ZitatAlles anzeigen"Um bedürftigen Haushalten das Wohnen überhaupt noch zu ermöglichen, ist der Staat mittlerweile gezwungen, stetig steigende Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt zu akzeptieren", sagte Studienleiter Matthias Günther vom Pestel-Institut. Dabei zahle die öffentliche Hand Mieten, die oft deutlich über der Durchschnittsmiete lägen.
"Dadurch sind die notwendigen staatlichen Ausgaben für das Wohngeld und für die Kosten der Unterkunft geradezu explodiert." Am Ende profitieren davon vor allem die Vermieter, kritisierte Günther.
Spitzenreiter ist laut Studie München. Hier lag die von den Job-Centern gezahlte Miete bei den Kosten der Unterkunft mit 19,20 Euro pro Quadratmeter rund 6,40 Euro – und damit genau 50 Prozent – über der Münchner Durchschnittsmiete. Unterm Strich bezahlt der Staat demnach allein in München schon Monat für Monat eine Millionensumme an "Mehr-Miete". Bundesweit ermittelt die Studie allein bei den Kosten der Unterkunft im Vergleich zur Durchschnittsmiete rund 700 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr.
Insgesamt gab der Staat nach Angaben der Wissenschaftler 2023 erstmals mehr als 20 Milliarden Euro an Sozialausgaben für die Unterstützung bedürftiger Menschen beim Wohnen aus."
Frage mich wie nachhaltig das alles ist. Insgesamt sicher auch eine Blüte des späten Fiat-Geldsystems.
Prämissen und Schlussfolgerungen aus dem zitierten Text:
1. Es fehlt an bezahlbaren Wohnraum.
2. Der Staat akzeptiert aufgrund dieses Mangels höhere Mieten auf dem freien Markt.
3. Diese höheren Mieten führen zu gestiegenen staatlichen Ausgaben für Wohngeld und Unterkunftskosten.
4. Hauptsächlich profitieren die Vermieter von dieser Situation.
Die Situation führt zu einem Anstieg der Mieten auf breiter Front auch außerhalb des sozial unterstützten Wohnungssektors. Familien der unteren Mittelschicht, die möglicherweise zu viel verdienen, um für staatliche Unterstützung in Frage zu kommen, aber zu wenig, um die gestiegenen Marktmieten problemlos zu bezahlen, geraten in Schwierigkeiten. Sie müssen einen größeren Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten aufwenden, was ihre finanzielle Belastung erhöht. Im Prinzip werden solche Leute mehr oder weniger aus den Metropolen rausgekickt.