkerrechtlich geschützt. Fachleute sprechen von Staatenimmunität. "Das russische Zentralbankguthaben gehört – anders als die Guthaben, die bei privaten Banken lagern – dem russischen Staat. Es ist rechtlich geschützt, weil es dem Prinzip der Staatenimmunität im Völkerrecht unterliegt", erläuterte Euroclear-Chefin Urbain der "FAZ".

    Sie tut so, als sei die Welt ein juristisch betreuter Spielplatz.

    Ein Finanzsystem basiert in der Hauptsache nicht auf Gesetzen, sondern auf Vertrauen und Einschätzung von Risiko.


    Völkerrecht bedeutet tatsächlich nichts anderes als: „So war es bisher üblich – solange niemand Mächtiges anders entschieden hat".

    Es gibt da kein richtiges übergeordnetes Gesetz. Es gibt eine Handvoll Machtzentren auf der Welt. Diese bestimmen, was Recht ist.


    Das wussten die Griechen schon vor 2.400 Jahren. Im Melier-Dialog sagen die Athener zur kleinen Insel Melos:

    „Die Starken tun, was sie können, und die Schwachen erleiden, was sie müssen.“

    Die Höchstrente ist eine Sache, der Vergleich Rente zu Beamtenpensionen eine ganz andere, mehrfach hier erörtert.

    Wenn es im FIAT-System wirklich hart auf hart kommt, stehen die Beamten trotzdem nicht im Bunker. Auch Beamtenpensionen sind ganz normale Euro-Forderungen. Und und im Ernstfall werden Renten UND Pensionen eingefroren und alle Anpassungen „temporär ausgesetzt“, wie man in etlichen Ländern nah und fern sehen konnte.


    In Griechenland wurden ab 2010 die 13. und 14. Monatsrente für ALLE gestrichen und mehrere Runden von Kürzungen beschlossen; bei höheren, typischerweise Beamten-Pensionen kam das auf rund 40 % weniger Zahlung raus.

    In Portugal hatte man unter dem Troika-Programm Weihnachts- und Urlaubsgeld für Staatsbedienstete und Pensionäre auch zeitweise komplett gestrichen und auf höhere Pensionen eine „Solidaritätsabgabe“ gelegt.


    Das war aber alles noch vergleichsweise moderat.

    Im sowjetischen Block sieht man, wie brutal so etwas bei echtem Systembruch abgeht:


    Ein mittlerer sowjetischer Staatsbeamter, der in Moskau sein ganzes Berufsleben im Staatsdienst verbracht und sich Mitte der 1990er Jahre in den Ruhestand verabschiedet hat, bekam an Anfang eine Pension in der Größenordnung von knapp 200 neuen Rubel im Monat - offiziell vielleicht 35-40 % eines ohnehin schon mickrigen Durchschnittslohns. Dann ging es mehrmals rauf und wieder runter, aber der russische Ex-Beamte sitzt heute mit maybe ~400 €/Monat da, real DEUTLICH weniger Kaufkraft als versprochen.


    In der Ukraine wurden die alten Sowjet-Versprechen ebenfalls zerlegt. Die durchschnittliche Altersrente war in den 2010er Jahren nur noch im Bereich von lächerlichen 60-100 € im Monat. Und das nicht für „einfachen Arbeiter“, sondern ehemalige Lehrer, Verwaltungsbeamte und normale Staatsbedienstete, die zu Sowjetzeiten als sicher versorgte Mittelschicht galten. Für einen „mittleren“ Ex-Beamten mit voller Versicherungsbiografie ist 2025 realistisch irgendwas in der Zone 6.000–7.000 UAH pro Monat also grob 130-150€ (wenn er nicht unsere deutsche "Fluchtrente" bezieht. Einen monetär besseren Renten-Deal hat es wahrscheinlich noch niemals irgendwo gegeben).


    Den deutschen Pensionären wird es nur gut ergehen, wenn sich lediglich ein ganz langsames Siechtum einstellt und das System so langsam abgekocht wird, dass trotzdem alle Regeln der Besoldung 1:1 eingehalten werden.
    In einem echten Finanz-/Systembruch wird überall dort geschnitten, wo die dicken Zahlungsströme sind: gesetzliche Rente, Beamtenpension und Gesundheitsleistungen. Wer sich da allein auf Rechtsansprüche in Euro verlässt, sitzt im selben Fiat-Boot wie alle anderen.

    Am traurigsten sind für mich die mit den leuchtenden Augen, die ihr ganzes Leben brav auf Tarifrechte, Beamten-/ÖD-Privilegien und „erdiente Ansprüche“ gebaut haben - in ehrlicher Überzeugung, dieser Papierwust werde sie schützen. Weil der bisherige Fiat-Zerfall in Deutschland fast ohne sichtbare Opfer ablief und wir wirtschaftlich abgeschirmt waren, haben sie das Gerede über Fiat, Enteignung durch Inflation und Edelmetalle nie wirklich ernst genommen; wir Edelmetall-Leute wirkten auf sie eher wie schräge Schwafler, irgendwo zwischen Chemtrail-Esoterikern, Reichsbürgern und dubiosen Anlageverkäufern. Gerade deshalb wird der Moment, in dem diese Versprechen gekappt oder entwertet werden, für genau diese Leute besonders bitter.

    Vielleicht auch verdient - manchmal.

    Goldhut, vermutlich war mein Beitrag noch leicht vom Verdauungsschnaps inspiriert mit ein paar Prozenten mehr. 😅


    Realistisch liegen die Finanzierungen heute trotzdem bei 3,5–4 % für solide private Kredite und 4–5 % bei gewerblichen oder hochbelehnten Fällen.

    Der Punkt bleibt aber: Wer 2020 zu 1,2 % mit 2 % Tilgung unterwegs war, zahlt heute grob das Doppelte oder senkt die Tilgung, wodurch der Schuldenabbau faktisch stehenbleibt. Die echten Refinanzierungswellen kommen ab 2026–2028, dann werden wir sehen, wie viel Puffer in den Stressszenarien wirklich steckt.

    Bumerang, dein Punkt „am Ende wollen doch alle in Immobilien" und das die Immo-Leute weiter der Sonne entgegen reiten dürfen, setzt voraus, dass Inflation die Schulden neutralisiert und die Eigentümer durchtragen. Genau dort liegt der Denkfehler.


    Inflation wirkt sehr asymmetrisch: Kosten steigen sofort (Energie, Handwerk, Versicherungen, Grundsteuer, ESG-CapEx), Mieten bleiben politisch gebremst, und die Refinanzierung kommt nominal zu 5–6 % – nicht „real bereinigt“.


    Entscheidend ist nicht, wie viele „nicht verkaufen wollen“, sondern wie viele verkaufen müssen. Der Marktpreis wird am Rand gemacht – von Zwangs- und Liquiditätsverkäufen, nicht von Absichtserklärungen.


    Ein richtiges Stadthaus in Berlin/München (Neubau, gute Lage, 4–6 Einheiten) kostet heute 3–5 Mio €. Bei ~4 k/oz sind das ~750–1 200 Unzen Gold. Historisch lag dieselbe Qualität bei ~300–400 Unzen (in Stressphasen tiefer) – damals mit 6–8 % realer Netto-Rendite. Heute ist die reale Rendite nahe null. Wenn Gold auf 10–12 k läuft und Immo-Preise nur seitwärts gehen, fällt die Ratio rechnerisch auf ~250–350 Unzen – genau der historische Korridor. Realistisch ist zusätzlich ein nominaler Rücklauf um 20–40 % bei auslaufender Niedrigzinsbindung; dann siehst du temporär ~150–250 Unzen. Dort kauft der Investor, nicht vorher.


    Dass „viele Gold besitzen“ heißt nicht, dass sie zu jedem Preis in Beton wechseln. Goldhalter sollten das Speichenrad erst drehen, wenn zwei Bedingungen stimmen: Ratio zurück im Korridor und wieder echter Cashflow. Übersetzt: ≤ 0,4 oz/m² in Prime-Lage und 7–9 % Netto bei konservativer Finanzierung. Vorher tauscht du Stabilität gegen Zinsrisiko.

    Die Anschlussfinanzierung ist kein Randthema. In den nächsten Jahren rollen massenhaft 1–2 %-Kredite auf 5–6 % – da kippt der Zinsdeckungsgrad unter 1,0, lange bevor „alle in Immobilien wollen“. Dann kommen die stillen Verkäufe: erst Projektentwickler und später überhebelte Bestandshalter. Es braucht nicht „alle“ – ein paar Prozent forced sellers setzen dann den neuen Preis.


    In den Großstädten gibt es auch oft diese „Perlenkäufer“ Family Offices/Fonds oder was auch immer, die sich mit ihrem Namen schmücken wie mit einem Adelstitel. Für mich sind das keine Investoren mehr, sondern Narrativ-Manager. Ich kenne die Denkweise: da geht es nicht um Rendite, sondern um Bewertungsfortschreibung. Die Deals müssen laufen, weil die Gutachter sonst die Bewertungen nicht mehr plausibilisieren können.

    Stillstand wäre ein Eingeständnis, dass der Bewertungslevel tot ist.

    Viele dieser Vehikel dürfen auch gar nicht untätig sein, sonst trocknen die Gebührenflüsse aus. Deshalb kauft man lieber ein Haus, das man nicht braucht, zu einem Preis, den man nicht glaubt, mit Geld, das man nicht hat.

    Scheint wohl zumindest auch im physischen Markt ein bisschen was los zu sein. Gerade von der Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte folgende Email erhalten:

    Moin,

    bin ich der einzige hier im Forum, der nicht versteht, warum jetzt KR unter Spot angeboten werden soll :/ Mit steigendem POG reduzieren sich auf jeden Fall Sammleraufschläge, aber warum diese ehemals mit Aufschlag versehenen Kaiserreich-Münzen nun unter POG gehandelt werden sollen, erschließt sich mir nicht. Der ganze andere Gammel (Kronen, Dukaten NP, Elisabeth II usw.) gibt es ja weiterhin. Im Vergleich wird man immer zu den Willis greifen oder? TOP-Erhaltungen passen sich dem höheren POG an, da braucht man sich nur die Auktionsergebnisse ansehen.


    Grüße

    Goldhut

    Solange der Papiermarkt den Takt vorgibt und die Retail-Nachfrage wegbricht, nivelliert sich alles gnadenlos am Schmelzwert. Da gibt es für Kaiserreich, LMU oder Dukaten keinen echten Unterschied mehr - Händler rechnen in solchen Phasen nur noch: Feingoldgewicht × Spot ± minimaler Risikoaufschlag. Mehr nicht.


    Bei solch großen Marktbewegungen verschwindet jede Zahlungsbereitschaft für „Geschichten“ drum herum. Ob der Kopf auf der Münze Wilhelm oder Franz heißt, ist im Durchsatz völlig egal.
    Sobald der Spot ruhiger wird und die Retail-Nachfrage zurückkommt, fächert sich die Beipreisung wieder auf.

    Ich hab das hier schon zweimal durchgekaut – zuerst am 22.11.2022 und dann nochmal am 17.04.2025. Silber wird mit jedem Dollar stärker, weil es sich in den Slot schiebt, den Gold verliert.Gold selbst rutscht damit zurück in seinen uralten Platz: Geld der Könige, Big-Boy-Money für abstrakte Großtransaktionen, während Silber mit jedem Dollar und besserer Wertdichte monetärer wird. Genau das läuft jetzt an.


    Wer das nicht sehen will, klammert sich weiter an die alten Narrative von „Krisenwährung hier, Industriemetall da“. Aber die Dynamik ist sehr einfach: Gold preist sich aus dem Alltag heraus, Silber nimmt den Platz ein. Ich warte seit Jahren darauf, dass dieser Kipppunkt kommt.

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    Die Quadratur des Kreises gibt’s in der Rente nicht (genau wie im Leben). Die Drehschrauben sind seit Jahren dieselben - Beiträge rauf, Leistungsniveau runter, Renteneintritt de facto später, größerer Bundeszuschuss, ein paar Tropfen Kapitalstock als Feigenblatt, plus Hoffnung auf mehr Zahler durch höhere Erwerbsquote, „qualifizierte“ Zuwanderung und Produktivität. Mehr ist da nicht. Und jeder Dreh an einer Schraube hat sofort Gegenlärm: „Nicht teurer! Nicht kürzen!! Nicht länger arbeiten!!! Mehr Netto!! Mehr soziale Gerechtigkeit!“ - was genau wollt ihr eigentlich? Die Politik hat hier die undankbare Aufgabe, das Elend zu verwalten und die Rechnung zwischen Wahlterminen durchzuschieben.


    Betriebsrenten, Direktversicherungen, private Altersversorgung und ggf. zusätzlich andere Versorgungssysteme

    Werden in den 30ern das Raster für verschiedene Gemeinheiten, durch das man sortiert wird. Freibeträge schrumpfen; Beiträge auf Zusatzrenten (Krankenkasse/Pflegekasse) fallen deutlich höher aus als gedacht; Auszahlungen aus privaten Verträgen gelten bei Wohngeld, Grundsicherung und Heizhilfen als „verfügbare Mittel“; Kapitalentnahmen werden wie laufendes Einkommen angerechnet; Privilegien quer über Produkte zugunsten des Staates verändert; die nachgelagerte Besteuerung wird verschärft; Alles Vermögen ist erst zu „verwerten“, bevor Transfers fließen. So wird das Elend gemanagt.

    Safe ist nur, wer eine unauffällige Immobilie hat, Vermögen diskret hält, aus sichtbaren Assets ruhige Erträge zieht - und den Staat weitgehend draußen lässt. Unten fängt der Sozialstaat auf: wenig, aber dafür berechenbar; ein dünnes Netz, das den Sturz dämpft.

    Zerlegt wird die vorsorgende untere Mittelschicht: Jahrzehnte brav eingezahlt, irgendwelche geförderten Verträge bedient, zur Miete gelebt - zu reich fürs Amt, zu arm für echte Freiheit. Am Ende lebt sie absolut nicht besser als ein Transferhaushalt: gleicher Warenkorb, gleiche Wartezimmer, gleiche Wohnlage, gleicher Verzicht - nur mit deutlich mehr Papierkrieg, mehr Abzügen, mehr Angst, mehr nachträglicher Verarsche. Und über allem sitzt Jupiter: der Staatsdienst mit seinen Pensionen, ein eigener Olymp aus Regeln und Schonräumen, politisch kaum antastbar und rechtlich mit doppeltem Schutzschild aus Art. 33 Abs. 5 GG und Alimentationsprinzip eingemauert und gepolstert, während die Beitragszahler im Tal die Last tauschen - mal als höhere Beiträge, mal als Steuern, mal als späterer Renteneintritt.


    Die Alten hätten es knapp gesagt: Quod licet Iovi, non licet bovi - was dem Jupiter erlaubt ist, bleibt dem Ochsen verwehrt. Übersetzt ins Heute: Der Beitragszahler zieht das Joch.
    In den 2030ern zählen Besitz und Substanz, nicht Belege und Stempel.

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    Währenddessen in Deutschland:

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    Hatte noch vergessen zu erwähnen, dass Deutschland und ein paar andere Länder wegen Portugal einen dicken Hals bekommen haben und dann damit gedroht hatten die Doppelbesteuerungsabkommen aufzukündigen. Schweden hat das sogar durchgezogen, weil es kann ja nicht sein, dass Rentner ihre Rente steuerfrei bekommen. Deshalb hat Portugal jetzt nur noch eine weichgespülte Version der Steuervorteile.


    Naja, Deutschland hat ohnehin mit der (offensichtlich illegalen) Wegzugsbesteuerung den Aufwand für seine inländischen Vermögenden in die Höhe getrieben sich besser aufzustellen.

    Was die EU Länder in der Abwanderer Seite der Grafik zu suchen haben, verstehe ich nicht.

    Das müssen wohl derart Reiche sein denen es egal ist, ob man ihnen die Hälfte ihrer Milliarden abnimmt.

    Italien und Portugal haben Gesetze, die sie gezielt attraktiv für sehr reiche Einwanderer machen (die natürlich für die Einheimischen nicht gelten).


    Italien bietet zum Beispiel eine Pauschalbesteuerung von 100.000 € auf ausländische Einkommen – egal welcher Höhe – an, und zwar für satte 15 Jahre. Die Pauschale wurde dieses Jahr auf 200.000 € verdoppelt, ist aber trotzdem noch ein guter Deal für viele. Für alle, die vor diesem Jahr kamen, gelten die 100.000 € weiterhin.


    In Portugal gab es für Einwanderer bis 2024 sogar 0 % auf die allermeisten Einkommen für 10 Jahre. Man musste wirklich nur minimal strukturieren bzw. aufpassen, dass das Einkommen bzw. der Gewinn im anderen Land formal „steuerbar“ war.

    Das hieß nicht, dass dort tatsächlich Steuern erhoben wurden.


    Es gibt dabei auch keinen Pferdefuß, durch den es dann doch nicht attraktiv wäre oder sich nur in irgendwelchen Sonderfällen rechnen würde. Du hast in der Grafik ja selbst gesehen, welche Sogwirkung das auf die Leute hat, die mit ihrem Geld abstimmen.

    Gold = Krisenwährung

    Silber = Industrierohstoff

    Das Argument „Gold = Krise, Silber = Industrie“ ist bequem, aber es ignoriert komplett, wie sich reale Kaufentscheidungen im physischen Edelmetallmarkt verhalten, wenn die Preise erstmal richtig ins Rollen kommen.


    Schau dir an, wie Leute heute kaufen: Silber geht kiloweise über den Tresen – warum? Weil man fürs gleiche Geld deutlich mehr in die Hand bekommt. Das hat mit Ratio-Diagrammen erstmal wenig zu tun, sondern mit psychologischer Wertwahrnehmung. Sobald Silber richtig anzieht – sagen wir 50, 75, 100 $ – verändert sich das Spiel komplett. Der typische Käufer sagt dann nicht mehr: „Ich nehm zwei Kilo Silber und noch ne halbe Unze Gold“, sondern: „Puh, bei dem Preis nehm ich lieber nur noch Silber.“ Gold wird dadurch nicht ergänzt, sondern verdrängt.


    Gleichzeitig steigt Silber mit jedem Dollar nicht nur im Preis, sondern in seiner Funktion: Es wird monetär. Je wertdichter, desto eher erfüllt es dieselbe Rolle wie Gold – nur eben zugänglicher. Ab $100+ kann man mit einem Kilo Silber denselben Wertspeicher-Effekt erzielen wie früher mit zehn. Und sobald das im kollektiven Bewusstsein ankommt, verschiebt sich der gesamte physische Markt.


    Ich würde sagen: Der Sweet Spot liegt irgendwo zwischen $80 und $150. Da kippt die Wahrnehmung. Da wird Silber nicht mehr als „das arme Gold“ gesehen, sondern als das neue Gold für alle, die spät zur Party kommen. Und das sind viele.


    Wer glaubt, dass in der Krise nur Gold gekauft wird, war noch nie beim Edelmetallhändler, wenn Panik in der Luft liegt. Da zählt, was da ist – und was man noch bezahlen kann. Und genau da wird Silber brutal dominant.


    Und an die, die physisch voll auf Gold setzen: Ihr habt eure Hausaufgaben gemacht – kein Widerspruch. Aber spart euch das Gejammer, wenn Gold irgendwann nicht mehr als funktionales Geld mitspielt, sondern nur noch als immobilisiertes Wertobjekt herumliegt.


    Wert ist nicht gleich Liquidität. Und wenn sich ein Asset über die monetäre Schwelle hinauspreist, darf man sich nicht wundern, wenn es zwar im Tresor glänzt, aber im Alltag verkümmert.

    Die Antwort auf die Frage, ob man Steuern zahlen soll ging nicht darum, brav abzuführen, sondern darum, dass es ERLAUBT ist, einer Besatzungsmacht Abgaben zu leisten – also, es moralisch vertretbar ist, deren System aktiv mitzufinanzieren, wenn man kaum andere Chancen hat.


    Jesu Antwort war weniger eine Empfehlung, sondern eher die Offenlegung eines Machtverhältnisses. Wer das Geld des Kaisers nutzt, muss die Bedingungen akzeptieren. Wer seine Münzen trägt, hat sich dem System bereits unterworfen – freiwillig oder nicht. Die Steuer ist dann nur noch ein Nebenschauplatz.


    Die eigentliche Botschaft: Wer sich durch die Infrastruktur eines Systems tragen lässt, gehört dazu. Jesus bietet keine Alternative an, weil abhängige Normalos keine haben. Er benennt die Realität – nicht den Ausweg.


    Heute ist es nicht anders. Wer Fiatgeld nutzt, lebt in einem System, das nicht punktuell, sondern strukturell enteignet – über Zeit, Kaufkraft, Daten, Lebensenergie. Der Preis fürs Mitspielen wird still eingezogen: durch Inflation, Schuldgeld, digitale Rückverfolgbarkeit. Egal ob Systemgewinner oder Loser– wer mitspielt, ist drin.


    Die Frage ist nicht mehr, ob man zahlen muss. Sondern ob man überhaupt Optionen hat. Wer das verneint, sollte aufhören, sich frei zu nennen. Er lebt im Haus des Kaisers, isst sein Brot und zahlt seine Abgaben.


    Jesu Satz war kein Ratschlag, sondern eine Diagnose. Wer das Geld des Kaisers nutzt, gehört dem Kaiser. Heute heißt er Staat, Notenbank, Plattform. Wer aussteigen will, braucht mehr als Meinung – er braucht Substanz, die nicht druckbar ist, Kaufkraft, die nicht verfolgbar ist, und ein Tauschmittel, das keine Erlaubnis kennt.


    Wer das versteht, diskutiert nicht mehr über das System.

    Er bereitet sich vor.


    Er hält physisches Gold. Er tauscht Silber. Und wenn er sich viel bewegt – dann mit Monero (ja, auch mancher Kryptokack hat seinen Platz).

    Wer das hat, wer das kann – ist ein glücklicher, freier und stolzer Mensch.

    Nachbar war bei der Luftwaffe, höherer Rang, ist mit Mitte 50 in Rente.

    Seine Frau hat sich schon im Vorfeld kaputt schreiben lassen.


    Seitdem lächeln beide nur noch..... läuft! ;)

    Anno Domini 2000 – da stand ich in den Reihen des Heeres und sah mit Verwunderung, wie die alten Recken mit dreiundfünfzig Sommern in den Ruhestand entlassen wurden. Dreiundfünfzig! Und nicht, weil sie im letzten Gefecht den Rücken verloren hatten, sondern weil es so geschrieben stand im Buche der Obrigkeit.
    Das war mir zuvor gänzlich unbekannt.