Wie es bis hierher gelaufen ist.
Es ist immer dasselbe Drehbuch. Erst ein Schreiben, dann ein Erlass, dann ein Gesetz. Jedes Mal ohne Vorwarnung, jedes Mal ohne Übergangsfrist, und jedes Mal trifft es Anleger, die geglaubt haben, die Regeln würden bleiben. Fünf Eingriffe in vier Jahren. Immer dasselbe Muster. 📌 Januar 2023 – Der erste Schlag gegen Silber. Per Schreiben aus dem Finanzministerium wird die Differenzbesteuerung für importierte Silbermünzen für unzulässig erklärt. 📌 Januar 2025 – Das letzte Schlupfloch wird zugemauert. Händler hatten sich über EU-Nachbarländer mit niedriger Einfuhrsteuer beholfen. Berlin schliesst auch diesen Weg. Seitdem gilt für neues Anlagesilber in Deutschland der volle Satz auf den gesamten Verkaufspreis. 📌 9. April 2026 – Der Zollfreilager-Erlass, wirksam am selben Tag. Mit einem einzigen Schreiben kippt das Ministerium den Steuervorteil im deutschen Zollfreilager. Wer Silber, Platin oder Palladium dort liegen lässt, zahlt ab sofort 19 Prozent. Erste Händler stoppen noch am selben Tag ihre Transaktionen. Verschont bleiben nur Schweizer Zollfreilager ausserhalb des EU-Zollgebiets. ⚠️ Gestern, 12. Oktober 2026 – Gold steht im Protokoll. Zum ersten Mal nennt das Finanzministerium Gold im Bundestag offiziell als nächsten Kandidaten. Nicht in einer Pressemitteilung, sondern in einer öffentlichen Anhörung, für jeden nachlesbar. 📌 Morgen, 14. Oktober 2026 – Krypto verliert die Haltefrist. Das Kabinett beschliesst voraussichtlich, Kryptowerte aus der Spekulationsfrist herauszunehmen. Gewinne wären dann immer steuerpflichtig, egal wie lange man hält. Rund 2 Milliarden Euro Mehreinnahmen sind im Haushalt 2027 bereits fest eingeplant. Vier Jahre lang war Gold die Ausnahme. Jedes Mal verschont, jedes Mal ausgeklammert. Bis gestern. |