Danke Edel für die nette Begrüssung!
Bin ganz deiner Meinung, dass wir uns erst in der Akkumulationsphase befinden.
In meinem Bekanntenkreis gibt es das Thema Gold nicht! Aeusserst selten mal fällt die Bemerkung: "Ach, vielleicht sollte ich mir gelegentlich etwas Gold kaufen. Für wenn die Inflation kommt...". Aber handeln tun sie dann doch nicht - läuft doch alles rund.
Missionarisch betätige ich mich in dieser Sache sowieso nicht, muss jeder selbst wissen, was er für richtig hält. Wenn wirklich einer mit Zweifeln am heutigen System kommt, empfehle ich immer das Buch "Das Silberkomplott" von R. Deutsch. Wer das gelesen hat und nachher immer noch nicht die richtigen Schlüsse zieht, dem ist einfach nicht zu helfen und die Energie spar ich mir lieber! Die sind Gefangene des Systems und ihres Denkens. Das wird noch eine ganze Weile dauern, bis diese Leute auf den EM-Zug aufspringen werden!
Sobald diese Menschen anfangen mich über Gold zu fragen, weiss ich, dass jetzt Phase 3 da ist. Sind also quasi mein "Thermometer". 
LG
Litchfield
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Bei Pro aurum in Bad Homburg, die heute früh noch komplett bestückt waren, sind wieder alle Barren und standard unzen münzen ausverkauft.
Berlin hat 1 oz Philis,
München ist komplett bestückt.
Zum Thema, "in welcher Phase wir jetzt sind":
im letzten sept okt war es ganz schrecklich: endlich war der lange ersehnte ausbruch da, gold war über 1000 dollar,
da begannen die Leute - auch hier im Forum - ihre Unzen zu verkaufen.
Es gab in der Presse, auch bei jahrelangen Goldanlegern die Stimmung: Gold hat seinen Höhepunkt erreicht.
ich schrieb am 30. sept:
"die hausse hat gerade erst begonnen" und
"Jetzt das Ende der Goldhausse auszurufen ist Quatsch."
Gold aus Sicht eines Aktieninvestors: Die Hausse hat gerade erst begonnen
Im letzten Sept begann es, dass in großem Stil smart money ins Gold ging.
die hausse lief sich dann im Dez 2010 tot, als es keine Nachkäufer gab.
ich schrieb damals:
" Die „erste Manie“ ist im Prinzip abgefrühstückt.
Lehman ist bankrott, die anderen Banken wurden mit Bailouts gerettet.
Aber die nächste Manie ist weit größer.
Wir reden über Staatsbankrotte, Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften, letztlich sogar Bürgerkriege und Kriege um Resourcen."
Ältere Investoren wie Marc Faber reden bei großen Haussen gerne von Manien.
auch ambros Pitchard vom Telegraph rätselte im Frühjahr 2009 in einem Video auf telegraph.co.uk, ob der Goldpreis den Rest der "alten Manie" (die Banken brechen zusammen) oder
den Beginn einer "neuen Manie" (Papiergeld ist nur noch Schrott, Staatsbankrotte) darstellt.
(Er war selbst unentschlossen.)
also: ganz ehrlich: wir sollten uns nicht die Hucke volllügen:
egal ob Handelsblatt, Welt, Bildzeitung oder Telegraph: wo immer man hinsieht prangt in großen Lettern "Staatsbankrott" und "euro krise".
wenn ein laden wie pro aurum bei sehr schnell steigenden Preisen innerhalb von Stunden leer gekauft ist,
und Leute mit Koffern kommen, in denen 100.000 und 200.000 euro sind,
dann ist das - ja, bitte schön - eine Manie.
wenn dass nicht die dritte Phase des Bullenmarktes ist - was dann?
man darf sich nicht täuschen lassen: auch während der "alle Banken gehen Pleite"-Manie gab es schon übertreibungen.
die gipfelten dann darin, dass es bei Lidl Goldmünzen gab und auf dem Airport Frankfurt ein Goldautomat steht.
eigentlich ist das ganz gut: ich kenne gleich 2 Leute, bei denen das abschreckend gewirkt hat:
sowohl DWS Fondchef Kaldemorgen, als auch mein Schwiegervater interpretierten dass als Zeichen einer Milchmädchen-Hausse.
Und genau diese Leute: Fondchef Kaldemorgen und mein Schwiegervater sind vermutlich die Nachkäufer,
zu zu noch höheren Preisen nachkaufen werden.
(wenn alle, die Gold wollen, Gold haben, dann gibt es keine Nachkäufer mehr, dann sinkt der Preis).
auch erfahrene Börsenprofis wie Kostolany empfehlen, einer Manie sehr lange zu folgen.
Derzeit kann man mit Fug und Recht davon sprechen, dass ein Teil der Marktteilnehmer hysterisch reagiert -
aber der Markt ist immer noch kein Massenmarkt.
Derzeit setzt sich in einem immer größer werdenden Kreis durch, dass unsere Währung, der euro, nicht sicher ist.
Die Häufigkeit der Suchanfrage "währungsreform" bei Google ist fast auf der gleichen Höhe wie im Frühjahr 2009,
als auch schon mal über Staatsbankrotte geschrieben wurde, damals mit Blickpunkt Lettland und Österreich.
Gold hat das das Zeug zu einer großen Hausse.
Staatsbankrotte und Währungsreformen und Inflation sind - rein technisch/psychologisch gesehen - genau die Begriffe, die als Driver
praktisch jeden Goldpreis rechtfertigen können.
Jede große Hausse braucht Schlagworte, die durch ihre pure Präsenz, jedes Gegenargument verblassen lassen.
Der Commerzbank Rohstoffspezialist Weinberg, der vor einem halben Jahr noch meinte, der Goldpreis sei einfach fundamental
nicht zu begründen und viel zu hoch, schreibt nun über Gold als "Fels in der Brandung".
Ich habe den Eindruck, dass wir in der dritten Hausse-Phase sind: die Übertreibung hat gerade vor ein paar Tagen begonnen.
wir werden sie daran erkennen, dass kurssprünge von 30-60 dollar pro tag (nach oben und unten), dass normale werden.
die Frage ist, ob man in der frühen Phase der Übertreibung noch kaufen kann:
bei einer Aktie: nein, bei Gold: ja.
(denn beim Gold geht es ja nicht um Gewinne, sondern um Absicherung und Diversifizierung und Unabhängigkeit).
aber man muss sich beim Markteinstieg auf eine heftige Volatilität einstellen, nach oben und unten.
Das bedeutet, dass man sich in Positionen in den Markt reinkauft. Das kostet Nerven und Disziplin.
die Phase, wo man nur noch Beobachter ist, wird auch irgendwann kommen,
aber sie ist noch nicht da.
Die allererste Position ist übrigens immer am leichtesten: die kann man sofort aufbauen, schwieriger wird es dann beim warten auf den nächsten Dipp
wo man nachkauft.
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zur Markttechnik: vor 3 Wochen hatte ich hier mal geschrieben, dass die Korrektur noch im Gange ist und ich mit einem Widerstand bei 1145 dollar rechne,
diese Linie erwies sich als sehr fest,
an einem Tag war der Kurs mal ein paar Minuten um1127 dollar auch mal in den 30ern, aber er kam immer sehr schnell wieder hoch,
dann erfolgte der Ausbruch nach oben.
Derzeit ist der Kurs mittelfristig an der oberen Seite der Bollingerbänder,
d.h. es besteht Rückschlagsgefahr.
auch der MACD zeigt auf Wochensicht eine überkaufte Situation an.
Wenn jetzt nicht sehr schnell irgendeine extreme Nachricht kommt, die den Goldkurs auf diesem Niveau rechtfertigt, wird es eine kleinere Korrektur bis zur Trendlinie geben.
denkbare Nachrichten wären das Gerücht über einen Squeeze out beim Comex Juni Kontrakt ,
physischer Goldmangel,
ein IWF-Gold Verkauf an Russland, Indien o.ä.
natürlich nicht zu vergessen Gerüchte über einen Austritt Deutschlands aus der euro-Währungsunion.
die Kursanomalie von gestern bei Dow nährt in mir den Verdacht, dass es vielleicht schon ein paar Insider gibt, die irgendeine News kennen,
die bärisch für den Aktien-Markt - aber bullisch für Gold ist.
falls diese Fährte stimmt, dann dürfte die Nachricht allerdings so heftig sein, dass man nicht traden kann, sondern eher mit einem Schließen der Börsen für 3 Tage rechnen muss.
Ohne die Kursanomalie hätte ich versucht zu traden. aber mit der Kursanomalie ist mir dass zu heiss.