Beiträge von FoersterX

    Goldhut,


    was du siehst, ist einfach nur eine Verdrängungskaskade und kein natürlicher Wohnraummangel.


    Seit 2015 + Ukraine wird die untere Markt-Hälfte künstlich überfüllt: Jeder schnappt sich die neuen/guten/billigen 1-3-Zimmer-Budgets. Ergebnis: unten ist voll, also werden normale Leute (die da sonst wohnen würden) eine Stufe nach oben gedrückt. Die drücken das mittlere Segment voll, das drückt das obere - und plötzlich hast du auch bei „Gutverdiener-Wohnungen“ Bewerberfluten. Wie ein Stau auf der Autobahn: der Unfall ist vorne, aber hinten steht alles.


    Solange die staatliche Geldpumpe läuft, bleibt der Stau. Nimmt der Staat auch nur kurz die Hand weg oder hat andere Baustellen, kommt der Vermieter-Horror sofort.


    Diese „30-40 Bewerber“ sind zudem in der Regel die selben Leute, die auf alle Wohnungen gehen, ganz banal via Massenbewerbung. Bei Goldhut natürlich nicht: da sind es ausschließlich 40 handverlesene Bittschreiben vom Herrn Landrat, Professor Dr. und dem Chefarzt, die vor Ehrfurcht zittern, weil sie vielleicht in seinem neuverstuckten Objekt wohnen dürfen.

    Sobald das Angebot nur minimal steigt oder ein Teil der Nachfrage wegfällt, kippt das: dann schreibt man 1 WhatsApp-Nachricht und bekommt jede Wohnung sofort inklusive Begrüßungssekt.

    Im Kopf hatte ich die Angabe, dass die deutsche Wirtschaft um 0,2% wächst, die Steuereinnahmen aber um 4% steigen. Ich suche nach einer Antwort, wie das möglich ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass reihenweise Unternehmen Pleite gehen, Personal entlassen oder Produktion ins Ausland verlagern.


    Die Frage ist: Woher kommen die Steuereinnahmen? Wie können die bei solchen Vorraussetzungen steigen? Oder ist das alles nur eine Wunschprognose, weit entfernt von jeglicher Realität.


    Wer weiß mehr oder hat eine Erklärung?

    Die 4 % sind zum großen Teil Inflation/nominaler Drift + automatische Steuereffekte (Lohnsteuer, Progression). Real kann es der Bevölkerung und Unternehmen schlechter gehen, während der Staat in Euro „Rekorde“ meldet.


    Dieses ständige Auseinanderlaufen von „nominal ist's gut“ und „realer Verschlechterung“ ist überhaupt ein Grundmuster des Fiatgeldsystems. Die Politik darf den überwiegenden Teil ihrer Zeit irgendwelche nominell fixierten Werte reparieren. Überall im Staat hängen Regeln an festen Freibeträgen, Pauschalen, Schwellenwerten, Beitragsbemessungsgrenzen, Fördergrenzen, Zumutbarkeiten, Gebühren, Bußgeldern, Transfergrenzen, Härtefallkriterien, usw. Mit fortlaufender Geldentwertung laufen solche Fixpunkte IMMER aus dem Rahmen.


    Dann folgen die endlosen Update-Schleifen und ein erheblicher Teil der Gesetzesänderungen und politischen Diskussion dreht sich schlicht darum, diese Zahlen nachzustellen, bzw. wann und um wie viel. Heute ist der Grundfreibetrag „zu niedrig“, morgen muss eine Beitragsgrenze „angehoben“ werden und jede dieser Korrekturen erzeugt neue Nebenwirkungen, neue Ungerechtigkeiten. Die Politik verwaltet dann den selbst erzeugten Drift.


    In diesem Sinn ist das Fiatgeldsystem eine große Arbeitsbeschaffungsmaßnahme: nicht nur für Politiker, sondern für den ganzen Apparat aus Ministerien, Ausschüssen, Gutachtern und Behörden. Man beschäftigt sich dauerhaft damit, nominell fixierte Werte „aktuell“ zu halten, statt stabile Rahmenbedingungen zu haben, in denen Regeln länger als ein paar Jahre sinnvoll bleiben.

    Der "Asian Guy" hat heute Nacht ein neues Video hochgeladen.
    (Dieses KI-Sprachrohr ist vor einigen Monaten auf verschiedenen Medienkanälen aufgetaucht ohne klares Motiv und mit einer der Haupt-Einpeitscher der aktuellen Edelmetall-Rally)

    Da das Videos 25 Minuten lang ist habe ich es zusammengefasst und eine Einordnung generieren lassen.

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    Neutrale Zusammenfassung der Argumente (was er behauptet)

    • China hat am 30. Jan mehrere rohstoffbezogene Fonds per Handelsstopp ausgesetzt: besonders den einzigen Mainland-China-Fonds mit direktem Silver-Futures-Exposure (UBS SDIC), plus vier ölbezogene Fonds.
    • Das sei kein Routine-Management, sondern Notfall wegen „systemischem Risiko“ und drohenden Anlegerverlusten; zudem zweiter Eingriff in 8 Tagen.
    • Auslöser: der Silver-Futures-Fonds habe bei ~36% Premium zum NAV gehandelt → Käufer zahlen massiv über Wert = FOMO/Desperation.
    • Er deutet das als extreme Nachfrage nach Hard-Assets (Silber/Gold/Öl), getrieben durch Geldpolitik-Chaos, Geopolitik und strukturelle Silber-Defizite (Industrie: Solar/EV/5G).
    • GSR (Gold-Silber-Ratio) sei auf niedrigstem Stand seit 2011 → „Regimewechsel“.
    • Physische Nachfrage explodiere (Dealer-Zahlen, Google-Trends).
    • Trading-Halt tötet Nachfrage nicht, sondern lenkt sie um (physisch, HK, andere Vehikel) → zusätzlicher Druck.
    • „Smoking gun“: SLV-Borrow-Fee nahe 0, viele Shares verfügbar → „smart money“ shortet nicht.
    • Extreme Kursrückgänge erklärt er mit Bullion-Banks, die „naked short“ drücken, um den Dollar zu schützen.
    • Fazit: Eingriff = Bestätigung der Stärke, „nicht nahe am Top“, eher Mitte eines Bullenmarkts; Volatilität/Drawdowns normal.

    Logische Validität bezogen auf den Silber-Dump

    Was logisch stark ist:

    • 36% NAV-Premium + Handelsstopp → sehr plausibles Zeichen von Retail-Manie und instabiler Marktstruktur. Das passt perfekt dazu, dass Märkte anschließend brutal liquidieren können.
    • „Trading Halt lenkt Nachfrage um“ ist teilweise richtig: Nachfrage verschwindet nicht, sie sucht Alternativen (physisch/Offshore). Das kann mittel-/langfristig stützend wirken.

    Was logisch schwach / spekulativ ist:

    • Aus „Regulator greift ein“ zu schließen „wir sind nicht nahe am Top“ ist nicht zwingend. Eingriffe passieren oft gerade nahe Überhitzung (sie sind eher Manie-Beleg als Bull-Bestätigung).
    • SLV-Borrow-Fee ≈ 0 beweist nicht, dass „smart money“ bullisch ist. Short-Exposure kann über Futures/Options/OTC laufen; außerdem kann niedrige Borrow-Fee schlicht hohes Leihangebot bedeuten.
    • „Bullion-Banks naked short zur Dollar-Rettung“ ist behauptet, nicht belegt; als Erklärung für den Crash taugt viel eher: Leverage → Margin Calls → forced selling.

    Netto-Urteil (bezogen auf den Dump):

    • Sein China-Premium-/Halt-Teil erklärt die Vorstufe der Überhitzung gut.
    • Seine Schlussfolgerung „daher nicht Top“ ist logisch angreifbar.
    • Der Dump passt mindestens genauso gut zu: exzessive Spekulation + Hebel + Liquidationskaskade (was eher exhaustive als interruptive riecht).

    (...)obwohl jährlich mehr als 400.000 nötig wären.

    Die 400.000 sind schon immer lächerliches Theater gewesen.

    Im Markt gibt es nur eine Nachfrage: zahlungsfähige Nachfrage. "Hätte gerne" gibt es viel zu viel.


    Die Modelle sind falsch, weil sie die Haushaltsgröße als fix annehmen. In Wahrheit ist sie endogen: Steigende Preise -> spätere Haushaltsgründung, WGs, Zusammenziehen. Es gibt da überhaupt keinen fixen Bedarf.

    Was in Ballungszentren fehlt, sind die Wunschwohnungen aus den Köpfen und in der Fläche fehlt überhaupt nichts.


    Niemand ruft „Autonot“, wenn die Mercedes zu teuer sind. Man fährt eben kleiner oder gebraucht. Beim Wohnen nennt man denselben Effekt politisch „Wohnungsnot“.

    Der Run startet erst richtig, wenn der liquide Bestandsmarkt einmal komplett zu den neuen Preisen „gedreht“ wurde. Solange Altbestände mit billigem EK rumliegen, werden Spikes abverkauft.


    Händler bestellen in so einer Phase selten auf Verdacht, weil das Risiko ist: Liquidität binden + Preisbewegung gegen dich = Esel mit teurem Lager.


    Darum wirkt es „ausverkauft“, obwohl es oft nur heißt: nicht vorrätig ohne sicheren Endkunden. Erst wenn der Preis über die Zeit fester wirkt, traut man sich wieder mehr Lager zu.

    Es gibt in Deutschland bei einigen Berufsgruppen private Rentensysteme die komplett abgekoppelt von der gesetzlichen Rentenversicherung laufen.

    Ziel ist es durch Kapitaldeckung und leistungsstarke Mitgliedergruppen (zb. nur Zahnärzte, keine Sozialfälle) deutlich höhere Auszahlungen pro eingezahlten Beitrag zu erzielen als in der GRV.


    Bei den Berliner Zahnärzten hat man sich da offenbar verzockt und nun ist die Hälfte des Vermögens weg. Jetzt wird verklagt und nach Bailout gerufen.

    Oh je, wo soll ich anfangen :S ?

    (...)

    Bumerang: Du tust so, als würden Zentralbank/Inflation den Tisch bereiten und die Vermieter könnten einfach „stur“ auf der Miete beharren und der Mieter müsste dann schon zahlen. Nein. Miete ist kein Wunschpreis, sondern das Ergebnis aus zahlungsfähiger Nachfrage. Wenn die Zahlungsfähigkeit weg ist, gibt es keinen Trick, der daraus wieder Geld macht.


    „Gute Immobilien werden knapper“ heißt nicht automatisch „teurer“. Deine Perle kann im Alltag voll vermietbar sein und trotzdem im Wert fallen, wenn der Markt plötzlich höhere Renditen verlangt.

    Dein größter Denkfehler bleibt aber die Nachfrage-Seite. Miete ist durch Zahlungsfähigkeit gedeckelt. Und ein fetter Teil dieser Zahlungsfähigkeit ist staatlich/umlagefinanziert. Grob um die 30% der Mieterbasis und tatsächlichen Mietzahlungen hängen direkt an Transferleistungen, Renten und Pensionen - das ist genau das Segment, das bei realen Kürzungen/Entwertung zuerst knickt. Wenn dieser Sockel wackelt, passiert nicht „dann arbeiten sie halt mehr“, sondern Rückstände, Leerstand und mehr Angebot. Und dann kann der Vermieter eben nicht „hart bleiben“, weil die Alternative nicht „ich setze höher durch!“ ist, sondern „ich kriege gar nichts, während die Kosten weiterlaufen“. Ergebnis: Mieten runter, Zugeständnisse hoch.


    Dann kommst du mit „Inflation lässt kein anderes Szenario zu als steigende Preise“. Falsch. Inflation kann dir nominal alles teurer machen, aber sie zaubert keine zahlungsfähigen Mieter herbei. Wenn Zinsen hoch bleiben oder steigen, geht der Diskontsatz hoch und Preise fallen - selbst in Inflation. Die ganze Assetklasse wurde durch Fiat-Kredit hochgespült. Wenn Zahlungsfähigkeit und Finanzierung nicht mehr mitspielen kollabiert die ganze Bewertungslogik.

    Zwischen 2015 und 2023 sind die gesetzlichen Renten um rund 30% gestiegen (West +28%, Ost +38%), die Mieten laut Destatis im selben Zeitraum um rund 27%. Das war ein symbiotischer Mechanismus: Staat hebt Renten, Mietspiegel zieht nach, Vermieter kassieren, also staatlich finanzierte Mietsteigerungen. Ohne diesen Transfer-Rhythmus wäre das Kartenhaus längst sichtbar: Wenn Renten real stagnieren oder Bürgergeld nicht mitzieht, kann der Vermieter eben nicht weiter „im Takt“ erhöhen. Dann bricht die Kette: weniger zahlungsfähige Nachfrage → höhere Leerstände → Zwang zu Zugeständnissen. Und weil rund 30% der Mieterbasis genau von diesen staatlichen oder umlagefinanzierten Quellen lebt, wird das kein Randphänomen, sondern ein systemischer Schock und dann zeigt sich, wie viel Substanz die angebliche „Knappheit“ wirklich hat.

    Dieser „Immobilien-in-Gold“-Chart ist für mich kein Kaufargument (egal ob in D oder anderswo). Eine niedrige Ratio heißt nur, dass Gold stark war. Mehr nicht. Sie sagt nichts darüber aus, ob Immobilien heute billig sind. Billig ist für mich ausschließlich das, was mich heute netto bezahlt in meine Tasche.

    Ein Ferrari F40 ist seit 2005 von rund 300-400 Tsd. € auf über 3 Mio. € gestiegen und gleichzeitig permanent „billiger in Bitcoin“ geworden. Dadurch ist er aber nicht günstig. Exakt dieser Denkfehler wird dann auf Immobilien übertragen. „in Gold billig“ bedeutet nicht billig, sondern nur, dass das Vergleichsasset enteilt ist.

    Auch die lange Zeitreihe hilft hier nicht weiter. 1900, 1970 und 2025 sind komplett unterschiedliche Welten und selbst der frühe Teil war schon in einer Zeit wo Silber demonetarisiert und der Goldstandard durch Kreditschöpfung aufgeweicht war. Heute leben wir mit einer Art Sozialstaat, hochentwickelten Kreditmärkten und massiven politischen Eingriffen. Ein erheblicher Teil dieses ganzen Sozialgelds landet faktisch bei Vermietern. Das erhöht nicht die Sicherheit, sondern eher die Fallhöhe.

    Typische Deals in unseren Großstädten rechnet sich trotz hoher Mieten oft nicht. Kaufpreise von 5.500 bis 7.000 €/m² bei 16-20 €/m² Miete sehen auf dem Papier ok aus. In der Realität bleiben nach Rücklagen, Instandhaltung, Verwaltung und Steuern oft nur Krümel übrig und bei heutigen Zinsen ist der Cashflow nicht selten negativ oder nur noch mit sehr viel Schönrechnung positiv.

    Was mich im Immobiliensektor eher irritiert als überrascht, ist die Selbstsicherheit. Da sitzen Leute, die zwischen 2010 und 2022 in einen seltenen Zins-Superzyklus reingestolpert sind, deren „Track Record“ aus einem geerbten Großstadt-MFH, einem Lucky Shot oder schlicht Rückenwind beim hochhebeln eines Wohnungs-Sammelsuriums besteht und die erklären dir dann „den Markt“. Viele andere kommen aus Vertriebsjobs, Coaching-Buden oder Baufinanzierungs-Verkauf und halten sich für Makro-Strategen, weil sie zehn Jahre lang gelernt hatten, dass Kredit immer billiger wird.


    Die Weltsicht ist fast immer: Deine Immobilien werden langfristig nicht fallen, wenn du auf XYZ achtest. Mieten steigen, wenn du nur auf XYZ achtest. Und am Ende zahlt jemand anderes, wenn du auf XYZ achtest. XYZ ist dann ein irgendein Coaching-Mix aus „A-Lage“, „Mikrolage“, „gute Anbindung“, „Demografie“, „Uni in der Nähe“, „B-Plan“, „Bevölkerungswachstum“, „Neubauknappheit“, „Mietspiegel-Story“ und einem Screenshot von irgendeiner bunten Karte. Am Ende nimmt man die Buzzwords als Checkliste und tut dann so, als wären systemische Risiken dadurch weg. Das ist dann die Beruhigungsliturgie für Leute, die high auf Fiat-Kredit-Fürzen sind.
    Damit sind wir bei den Immobilienhanseln von 2020-2022. Die sind noch nicht aus dem Markt gespült. Deren Hoffnung ist, dass die Preise wieder steigen, die Zinsen fallen und die Mieten weiterziehen, so dass der Kredit plötzlich nur noch 50 % vom Objektwert ausmacht und man neu beleihen kann. Dieses Szenario brauchen viele, um sich selbst zu bestätigen. Ich halte es für Wunschdenken.

    Ich habe selbst sonnige Immobilien. Die waren für mich aber immer Konsum und Lebensqualität, nicht Rendite. Wohnen und Investieren sind zwei verschiedene Dinge. Für mich ist das ganz einfach: Ich kaufe nur, wenn heute netto Geld fließt und der Deal auch dann nicht kippt, wenn Mieten stagnieren oder fallen. Wenn das nicht gegeben ist, ist das Immobilenspiel aktuell ein ausgelutschter, übercrowdeter Trade mit mäßigem Risk-Reward.

    Und wenn ich überhaupt noch einmal kaufe, dann nur so: Neuzustand, jahrelang unverkauft, und dem Verkäufer steht die Panik ins Gesicht geschrieben. Der will den Kack einfach nur noch loswerden, weil er nur Ärger hatte und bereits ein Vermögen versenkt hat. Da wird nicht mehr argumentiert. Da wird abgeladen.

    Lasst den Lone Ranger kurz ausruhen und gönnt euch einen Moment für Walter Eichelburg, Paul C. Martin („Dottore“, eher Gelbes/EWF, aber viele Gedanken haben hier rübergewirkt) und viele andere, die den Blick geschärft haben, als es gesellschaftlich ziemlich unpopulär war.


    Und ebenso an ein paar alte Mitglieder, die man nicht mehr hier liest: Bundschuh, Austrian Explorer, Eldo, schwejk, ageka, mvd etc. etc.


    Manche schreiben aus verschiedenen Gründen nicht mehr und andere sind leider unter der Erde.

    Aber die Spur bleibt. [smilie_blume]


    So langsam wird die Rechnung aufgemacht für Jahrzehnte bis Jahrhunderte Demonetarisierung, Papiertrickserei und Fiat-Betrug. Und wie wir hier schon ganz am Anfang gelernt haben: Am Ende ist nicht das Metall „teuer“ - am Ende ist das Papier billig.

    Die Beschlagnahme des russischen Geldes ist äußerst riskant für das gesamte Finanzsystem.


    Anders als das Auslandsvermögen von Privatpersonen, etwa Oligarchen aus dem Umfeld Putins, sind Staatsguthaben im Ausland völkerrechtlich geschützt. Fachleute sprechen von Staatenimmunität. "Das russische Zentralbankguthaben gehört – anders als die Guthaben, die bei privaten Banken lagern – dem russischen Staat. Es ist rechtlich geschützt, weil es dem Prinzip der Staatenimmunität im Völkerrecht unterliegt", erläuterte Euroclear-Chefin Urbain der "FAZ".

    Sie tut so, als sei die Welt ein juristisch betreuter Spielplatz.

    Ein Finanzsystem basiert in der Hauptsache nicht auf Gesetzen, sondern auf Vertrauen und Einschätzung von Risiko.


    Völkerrecht bedeutet tatsächlich nichts anderes als: „So war es bisher üblich – solange niemand Mächtiges anders entschieden hat".

    Es gibt da kein richtiges übergeordnetes Gesetz. Es gibt eine Handvoll Machtzentren auf der Welt. Diese bestimmen, was Recht ist.


    Das wussten die Griechen schon vor 2.400 Jahren. Im Melier-Dialog sagen die Athener zur kleinen Insel Melos:

    „Die Starken tun, was sie können, und die Schwachen erleiden, was sie müssen.“

    Die Höchstrente ist eine Sache, der Vergleich Rente zu Beamtenpensionen eine ganz andere, mehrfach hier erörtert.

    Wenn es im FIAT-System wirklich hart auf hart kommt, stehen die Beamten trotzdem nicht im Bunker. Auch Beamtenpensionen sind ganz normale Euro-Forderungen. Und und im Ernstfall werden Renten UND Pensionen eingefroren und alle Anpassungen „temporär ausgesetzt“, wie man in etlichen Ländern nah und fern sehen konnte.


    In Griechenland wurden ab 2010 die 13. und 14. Monatsrente für ALLE gestrichen und mehrere Runden von Kürzungen beschlossen; bei höheren, typischerweise Beamten-Pensionen kam das auf rund 40 % weniger Zahlung raus.

    In Portugal hatte man unter dem Troika-Programm Weihnachts- und Urlaubsgeld für Staatsbedienstete und Pensionäre auch zeitweise komplett gestrichen und auf höhere Pensionen eine „Solidaritätsabgabe“ gelegt.


    Das war aber alles noch vergleichsweise moderat.

    Im sowjetischen Block sieht man, wie brutal so etwas bei echtem Systembruch abgeht:


    Ein mittlerer sowjetischer Staatsbeamter, der in Moskau sein ganzes Berufsleben im Staatsdienst verbracht und sich Mitte der 1990er Jahre in den Ruhestand verabschiedet hat, bekam an Anfang eine Pension in der Größenordnung von knapp 200 neuen Rubel im Monat - offiziell vielleicht 35-40 % eines ohnehin schon mickrigen Durchschnittslohns. Dann ging es mehrmals rauf und wieder runter, aber der russische Ex-Beamte sitzt heute mit maybe ~400 €/Monat da, real DEUTLICH weniger Kaufkraft als versprochen.


    In der Ukraine wurden die alten Sowjet-Versprechen ebenfalls zerlegt. Die durchschnittliche Altersrente war in den 2010er Jahren nur noch im Bereich von lächerlichen 60-100 € im Monat. Und das nicht für „einfachen Arbeiter“, sondern ehemalige Lehrer, Verwaltungsbeamte und normale Staatsbedienstete, die zu Sowjetzeiten als sicher versorgte Mittelschicht galten. Für einen „mittleren“ Ex-Beamten mit voller Versicherungsbiografie ist 2025 realistisch irgendwas in der Zone 6.000–7.000 UAH pro Monat also grob 130-150€ (wenn er nicht unsere deutsche "Fluchtrente" bezieht. Einen monetär besseren Renten-Deal hat es wahrscheinlich noch niemals irgendwo gegeben).


    Den deutschen Pensionären wird es nur gut ergehen, wenn sich lediglich ein ganz langsames Siechtum einstellt und das System so langsam abgekocht wird, dass trotzdem alle Regeln der Besoldung 1:1 eingehalten werden.
    In einem echten Finanz-/Systembruch wird überall dort geschnitten, wo die dicken Zahlungsströme sind: gesetzliche Rente, Beamtenpension und Gesundheitsleistungen. Wer sich da allein auf Rechtsansprüche in Euro verlässt, sitzt im selben Fiat-Boot wie alle anderen.

    Am traurigsten sind für mich die mit den leuchtenden Augen, die ihr ganzes Leben brav auf Tarifrechte, Beamten-/ÖD-Privilegien und „erdiente Ansprüche“ gebaut haben - in ehrlicher Überzeugung, dieser Papierwust werde sie schützen. Weil der bisherige Fiat-Zerfall in Deutschland fast ohne sichtbare Opfer ablief und wir wirtschaftlich abgeschirmt waren, haben sie das Gerede über Fiat, Enteignung durch Inflation und Edelmetalle nie wirklich ernst genommen; wir Edelmetall-Leute wirkten auf sie eher wie schräge Schwafler, irgendwo zwischen Chemtrail-Esoterikern, Reichsbürgern und dubiosen Anlageverkäufern. Gerade deshalb wird der Moment, in dem diese Versprechen gekappt oder entwertet werden, für genau diese Leute besonders bitter.

    Vielleicht auch verdient - manchmal.

    Goldhut, vermutlich war mein Beitrag noch leicht vom Verdauungsschnaps inspiriert mit ein paar Prozenten mehr. 😅


    Realistisch liegen die Finanzierungen heute trotzdem bei 3,5–4 % für solide private Kredite und 4–5 % bei gewerblichen oder hochbelehnten Fällen.

    Der Punkt bleibt aber: Wer 2020 zu 1,2 % mit 2 % Tilgung unterwegs war, zahlt heute grob das Doppelte oder senkt die Tilgung, wodurch der Schuldenabbau faktisch stehenbleibt. Die echten Refinanzierungswellen kommen ab 2026–2028, dann werden wir sehen, wie viel Puffer in den Stressszenarien wirklich steckt.

    Bumerang, dein Punkt „am Ende wollen doch alle in Immobilien" und das die Immo-Leute weiter der Sonne entgegen reiten dürfen, setzt voraus, dass Inflation die Schulden neutralisiert und die Eigentümer durchtragen. Genau dort liegt der Denkfehler.


    Inflation wirkt sehr asymmetrisch: Kosten steigen sofort (Energie, Handwerk, Versicherungen, Grundsteuer, ESG-CapEx), Mieten bleiben politisch gebremst, und die Refinanzierung kommt nominal zu 5–6 % – nicht „real bereinigt“.


    Entscheidend ist nicht, wie viele „nicht verkaufen wollen“, sondern wie viele verkaufen müssen. Der Marktpreis wird am Rand gemacht – von Zwangs- und Liquiditätsverkäufen, nicht von Absichtserklärungen.


    Ein richtiges Stadthaus in Berlin/München (Neubau, gute Lage, 4–6 Einheiten) kostet heute 3–5 Mio €. Bei ~4 k/oz sind das ~750–1 200 Unzen Gold. Historisch lag dieselbe Qualität bei ~300–400 Unzen (in Stressphasen tiefer) – damals mit 6–8 % realer Netto-Rendite. Heute ist die reale Rendite nahe null. Wenn Gold auf 10–12 k läuft und Immo-Preise nur seitwärts gehen, fällt die Ratio rechnerisch auf ~250–350 Unzen – genau der historische Korridor. Realistisch ist zusätzlich ein nominaler Rücklauf um 20–40 % bei auslaufender Niedrigzinsbindung; dann siehst du temporär ~150–250 Unzen. Dort kauft der Investor, nicht vorher.


    Dass „viele Gold besitzen“ heißt nicht, dass sie zu jedem Preis in Beton wechseln. Goldhalter sollten das Speichenrad erst drehen, wenn zwei Bedingungen stimmen: Ratio zurück im Korridor und wieder echter Cashflow. Übersetzt: ≤ 0,4 oz/m² in Prime-Lage und 7–9 % Netto bei konservativer Finanzierung. Vorher tauscht du Stabilität gegen Zinsrisiko.

    Die Anschlussfinanzierung ist kein Randthema. In den nächsten Jahren rollen massenhaft 1–2 %-Kredite auf 5–6 % – da kippt der Zinsdeckungsgrad unter 1,0, lange bevor „alle in Immobilien wollen“. Dann kommen die stillen Verkäufe: erst Projektentwickler und später überhebelte Bestandshalter. Es braucht nicht „alle“ – ein paar Prozent forced sellers setzen dann den neuen Preis.


    In den Großstädten gibt es auch oft diese „Perlenkäufer“ Family Offices/Fonds oder was auch immer, die sich mit ihrem Namen schmücken wie mit einem Adelstitel. Für mich sind das keine Investoren mehr, sondern Narrativ-Manager. Ich kenne die Denkweise: da geht es nicht um Rendite, sondern um Bewertungsfortschreibung. Die Deals müssen laufen, weil die Gutachter sonst die Bewertungen nicht mehr plausibilisieren können.

    Stillstand wäre ein Eingeständnis, dass der Bewertungslevel tot ist.

    Viele dieser Vehikel dürfen auch gar nicht untätig sein, sonst trocknen die Gebührenflüsse aus. Deshalb kauft man lieber ein Haus, das man nicht braucht, zu einem Preis, den man nicht glaubt, mit Geld, das man nicht hat.

    Scheint wohl zumindest auch im physischen Markt ein bisschen was los zu sein. Gerade von der Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte folgende Email erhalten:

    Moin,

    bin ich der einzige hier im Forum, der nicht versteht, warum jetzt KR unter Spot angeboten werden soll :/ Mit steigendem POG reduzieren sich auf jeden Fall Sammleraufschläge, aber warum diese ehemals mit Aufschlag versehenen Kaiserreich-Münzen nun unter POG gehandelt werden sollen, erschließt sich mir nicht. Der ganze andere Gammel (Kronen, Dukaten NP, Elisabeth II usw.) gibt es ja weiterhin. Im Vergleich wird man immer zu den Willis greifen oder? TOP-Erhaltungen passen sich dem höheren POG an, da braucht man sich nur die Auktionsergebnisse ansehen.


    Grüße

    Goldhut

    Solange der Papiermarkt den Takt vorgibt und die Retail-Nachfrage wegbricht, nivelliert sich alles gnadenlos am Schmelzwert. Da gibt es für Kaiserreich, LMU oder Dukaten keinen echten Unterschied mehr - Händler rechnen in solchen Phasen nur noch: Feingoldgewicht × Spot ± minimaler Risikoaufschlag. Mehr nicht.


    Bei solch großen Marktbewegungen verschwindet jede Zahlungsbereitschaft für „Geschichten“ drum herum. Ob der Kopf auf der Münze Wilhelm oder Franz heißt, ist im Durchsatz völlig egal.
    Sobald der Spot ruhiger wird und die Retail-Nachfrage zurückkommt, fächert sich die Beipreisung wieder auf.

    Ich hab das hier schon zweimal durchgekaut – zuerst am 22.11.2022 und dann nochmal am 17.04.2025. Silber wird mit jedem Dollar stärker, weil es sich in den Slot schiebt, den Gold verliert.Gold selbst rutscht damit zurück in seinen uralten Platz: Geld der Könige, Big-Boy-Money für abstrakte Großtransaktionen, während Silber mit jedem Dollar und besserer Wertdichte monetärer wird. Genau das läuft jetzt an.


    Wer das nicht sehen will, klammert sich weiter an die alten Narrative von „Krisenwährung hier, Industriemetall da“. Aber die Dynamik ist sehr einfach: Gold preist sich aus dem Alltag heraus, Silber nimmt den Platz ein. Ich warte seit Jahren darauf, dass dieser Kipppunkt kommt.

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    Standort: Übergabe in Berlin, Versand: DHL nur auf Risiko des Käufers, besser Galle Versand, Zahlung: Überweisung oder Bar

    Die Quadratur des Kreises gibt’s in der Rente nicht (genau wie im Leben). Die Drehschrauben sind seit Jahren dieselben - Beiträge rauf, Leistungsniveau runter, Renteneintritt de facto später, größerer Bundeszuschuss, ein paar Tropfen Kapitalstock als Feigenblatt, plus Hoffnung auf mehr Zahler durch höhere Erwerbsquote, „qualifizierte“ Zuwanderung und Produktivität. Mehr ist da nicht. Und jeder Dreh an einer Schraube hat sofort Gegenlärm: „Nicht teurer! Nicht kürzen!! Nicht länger arbeiten!!! Mehr Netto!! Mehr soziale Gerechtigkeit!“ - was genau wollt ihr eigentlich? Die Politik hat hier die undankbare Aufgabe, das Elend zu verwalten und die Rechnung zwischen Wahlterminen durchzuschieben.


    Betriebsrenten, Direktversicherungen, private Altersversorgung und ggf. zusätzlich andere Versorgungssysteme

    Werden in den 30ern das Raster für verschiedene Gemeinheiten, durch das man sortiert wird. Freibeträge schrumpfen; Beiträge auf Zusatzrenten (Krankenkasse/Pflegekasse) fallen deutlich höher aus als gedacht; Auszahlungen aus privaten Verträgen gelten bei Wohngeld, Grundsicherung und Heizhilfen als „verfügbare Mittel“; Kapitalentnahmen werden wie laufendes Einkommen angerechnet; Privilegien quer über Produkte zugunsten des Staates verändert; die nachgelagerte Besteuerung wird verschärft; Alles Vermögen ist erst zu „verwerten“, bevor Transfers fließen. So wird das Elend gemanagt.

    Safe ist nur, wer eine unauffällige Immobilie hat, Vermögen diskret hält, aus sichtbaren Assets ruhige Erträge zieht - und den Staat weitgehend draußen lässt. Unten fängt der Sozialstaat auf: wenig, aber dafür berechenbar; ein dünnes Netz, das den Sturz dämpft.

    Zerlegt wird die vorsorgende untere Mittelschicht: Jahrzehnte brav eingezahlt, irgendwelche geförderten Verträge bedient, zur Miete gelebt - zu reich fürs Amt, zu arm für echte Freiheit. Am Ende lebt sie absolut nicht besser als ein Transferhaushalt: gleicher Warenkorb, gleiche Wartezimmer, gleiche Wohnlage, gleicher Verzicht - nur mit deutlich mehr Papierkrieg, mehr Abzügen, mehr Angst, mehr nachträglicher Verarsche. Und über allem sitzt Jupiter: der Staatsdienst mit seinen Pensionen, ein eigener Olymp aus Regeln und Schonräumen, politisch kaum antastbar und rechtlich mit doppeltem Schutzschild aus Art. 33 Abs. 5 GG und Alimentationsprinzip eingemauert und gepolstert, während die Beitragszahler im Tal die Last tauschen - mal als höhere Beiträge, mal als Steuern, mal als späterer Renteneintritt.


    Die Alten hätten es knapp gesagt: Quod licet Iovi, non licet bovi - was dem Jupiter erlaubt ist, bleibt dem Ochsen verwehrt. Übersetzt ins Heute: Der Beitragszahler zieht das Joch.
    In den 2030ern zählen Besitz und Substanz, nicht Belege und Stempel.

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    Währenddessen in Deutschland:

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