Beiträge von Dr_Meyer

    wenn wir ein ganzes jahr gewonnen hätten, das würde mich wundern.


    ich denke mal, schon in ein paar Tagen werden die euro shorter wieder aus der Deckung kommen und das 750 mrd euro paket "testen".
    und auf die Bundestagsdebatte über neue deutsche garantien über 200 mrd euro freu ich mich auch schon.


    Das erinnert mich an 1943: da hat die deutsche Presse die Panzerungswerte des schweren Sturmgeschützes Elephant veröffentlicht
    (das Ding war praktisch unzerstörbar), aber nicht gesagt, dass von dem Ding nur ein Dutzend Fahrzeuge existieren.


    Irgendwann wird der Markt auf den Trichter kommen, dass das Paket nur ein Bluff ist.


    dann wird die EZB einspringen und die fehlenden Milliarden drucken.

    Niemand ist stärker als der Markt.
    Die Spekulation gegen den Franc 1928 wurde dadurch beendet, dass Poincarée neuer Ministerpräsident wurde,
    der während des ersten Weltkriegs einen legändären Ruf erworben hatte.
    Innerhalb von Tagen endete die Spekulation gegen den Franc und der Franc haussierte.


    wie ist es jetzt? alles jämmerliche Gestalten. jeder spekulant kann ihren Angstschweiss riechen.
    die einzige Entscheidung, die dem Euro helfen würde, wäre die Ernennung von Axel Weber zum EZB-chef.
    und ein 1000 mrd dollar swap von der Fed an die EZB mit fester ansage, dass euro und dollar die kommenden 12 monate nur noch in einem festen band gehandelt werden dürfen.


    Politiker sind nachgewiesenermaßen nicht besonders intelligent. (dazu gab es mal ne Studie) sie sind frustrationsresistent, wissen wie man koaliert und intrigiert, immer wieder weiterkämpft.
    zur zeit kämpfen sie auf fremdem terrain und bewerfen die spekulanten mit wattebällchen.
    die "mobilisation génerale" die Sarkozy verkündet hat, klingt nicht anders als das
    "they will loose their shirts" vom griechischen Finance Minister letzte Woche.


    die aktionen der EU Minister gehen davon aus, dass man eine positive Nachricht erzeugen kann.
    jeder Psychologe würde ihnen erklären, dass alle Marktteilnehmer derzeit dem Phänomen der "selektiven Wahrnehmung" unterliegen.


    dieses phänomen kann nicht durch vernunft, sondern nur durch markttechnik oder einen schock gebrochen werden.


    Der erfahrene Spekulant Kostolany schrieb mal, dass kein kartell eine Währung knacken kann, so lange die Sparer
    des Landes Vertrauen zur Währung haben.


    und da liegt wohl der Hund begraben: die Argumente der Spekulanten sind derart einleuchtend, dass man davon ausgehen muss, dass ein großer Teil der in und ausländischen Sparer und Langfrist investoren ihnen folgt.


    extrem spannend, was derzeit passiert. so einen angriff auf eine anker-währung sieht man nur alle 50-80 jahre.


    wenn die ezb es ernst meint, mit der Verteidigung ihrer währung, müsste sie jetzt nicht nur dollars auf den markt werfen, sondern auch gold, mindestens 200 tonnen
    (wann, wenn nicht jetzt).


    ich vermute allerdings, dass sich die EZB zu fein dafür ist ,
    von wegen eingeständnis der Schwäche etc.

    hier ein kleiner Tip zur Diversifikation:


    CMC Markets ist einer von diesen wüsten online brokern, die die leute verleíten wollen, beim großen Devisenzock mitzumachen.
    CMC markets ist eine britische Plc mit Niederlassung in Hamburg un deutschsprachigem service.
    Kto eröffnung erfolgt wie beim deutschen konto mit Post ident.


    man kann eingehendes geld aber in beliebige Währungen konvertieren,
    d.h. ich kann mir ein Portfolio anlegen mit 50 euro in Norwegischen kronen,
    100 in dänischen, 1000 in schweizer franken, 1000 in singapur dollar..., südafrikan rand, zloty, austral dollar...
    es sind alle währungen da.
    diw jungs werden es zwar sehr bedauerlich finden, wenn man dann gar nicht tradet,
    aber so what....
    der trick besteht darin, nicht alles geld auf einmal zu überweisen, sondern immer stückelungen.
    jeden neueingang kann man dann in eine neue währung konvertieren.


    ursprünglich stammt diese Funktionalität daher, da bei devisen trades ja gewinne in verschiedenen Währungen anfallen.


    man kann das Konto aber auch "misbrauchen" indem man sich einen währungskorb zusammenstellt,
    wie es ihn sonst nicht gibt.
    Man kann sogar exoten wie zloty, krone, real beimischen....


    cmc markets unterliegbritsicher regulierung und britischen einlagenschutz.
    im Ernstfall ist kein Papiergeld sicher.


    wenn man sich überlegt, was man sonst an aufwand betreiben muss, um ein fremdwährungskonto im ausland zu betreiben, ist das ding aber nicht schlecht.

    während vor einer Woche vor allem Pro aurum in Bad Homburg ausverkauft war, ist nun Berlin völlig ausverkauft.
    in berlin gibt es nur noch 1 (in Worten: eine) Münze zur Kapitalanlage zu kaufen,
    eine 1kg Nuggetmünze für 30k euro.


    selbst die ganzen 1/10 und 1/20 Krügerrands und Nuggets sind weg.


    entweder hat pro aurum den Nachschub für Berlin gecancelt oder in Berlin sind ein paar Leute,
    die mehr wissen als wir. (Regierungsmitarbeiter ?)
    Da Berlin bisher nicht als die Hauptstadt der Goldbugs aufgefallen ist, stimmt das nachdenklich.

    Bei Pro aurum in Bad Homburg, die heute früh noch komplett bestückt waren, sind wieder alle Barren und standard unzen münzen ausverkauft.
    Berlin hat 1 oz Philis,
    München ist komplett bestückt.


    Zum Thema, "in welcher Phase wir jetzt sind":


    im letzten sept okt war es ganz schrecklich: endlich war der lange ersehnte ausbruch da, gold war über 1000 dollar,
    da begannen die Leute - auch hier im Forum - ihre Unzen zu verkaufen.
    Es gab in der Presse, auch bei jahrelangen Goldanlegern die Stimmung: Gold hat seinen Höhepunkt erreicht.


    ich schrieb am 30. sept:
    "die hausse hat gerade erst begonnen" und
    "Jetzt das Ende der Goldhausse auszurufen ist Quatsch."
    Gold aus Sicht eines Aktieninvestors: Die Hausse hat gerade erst begonnen
    Im letzten Sept begann es, dass in großem Stil smart money ins Gold ging.
    die hausse lief sich dann im Dez 2010 tot, als es keine Nachkäufer gab.


    ich schrieb damals:
    " Die „erste Manie“ ist im Prinzip abgefrühstückt.
    Lehman ist bankrott, die anderen Banken wurden mit Bailouts gerettet.


    Aber die nächste Manie ist weit größer.


    Wir reden über Staatsbankrotte, Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften, letztlich sogar Bürgerkriege und Kriege um Resourcen."


    Ältere Investoren wie Marc Faber reden bei großen Haussen gerne von Manien.
    auch ambros Pitchard vom Telegraph rätselte im Frühjahr 2009 in einem Video auf telegraph.co.uk, ob der Goldpreis den Rest der "alten Manie" (die Banken brechen zusammen) oder
    den Beginn einer "neuen Manie" (Papiergeld ist nur noch Schrott, Staatsbankrotte) darstellt.
    (Er war selbst unentschlossen.)


    also: ganz ehrlich: wir sollten uns nicht die Hucke volllügen:
    egal ob Handelsblatt, Welt, Bildzeitung oder Telegraph: wo immer man hinsieht prangt in großen Lettern "Staatsbankrott" und "euro krise".


    wenn ein laden wie pro aurum bei sehr schnell steigenden Preisen innerhalb von Stunden leer gekauft ist,
    und Leute mit Koffern kommen, in denen 100.000 und 200.000 euro sind,
    dann ist das - ja, bitte schön - eine Manie.


    wenn dass nicht die dritte Phase des Bullenmarktes ist - was dann?


    man darf sich nicht täuschen lassen: auch während der "alle Banken gehen Pleite"-Manie gab es schon übertreibungen.
    die gipfelten dann darin, dass es bei Lidl Goldmünzen gab und auf dem Airport Frankfurt ein Goldautomat steht.


    eigentlich ist das ganz gut: ich kenne gleich 2 Leute, bei denen das abschreckend gewirkt hat:
    sowohl DWS Fondchef Kaldemorgen, als auch mein Schwiegervater interpretierten dass als Zeichen einer Milchmädchen-Hausse.


    Und genau diese Leute: Fondchef Kaldemorgen und mein Schwiegervater sind vermutlich die Nachkäufer,
    zu zu noch höheren Preisen nachkaufen werden.


    (wenn alle, die Gold wollen, Gold haben, dann gibt es keine Nachkäufer mehr, dann sinkt der Preis).


    auch erfahrene Börsenprofis wie Kostolany empfehlen, einer Manie sehr lange zu folgen.


    Derzeit kann man mit Fug und Recht davon sprechen, dass ein Teil der Marktteilnehmer hysterisch reagiert -
    aber der Markt ist immer noch kein Massenmarkt.


    Derzeit setzt sich in einem immer größer werdenden Kreis durch, dass unsere Währung, der euro, nicht sicher ist.


    Die Häufigkeit der Suchanfrage "währungsreform" bei Google ist fast auf der gleichen Höhe wie im Frühjahr 2009,
    als auch schon mal über Staatsbankrotte geschrieben wurde, damals mit Blickpunkt Lettland und Österreich.


    Gold hat das das Zeug zu einer großen Hausse.
    Staatsbankrotte und Währungsreformen und Inflation sind - rein technisch/psychologisch gesehen - genau die Begriffe, die als Driver
    praktisch jeden Goldpreis rechtfertigen können.
    Jede große Hausse braucht Schlagworte, die durch ihre pure Präsenz, jedes Gegenargument verblassen lassen.


    Der Commerzbank Rohstoffspezialist Weinberg, der vor einem halben Jahr noch meinte, der Goldpreis sei einfach fundamental
    nicht zu begründen und viel zu hoch, schreibt nun über Gold als "Fels in der Brandung".


    Ich habe den Eindruck, dass wir in der dritten Hausse-Phase sind: die Übertreibung hat gerade vor ein paar Tagen begonnen.
    wir werden sie daran erkennen, dass kurssprünge von 30-60 dollar pro tag (nach oben und unten), dass normale werden.


    die Frage ist, ob man in der frühen Phase der Übertreibung noch kaufen kann:
    bei einer Aktie: nein, bei Gold: ja.
    (denn beim Gold geht es ja nicht um Gewinne, sondern um Absicherung und Diversifizierung und Unabhängigkeit).


    aber man muss sich beim Markteinstieg auf eine heftige Volatilität einstellen, nach oben und unten.
    Das bedeutet, dass man sich in Positionen in den Markt reinkauft. Das kostet Nerven und Disziplin.
    die Phase, wo man nur noch Beobachter ist, wird auch irgendwann kommen,
    aber sie ist noch nicht da.


    Die allererste Position ist übrigens immer am leichtesten: die kann man sofort aufbauen, schwieriger wird es dann beim warten auf den nächsten Dipp
    wo man nachkauft.



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    zur Markttechnik: vor 3 Wochen hatte ich hier mal geschrieben, dass die Korrektur noch im Gange ist und ich mit einem Widerstand bei 1145 dollar rechne,
    diese Linie erwies sich als sehr fest,
    an einem Tag war der Kurs mal ein paar Minuten um1127 dollar auch mal in den 30ern, aber er kam immer sehr schnell wieder hoch,
    dann erfolgte der Ausbruch nach oben.


    Derzeit ist der Kurs mittelfristig an der oberen Seite der Bollingerbänder,
    d.h. es besteht Rückschlagsgefahr.
    auch der MACD zeigt auf Wochensicht eine überkaufte Situation an.


    Wenn jetzt nicht sehr schnell irgendeine extreme Nachricht kommt, die den Goldkurs auf diesem Niveau rechtfertigt, wird es eine kleinere Korrektur bis zur Trendlinie geben.


    denkbare Nachrichten wären das Gerücht über einen Squeeze out beim Comex Juni Kontrakt ,
    physischer Goldmangel,
    ein IWF-Gold Verkauf an Russland, Indien o.ä.
    natürlich nicht zu vergessen Gerüchte über einen Austritt Deutschlands aus der euro-Währungsunion.


    die Kursanomalie von gestern bei Dow nährt in mir den Verdacht, dass es vielleicht schon ein paar Insider gibt, die irgendeine News kennen,
    die bärisch für den Aktien-Markt - aber bullisch für Gold ist.


    falls diese Fährte stimmt, dann dürfte die Nachricht allerdings so heftig sein, dass man nicht traden kann, sondern eher mit einem Schließen der Börsen für 3 Tage rechnen muss.


    Ohne die Kursanomalie hätte ich versucht zu traden. aber mit der Kursanomalie ist mir dass zu heiss.

    Ich würde das nicht so eng sehen: Der Gegenüber kann sich auch nur über die Volksmeinung informiert haben. Ich mache das auch immer, wenn ich beim Bäcker vorbeikomme. Endgültige Aufklärung habe ich dann nach kurzem Gespräch mit der Verkäuferin, die die Blöd schon frühst studiert hat.


    Seeadler


    PS.: Hiermit habe ich keine Bewertung über Verkäuferinnen abgegeben!

    Ganz ehrlich: die Bild-Zeitung ist ein Boulevard-Blatt und - wie soll ich es sagen - sie erfüllt in diesem Land wichtige Funktionen.
    Und sie ist wichtiger Indikator.


    Während meines Auslandsaufenthalts habe ich mal eine Bildzeitung ergattert: gleich auf seite 2 gab es ganzseitig (!) einen Bericht,
    warum Axel Weber nächster EZB-Präsident werden muss und der Italiener es nicht werden darf.
    Mit diesem abstraktem Thema hat die Bildzeitung sicher nicht die Auflage gesteigert. Aber sie hat die Politik ordentlich unter Druck gesetzt
    und ein paar Pfosten eingeschlagen.


    Anders als die Politiker ist die Bild-zeitung nahe an den Leuten im Land.


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    zurück zum Gold: Pro Aurum in Berlin hat laut Lagerliste KEINE Barren mehr, in Worten: KEINE BARREN
    gestern hatten sie noch diese komischen "Fascination" und "Romantik" Geschenkbarren a 1g.


    Westgold hat ebenfalls keine Barren mehr,
    pro aurum in München und Bad Homburg scheint nich was zu haben,

    Das mit der Geldverwahrungsgebühr wurde durchaus diskutiert.


    Falls es hier irgendjemanden im Forum gibt, der ernsthaft und auch nur ansatzweise glaubt, bei einer Pleite der Deutschen oder Commerzbank sein Geld wiederzusehen, wegen der "Sicherungseinrichtungen", der möge zurück auf los gehen und die älteren Beiträge lesen:
    das wurde im Herbst 2008 wirklich durchdiskutiert.


    sorry für das Wort "Eigenkapital": aber die Bank verwendet es wie Eigenkapital, d.h. sie kauft davon griechische Staatsanleihen oder amerikanische Hypothekenpapiere, ohne den Geldbesitzer zu fragen.


    Wer nicht will, dass die Bank sowas macht, muss das Geld als Bargeld ins Schließfach legen oder z.B. eine finnische oder schweizer Staatsanleihe kaufen.
    Das ist dann Sondervermögen.
    Deswegen sind viele Leute ja auch 2008 zu Sparkassen gewechselt, da diese per Satzuung (zumindest soweit ich weis) Geld an Unternehmen der Region verleihen und nicht Staatsanleihen von Balkanstaaten kaufen.


    auch den Handelsblattartikel den ich gerade gepostet habe, nochmal lesen.

    da gibt es bei Prof Senf und auch hier im Forum und auf youtube diverse fundierte und interessante Beiträge.



    http://www.handelsblatt.com/po…ld-es-werde-krise;2386105


    In diesem Handelsblatt Artikel ist die Geldschöpfung der Banken ebenfalls beschrieben. Es lohnt sich, den Artikel durchzulesen !!

    jein: wie immer, wenn es staatlich festgelegte Preise gibt, die nicht der Inflation entsprechen, gibt es Mangelwirtschaft und Schwarzmarkt.
    Es gab am Ende der DDR zeit einen gewaltigen Geldüberhang.
    Und de facto drei Preis- ebenen:


    Standard-Güter mit unveränderten preisen seit den 1960er Jahren
    gehobene Güter, die in den beiden Ketten "delicat" (Essen) und "exquisit" (Klamotten) verkauft wurden.
    Der "exquisit" (im Volksmund nur "ex" genannt, war zuerst da, später folge der "deli", im Volksmund auch "Fress-ex").


    Die Preisunterschiede waren erheblich: wir reden hier über das 3-5 fache zwischen Standard und "ex".


    Daneben gab es einen florierenden Schwarzmarkt oder wie immer man das nennt: ein neuer Trabi kostete nach 16 jahren wartezeit sowas wie 16.000 ddr mark,
    wenn man ihn am gleichn Tag weiter verkauft hat, kostete dann als "Tageszulassung" wenn ich mich recht erinnere 40.000 ostmark.


    Ein Freund von mir hat ein paar tage vor der Wende einen 15 jahre alten generalüberholten Trabi für 17.000 ostmark gekauft.



    wenn wir westbesuch hatten, sind die durch die Stadt gezogen und haben gesucht, ob sie irgendwas kaufen können.
    am ende haben sie dann 6 Säcke Kartoffeln für ne Mark und Bücher gekauft.

    Hallo Doc.


    ich habe immer sehr interessiert Deine Beiträge gelesen und oft gedacht genau meine Meinung nur der kann´s besser ausdrücken.


    Aber das zitierte ist ja wohl sehr daneben gegriffen.

    bin natürlich nur ein "angelernter" Finanzexperte, bis vor 2 jahren dachte ich auch noch, dass Geld auf dem Konto sei meines.
    also:
    a) Mein Geld auf dem Girokonto ist im Fall einer Bankenpleite nicht meines, sondern ich kann mich an den Insolvenzverwalter wenden und
    der Betrag auf meinem Konto ist dann eine Forderung an den Insolvenzverwalter. So weit so richtig.
    b) eine Nachranganleige bei der Bank wird in Deutschland dem Eigenkapital zugerechnet. wie nennt man das Kundengeld dann korrekt?


    in jedem Fall ist es wichtig zu verstehen, dass mein Geld bei der Bank letztlich nur eine Forderung an die Bank ist.
    anders ist es mit Papieren: egal ob xetra gold oder Aktien: das ist Sondervermögen, dass mir der Insolvenzverwalter zeitnah aushändigen müsste.

    ich auch, aber wir haben in den 70 eta 1:3 und 1:4 getauscht, in den 80er war es 1:5
    Erst kurz vor Ende der DDR haben wir plötzlich mal von jemandem gehört, der 1:8 tauschen wollte
    ich habe zu diesem Kurs aber niemals was hin oder zurückgetauscht.

    Vielen Dank für die Antwort, sehr interessant.


    Ist ähnlich wie auf dem Kunstmarkt: haben haben professionelle Investoren den Markt so weit getrieben, dass selbst große Museen nicht mehr kaufen können.

    Warum? Bitte erklären.

    Wenn jetzt eine Währungsreform kommt, dann um deutsches Geld vom Euro abzuspalten.
    NICHR um den Währungsüberhang zu beseitigen.


    Und:
    wegen der Aufwertung der neuen Währung.
    die neue Währung wird mehrere Tage lang nicht an den Devisenmärkten notiert sein. Dann eröffnet sie auf einem völlig anderen Kurs, als der Euro geschlossen hat.
    So wie das bei Devisen auch manchmal nach dem Wochenende passiert.
    selbst Eichelburg sagt, dass eine neue DM sofort aufwerten würde, da sich die Investoren auf diesen sicheren Hafen stürzen werden.


    Gold wird - denke ich - seinen Weg gehen und langfristig gegen alle Papierwährungen aufwerten.


    Kurzfristig sah es aber schon oft anders aus.


    Viele, die jetzt Gold kaufen, sind "Tagesgeldanleger", die noch nie in ihrem Leben einen Kursverlust gesehen - und ausgehalten haben.


    Natürlich muss man Gold haben - einfach um unabhängig von den Entscheidungen anderer zu sein.


    Hier im Forum ist einer, der hat 1989 ein paar Monate vorm Mauerfall sein DDR-Geld (14.000 Ostmark) in 2 Krügerrand getauscht.
    Daraus wären bei der Währungsreform 1990 aber 7000 westmark geworden: und er hätte sich sehr viele Krügerrands kaufen können.
    Wer hätte gedacht, dass aus der Ostmark (Kurs 5:1) bei der Währungsunion mal zum Kurs 2:1 dann DMs werden.
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    Ich nehme immer wieder eine Formulierung von Gburek aus dem letzten Jahr auf: man sollte sich den Zahn ziehen, dass man ohne finanzielle Verluste durch die kommenden Jahre kommt.
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    Es gibt leute, die nie im Leben Gold hatten und nun jeden Cent, also wirklich jeden Cent in Immobilien stecken.
    Mir hat mal einer geschrieben, der hat nur noch Cash-Reserven für 1 Woche, weil alles andere in Gold steckt.
    Das finde ich nicht nur übertrieben, sondern auch gefährlich.
    Gold soll ja eine Absicherung sein, und nicht etwas, was das Leben gefährlich macht.

    Es kommen spannende Wochen auf uns zu, die Entwicklung ist aber extrem ungewiss.


    Während des II. Golfkriegs sagte ein Moderator bei NTV: „der Dax hat heute wieder 200 Punkte verloren und es ist völlig ungewiss, wie lange das weitergeht.“
    Die Antwort war ganz einfach: der dax stand damals bei 2800 Punkten und wenn das so weiter ginge, dann wäre er ein paar Tage später unter Null gewesen.
    Da es einen Dax unter Null nicht geben konnte, war klar, dass es bald eine Bodenbildung geben müsste.


    Der Euro hat gestern im Vergleich zum Dollar einen Cent verloren: Noch 130 solche Tage und der Euro hat einen Wert von unter Null.
    Von daher ist klar, dass die Euro-Krise nicht monatelang mit der gleichen Schlagzahl fortlaufen wird.


    Das Wort „Krise“ ist griechisch und bedeutet: Entscheidung!

    Wie wird es weitergehen? zum jetzigen Zeitpunkt kann es durchaus sein, dass jemand, der sein Geld auf der Bank lässt, besser durch die Währungsreform kommt, als jemand der es in Gold oder Auslandswährungen konvertiert. Falls jedoch alle Menschen diese Einsicht gewinnen, dann würden sie ihr Geld auf der Bank lassen, es würde keinen Kapitalabfluss geben – und es würde damit auch kein Handlungsdruck auf Politik und Notenbank geben.

    Wenn Herr Flossbeck in der Bildzeitung den Griechenbailout ablehnt, dann provoziert er damit, dass die Wähler ihre Abgeordneten unter Druck setzen und der Griechenbailout letzlich scheitert. Ein gescheiterter Griechenbailout würde einen Währungssturz des Euros verursachen, der entweder zu Chaos oder zu einem Austritt Deutschlands aus der Euro-Zone führt.

    Nicht zu unterschätzen die Rolle des Zufalls: wer hätte gedacht, dass die Steuerschätzung („Ausfälle in Höhe von 39 Mrd Euro“) wenige Stunden vor Verabschiedung des Griechen-Gesetzes herauskommt ?

    Viele Menschen haben jetzt Angst, ein normales Gefühl, dass unserer Überlebensfähigkeit dient. Ich sage immer: „alle Säugetiere, die keine Angst hatten, haben die Saurierzeit nicht überlebt.“

    Veränderungen von solcher Dramatik dürften für jeden ein paar hässliche Seiten haben, aber ich vermute, dass eine Währungsreform zum jetzigen Zeitpunkt für die meisten Menschen recht harmlos verlaufen dürfte. Rein theoretisch würde ja nur die Einführung des Euro rückgängig gemacht. Wie weiter oben gesagt: ein Währungsschnitt in Deutschland, ohne dass es in anderen Währungen einen Währungsschnitt gibt, würde keinen Sinn machen.

    Richtig gefährlich wird es eigentlich nur, wenn die Kräfte, die den Euro auseinanderreißen unkontrollierbar werden: dass wäre, wenn die Menschen sich von der Währung völlig abwenden und nicht mehr Euros in Gold, Immos und Schweizer Franken tauschen, sondern in Waren.

    Es sieht so aus, als ob der Axel Springer Konzern sein Urteil über den Euro gefällt hat.

    Anders als in der Politik, ist man in der Privatwirtschaft bereit, auch die schlimmsten Fehlentscheidungen zu korrigieren.

    Ich erinnere mich, als beim Medienkonzern Gruner + Jahr es zu einer Fehlentscheidung bei der Besetzung der „Stern“-Chefredaktion gekommen war.
    Neuer Chefredakteur war der ehemalige Chefredakteur der „Berliner Zeitung“ geworden.
    Ein begabter Zeitungsmacher, der zwar eine Zeitung, aber keine Zeitschrift machen konnte. Und auch gar nicht zum damaligen „Stern“-Team passte.

    Woche für Woche sank die Auflage. Immer wieder wurde dementiert und der G + J Vorstand stellte sich hinter den Chefredakteur.
    Irgendwann sagte G+J Vorstandsvorsitzender Schulte-Hillen zu den Vorstandskollegen: „Lets face it“. – Lass uns dem Problem ins Auge blicken, lass es uns bewältigen.

    Schulte-Hillen nahm die Peinlichkeit und den völligen Gesichtsverlust hin und korrigierte die Fehlentscheidung.
    Wer einmal in einem Konzern gearbeit hat und weis, mit welcher Aura des Göttlichen die Vorstandsentscheidungen umgeben sind, der kann ermessen, wie viel Gesichtsverlust dabei war, wenn man den Chefredakteur des Flaggschiffs nach ein paar Wochen austauschen muss.
    Eine Woche später hatte der „Stern“ eine neue Chefredaktion, auf dem Titel gab es wieder Busen und die Auflage ging wieder nach oben.

    Zurück zum Euro.
    Das mit dem Euro war eine schreckliche Fehlentscheidung und der Griechenbailout korrigiert keinen der Geburtsfehler des Euro.
    Ich habe derzeit den Eindruck, dass sich ein Teil der Wirtschaftselite von der politischen Elite absetzt und „Lets face it“ gesagt hat.

    Ich kann mir NICHT vorstellen, dass in Deutschland die D-Mark eingeführt wird, und die Regierung Firmenvermögen so einschrumpft, dass die Firmen keine Löhne mehr zahlen können. Während also amerikanische Firmen an ihren Dollars ersticken werden deutsche Firmen auf die Knochen gestrippt?
    sehr sehr unwahrscheinlich.


    Ähnliches gilt bei Immo-Krediten: es kann sein, dass viele, die auf Inflation spekuliert haben, bald einen Kredit in der härtesten Papierwährung der Welt, der neuen D-Mark, am Hals haben.


    Was Gold betrifft: damit kann man super schlafen, aber im Umfeld einer Währungsreform könnte es sein, dass es noch für eine ganze Weile recht kitzlig sein, Gold wieder zurückzutauschen.


    Wie oben gesagt, wäre eine jetzige Währungsreform nicht das finale Endgame, sondern eine Umstellung ohne Kapitalschnitte oder ohne große Kapitalschnitte, um die deutsche Währung von den Eruptionen am Mittelmeerraum zu entkoppeln.


    Die kommenden Tage werden interessant. Viele Menschen in Deutschland fällen derzeit Entscheidungen, wie sie sich positionieren – und tragen diese Meinung nach draußen.


    Ein Vermögensverwalter, der Herr Flossbeck von der Firma Flossbeck & von Storch, bisher nur den Lesern der FTD bekannt, gibt in der Bild-Zeitung Interviews, in denen er den Griechen-Bailout ablehnt.
    Tom Buhrow, der Tagesthemen-Moderator, hat am Wochenende einen sehr skeptischen Kommentar in der „Welt“ veröffentlicht.
    (Das muss man sich mal vorstellen: ARD und Springer-Verlag verkehren sonst nur über Anwälte).


    Der gleiche Kommentar wurde nun in Englische übersetzt und in der New York Times veröffentlicht.

    Als Dr.Berninger in seinen Videos erzählte, dass er mit einer Währungsreform für Mitte Januar 2010 rechne, habe ich hier im Forum geschrieben, dass das Quatsch ist.


    Inzwischen ist die Lage anders.
    Üblicherweise wird eine Währungsreform durchgeführt, um einen Geldüberhang zu kappen.


    Falls der Kapitalabfluss aus Deutschland bedrohlich wird, dann hätte eine Währungsreform vor allem eine Aufgabe: den Kapitalabfluss stoppen und deutsches Kapital vor Entwertung zu schützen.


    Wenn wir in Südamerika wären und eine eigene Währung hätten, dann würde die Regierung den Kapitalabfluss stoppen, indem sie Konten einfriert und Devisenkontrollen einführt.


    In Deutschland ist es anders: eine Währungsreform und die Wiedereinführung der D-Mark würde zu einem sofortigen Kapitalzufluss führen und die Bundesbank hätte arge Schwierigkeiten, zu verhindern, dass die Währung zu sehr steigt.


    An die "südamerikanische Lösung", d.h. wir bleiben im Euro, aber alle Konten werden eingefroren, mag ich nicht so recht glauben,
    da mit einer Wiedereinführung der DM eine Lösung auf der Hand liegt.