Nicht dass es mich stören würde, dass du mich (nach meinem einzigen Beitrag zu diesem Thema) persönlich angreifst, ohne auf meinen Beitrag einzugehen, dennoch würde ich gerne wissen, woher diese große Abneigung (ich möchte das Wort "Hass" nicht benutzen) gegen Juden kommt? Eine Familiengeschichte?
MfG, rfan
P.S.: Was wäre Deine Lösung des Konfliktes (Endlösung ausgenommen)?
Meines Erachtens hat der Konflikt nichts mit mehr oder weniger friedliebenden Menschen zu tun. Es ist, wie meist, ein politisch gewollter und inszenierter Konflikt, den man aufgebaut hat, und zu dem nunmal Statisten gebraucht werden, und dazu taugen manipulierte Menschengehirne hervorragend. Etwas mehr Liebe wäre in der Tat heilbringend, und notwendig für Frieden, der aber politisch, gerade jetzt, absolut nicht erwünscht ist. Ne, Hass säen, und damit eine Spannung aufrechterhalten, mit der man jederzeit, wenn nötig einen Krieg vom Zaun brechen kann. Und dass der Hass bei den Palästinensern sehr groß ist, kann ich nachvollziehen. Schließlich haben sie auf dem Land gelebt, das man einfach einem anderen ungeliebten Volk gegeben hat. Zusätzlich hat man dieses neue Volk aus einer "großen Schuld" heraus mit finanziellen und militärischen Mitteln angefüttert ohne Ende, so daß heute, Jahrzehnte später ein massives Ungleichgewicht entstanden ist. Die Israelis, denen man von Anfang an palästinensisches Land gegeben hat (was ja auch nicht unbedingt zivilisiert ist, und natürlich Hass erzeugt), haben sich über die Jahrzehnte immer mehr von dem Land genommen, das den Palästinensern gehört, obendrein hat man den Israelis die Waffen und Panzer geliefert, mit dem seit Jahrzehnten sowas wie ein Völkermord im großen Stil begangen wird.
Wir schauen zu, wahrscheinlich ist es so gewollt. Schließlich ist ein großer Teil des Geldes, das im Umlauf ist, in den Händen weniger mächtiger Menschen, zum Großteil in Amerika lebender Israelis. Daß gerade jetzt, wo Amerika und somit der Dollar massiv in Schwierigkeiten ist, ein solcher Krieg vom Zaun gebrochen wird, stimmt mich äußerst nachdenklich.
Grund dafür ist nicht der Hass in den Köpfen der Leute auf beiden Seiten, sondern der Strippenzieher dahinter. Funktionieren tuts trotzdem nur, wenn man den Hass in die Köpfe der Beteiligten bringt.
Das massive Ungleichgewicht, und die unterschiedliche Härte macht mich wütend, und ich verspüre auch sowas wie Hass für die Vorgehensweise der Israelis, denn gerade die Menschen dort, sollten es eigentlich besser wissen. Sie sollten wissen, daß es Hass hervorbringt, wenn einem einfach Eigentum, Häuser, Menschen weggenommen werden. Was habe ich zu verlieren, nimmt mir jemand mein Haus weg, oder einen Teil meines Grundstückes, und erklärt es zu seinem Eigentum, würde obendrein meine Familie getötet, wie würde ich wohl reagieren.
Wieviele Menschen sind in den vergangenen Jahrzehnten auf beiden Seiten getötet worden. Wieviele Israelis stehen wievielen toten Palästinensern gegenüber. Wieviel Land haben die Israelis den Palästinensern weggenommen - wieviel haben die Palästinenser den Israelis weggenommen. Daraus kannst du dann ableiten, woher der begründete Hass kommt. Und aufhören wird dies erst dann, wenn irgendjemand die Palästinenser unterstützt, sie Gehör für das Unrecht finden, das Ihnen seit Jahrzehnten wiederfährt. Wie handelt jemand, dem man alles genommen hat, der sich über dieses Unrecht beschwert, den aber niemand hören will, und im Gegensatz schaut er zu, wie derjenige, der ihm das angetan hat, von allen Seiten mit immer mehr und stärkeren Waffen angefüttert wird, um weitere Übeltaten zu begehen. Das Schlimme ist, daß Israel noch nichtmal großartig Kritik entgegenschlägt, denn man darf Israel nicht kritisieren, nach dem was man ihnen vor 50 Jahren angetan hat. Aber heute tun sie dasselbe einem anderen Volk an, denn Palästina hat keine Chance. Und das war von anfang an so.
Wenn meine kleine Tochter meinen großen Sohn ärgert, dann ist das dumm. Sie tuts trotzdem. Aber deswegen darf er sie doch nicht töten, oder ernsthaft verletzen. Das wäre unverhältnismäßig. Ne, sie muß verstehen lernen, daß man das nicht tut, daß man liebevoll miteinander umgeht, aber sie würde es nicht lernen, wenn der stärkere ihr ständig Spielsachen wegnimmt, ihr Zimmer für seines erklärt, und er ihr nach Belieben mal den Arm oder das Bein bricht, ....
Ich habe auf diversen Reisen viele Juden kennengelernt, alles interessante, auch nette Menschen. Meist intelligent, und gerade was diesen Konflikt angeht, mit Argumenten gut gespickt. Nur was in diesem Falle meist fehlt, ist Menschlichkeit. Sie empfinden die Palästinenser meist nicht als Menschen, und anstelle der Menschlichkeit, die man vermißt, verspürt man eine gewaltige Portion Arroganz. Und das ist gefährlich.
Ich für meinen Teil freue mich jedesmal, wenn ich lese daß Palästinenser mit Israelis gemeisam für Frieden demonstrieren. Friedlich. Denn das ist ein kleiner Schimmer Hoffnung. Und natürlich gibt es diese Menschen auf beiden Seiten, auch wenn du es typischerweise den Palästinensern absprichst. Aber gäbe es sie nicht, gäbe es keine gemeinsamen Demonstrationen für Frieden. Den wird es vermutlich leider auch nicht so schnell geben. Im Gegenteil, in der momentanen Situation sind die Mächte auf dem Globus evtl. eher dran interessiert daß ein richtiger Krieg entsteht. Und wenn die Israelis weiter so vorgehen, werden die anderen arabischen Länder vermutlich zur Eskalation beitragen. Ich wünsche mir keinen 3. Weltkrieg, aber wenn die ache so richtig eskaliert, und der Iran oder andere Staaten eingreifen, dann schwarnt mir übles. Das ganze von langer Hand geplant, und umgesetzt mit dem Hass den man in den Gehirnen sät.