Beiträge von Dr_Meyer

    Die anglo-amerikanischen Spekulanten haben zwar vor, einen hübschen Devisentrade zu machen, aber sie kennen recht wenig die deutsche Gefühlswelt.
    Und nach 10 Bildzeitungen mit Euro-Stories, zwei Wiso-Sendungen und einem ARD-Brennpunkt könne die Flucht aus der eigenen Währung in Deutschland durchaus zu einem Phänomen werden, dass die Liquidität und Eigenkapitalsituation der Banken gefährdet.

    Zudem ist unser gesamten Wirtschafts und Finanzsystem darauf ausgerichtet, dass das Kapital im Land bleibt.

    Balkanländer oder südamerikanische Länder leben seit Jahrzehnten damit, dass niemand den Wahnsinn begeht, nennenswertes Vermögen in Landeswährungen zu bunkern.
    Wenn es irgendwo Vermögen in diesen Ländern gibt, dann wandert dass in die USA, in die Schweiz und auf die Caymen Islands.

    Auch nur der Ansatz einer Kapitalflucht, die in Ex-Jugoslawien, Kolumbien oder Senegal normal wäre, würde bei uns das Wirtschaftssystem bedrohen.

    Wir haben früher hier im Forum oft geschrieben, dass die Eliten viel zu freundlich und pro-europäisch eingestellt sind, um die Euro-Zone zu verlassen. Eine Kapitalflucht, eine Abstimmung mit dem Portemonnaie könnte eine Währungsreform erzwingen.

    Die Deutschen würden niemals für die Einführung der D-Mark demonstrieren: sie würden einfach das Geld abheben und in irgendwas konvertieren, was ihrer Vorstellung von Sicherheit am nächsten kommt:
    Schweizer Franken, Immobilien, Gold.

    Die eine Trillion-Euro-Frage ist aber, ob es so kommt.

    Denn der brave deutsche Kleinsparer (mit scharfem S, wie in den Sketchen bei Loriot) hält den Angriff der Kampfhunde nicht für eine Show, sondern bare Münze.

    Wie im Thread letzte Woche beschrieben, halte ich es für denkbar, dass es der unselige Kanzlerinnen-Fehler, die Transferzahlungen mit der Stabilität der Währung zu begründen, vor dem Hintergrund der angelsächsischen Anti-Euro-Spekulation zu fiesen Zweitrundeneffekten führt.

    Wenn ich mir mein Völkchen, die Deutschen, so ansehe: wir haben viele sehr angenehme Eigenschaften: nur mit den Gefühlen hapert es etwas. Wir sind weder so lustig wie die Engländer, noch so charmant wie die Franzosen, aber Panik, dass können wir richtig gut.
    (Im englischen Sprachgebrauch spricht man auch vor der „German Angst“ )

    Die Realwirtschaft füttert die Finanzbagage noch durch, denn sie kauft bei Goldman Sachs und der Deutschen Bank für Millioneneträge Finanzderivate, mit denen sie sich gegen die Volatilität der Märkte absichert – obwohl die Volatilität der Märkte durch Goldman Sachs, die Deutsche Bank und das fractional Reserve Banking erst erzeugt wird.
    Was könnte Daimler und Lufthansa verdienen, wenn sie nicht jährlich dutzende Millionen für Währungsabsicherungen ausgeben müssten ?

    Dass die Finanzwirtschaft nicht den Menschen dient, sondern wie ein Krebsgeschwür produktives Gewerbe zerstört und aussagt ist seit langem bekannt.

    Bisher glaubte die Politik allerdings, dass das immer nur die „anderen“ betrifft.

    Wie in anderen Threads schon beschrieben, kranken wie Menschen leider – und wissenschaftlich nachgewiesen – an einem Gehirn, dass nicht fähig ist, abstrakt erkannte langfristige Probleme in Handlungsweisen umzusetzen, typisch Steinzeitmensch.

    Die vor einem Jahr angestoßene Idee, dass man die Finanzmärkte regulieren müsste, hat von daher die gleich Qualität wie meine Idee, dass ich eigentlich abnehmen müsste.

    Zurück zum Euro:
    Derzeit stürzen sich die Finanzmärkte auf den Euro, wie blutrünstige Kampfhunde auf ein kleines Kind.
    Um es ehrlich zu sagen: wir müssten keine Angst haben: die wollen nur spielen.
    Ehrlich.
    Niemand hat vor, den Euro zu zerstören.
    Die Märkt wollen Parität zwischen Euro und Dollar, danach stellen sie ihre Positionen glatt und streichen sie fette Gewinne ein.
    Alle sind happy: die deutsche Exportwirtschaft kann billig nach Russland und Brasilien exportieren, die Trader bei Goldman Sachs bekommen wieder 20 Mio Bonus für Jachten und Edelnutten und die europäischen Bürger bezahlen seufzend 2,20 pro Liter Benzin und schimpfen auf Putin und die Bosse der Mineralölkonzerne.

    Man sehe sich die Devisenreserven der EZB und im Vergleich dazu die Bilanzsumme der Deutschen Bank an:
    Durch die ungedeckte Erschaffung von Kreditgeld, ist es heute den Spekulanten möglich, gigantische Summen zu bewegen, gegen die selbst die Reserven einer Notenbank klein sind.

    Mit 1000 euro kann ich mir für die Dauer der Spekulation 99.000 euro borgen.

    Bei Annahme, dass Trader pro Trade 3000 euro einsetzen und hebeln, reden wir über 297.000€ , die pro Trade bewegt werden.
    In Deuschtland soll es ca. 50.000 Hobby trader geben, weltweit dürften vielleicht eine halbe Mio oder mehr sein, dazu kommen die Banken und Hedge-Fonds.
    Alle Trader achten auf die gleiche Chartsignale und Nachrichten.
    Wenn 50.000 Trader einen 3000 euro trade gegen den Euro machen, bewegen sie an den Märkten also 14,8 Mrd euro.

    Die Deutsche Bank borgt dann für ein paar Minuten oder Stunden den Brokerfirmen, bzw. den Klienten der Brokerfirmen ein paar Mrd – und danach bekommt sie die Euros ja mit Zinsen zurück.

    Das alles ist seit langem bekannt.

    Jetzt rächt sich das Fractional Reserve Banking: die Erschaffung des Kreditgeldes aus dem Nichts.
    Wenn man gegen den Euro spekuliert, dann geht die Broker-Firma zu einer Bank, die Euros erschaffen kann.
    Dort wird ein Kredit in Euro gegeben, der nur zu 1% unterlegt sein muss.

    Das kann jeder mit einer Demo von einem Trader-Konto mal ausprobieren:
    Mit 1000 euro kann man 99.000 euro kredit bekommen, die Euros verkaufen und 10 min später, billiger zurückkaufen.
    Der Trader hat 30 oder 50 euro gewonnen, aber an den Märkten 100.000 euro bewegt.

    Die Deutsche Bank vergibt z.B. Euro-Kredite an Broker-Firmen.

    Als die Banque de France in den 20er Jahren den Kampf gegen die Spekulanten gewann,
    da konnte sie sich auf einen riesigen Vorrat an Gold und Dollars stützen.

    Die Spekulanten versuchten zwar alle verfügbaren Franc zu bekommen und gegen Dollar und Gold zu verkaufen,
    aber die Banque de France hatte mehr Gold und Dollars als die Spekulanten.

    Der sinkende Außenwert des Euro löst eine Flucht aus dem Euro aus, die das Sinken des Euro beschleunigt.
    Amerikaner haben den fallenden Außenwert des Dollars kaum mitbekommen.
    Für Menschen, die kaum realisieren, dass es noch andere Länder gibt, ist es schwer zu verstehen, dass die eigene Währung im Verhältnis zu anderen Währungen sinken kann.

    Aber Deutsche realisieren den Wertverlust des Euros: Bild-Zeitung von heute, Cover-Story.

    Niemand kann genau sagen, wieweit uns diese Bewegung treiben wird.
    Der Fall des Euro wird angetrieben von der Gier der Hedge Fonds und – so glaube ich – inzwischen auch von der Angst der Deutschen, vor dem Wertverlust ihres Papiergeldvermögens.

    Seit der Lehman-Krise sind selbt hartgesottene Festanleger ins Lager der Tagesgeld-anhänger gewechselt.
    Genug schnell bewegliches Euro-Cash ist also da.

    Bis heute konnten Interventionen den Euro-Crash managen.
    Besonders natürliche Schwellen, wie die runden Zahlen, verlangsamen den Absturz.
    Ein Spekulant, der an der Grenze von 1,2800 gegen den Euro gehebelt spekuliert, müsste lebensmüde sein.
    Solche Grenzen werden im Trading meist nur mit sehr viel Anlauf, Momentum oder eindrucksvollen Nachrichten überwunden.

    Heute wurde die Grenze von 1,2800 aus dem Stand heraus gebrochen. Die Verteidiger des Euro wurden regelrecht verprügelt.

    Im Herbst 2008 wurde nach Lehman sehr viel Geld von Banken abgehoben. Die Zahl stand hier mal im Forum.


    Das Geld von Giro-Konten und Tagesgeld-Konten ist ja bekanntlich kein Geld, sondern eine Forderung des Konto-Inhabers an die Bank.


    Ich habe es damals mal (2008) überschlagen: wäre doppelt soviel Geld abgehoben worden, dann wäre das Banksystem kollabiert.


    Wieviel Geld derzeit abgehoben wird, wissen nur Banker und Notenbanker.


    Bedrohlich ist dabei die Flucht in Immobilien, Gold und fremde Währungen.
    Auch der Kauf einer Immobilie mit Cash bedeutet, dass Kreditgeld vernichtet wird.


    Wenn jemand 200.000 euro Cash auf den Tisch legt, um eine Immo, die vorher zu 80% Kreditfinanzeriet war, zu kaufen,
    dann wird nach dem Kauf der Kredit gelöscht und die Geldmenge M3 (glaube ich) sinkt.

    Wie letzte Woche geschrieben, hat zudem die Kanzlerin einen großen Fehler gemacht.

    Gerhard Schröder hätte irgendeinen Schwachsinn über europäische Solidarität erzählt und den Griechen-Bailout mit der Vertrauensfrage verknüpft,
    aufmüpfige Abgeordnete hätte man mit namentlichen Probeabstimmungen, Waterboarding und Daumenschrauben auf Kurs gebracht.

    Die Kanzerlin war zu schwach für diese Tour und hat letztlich die Wahrheit gesagt: der Griechen-Bailout ist für die Stabilität des Euro notwendig.

    Dem deutschen Michel in Gesicht zu sagen, dass die Stabilität seiner Währung von den erwiesenermaßen korrupten Eliten am Mittelmeer abhängt: das war ein Fehler.

    Die Büchse der Pandora ist geöffnet und generiert Zweitrundeneffekte.

    In den letzten Tagen wurde bei Google das Wort „Währungsreform“ häufiger eingegeben als nach dem Lehman-Kollaps (allerdings noch immer etwas weniger, als im Frühjahr 2009).

    Alle wichtigen Goldhändler sind praktisch ausverkauft.

    Auch als ich letzte Woche geschrieben habe, dass man in Ruhe seine „persönliche Verteidigungslinien“durchspielen sollte, rechnete ich mindestens noch mit 1-2 Wochen, bevor der Massen-Run auf Gold – und aus dem Euro einsetzt.

    Letztlich ist dass, was derzeit in der Euro-Zone passiert, gar nicht soviel anders, wie dass, was in den USA und GB passiert ist.
    Eigentlich wäre das kanonische Rezept der Fiat-Welt, dass auch die EZB Geld drucken müsste, um damit griechische Anleihen zu kaufen.

    Nur die EZB hat zwei Hypotheken: die eine ist die Inflationsparanoia der Deutschen und die andere ist, dass sie für eine Änderung der Regeln sich mit allen Ländern der Euro-zone abstimmen müsste.

    Ich schrieb im Dez 2009:
    “Unter dem Eindruck der ständigen bedrohlichen Meldungen im Frühjahr 2009 war es deutlich leichter, sich auf die finale Krise vorzubereiten.
    Keiner weis genau, wann sich die Krise wieder bescheunigt.
    Aber es ist offensichtlich, dass kein einziges Problem, das zur Krise führte, gelöst wurde.
    Es gibt keine Entwarnung.“ Soweit das Zitat vom Dez 2009.

    Es ging mir vor allem um Leute wie Rainer_D, die 1000 hochsinnige Posts über das Geldsystems schreiben, aber wenn das Auto komische Geräusche macht, sofort die Unzen verkloppen, um einen „Top Gebrauchten“ Opel Kombi zu kaufen.

    Ich schrieb damals: „Keiner weis genau, wann sich die Krise wieder bescheunigt.“

    Das ist eine Lebenserfahrung aus den Aktienmärkten: wenn man eine Erkenntnis gewonnen hat, kann es sein, dass es Jahre dauert, bis diese Erkenntnis sich an den Märkten durchsetzt.
    Und wenn sie sich durchsetzt, dann wird sie übertrieben.“
    Damals (im Dez 2009) war das erste Downgrading der Kreditwürdigkeit von Griechenland schon durch.
    Ich hätte niemals geglaubt, dass ausgerechnet das kleine Griechenland der Trigger sein wird, der den Blick des Marktes auf die Überschuldung der Staaten und die Ungleichgewichte der Euro-Zone lenkt.

    Ähnlich wie Jim Rogers oder Pimcos Bill Gross rechnete ich eher mit einem Pfund-Crash.

    Aber wieder einmal hat der Markt die schwächste Stelle identifiziert: hinter Pfund und Dollar steht nichts. Hinter dem Euro steht nichts und niemand.

    Die Geschwindigkeit mit der aus dem Trading-Game der Hedge-Fonds eine virulente Euro-Existenzkrise geworden ist, ist schlichtweg erstaunlich.

    Jetzt ist Donnerstag und es ist weniger als eine Woche seit meinem Artikel „Notare in Panik…“ vergangen.
    Letzten Freitag schrieb ich: wenn ein großer Anbieter Lieferschwierigkeiten für Standardmünzen bekommt, sollte das ein Warnzeichen sein. Das ist schon 2 Werktage nach meinem Posting passiert.


    Timing ist eine hochinteressante Sache. Im letzten Herst war ich geradezu enttäuscht, wie so viele Leute, denen die Sollbruchstellen des Systems bekannt waren, wieder zu Tagesordnung übergehen. Obwohl alle Probleme bekannt waren, entwickelte sich die Krise so langsam, dass sie aus dem Bewusstsein vieler Leute verschwand.


    Damals schrieb ich den Post: „Aufruf zur Konsequenz im eigenen Handeln“
    Keiner weis genau, wann sich die Krise wieder bescheunigt.
    Aber es ist offensichtlich, dass kein einziges Problem, das zur Krise führte, gelöst wurde.
    Es gibt keine Entwarnung.“


    Soweit mein Zitat vom Dez 2009.


    Es ging mir vor allem um Leute wie Rainer_D, die 1000 hochsinnige Posts über das Geldsystems schreiben, aber wenn das Auto komische Geräusche macht, sofort die Unzen verkloppen, um einen „Top Gebrauchten“ Opel Kombi zu kaufen.


    Ich schrieb damals: „Keiner weis genau, wann sich die Krise wieder bescheunigt.“

    ich erinnere mich, dass ich hier vor einem Jahr im Forum ein heftiges Streitgespräch mit jemandem hatte, der seine Autos beleihen wollte,
    um Goldmünzen zu kaufen, die zusätzlich noch einen zukünftigen Sammlerwert haben.
    (ich vermute, dass er damit auf Lunarmünzen und Pandas anspielte).
    heute kosten bei Pro Aurum die Krügerrands mehr als die edlen, weltweit bekannten Lunarmünzen,
    die vor einem jahr noch mit einem ordentliche Aufschlag gegenüber standard unzen münzen gehandelt wurden.


    ich habe mir, als ich vor ein paar Tagen eine Platin ETF verkloppt habe, um in physisches Gold zu gehen,
    edle Lunarmünzen und schöne Pandas gegönnt - die waren mir vor einem Jahr zu teuer im vergleich zu Barren und Krügern.


    in ruhigeren Zeiten ist es durchaus denkbar, dass die Münzen das Premium gegenüber Barren wieder rausspielen.
    unter den einschmelzpreis, um daraus 400 oz barren fürs Großkapital zu machen,
    werden sie ja kaum fallen :)


    Wie hat sich eigentlich in den letzten Tagen der wert von echten Sammlermünzen verändert, also mittelalterlichen und römischen Münzen?

    Reisebank,
    die haben Filialen in allen Bahnhöfen,
    telefonisch vorher anrufen, ob sie was vorrätig haben.


    das einzige Problem, das mit den "angemessenen Preisen",
    manchmal verkaufen Forumsmitglieder Gold zum Mittelkurs von pro aurum:
    die ersparnis lohnt auch eine lange autofahrt,



    ich habe mal bei der reisebank einen krügerrand zum schweinepreis von 740 euro gekauft:
    zeitgleich kostete ein krüger bei pro aurum etwa 715 euro:
    leider war der aber 300 km weiter weg.
    irgendwann als die krügers dann 800 euro kosteten, verschwand auch mein ärger über den teuren Krügerrand.
    ...

    So sehe ich es auch nur habe ich da meine Schwierigkeiten zwischen Investionsgüter/Ansparungen und Konsumgüter zu trennen. Für mich ist zB das Auto ein Konsumgut, wenn man das zu dem Vermögen hinzu zählt, dann müssen da auch Möbel, Geschirr, Musikanlage etc mit einrechnen. Eigentlich ist die selbstbewohnte Immobilie (minus Grundstück) auch ein Konsumgut und nur die vermietete Immobilie ein Investitionsgut. Wie gesagt ich tue mich schwer Grenzen zu ziehen ... und einen richtigen Bewertungsansatz zu wählen.
    Bei KLVs kann man wunderbar mit den Rückkaufswerten rechnen, aber wie bewertet man die gesetzlichen Rentenansprüche? Eingezahlte Beträge? Erwirtschaftete Rentenhöhe? , ...?

    Erinnerst Du Dich vor ein paar Wochen: da stand in der Zeitung, dass die deutschen Beamten die reichsten Brüger der Republik sind:
    ein Beamter hat mit 65 dann durchschnittlich xx 000 euro und außerdem Pensionsansprüche für 500.000 euro ...
    es war irgendeine absurd hohe zahl.


    Natürlich sind Rente Einzahlungen in ein Ponz Scheme und die Versorgungsansprüche der Beamten treffen auf die Zahlungsunfähigkeit des Staates.
    aber: um die eigene Finanzpotenz einzuschätzen, muss man alles mitzählen.


    ein Berufssteinsteiger der nach einem Jahr Arbeit einen Goldschatz von 10 Unzen sein eigen nennt, hat möglichwerweise tatsächlich 50% oder 90% allen Besitzes in EM gesteckt,
    aber ältere Bürger müssen schon mal durchrechnen, was sie tatsächlich besitzen.


    wer 99% seines Vermögens in Immobilien und Ponzi schemes gesteckt hat, sollte dringlich über eine Diversifikation nachdenken.



    ich würde keine ausgeklügelte Methode verwenden: ist doch wurscht, ob man mit 44 oder 66 oder 77% in EM steckt.
    außerdem ist eine abgezahlte immo höher zu bewerten als ein auto.


    Worauf ich hinweisen möchte, ist, dass man ehrlich zu sich ist:
    na klar erzählt Eichelburg, dass der Goldpreis abgehen wird.
    aber ob das wirklich reicht, um andere Vermögensverluste auszugleichen?


    im base case rechne ich einfach mal mit gar keinen Vermögenszuwächsen durch Gold, sondern einfach nur damit,
    dass man ein counterpartfrei angelegtes Vermögen hat.


    Der Hartz IV satz für eine familie mit zwei Kindern sind ca. 2300 euro pro monat. (oder? )


    d.h. dass ein vermögen von 27.600 euro in Gold für ein jahr reicht.
    27.600 euro klingt nach viel: ist aber nur harz IV für ein Jahr, 29 unzen nach dem Kurs von heute.


    vielleicht steigt ja der Goldkurs auf 8000 euro.
    Vielleicht auch nicht.


    Da der Zweck meines Goldvermögens der Schutz meiner Familie vor den Tollheiten von Politik und Notenbankern ist,
    muss das Goldvermögen groß genug sein, um seinen Zweck, den Schutz der Familie, zu erfüllen.
    Dabei geht es nicht um Reichtümer, sondern um den Erhalt der Handlungsfähigkeit.


    Wer anspruchlos ist, ist dabei natürlich klar im Vorteil.

    Lebensversicherungen und Bausparer vor allem. Das ist auch der größte Rotz, weil man da nicht mehr so schnell rauskommt.
    Ei Sparbuch kann man wenigstens noch schnell leerplündern. Aber auch das werden die wenigsten machen.

    Dass Eichelburg das erste Mal im Radio zu hören sein wird (bei einem Berliner Sender) ist ein deutliches Zeichen, dass wir den Weg der Blasenbildung forrtschreiten.


    wobei: wie wollen wir eigentlich die Blasenbildung messen: euro? dollar? yen? alle hauptwährungen sind krank,
    die weniger kranken währungen wie Sloty, Krone, Canadian Dollar etc dürfen sich aber nicht von den Hauptwährungen abkoppeln.


    von daher muss man wohl schauen, wieviel "Immo" oder Öl o.ä, man sich pro Unze kaufen kann.


    bis jetzt kann ich nicht erkennen, dass alle über Gold reden.
    alle haben angst um ihre ersparnisse: aber beim Gold fehlt der heisere, hysterische Atem der letzten Hausse-Phase,
    wenn stündlich neue Rekordkurse in allen Medien diskutiert werden.

    Man sollte zuerst mal vernünftig durchrechnen, wieviel Vermögen man hat:


    manche haben 10.000 euro und glauben, wenn sie 2.000€ in Gold umtauschen, dann seien sie mit 20% Goldinvestment gut investiert.


    Man muss ALLES mitzählen: haus, auto, rentenansprüche, kapitallebensversicherungen,


    wenn man dann immer noch zu 20% in Gold ist, ist das gar nicht schlecht. die meisten Deutschen dürften bei kleinen und mittleren Vermögen zu 90% in Immobilien investiert sein.


    nächster Punkt ist, wie sicher das Gehalt ist: wer beim staat als Beamter auf der Payroll steht, wird fiat money bis zum end game bekommen.
    der kann alles, was er an scheinen hat in Gold stecken.


    Ich z.B. bin Unternehmer und muss haufenweise Rechnungen in euro bezahlen: auch wenn ich den Geschäftsbetrieb reduziert habe, fallen doch Rechnungen an.
    Und die Familie muss auch versorgt werden.


    Von daher bin ich a) schon seit über einem Jahr "all in", d.h. verfügbares Vermögen, dass nicht dringend benötigt wird, ist in Gold konvertiert.
    b) ich habe noch richtig viel fiat money: und davon wird planmässig viel verloren gehen.
    der gedanke, dass man ohne Blessuren durch eine Krise kommt, ist hahnebüchen. Liquidität bedeutet halt auch, dass ich von dem Papiergeld genug da habe.


    falls es wirklich zu einer Währungsreform kommt, dann ist kaum zu erwarten, dass Goldbesitzer danach bei ihrem Freundlichen Bankberater ihr Gold in die neue Währung tauschen dürfen. FALLS die Besitzer von Sachwerten (Immo, EM etc) besser durch eine Währungsreform kommen als andere,
    wird es noch eine ganze Weile eher schwierig sein, Sachwerte in Fiat zurückzutauschen.


    Ich weis, dasss es einen juckt, alles in EM zu tauschen. Ich habe bei meinem Traderkonto den Betrag auf dem Konto in Schweizer Franken konvertiert:
    mals sehen, obs es was nützt.


    Ich habe mich auf ein paar finanzielle Blessuren eingestellt und hoffe natürlich, dass der Preisanstieg die Verluste mit euros kompensiert und überkompensiert.
    Ingesamt ist mein Vermögensziel ja, meine Familie zu schützen - und nicht reich zu werden.
    Und da reicht mir das, was ich schon vor einem Jahr getauscht habe.

    in eur noch nicht ....... laut kitco!!!!




    http://www.kitco.com/reports/KitcoNews20100422DD.html

    das gestern könnte seit langem mal wieder ne echte Drückung gewesen sein.


    Außerdem muss man sich auch mak die anderen Marktteilnehmer ansehen:
    Öl runter, Dax runter, DOW runter: da kann es vielen Tradern passieren, dass sie schlicht entnervt aufgeben, alles glattstellen und mal Pause machen.
    auch mit Gold werden wir nicht jeden Tag Sonnenschein erleben, aber bis jetzt war es schlichtweg immer so,
    dass solche Einbrüche für Leute mit Nerven die besten Einstiegsgelegenheiten waren.


    Da physische Münzen derzeit teuer sind, sehe ich allerdings kaum eine andere Möglichkeit, als xetra Gold einzusammeln, wenn es mal einen Dipp gibt.
    Falls die physische Knappheit bestehen bleibt, kann man sich das Zeug ja auch ausliefern lassen.


    die physischen Unzen und Münzen machen die derzeitigen Dipps einfach nicht mit.


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    Ein Forumsmitglied hat mir geschrieben, dass sein Vater oder Opa als leitender Bankangestellter 1923 dabei war, als die Steuer für Immo besitzer berechnet wurde und alle Immo besitzer als Lastenausgleich zu Geldbesitzern zur Kasse gebeten wurden.
    Ich habe ihn gebeten, mal genau nachzufragen, wie das damals war.

    Ich war gestern bei Pro Aurum , um einen Platin ETF, den ich verkauft habe, in physisches Gold umzuwandeln:


    Mittags gab es in Berlin nicht mal mehr barren, nur noch Kroppzeug wie 1g, 20g, ALLE Unzenmünzen bis auf Philis und Lunare ausverkauft
    am Nachmittag haben sie eine Nachlieferung bekommen, da waren dann barren und alle Unzenmünzen da,
    nur Krügers sind ausverkauft.


    bei westgold sind Krügerrand ebenfalls ausverkauft.


    bei pro aurum in Bad homburg gibt es nur barren bis 50g,
    die einzige verfügbare unzenmünze ist cook island. (stand 8.30 uhr).


    in München sind barren und verschiedene Unzenmünzen verfügbar,
    zwischendurch sah es auch schon mal dünn aus.


    Der Verkäufer in Berlin sagt mir, dass der große Run "wie aus dem nichts" 2 Tage nach der Nachricht,
    dass auch Portugal und Spanien runtergestuft wurden, begann.


    Viele Käufer haben noch nie im Leben vorher was mit Gold zu tun gehabt,