Beiträge von Dr_Meyer

    Hallo Dr_
    ist das wirklich ARD-Original-Ton? auch diese dramatische Musikuntermalung ? auch diese Schrifttafeln am Schluss ?
    Respekt, wenn es denn so ist.
    (Sie, die ARD, war zwar in vorderster Linie als der Euro gepusht werden mußte... aber dennoch)

    ne, der Ton ist natürlich ARD, Bild auch, aber dass die Tagesthemen nicht mit Musik kommen ? Vielleicht sollte man das im Abspann nochmal erwähnen,
    nichtsdesto trotz:
    Fakten prallen öfter mal am Grosshirn ab, Musik adressiert die Gefühle - von daher sind manche aussagen nur mit Musik so,
    dass man sie wirklich durchdringen.


    vielleicht sollte man das ende des "Zitats" deutlicher kennzeichnen, die Schrift am Ende ist logischerweise nicht von der ARD.
    Der ARD Bericht war klar, - aber die Konsequenzen zu ziehen, dass schafft der öffentlich rechtliche Rundfunk natürlich nicht.

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    Hab mal ein Video dazu gemacht, ich denke mal, dass müsste auch jeder Normalo verstehen.

    Social Democratic leader Frank-Walter Steinmeier, a former foreign minister and vice chancellor who now leads the opposition, said yesterday that his party’s backing in parliament for aid rests on finding “ways and means to have creditor banks contribute to solving the problem of Greece.”


    Das ist ja fast schon süss, wie Steinmeiers Grusswort an die Wähler in NRW wieder mal zu einer Anti-Euro News bei Bloomberg umgeschrieben wurde.


    Und auch Steinmeiers Ansichten sind süss: allein der Gedanke, die Kreditoren an der GR Rettung zu beteiligen ist so richtig supi sozialdemokratisch.


    Hat dem man keiner die Wallstreet erklärt?


    Die Wall Street sucht den Quick Fix.


    (bei Bloomberg stand mal: "How to fix Greece? ")


    die Wall street würde gerne das GR Thema ad acta legen, mit einem "big fat Greek bail out ) George Soros.
    Dazu müssten alle Euro Länder inbrünstig und sofort garantieren, dass sie für alle Euro schulden aller euro länder aufkommen -
    und schon wäre das Thema für eine ganze Weile erledigt.
    Dann wären alle glücklich: Investoren würden wieder in das Ponzi schmeme Staatsanleihen einzahlen, die Euro staaten könnten fleissig anleihen emittieren , die wall street hedge fond manager könnten sich weiter Lamborghinis und Edelnutten kaufen,


    mit der albernen Debatte um die Einbeziehung der Gläubiger in die Lösung des GR Problems wird alles zertrampelt:
    Deutschland muss den GR Bailout bezahlen UND durch eine tagelange Diskussion um einen Hair Cut bei den GR Anleihen werden Investoren aus den
    Anleihen Portugals, Irlands demnächst auch Spaniens und Italiens getrieben.


    d.h. der Griechland Bailout wird bezahlt, aber der eigentliche Sinn, nämlich eine Ansteckung der anderen PIIGS Staaten zu verhindern, wird nicht erreicht.


    tendenziell hätten viele Spekulaten sicher Lust, die Spekulation gegen den Euro zu beenden.
    Der Euro ist genug gefallen, an allen kritischen Chartmarken gibt es Interventionen der Notenbanken, dauernd verbrennt man sich beim Traden die Finger,
    es wäre Zeit, dass Euro Thema zu lassen und auf den nächsten Trigger zu warten: Spekulation gegen das Pfund nach der UK Wahl o.ä.


    aber die dummen Politiker geben nicht Ruhe, ....

    seit der deutschen Unterstützungserklärung vor 2-3 Wochen sind die Zinsen für D-Land schon um 0,24% gestiegen, stand irgendwo mal bei Bloomberg.


    wenn man das auf die Billion deutscher Staatschuld umrechnet, und mal für den theoretischen Fall rechnet, dass 1 Billion deutscher Staatsschulden in den kommenden Tagen umgeschuldet würden, dann ergibt die Zinsdifferenz von 0,23% eine jährliche höhere Zinslast von 2,3 Mrd, macht in 5 Jahren 11,5 Mrd -
    und dass noch ohne Zinseszins gerechnet.


    alleine Merkels halblaue Zusage vor 2 Wochen wird den Schuldendienst Deutschlands um mindestens > 10 Mrd euro belasten.
    Wo die Zinsen landen, wenn die EU Staaten sich auf den GR Bailout fest comitten, kann man sich denken.


    Das 8 Mrd Darlehen an GR wird Deutschland neben dem Verlust der Darlehenssumme also zusätzlich irgendwas zwischen 10-50 Mrd höhere Zinslasten bringen.


    andererseits: die Zinsen würden ohnehin steigen, da die Risiken jedes Gläubigers jetzt genauer beachtet werden.

    http://www.bloomberg.com/apps/…87&sid=aTxZ2H7c4iP4&pos=9


    Merkel und Schäuble können einem fast schon leid tun: jede Bemerkung über Griechenland, die sie an inländische Bürger richten,
    um den Deutschen zu suggerieren, dass mit Staatsgeldern sorgsam umgegangen wird,
    landet umgehend bei Bloomberg und wird dort, schnell und manchmal tendenziös übersetzt,
    in eine anti-euro-News eingebunden und wirkt dann auf dem Devisenmarkt wie eine Bombe.


    Und jede Pro-Griechenland Äusserung der Regierungspolitiker landet prompt bei der Opposition, Bild.de und den Stammtischen.


    FTD schreibt dazu "Merkel macht die Märkte irre".

    mhm, alle einbrüche der letzten Tage wurden schnell wieder aufgeholt. dabei gab es keine besonderen positiven Goldnachrichten.


    da viele investoren gehebelt arbeiten, sind heftige abstürze um 4-15 dollar normal.
    dass diese rückschläge aber so schnell wieder ausgeglichen werden ist eher ungewöhnlich, normalerweise hangelt sich der preis "an einer Mauer der Angst"hoch.


    was ich eigentlich posten wollte:


    der IWF hat im Februar 5,6 T Gold auf dem freien Markt verkauft:


    http://www.reuters.com/article/idUSTRE63P02520100426

    in meinem Charttool zeigt der MACD auf Jahresbasis, dass sich die MACD Linien gerade anfangen zu schneiden (bullish),
    auch bei einer Granularität mit Tageskurses und Blick auf 2 Monate sieht es so aus, als ob sich die MACD Linien bullish schneiden,
    nur auf Stundenbasis ist mit Blick auf 2 Tage die Situation leicht überkauft.


    Der von Trader viel benutzte Double EMA zeigt bei mir bei einer Granularität auf Tagesbasis am 23.4. ein bullishes auseinandergehen der Trendlinien.


    im täglichen Chartbild war auffallend, dass die Korrekturen der teil heftigen Einbrüche auf Tagesbasis ebenfalls sehr kräftig waren und Korrekturen höher gingen als die Einbrüche.


    Fundamental dürften neue Käufer von Gold aus dem Bereich von Investoren kommen, die - vorerst Minimal -
    Schuldtitel gegen Gold eintauschen,
    d.h. es gibt Käufer, die den Day Tradern die Ware zu einem höheren Kurs AUCH WIEDer abnehmen.


    Es stehen zwar wieder Versteigerungen von US Staatsanleihen an, aber zuletzt hat sich das Goldkartell niemal einem extremen Momentum entgegengestellt, vielleicht wird die Marke von 1150 auch gar nicht mehr verteidigt.


    Mit physischem Gold bin ich sowieso "all in",
    ich werde in den kommenden 48 h versuchen, auch mit einem Trade in den Markt zu kommen,


    bin eigentlich nicht der Trader, aber ich will es mal probieren.

    in meinem Charttool zeigt der MACD auf Jahresbasis, dass sich die MACD Linien gerade anfangen zu schneiden (bullish),
    auch bei einer Granularität mit Tageskurses und Blick auf 2 Monate sieht es so aus, als ob sich die MACD Linien bullish schneiden,
    nur auf Stundenbasis ist mit Blick auf 2 Tage die Situation leicht überkauft.


    Der von Trader viel benutzte Double EMA zeigt bei mir bei einer Granularität auf Tagesbasis am 23.4. ein bullishes auseinandergehen der Trendlinien.


    im täglichen Chartbild war auffallend, dass die Korrekturen der teil heftigen Einbrüche auf Tagesbasis ebenfalls sehr kräftig waren und Korrekturen höher gingen als die Einbrüche.


    Fundamental dürften neue Käufer von Gold aus dem Bereich von Investoren kommen, die - vorerst Minimal -
    Schuldtitel gegen Gold eintauschen,
    d.h. es gibt Käufer, die den Day Tradern die Ware zu einem höheren Kurs AUCH WIEDer abnehmen.


    Es stehen zwar wieder Versteigerungen von US Staatsanleihen an, aber zuletzt hat sich das Goldkartell niemal einem extremen Momentum entgegengestellt, vielleicht wird die Marke von 1150 auch gar nicht mehr verteidigt.


    Mit physischem Gold bin ich sowieso "all in",
    ich werde in den kommenden 48 h versuchen, auch mit einem Trade in den Markt zu kommen.

    Selbst diese Inflationsrate kann ausreichen: wenn wir unsere Löhne immer schön wettbewerbsfähig halten, sprich 3% pro Jahre und die reale Inflation bei 20% galoppiert, dass reicht dass aus, um in 3-5 Jahren den Staat zu entschulden und seine Bürger verarmen zu lassen.
    alle glauben, Inflation bedeutet immer nur, dass Löhne und Preise um 20% steigen.
    Im klassischen Beispiel 1923 überholten die Preissteigerungen die Ausweitung der Geldmenge noch,
    auch bei der russischen Hyperinflation von 1993 stiegen Preise schneller als Geld gedruckt wurde.

    Buy high, sell low, so liest sich das.

    Ich denke mal, die meisten Trader traden Gold seit mindestens 2005, als es volatil wurde und damit interessant für Trader.


    seit dieser Zeit waren Gold und Öl die "Anti-Dollars": wenn der Dollar fiel, dann mussten Gold und Öl steigen - und umgekert.


    In den letzten Wochen konnte Gold auch bei starken Dollar steigen:
    das kann man gut auf kitco.com nachverfolgen, da kann man sehen, wieviel Steigerung des POG aus den Dollarverfall kommt und wieviel aus
    predominantem Goldkauf.


    Aber es sieht so aus, als ob die Trader die Tendenz der letzten Wochen noch nicht gelernt haben (wie auch) und sich heute mit Gold sehr die Finger verbrannt haben. Aber da heute auch der dümmste Trader mit einem euro-short königlich verdient hat, dürfte heute ein guter Tag für Trader gewesen sein.

    Kursturz heute mittag von von 1148 bis 1132/33,


    Erklärungsversuch: bei vielen Tradern ist noch im Kopf: wenn der Dollar steigt, muss Gold fallen,
    mit dem Euro Sturz und der Dollar rally sind sie in gold short gegangen bzw haben long positionen glattgestellt.


    dann stabilisierte sich der Kurs. heute dürfte so ein Tag sein, wo Fonds und Privatpersonen schnell mal dicke Beträge in Gold ETFs schieben:
    mit dem Erreichen der 10% Zinsniveaus der GR anleihen und dem senken des Ratings durch eine ratingagentur war sowas wie Panik im Markt,


    die ETFs müssen Kontrakte zur nächstmöglichen Lieferung kaufen,
    das stabiliert den Kurs, Trader springen wieder auf und gehen long.


    und schon steht der Kurs wieder bei 1143.


    dieser tag heute ist sehr wichtig: eine schließen des Goldkurses auf Tagestief bei 1132 hätte ein sehr bärischen Signal gesendet,
    ein schließen auf einem hohen Kurs könnte das Mittelfristige Chartbild, dass derzeit bärisch ist, aufhellen.


    jetzt wird es interessant, ob fundamental investoren den kurs wirklich an den Haltelinien stabilisieren.
    (ich denke ja).


    ergfahrungsgemäss braucht eine gewisse Klientel von Fundamentalinvestoren so 1-2 Wochen bis sie Änderungen in der Strategie durchdacht hat, um dann Beträge umzuschichten:
    der heutige Paniktag könnte eine größere Umschichtung in den kommenden Wochen auslösen.

    ich glaube, keine einzige westliche zentralbank hat ihre Goldvorräte erhöht.
    erhöht haben Russland, Indien, Sri Lanka, China.
    warum kann man nur mutmaßen. Goldbugs sind das nicht, aber Zentralbanken brauche schlicht und ergreifend Reserven in anderen Währungen -
    und nach den Liquiditätsexzessen der Fed in 2009 lag es einfach nahe, wieder Gold zu bunkern.

    Heute bei Bloomberh als Marktkommentar gesehen:


    "Gold stieg, denn zunehmen suchen Investoren Gold als Alternative zu Schulden".


    schön geradelinig. Im deutschen Sprachgebrauch werden Staatsschulden fälschlicherweise immer wieder als wertpapiere bezeichnet.
    Da gefällt es mir gut, wenn man im englischen nur von "Debt" - Schulden - spricht.


    Vor ein paar Wochen wurde ganz beiläufig von paper currencies gesprochen.


    Dass ist eine ganz andere welt als vor einem Jahr, als manche Kommentatoren steif und fest von Gold als "Commodity" gesprochen haben
    und was von der niedrigen Juweliernachfrage in Indien erzählten.



    JP Morgan hat heute seinen Q1 bericht veröffentlicht: die meisten Gewinne kommen aus dem Bereich Anleihen-Trading.


    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.


    Niemand weis was eine Aktie eigentlich wert ist, deswegen wird sie jeden Tag neu bewertet.


    deswegen sind aktien volatil.


    aber eine Anleihe hat immer einen festen wert.


    es müssen schon ordentliche Veränderungen sein, wenn das Risiko der Anleihe anders bewertet wird.


    In den kommenden Monaten werden JP Morgan, Goldman Sachs und Bloomberg wie in besten dot Com Zeiten eine Menge news produzieren,
    um die Anleihe märkte zu bewegen und vermutlich werden sie königlich daran verdienen.


    Wenn es Profiteure gibt, die beim Vertrauensverlust der Staatsanleihen gewinnen, dann kann man davon ausgehen, dass wall street und City
    ihr Spiel machen werden.


    War es nicht auch JP Morgan, die vor ein paar Tagen ganz prominent die Idee aufbrachten, dass Deutschland die Euro zone verlässt?


    Für Gold bedeutet dass, das mit jedem Gerücht und jeder Studie ein klassischer Investor anfängt, über Schulden und Edellmetalle nachzudenken.

    In dem theoretischen Fall, dass die ganze Wekt nur aus einem einzigen kleinen oder mittelgroßen Land besteht, da könnte es gehen.


    Derzeit ist es so, dass Kredite je nach Art nur mit einem kleinen Teil eigenkapital unterlegt sind.
    Das durch Kredit geschaffene neue Geld, fließt in den Wirtschaftskreislauf. Da es hier nicht genügend anlagemöglichkeiten gibt,
    geht es in Spekulationsobjekte: Aktien, Rohstoffe, auch Gold.


    nehmen wir mal das Beispiel mit den zukünftigen KfW Krediten für Griechenland.


    Als sichere Staatsanleihen werden die wohl nur mit 5% Eigenkapital unterlegt sein, 95% des Kredits ist neu geschaffenes geld.


    das geht nach Griechenland: Griechland nutzt das Geld zu 70% für Konsum, zu 30% um Schulden zu tilgen.


    Falls die Griechen das Geld im eigenen lande für Zitrusfrüchte und Latte Macchiato ausgeben, bleibt es im Lande.
    wahrscheinlich ist aber, dass es für Flachbildschirme und Autos nach China und deutschland geht.


    die 30% gehen nach america und UK an Finanzinvestoren, die vermutlich aus Staatsanleihen rausgehen und zunehmend Rohstoffe und Luxusapparrtments in Hong Kong kaufen.


    wenn in ein paar Jahren die Griechen die Anleihe an die KfW zurückzahlen sollen, dann gibt es diese Euros, die sie bräuchten in Griechenland überhaupt nicht. Und sie haben keine Chance mit dem export von Zitrusfrüchten das wieder reinzuholen, was sie bräuchten.


    Mitte des 19 Jh gab es mal eine hammerharte deflationskrise, als Silber nach China abfloss, da die europäer keine Handelswaren hatten, die China importieren wollte.
    Was aus dem Silber in Chinas geworden ist, weis ich nicht, aber in Europa drohte das Wirtschaftleben zu erlahmen und es gab eine Währungskrise, weil das Edelmetall schlichweg abfloss.


    damals lösten die engländer das Problem, indem sie mit ein paar Kanonenbooten vor chinesische Häfen fuhren und im Opiumkrieg die Chinesen zwangen, den Import von indischem Opium nach China zu erlauben.


    Von da an war die Handelsbilanz zwischen Europa und China ausgeglichen.


    Mit Papierwährungen hätte man das problem friedlicher lösen können: die europäischen Währungen hätten so lange abgewertet, bis der Import von Tee zu stillstand gekommen wäre.


    so ähnlich dürfte es auch heute sein: das ganze geld was mit Staatsanleihen nach Griechenland gepumpt wird, fließt sofort wieder in andere Länder ab und geht in Anlageformen, wo es gebunkert ist und nicht am Wirtschaftskreislauf teilnimmt.


    In den meisten Ländern, die heute unter Privaten und Staatsschulden leiden, dürfte ein ernsthaftes Schulden zurückzahlen eine deflation auslösen und den Wirtschaftskreislauf extrem austrocknen.


    wahrscheinlich wäre es das Eleganteste, wenn die Starkwährungsländer aus der euro zone austreten und der rest-euro zu einer Inflationswährung wird, dann hätten die Südländer die Chance, sich ihrer schulden durch Inflation zu entledigen.


    schönheitsfehler ist, dass deutsche, französische und schweizer banken dann schon wieder gerettet werden müssten - oder pleite gehen - weil sie die schulden der südlichen Länder aufgekauft haben.

    e bereits unterschritten .........und das nicht so knapp daher ist die für mich nichts mehr wert ...
    ich sage short bis 1110 dann kommt eine weitere Reaktion auch bei einem hochlau

    sagst Du nur, dass Du short gehst oder bis Du tatsächlich mit einer Position im Markt?

    kann gut sein: falls die Unsicherheit so groß ist, dass die Leute gerne eine Unze in der Hand haben aber alle Papiere scheuen,
    dann kann es gut sein, dass Goldminen den letzten Move nicht mitmachen.
    Außerdem spielt eine Rolle, dass Metall Käufer und Aktienkäufer oft verschiedene Marktteilnehmer sind.
    Aktienkäufer arbeiten oft gehebelt, d.h mit Kredit.
    Falls der Kreditmarkt austrocknet, fallen die Aktienkurse, egal wie gut die Minen arbeiten.


    In den 50er Jahren boomten die deutschen Unternehmen, aber die Börsenkurse lagen darnieder, da es zu wenig Liquidität gab.
    Vorhandenes Geld wurde nicht gespart, sondern komplett konsumiert oder in Realgüter investiert.

    "Time to leave" heißt dann "wohin mit dem Geld nun?"
    Zeitpunkt zum Wechsel vom Gold in XXX wären dann die langfristigen Tiefs z.B. in den Bond- und Aktienmärkten, Immobilien oder sonstwas, nachdem sich das System wieder stabilisiert hat, und von wo aus neue langfristige Bullentrends beginnen (an die dann wahrscheinlich wirklich keiner glaubt).

    wer in Gold investiert, für den gibt es eine "time to leave".
    am Wahrscheinlichsten wären dann notleidende Staatsanleihen, wie nach dem II. WK die Young anleihe, die nur bei wenigen Promille notierte.


    für viele ist Gold aber kein Investment, sondern eine Versicherung: und da ist es echt schwer zu sagen, wann man die "aufgeben" sollte.
    Vielleicht gegen etwas anderes tauschen, was ähnlich wie Gold versichert: am ehesten fallen mir da Immos oder Betriebe ein. Im Falle einer Deflation auch Aktien.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir da alle immer noch Lust auf investieren haben: vielleicht sind wir nur froh, dass wir eine warme Wohnung und immer gut zu essen haben.

    gestern stand auf bloomberg.com ein artikel in dem eine consulting firma sagte, dass Deutsche in 2009 eta 178 metrische tonnen gold gekauft haben,
    reine investment demand, ohne jewelery und industrie.


    Xetra Gold hat 38 tonnen gebunkert. Laut statut hat xetra gold das Gold, was sie nicht physisch haben als Lieferverpflichtung von Umicore,
    d.h. die nicht von einem windigen Comex partner sondern von einer Raffinerie.


    Wenn man mal schätzt, dass Deutsche Privatanleger außerdem ca. 20-40 Tonnen bei anderen ETFs gebunkert haben
    kommt richtig was zusammen.


    Ich war auf diversen Flohmärkten in Südfrankreich: anders als vor 4 Jahren liegt da massenweise Goldschmuck, auch ziemlich billig - ohne Prüfung kann man allerdings nicht kaufen. auch aus Italien wird berichtet, dass Italiener sich massenhaft von ihren Pretiosen trennen.



    In euro umgerechnet ist das alles wenig: was sind schon 3-4 Mrd euro,
    wenn man bedenkt, dass deutschland für Griecheland 8 Mrd der 30 Mrd Hilfe zahlen soll,
    ...jetzt sollen es nach einem Bericht von Bild.de schon 80 Mrd sein, die Griechenland braucht,
    das erinnert mich an die HRE....


    aber anders als die Mrd mit denen Regierung und Hochfinanz jongliert, handelt es sich bei den 200 Tonnen "deutschem Gold" aus 2009 um größtenteils hart erarbeitetes Geld, dass nun gegenpartfrei gebunkert ist. Es geht also um 3-4 Mrd "echtes Geld"


    Das Geld für Griechland soll dagegen NICHT durch eine Bundesanleihe vom Markt eingesammelt werden,
    sondern durch einen KfW Kredit "erschaffen" werden.


    d.h. die KfW erschafft 8 Mrd Euro aus dem nichts, unterlegt etwa mit 5% eigenkapital.
    Der Bund überweist nichts, sondern schreibt nur eine Garantie.


    Und theoretisch sollte Griechland in seinem Territorim dann irgendwie versuchen, in den kommenden Jahren 8 Mrd wieder einzusammeln.


    Ich weis zwar nicht ob es stimmt, aber ich bin nach längerem Überlegen auf den Gedanken gekommen,
    dass die Staatsverschuldung und fractional Resver Banking eine extrem unheilige verbindung gebildet haben.
    Ein Großteil der Staatsanleihen wird nicht mehr durch Pensionsfonds gekauft, sondern durch Banken, die Staatsanleihen mit Krediten kaufen,
    die nur durch 5% unterlegt sind. Jede so gekaufte Staatsanleihe erhöht die Gesamt-Geldmenge.


    In der Privatwirtschaft werden Kredite durch Sicherheiten unterlegt (was die Kreditvergabe limitiert) und sie werden klassischerweise in einen Bereich investiert,
    der in sich die Fähigkeit trägt, aus Investments neue Produkte zu schaffen, für die andere Menschen bereit sind, geld auszugeben.


    Der Staat gibt nur wenige Prozent der Kredite für Investments aus, der Rest wird schlicht verfrühstückt.
    Auch die fehlenden Sicherheiten sorgen dafür, dass es kein Limit für Staatsschulden gibt.



    Jedes ernsthafte Zurückzahlen von Staatsanleihen würde zu einer hammerharten Deflation führen, zu einem regelrechten austrocknen der Wirtschaft,
    wie man es zu Zeiten des Edelmetallgeldes oft gesehen hat.


    Ich habe während meiner Reise in aller Ruhe nochmal den Outlook von Pimcos Bill Gross gelesen:
    den meisten ist sicher sein "Ring of Fire" in Erinnerung und die Bemerkung, dass Großbrittaniens Gilts (Staatsanleihen) auf einem Fundament aus Nitroglyzerin liegen.


    Ein paar Zeilen weiter zog er diverse Schluffolgerungen, schrieb auch nochmal, wie schwer es ist, richtige Wege zu finden.


    Dann schrieb er, in etwa, dass nur eines sicher sei, dass es dramatische Änderungen geben wird und dass alle Modelle , die auf 10 oder 20 oder 30 Jahre zurückblicken, nicht mehr angewendet werden können.


    Wenn man gegenüber dem Markt outperformen will, sollte man sich eine Investment Idee suchen, die in schwierigen Zeiten auf Ebene von Hundert Jahren funktioniert hat.


    Er zog die Schlußfolgerung: geh dahin wo Wachstum und wenig Schulden sind - und empfahl langfristig, die Schuldverschreibunbgen der G20 Länder unterzugewichten und stattdessen in Schwellenländer papiere und Währungen zu investieren - trotz des geringen Rechtsverständnisses dort.


    Wenn man überlegt: er nannte keinen konkreten Beispiele, wie man mit Schuldverschreibungen von wachsenden Volkswirtschaften outperformen könnte.


    Die USA wuchs in den 50ern enorm - und entledigt sich gleichzeitig per INflation der Schulden aus dem II Wk.


    Das wirkte enorm ausgleichend: mit Arbeit konnte man neue Dollars erarbeiten. Schon 1947 war der Reichtum in den USA gleichmässiger verteilt und nicht mehr wie 1929 in der Hand einiger weniger.


    Das was wir machen: Edelmetall Anlage ist eigentlich viel logischer:
    keiner weis, ob es gut oder schlecht ist, ABER es ist ein Wertspeicher, der in den vergangenen hunderten Jahren in Krisenzeiten andere Anlageformen outperformt hat.


    Ein Investment, dass nur sich selbst erhält und seine "Dividende" nur aus der Inflation zieht, ist natürlich ausserhalb der Denke eines Bond-Investors wie Pimco.