Beiträge von Dr_Meyer

    http://www.youtube.com/watch?v=P4hzx8_HnNE


    Peter Schiff über den Ausbriuch des Goldpreises.


    Interessanter Tag heute by the Way.
    Dass Gold irgendwann die 1000 dollar nimmt, war klar.
    In einem normalen Markt hätte es nun das "fait accompli" gegeben, d.h.
    das Ereignis, auf das spekuliert wurde, ist eingetreten - und viele Marktteilnehmer verkaufen.


    Dass Gold die Marke hält und heute auf 1012 Dollar geht, ist technisch ein sehr bullishes Zeichen. Wenn nichts außergewöhnliches passiert, wird am Ende
    des Tages in den Charts eine große weisse Kerze stehen:
    und sowas zieht technisch orientierte Trader magisch an.

    Der "american consumer" war in den letzten 20 Jahren DER Wachstumsmotor der Welt.


    Derzeit gibt es keine Anzeichen, dass die amerikanische Binnenkonjunktur wieder anspringt:


    Die Amerikaner leihen monatlich 10% (annualisiert) weniger. Der Absturz der Kreditsumme um 21,6 Mrd Dollar ist die sechste Verkleinerung der Kreditsumme in Folge.


    "Americans are borrowing less as banks and credit-card companies tighten lending standards. Consumer credit fell by 10 percent at an annual rate in July to $2.5 trillion, according to a Federal Reserve report this week. The $21.6 billion drop was the sixth consecutive decrease, making it the longest series of declines since 1991."


    The world’s largest economy contracted 1 percent from April through June, the Commerce Department said last month. The drop was the fourth in a row, making it the longest contraction since quarterly records began in 1947.
    Zwischen April und Juni 2009 ist die Volkswirtschat der USA um 1 % geschrumpft.


    Das hindert nicht daran, ab September 2009 ein stürmisches Wachstum zu prognostizieren:
    The economy will grow 2.4 percent next year, followed by a 2.9 percent expansion in 2011, according to the median forecast in the Bloomberg survey, taken from Sept. 3 to Sept. 10. The forecasts are little changed from last month’s estimates.


    http://www.bloomberg.com/apps/…20601087&sid=aD52sG7ougWg


    Was passiert eigentlich, wenn die Wirtschaft um 2% schrumpft und die Geldmenge um 20% steigt? Da sich Preise an die Geldmenge anpassen, müsste ein Wachstum (zumindest in Zahlen) von 18% entstehen!


    Interessant ist das, wenn man Warenmengen mit Geldmengen vergleicht:
    Irgendwo stand mal: Deutsche Stahlwirtschaft setzt XX Mrd euro um und sinkt damit auf Niveau von 1991.
    In einer anderen Zeitung stand: deuschte Stahlindustrie stellt xx Tonnen Stahl her und sinkt damit auf Niveau von 1951.

    Der innere Wert einer Sache besteht aus: nachwachsenden Resourcen + Materialeinsatz aus nicht nachwachsenden Resourcen + Energie.
    In vergangenen Jahrhunderten war Energie immer sehr knapp: wenn man wollte, dass sich das Rad am Bergwerk drehte, dann mussten halt Pferde oder Menschen dran drehen:
    und die brauchten immer Futter.


    Derzeit haben viele Dinge wenig Wert (inkl Gold und Silber), da es zu historisch extrem niedrigen Energiekosten möglich ist Maschinen laufen zu lassen,
    Chemikalien herzustellen, Gold zu waschen etc.


    Wenn Energie teurer wird, dann werden auch alle Dinge teurer, zu deren Förderung oder Herstellung man Energie benötigt.
    Wenn jemand meint, dass Gold 400 Dollar wert sein sollte, dann verkennt er, dass wegen der gestiegenen Energiekosten (und Inflation) es inzwischen bei vielen Firmen nur noch möglich ist,
    Gold zu 800 Dollar pro Unze zu fördern.


    Ich habe als Studi mal ein Buch über Kulturanthorpilogie gelesen:


    Bsp:


    In der Kalahari Wüste leben Buschmänner. Die Gegen ist so trocken und unfruchtbar, das man kaum glauben kann, dass da jeman lebt.
    Die Buschmänner sind aber recht gut genährt: denn sie essen zu 90/% Nüsse, die Eiweis, Kohlenhydrate und praktisch alle Vitamine enthalten.
    Beim Nüsse suchen verbraucht ein Buschmann ca. 1500 kcal und findet Nüsse für 2400 kcal.
    D.h. er kann davon leben und noch jemanden mit ernähren, der in der Zwischenzeit Werkzeuge herstellt oder Feuer macht.


    Europäer haben versuchsweise geschafft Nüsse für 700 kcal zu finden, dabei aber 2400 kcal verbraucht: d.h. sie würden verhungern.


    Ein Traktorfahrer, der über das Feld fährt und Getreide säht und erntet verbraucht pro Tag 2400 kcal,
    schafft erntet aber umgerechnet pro Stunde Getreide mit Nährwert von Millionen kcal.
    Aber: wenn man mit einrechnen würde, wieviel Diesel er verbraucht und wieviel Energie es gekostet hat, den Traktor aus Stahl herstustellen,
    ist die Bilanz negativ, d.h. er vernichtet Energie.
    de facto lebt die Welt also davon, dass Erdöl zu Getreide umgewandelt wird - bei Energierverlust.
    Noch extremer wird es, wenn man errechnet, dass aus dem Getreide dann Fleisch wird,
    d.h. aus Erdöl für 222.000.000 kcal wird Getreide für 1000.000 kcal und daraus wird Fleisch für 1.000 kcal.


    --------------
    So: die Zahlen waren ausgedacht: ich habe das Buch vor 20 Jahren gelesen, war irgendein Standardwerk von einem amerikanischen Professor.



    In diesem Kontext kann man erkennen, dass der gewaltige Produktivitätsschub in der Landwirtschaft zum großen Teil eigentlich nur eine Umwandlung von Erdöl zu Getreide und Fleisch ist.
    Aber es erklärt auch, warum die energieintensive Förderung von Rohstoffen ab den 50er Jahren so boomte und zu niedrigeren Rohstoffpreisen führte.


    Wenn nicht gerade ein Sonderfall eintritt und man einen Klumpen reines Gold findet, dann ist Gold geronnene Energie + Seltenheit des Elements.
    Und in diesem Kontext schwingen praktisch alle Dinge, die uns umgeben.
    Derzeit sind wie historisch gesehen in einer Zeit, in der Energie immer noch billig ist, aber dass kann sich ändern.
    Auch der Switsch zu Erdgas oder Atomenergie ändert daran nichts.
    Ich gehe davon aus, das Energie viel teuer werden wird: dass man allerdings Technologien finden wird, um Energie zu schaffen.


    Alles lässt sich im Prinzip als Tauschmittel einsetzen, wenn es einen inneren Wert hat.
    In historisch betrachteten Zeiträumen schwankt alles: auch Gold hat seinen Wert im Verhältnis zu Energie, anderen Rohstoffen, menschlicher Arbeit immer verändert.
    Die Sage vom "ewigen Wert des Goldes" ist eine Fabel: aber Gold hat noch nie seinen Wert verloren und ich vermute,
    dass Gold im Vergleich zu anderen Dingen (Milch, Eisen, Holz, Stahl, ) recht stabil war.


    Gold ist kein Schuldschein.
    Gegen einen Schuldschein ist nichts einzuwenden: wenn ich in der Kalahari-Wüste bin und bei den Buschmännern lebe,
    und einen kranken Buschmann pflege und versorge, dann gibt mir dieser einen "Schuldschein",
    dass er mich pflegen und versorgen wird, wenn ich mal krank werden.


    Ohne Kredite kann eine Wirschaft nicht gut funktionieren.


    Ich bin kein Wissenschaftler: aber es deutet sich an, dass das Aufnehmen von Schulden gesamtvolkswirtschaftlich nur dann förderlich wirkt,
    wenn das geborgte Geld/Gold eingesetzt wird, um echte Investitionen und Bildung auszulösen.
    Wenn geborgtes Geld/Gold eingesetzt wird, um nichtproduktiven Zwecken zu dienen (Krieg, allgemeiner Konsum, Immobilienkauf, Spekulation), dann löst Verschuldung
    gesamtvolkswirtschaftlich offenbar Zerstörung aus.


    Jeder Schuldner für sich hat möglicherweise noch die Absicht, das Gold/Geld zurückzuzahlen. Die Verschuldung für unproduktive Zwecke löst aber eine Zerstörung der Wirtschaft aus,
    die dazu führt, dass Schulner nicht zurückzahlen können.


    Im letzten Schritt des Kreditzyklusses kommt es OFFENBAR dazu, dass als Rettungsversuch Kredite aufgenommen werden, bei denen keinerlei Hoffnung auf Rückzahlung besteht.
    (Ich kann das nicht beweisen, aber nach dem, was ich beobachte, scheint es sowas wie "gute Verschuldung/ schlechte Verschuldung" zu geben.


    Regierungen können keine Werte schaffen: sie können nur denen, die Werte schaffen, einen Teil ihrer Früchte wegnehmen
    und diese umverteilen.
    Wenn Regierungsgeld eingesetzt wird, um ordnungsstiftende Funktionen zu unterhalten (Justiz, Polizei, Schule), die in ihrer Gesamtheit die Produktive Tätigkeit der Wirtschaftssubjekte unterstützen,
    dann scheint es zu funktionieren.
    Wenn aus dem privaten Sektor Geld durch Steuern, Abgaben und versteckte Abgaben abgezogen wird und nach eigenem Gusto "konsumiert" wird,
    dann scheint das Vorgänge in Gang zu setzen, die zur Zerstörung der Wirtschaft führen.


    Am Ende sind wie in Spanien im 17. Jh. beide bankrott: die Bürger UND der Staat.

    Brüssel: Neuigkeiten aus der Anstalt
    Udo Ulfkotte


    4.000 Euro Begrüßungsgeld gibt es nach dem Willen der EU-Kommissare demnächst für jedes Neugeborene in der Europäischen Union. Halt – das ist eine Lüge. Nun die Wahrheit: 4.000 Euro Begrüßungsgeld gibt es nach dem Willen der EU-Kommissare für jeden neuen Flüchtling aus dem Irak und aus dem Sudan, der nach Europa kommt. Das hat die EU-Kommission soeben auf ihren Webseiten veröffentlicht.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die das wirklich durchkriegen. Doch schon allein die Idee...
    Es ist einfach nicht zu fassen.

    Kenneth Rogoff ist Professor für Ökonomie an der Universität Harvard und früherer Chefökonom des IWF.
    http://www.ftd.de/politik/konj…interschlaf/50007314.html


    "Von der Königin von England bis zum entlassenen Autoarbeiter in Detroit fragen sich alle, warum viele Experten die Finanzkrise nicht kommen sahen. Das ist eine unangenehme Frage. Wie können politische Entscheidungsträger da so sicher sein, dass die Finanzkatastrophe nicht schon bald wiederkommt, wenn sie offenbar keine Ahnung hatten, dass eine derartige Krise überhaupt jemals eintreten würde?"


    Ein sehr schön unpathetischer Artikel über die Möglichkeit kommender Staatsbankrotte:
    der Mann muss es wissen.
    Besonder interessant für jeden, der glaubt, dass Staatsbankrotte einfach nicht passieren können.
    Nach den mathematischen Modellen, auf die er verweist, können Staaten auch mit sehr hoher Schuldenlast sehr lange leben, wenn das allgemeine Vertrauen bestehen bleibt
    (siehe Japan). Falls ein Ereignis eintritt, das dieses Vertrauen unterminiert, dann tritt der Staatsbankrott unmittelbar ein. Das kann jederzeit passieren.

    Die gleichen Leute, die die derzeitige Krise nicht haben kommen sehen, obwohl sie schon begonnen hatte,
    sind die Leute die derzeit Staatsbankrotte als Möglichkeit ausschließen.


    Jede Autoversicherung erhöht nach einem Unfall den Tarif um 50%. Die Menschheit gibt den gleichen Wirtschaftsführern und Politikern, die den ersten Wagen gegen den Baum gefahren haben (Banken), jetzt noch einen neuen Wagen (Staatsfinanzen), den sie auch noch gegen den Baum fahren können.

    Seite 2-3 Tagen geistert eine Nachricht durch die Newsletter: Kapitalerhöhung beim weltgrößten Goldproduzenten Barrick,
    um das Hedge book abzulösen.
    Ich habe von einem anderen Forums Member einen Ausschnitt aus einem kostenpflichtigen Newsletter bekommen und gebe des Inhalt mal kurz wieder.


    Barrick ist der weltgrößte Goldförderer. Barrick hat einen Großteil seiner Förderung vorab per Kontrakt verkauft,
    ist also "short".
    Ein Kapitalspekulant der "Short" geht, setzt auf den Niedergang der Aktie oder Anlage.
    Jemand, der etwas herstellt und dieses auf Termin verkauft, sichert sich eine Planungsgrundlage.


    Bei Barrick soll es aber soweit gekommen sein, dass sie inzwischen mit 9,5 Mio Unzen - also etwa 300 Tonnen - short sind.


    Falls eine Goldmine nicht genug Gold fördert, muss sie die Kontrakte mit Gold beliefern, dass sie nicht aus der eignen Erde holen,
    sondern vom Sportmarkt.


    Das passiert öfter als man denkt jund hat schon viele Minenfirmen in die Pleite oder die Fusion getrieben.


    Barrick führt derzeit eine ziemlich große Kapitalerhöhung durch: mehrere Milliarden.
    Während üblicherweise mit Kapitalerhöhungen gewaltige Investitionen getätigt werden, soll diesmal das Geld genommen werden,
    um das Short-Buch von Barrick aufzulösen.


    Ingesamt soll Geld für 1,9 Mrd Dollar in die Hand genommen werden, um am Spot Markt Gold zu kaufen,
    um damit Lieferverpflichtungen zu bedienen.


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    Was bedeutet das alles?


    Sehr viel:


    Minenunternehmen beobachte ich nur sehr am Rand: ich hatte schon öfter davon gehört, dass Goldminen zu viele Short verkauft haben.
    Im prinzip sind Minenunternehmen auch nur Firmen: die wollen Gehälter zahlen, Boni an CEOs und einen hohen Aktienkurs sehen:
    Und fast jedes moderne große Unternehmen ist kreditsüchtig.
    Und Goldunternehmen können statt eines Kredits auch Gold auf Termin verkaufen:
    sie glauben ja, dass sie Markt und nachfrage kennen, so dass eine Finanzierung über den Verkauf von Kontrakten vielleicht günstiger ist als die Aufnahme von Krediten.


    Partner Bank von Barrick ist JP Morgan: und genau JP Morgan hat im August urplötzlich 20 Tonnen Gold via SPDR Gold trust gekauft.



    Was bedeutet das für den Goldmarkt?


    Laut dieser Meldung will Barrick für 1,9 Mrd dollar Gold kaufen: das wären beim Kurs von 1000 Dollar etwa 1,9 Mio Unzen und 62 Tonnen.
    Barrick muss nicht jeden Preis zahlen: sie werden tunlichst kursschonend kaufen, immer am unteren Rand: "buying the dips"


    Für den Goldmarkt bedeutet dass, dass neben den Chinesen noch ein zweiter großer Player am Markt ist, der am unteren Rand
    kauft.
    Größere Ausbrüche nach Unten sind meiner Meinung nach ohnehin ausgeschlosssen, da die Inder dann ihren Kaufstau nachholen würden.



    Bei einer Investition möchte man gewinnen.
    Und das wichtigste ist; man sollte nicht verlieren.
    Gold es jetzt zu einer Anlageklasse geworden, die nach unten extrem gut abgesichert ist.


    Eben so interessant ist, dass diese massive Veränderung beim weltgrößten Goldförderer JETZT kommt,
    ein Jahr nach Lehman.
    Die erste Welle des "Count down to armageddon" ist definitiv angelaufen und es setzte eine Beruhigung ein.
    Gold ist aber nicht im preis gefallen.
    Und Barrick geht davon aus, dass Gold langfristig im Preis steigen wird.
    Man weis nicht, auf Basis welcher fakten sie diese Entscheidung getroffen haben:
    vermutlich haben sie keine Eichelburgschen Untergangsszenarien eineplant,
    aber sie kommen trotzdem zu der Einschätzung, dass der Goldmarkt und der Goldpreis sich so stark ändert,
    dass sie diese Kapitalerhöhung durchführen müssen, um ihr Hedge Book loszuwerden.

    Was jemand sagt, ist die eine Sache. Was jemand tut, ist eine andere.
    Wenn Goldman Sachs sagt, dass Gold überbewertet ist, ist das eher ein Kontraindikator.
    Wenn irgendein NTV Kommentator sagt, dass Gold recht teuer sei und rückschlagspotenzial hat,
    ist dass eine Meinung eines uninformierten Geistes. (was weis dieser Mann, über Gold, außer das man es frühe rmal billiger bekommen hat.
    Und wenn er so sicher wäre, warum geht er nicht short und macht ein Vermögen mit Gold-leerverkäufen?)


    Wenn der weltgrößte Goldförder eine jahrzehntelang geübte Geschäftspolitik ändert - und Taten folgen lässt,
    dann ist das ein wichtiges Signal.


    Egal was Goldbugs über Gold und seinen Glanz und seine ewigen Werte denken: der langfristige Papiergeld-Preis
    wird über Demand & Supply gemacht.
    Und Barrick hat offenbar lange analysiert und die Schlußfolgerung gezogen, dass sich die demand & Supply Situation
    nachhaltig geändert hat.

    steuern senken ist zur zeit auch wenig hilfreich. das problem ist nicht die höhe der gewinne sondern diejenige der verluste. und zweiteres kann man mit steuern nur schwer beeinflussen.

    wenn ein Unternehmer keine Möglichkeit sieht, durch Investments Profite zu erzielen, dass lässt er es.
    Egal wie hoch die Steuern sind, die er später zahlt:
    Interessant die Statistik von Marc fABER in der PPT einen Punkt höher: der erwirtschaftete Profit pro non-finanicial Kredit-Dollar sinkt seit 20 Jahren
    und dürfte nach Charttechnik 2014/2015 den Nullpunkt schneiden.


    Die Kunden meiner Produkte sind Europäer und Amerikaner (Endkunden).


    Der US Kunde war in den letzten 20 Jahren DER Motor für Wachstum: mit gewieften Marketingmethoden hat man es geschafft,
    erwachsene Menschen zu Kindern zu machen, die alles sofort haben wollen, ohne über Konsequenzen nachzudenken.
    Diesen "erwachsenen Kindern" hat man unbegrenzten Kredit in der Weltreservewährung gegeben.


    China und Korea haben den Amis die Flachbildschirme produziert und die Schulden gleich mitgekauft.
    Und Deutschlands Maschinenbauer haben super davon gelebt, dass die Asiaten ihre Industrie mit neuen deutschenMaschinen ausgerüstet haben.


    The American Consumer is broken: Die Krise ist für ihn ein traumatisches Ereignis, er wird wohl nie wieder so wie vorher sein:
    selbst wenn er Kredit bekommen würde. Ben Bernenke kennt nur seine Zahlen: er weis nicht, was ein Trauma für einen Menschen
    bedeutet, wenn er Arbeit und heim verliert.
    Und er weis nicht, wie Menschen funktionieren: Menschen nehmen Gefahr wahr: stand vor ein paar Tagen in Spiegel:
    Menschen, die den Angstschweiß anderer menschen riechen, "wittern" gefahr, machen sich abwehrbereit.
    Auf jeden Ami, der sein haus verloren hat, kommen 4-10 Freunde/Bekannte, die "in Deckung" gehen, d.h. ihr Ausgabeverhalten anpassen.
    Und wenn sie sich Schußwaffen und Lebensmittelvorräte anschaffen, dann sieht das Bernenke in seiner Statistik vermutlich noch
    als lebhafte wirrtschaftliche Aktivität.


    Der amerikanische Kunde ist ausgefallen: Damit stockt alles: was soll ein deutscher Unternehmer mit billigem Kredit, wenn er keine Kunden hat und eigentlich kapazitäten abbauen muss.


    Alles an den Aktienmärkten ist Spekulation. Richtiges geld verdienen können nur Unternehmen, die ihre Waren nicht verkaufen, sondern verteilen: Lebensmittel & Energie.
    Alle Waren, die ihre Käufer verführen müssen sind tot.
    Der Gedanke, dass traumatisierte amerikanische Kunden wieder anfangen zu konsumieren wie vorher ist absurd.
    da helfen auch keine Steuersenkungen: weder für Consumer, noch für Firmen.


    Um ein etwas blödes beispiel zu nehmen:
    es ist nicht abzustreiten, dass ein elegantes Abendessen, aufmerksame kleine geschenke
    und opulente Rosensträuße auf Frauen eine gewisse Wirkung entfalten.
    Das wurde millionenfach bewiesen.
    Nur wenn ein traumatisches Ereignis eingetreten ist - ich nehme eine vergewaltigung,
    dann sind die Gesetze außer Kraft: da dürfte der Anblick von Rosen und Candle Light eher Erbrechen auslösen.


    Und auch wenn Ben Bernenke und Timothy Geitner den amerikanischen Konsumenten
    wieder "in Stimmung" bringen wollen: ES GEHT NICHT. der menschliche Faktor spricht dagegen.
    Kreditkarten und Autofinanzierungen dürfte noch für sehr sehr lange Zeit an amerikanischen Konsumenten abperlen wie
    an Wasser an Teflon.


    Was immer wieder vergessen wird: die letzten Jahre waren nicht nur für US-banken, sondenr auch für Produzenten in Asien und deutschland ein Bombengeschäft. (nur die deutschen Endkunden wurden nicht benötigt! Was war ein deutscher Endkunde mit jährlich 5.000 frei verfügbaren Euro nach abzug von Krankenkasse, Steuer, GEZ und Miete gegen einen amerikanischen Kunden, dessen haus jährlich 50.000 Dollar mehr wert war und der gerne einen überteuerten BMDobbelyou gekauft hat).


    Der eigentliche Schock kommt erst noch: bis jetzt hat sich der amerikanische Kunde nur geweigert, wie gewohnt zu konsumieren.
    Aber er hatte noch das Surrogat einer Weltwährung in der hand. In den kommenden Monaten und Jahren wird eine
    zunehmende Zlotisierung des Dollars einsetzen: damit ist der Wachstumsmotor ausgefallen.


    Der US Markt wird immer ein interessanter Markt bleiben: aber ähnlich wie in Brasilien und Mexico, werden sich Unternehmer, die dort Geschäfte machen, in 2015-2020 fragen, was sie mit den ganzen Zloties machen sollen, die sie dort verdienen.

    Verschiedene Marken-Lebensmittel: Preissteigerungen durch verkleinerte Packungsgrößen zwischen 5 und 20% innerhalb von 6 Monaten.


    Das sieht auf den ersten Blick nicht so doll aus: wer das nicht erstnimmt macht den Fehler meiner Freundin:
    "Der Spritpreis wurde erhöht" -
    "Das macht mir nichts aus, ich tanke immer nur für 20 euro"


    Im text genannte Beispiele:


    Verkleinerung der Packung von 500 g auf 400g = Teuerung 20%
    Senkung des Fischanteils bei Fischstäbchen von 70 auf 52% = Teuerung 25,7%
    Verringerung der Flaschenanzahl beim Bierkasten von 30 auf 27 Flaschen bei gleichem Preis = Teuerung 10%
    Verringerung der Anzahl der Windeln pro Packung von 44 auf 40 = Teuerung: 9%

    In allen Fällen blieben die ausgezeichneten Preise die gleichen!!


    Diese Teuerung gab es innerhalb von 6 Monaten seit Freigabe der Packungsgrößen!
    Das könnte sich als so ein Bumerang erweisen wie die Einführung des Euro, der die Preise ebenfalls klein aussehen lies.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…ice/0,1518,647924,00.html

    Du kannst mal davon ausgehen, dass ein Redakteur bei Hrn Marquard (Focus), der etwas gegen CDU/CSU/FDP schreibt, was jenen wirklich weh tut, seinen Gallau beim Portugieser, zukünftig auf ungedeckten Kredit trinken wird.

    Marquard ist inzwischen sehr sehr reich - und ist damit de facto nicht mehr Beoachter sondern Verteider des Systems. Für ihn wurde sogar die Burda Dienstwagen Regelung geändert,
    damit er ein Coupe als Dienstwagen fahren kann. Er ist mit Dr. Burda zur Schule gegangen, die beiden sind dick befreundet.
    Sehr reiche Menschen in Festanstellung sind die letzten, die vom System noch profitieren: sie spüren nicht den ständig enger werdenden Griff des Steuerstaates, den selbständige Unternehmer spüren.
    Ich habe lange nicht mehr den Focus gelesen:
    Marquard ist ein sehr kluger Mann, aber er ist so tief im Netz von Münchner Chick, gutem Essen, FC-Bayern, Tegernsee-Wohlstand, das er den Bezug zur Realität verloren hat.
    Das ist keine üble Clique: das sind teils sehr nette Menschen. Aber man braucht von denen keine Impulse erwarten.
    Burdas Frau sagte mal, dass sie zwar wisse, wie das Geld aus dem EC-Automaten rauskommt, dass sie aber nicht wisse, wie es hineinkommt.
    Ich habe sie nur einmal live getroffen: und das war promt in Skt. Moritz am Geldautomaten.
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    Den Gallau beim Portugiesen: das ist Hamburg: Gruner + Jahre, direkt am Hafen


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    Davon abgesehen: gestern habe ich irgendwo hier im Forum geschrieben, dass es einen Riesenunterschied macht, ob bei der FTD irgendwo auf den hinteren Seiten ein Artikel über den Niedergang der US Wirtschaft steht, der mit den Worten endet "es ist nicht zu fassen" - oder ob das auf Seite 1 platziert wird.


    Hat einer gestern gesehen, wo der Artikel stand? Heute zumindest steht er auf Seite 1: mit der Überschrift "Es ist nicht zu fassen".

    Noch eins:
    1. Derzeit wird ja das Silber und Gold mittels Shortpositionen von 2 - 3 amerikanischen Banken manipuliert. D.h. aber auch, wir bekommen nicht den Wert des Silbers in Geld, wenn wir es verkaufen. Da nützt es auch nichts, wenn wir den wahren Wert des Silbers kennen, uns darüber ärgern, es publik machen usw. Es ist Fakt und wir kommen nicht darum herum.
    2. Diese 2 - 3 Banken kostet das mitunter viel Geld, weswegen sie durch Steuergeld von der FED gestützt werden. Also werden diese Manipulationen durch die Steuerzahler und Stützer des Dollar bezahlt, da dieser (fast) unendlich vermehrbar ist.
    3. Wenn er denn kracht oder noch wertloser wird, kommt das SZR des IWF zum tragen. Jetzt kann kann weiter das Silber und Gold nach unten manipulieren. D.h. wieder, wir bekommen nicht den Wert des Silbers in Geld, wenn wir es verkaufen. :O Teufelskreis, oder?

    Nicht ganz: ein Teil der Markteilnehmer lässt sich Spekulationsgewinne an der Comex in Dollar auszahlen. Ein anderer Teil besteht auf Erfüllung der Kontrakte durch physische Lieferung.
    So lange der größte Teil der Marktteilnehmer sich nur Spekulationsgewinne in beliebig vermehrbaren Dollars auszahlen lässt, ändert sich das System nicht.


    Seit mehr als 6 Monaten sieht man aber, dass Smart Money und inzwischen auch Big Money physisches Gold kauft.


    Auch die ETFs nehmen viel Edelmetall vom Markt, selbst wenn man unzterstellt, dass sie 5-10% wieder verleihen.


    Kein Mensch weis wirklich, wie groß die Investmentnachfrage nach Gold und Silber ist: man weis aber, dass Schuckhersteller und Industrie drastisch eingebrochen sind.
    Da EM preise trotzdem steigen, ist die Investmentnachfrage offenbar sehr hoch.
    Und Investment lässt sich nicht mit Papierkontrakten abspeisen: falls ein ETF Gold an der Comex kaufen sollte, dann lässt er es ausliefern.
    Wobei ich vermute, dass Fonds lieber am physischen Markt in London kaufen:
    der Preis ist der gleiche und bekommt das Gold schneller und leichter geliefert.


    Also: kein Teufelskreis.
    Eher ein Discount für Kleinanleger:
    da sich Pro Aurum und alle anderen Goldhändler am Spotpreis orientieren, kann man physisches Gold kaufen, wenn in Amerika wieder lang laufende Staatsanleihen versteigert werden: wie z.B. heute und morgen.

    Wer glaubt, dass es nur an der deutsch deutschen Grenze Tote gab, der irrt:
    während der Hochzeit des Schmuggels von 1946 bis 52 gab es 32 "Mauertote" an der belgischen Grenze: also 5,3 Tote pro Jahr.
    Hätte es ein unverändertes Grenzregime und ein unverändertes Wirtschaftssystem auf beiden Seiten gegeben,
    dann wären (fiktiv) von 1946 bis 1989 an der kleinen belgisch-deutschen Grenze 229 Tote aufgelaufen:


    "...Einige der Fälle belegt er in seinem Buch. So starb 1948 der 16-jährige Heinz Bertram an den Folgen eines Schulterschusses, der seine Schlagader anriss, 1951 wurde eine 36-jährige Frau erschossen - obwohl sie keine Schmuggelware bei sich hatte. Ein Jahr später tötete ein Zollbeamter einen 18-jährigen Pferdepfleger, der zwei Warnschüsse ignoriert hatte, mit einem Kopfschuss - bei sich trug er Schmuggelware im Wert von 60 Mark. Ein Gericht bescheinigte dem Todesschützen später, er habe "nach Dienstvorschrift" gehandelt. Als sich solche Vorfälle häuften, beschimpften wütende Aachener Bürger Zollbeamte als Mörder oder warfen mit Steinen auf Zollhäuser. "


    http://einestages.spiegel.de/s…ebohnen_blaue_bohnen.html

    Dollar-Bashing auf allen Kanaelen - waere nicht verwunderlich, wenn das Zentralorgan der Wall-St ins selbe Horn blaest.

    naja, hin und wieder kommen auch von der Presse vernünftige Meinungen: sonst hätte Eichelburg mit seinem täglichen "Pressespiegel des Grauens" gar nicht so viel Materia.
    Ich verweise immer wieder gerne auf meinen Lieblingsartikel im Handelsblatt "es werde geld , es werden krise".
    Wie endet der Artikel auf FTD zum Dollar: "es ist nicht zu fassen."


    Immerhin sei erinnert, dass auch während der Milchmädchenhausse im Jahr 2000 kurz vorher die Blase so offensichtlich wurde,
    dass auch die Presse drüber berichtete.
    Damals war auf dem Titelblatt des Stern eine große Blase und eine Nadel: wann platzt die Blase?


    Im Grunde kommt es jetzt nur noch auf die Platzierung an: so lange auf den hinteren Seiten der Zeitschriften steht: "es ist nicht zu fassen" geht noch alles seinen Gang.
    Aber sobald das erste Mal auf der ersten Zeite eine große Schlagzeile steht: der Kaiser ist nackt, dann könnte dass ein Signal sein.


    Das ist dann wie im Kino: alle wussten, dass nach dem Abspann das Licht angeht, man hätte problemlos den Saal verlassen können,
    aber solbald das Licht angeht, wollen alle gleichzeitig raus und die Ausgänge sind verstopft.

    Dr_Meyer:


    Im Moment sieht es ja eher nach a) aus, oder? Als Beispiel: Steigender Euro, günstiger Goldpreis in EUR und Sprit ist an den Tankstellen auch günstiger geworden, obwohl das Öl (Brent Crude Oil Spot) gestiegen ist.

    So schnell entscheidet sich dass nicht:
    Das Dollar/Euro Verhältnis hat zwar charttecnnisch heute eine wichtie marke genommen,
    aber dass ist noch keine Bewegung, die Notenbanken und OPEC auf den Plan rufen wird.


    wenn man für einen euro zwei Dollar bekommt und Gold 1800 dollar kostet, wird uns die OPEC schon mitteilen,
    welchen Dollarpreis sie für angemessen hält.


    Gleiches gilt für die Notenbanken EZB, BoE, BoJ: die können jederzeit beliebige Mengen Geld drucken und damit Dollar aufkaufen um den Kurs zu stabilieren.
    Natürlich würden die Bilanzen der EZB dann bald so aussehen wie die Bilanz der FED.
    Auch die Notenbanken Europas und japans wissen, dass sie nicht stärker sind, als der Markt.


    Von daher kommt es drauf an, wann der Markt sein Urteil über den Dollar spricht und wie drastisch dieses Urteil aussieht.

    Also ... wohin soll dann die Reise gehen? Denn die Produktpreise im Dollarraum, werden ja davon folglich profitieren können /müssen ...


    Frage: Herr Dr_Meyer, habe ich jetzt hier einen "Gedankenfehler" - oder liege ich in meiner Annahme richtig?

    Gruss auch


    bettelmann

    Jein: klar, wird es irgendwann irgendjemanden geben, der trotz des allgemeine Chaos einen Bargain macht und 2000 Apple Notebooks oder eine Harleay für einen lachhaften Betrag aus den USA ausführt.
    Gab es bei den Währungszusammenbrüchen in den 20er Jahren auch, da haben auch die kleinen Leute mitgemacht.


    Aber Apple Notebooks werden in China zusammengebaut und der Fall mit der Harley ist ein Sonderfall.
    Wie groß war der Dienstleistungssektor in den USA? 50% des GDP?
    Wie groß war der Service sektor in den USA?
    Stand nicht irgendwo mal dass 30 oder 40% des US GDP aus "Leistungen" der Finanzindustrie stammen?


    Derzeit gibt es in Amerika kaum noch Produktion.


    Und alles, was vom den Weltmarkt auf den US Markt kommt und in US Dollar bepreist wird, wird in den Preisen angepasst: d.h., wenn der Dollar fällt, wird der Ölpreis steigen.


    Zwischendurch kann es kurz und mittelfristig für uns günstiger werden:
    d.h. dass Produzenten ihre Dollarpreise senken, um auf dem US-Markt präsent zu bleiben.


    Es kann aber auch genau andersrum sein, dass alle Notenbanken der Welt mit dem fallenden Dollar einen Abwertungswettlauf starten,
    um ihren Exporteuren zu helfen und eine Flucht aus dem Dollar in Euro, Yen und austral Dollar zu verhindern.
    In diesem Fall werden auch für uns Dinge teurer.


    IN diesem Fall bekämen wir eine importierte Inflation.


    Stell dir zwei gewaltige Wasserhähne vor: aus einem eiskaltes Wasser, aus dem anderen kochendes Wasser.
    Da ist es schwer, nur von der Optik her einzuschätzen, ob das Wasser in der Badewanne lauwarm oder warm wird.


    Bestes Beispiel: der Golpreis in 2007 und 2008:


    Die Vermehrung der Geldmenge in den USA hat massiv den Preis des Goldes getrieben. In Dollar ist Gold stärker gestiegen als in Euro.
    Im Herbst letzten Jahres gab es eine Counter Trend Rally: der Dollar ist gestiegen:
    europäische Banken brauchten Dollar um Geschäfte glatt zu stellen. Die FED hat sich über swap geschäfte euro und yen geborgt und den Dollar gestützt.
    Durch den Dollaranstieg mussten massiv Shorter ihre Dollar-Shorts glattstellen.
    Durch den hohen Dollarkurs hat Gold im Febr/März in euro seinen Höhepunkt erreicht und war auch höher als jetzt.


    etwa so kann es auch bei einem Dollarcrash für uns sein:
    a) es kann sein, dass für uns Rohstoffe aus dem Dollarraum billiger werden:
    b) es kann auch sein, dass die Notenbanken euro und yen abwerten, um mit dem Dollar nach unten gehen: dann würde auch für uns vieles teurer werden und wir hätten eine importierte Inflation wie 2007






    Zwischend

    Soviel zum Thema Journalismus.
    Und diese Dumpfbacken machen sich über das Goldseiten-Forum lustig. [smilie_denk]


    Gruß meggy


    Es gibt nicht DEN Journalismus: Bei Faz oder Handelblatt gibt es Leute, die seit den 50er Jahren Wirtschaftsdaten lesen, die schon viele Regierungen erlebt haben und die abgeklärt sind:
    die haben z.Z. uralte Verträge, sind unkündbar und schreiben was sie wollen.


    Bei Focus oder FTD hast Du Redaktionen, die vor 15 Jahren aus dem Boden gestampft wurden, die ein dünnes Anzeigengeschäft haben und sich keine (erfahrenen) Edelfedern leisten können.
    Da kann es bei der FTD passieren, dass ein Youngster, der die Russland-Krise nicht erlebt hat, einen Artikel über Währungen und Gold schreibt
    und dabei auf seinen Erfahrungen der letzten 3-4 Jahre aufbaut.
    Das sind Leute, die können Wirtschaft nicht verstehen, weil sie selbst gar keine Wirtschaftssubjekte sind.
    Die können von ihrem Festgehalt eine Single-Wohnung mieten, von der sie sich reinreden, dass sie in einem hippen Stadtviertel liegt. Wenn sie im Portugiesenviertel neben dem Verlagsgebäude mehr als einen Milchkaffee mit Kuchen in der Mittagspause trinken, schrammen sie schon am Dispo vorbei.


    Man braucht nicht viel Geld, um glücklich zu sein: und ein sicherer Job bei einem Großverlag und ein Milchkaffee in der Mittagspause können glücklich machen.
    Aber wie sollen Habenichtse mit einer "vor dem Journalismus hab ich 2 semester BWL studiert"-Qualifikation über Wirtschaft schreiben können: es geht nicht.
    So ein Redakteur wird niemals die sorgen eines Familienbetriebs verstehen, der vor der Kreditklemme steht, oder eines reichen Rentiers,
    der die Regierung und EZB hasst, weil sie sein Vermögen wie Butter in der Sonne schmelzen lassen.
    Die Redakteure sind natürlich keine Idioten: nach Dollar-Crash, Staatsbankrott oder Währungskrise werden sie uns mit vielen schnurrigen Artikel unterhalten,
    die genau erklären, wie das alles so kommen konnte.
    Es bringt nichts, auf Journalisten zu schimpfen: die meisten können nichts dafür, dass sie die Lage überhaupt nicht erfassen.
    Die sind es gewohnt, dass sie am Ticker stehen und dass da was rauskommt: eine Nachricht von Reuters und DPa:
    dann heisst es: das sieht interessant aus, mach dazu mal was.
    Und was nicht aus dem Ticker rauskommt, das existiert nicht.
    Selbst wenn es auf der Website des US Schatzamtes steht.
    Derzeit druckt die FED täglich 3,6 Mrd Dollar.
    Das reicht aus, um jeder amerikanischen Familie mit 2 Kindern monatlich mit 1.400 dollar gedrucktemn Geld zu versorgen.
    Am Comer See sagt ein Chinesischer Notenbanker, dass Geld drucken den Dollar ins Armageddon führt.
    Das sind Nachrichten, die suchen sich Leute, die Wirtschaftssubjekte sind, wie wir: die keine Festanstellung haben, die geld haben, die Kinder haben,
    die eigenständige Entscheidungen für sich und die Firma treffen müssen.


    Redakteure werden diesen Schwindel erst bemerken, wenn aus dem Ticker die Nachricht von Reuters kommt:
    "Gold steigt stündlich um 200 Dollar. Timothy Geithner dementiert Gerüchte über Staatsbankrott"


    Wenn ich den Journalisten in diesem Jahr das Wort "überraschend" wegnehmen würde, dann hätte FTD.de wohl 10% weniger Text.
    Und es wird für die Jungs und Mädchen weiter überraschend bleiben.

    Jeder mit eigener Lagerhaltung war irgendwann schon mal zu optimistisch:
    wer das Gefühl kennt, auf ein prall gefülltes Lager zu blicken - bei gleichzeitig wegbrechendem Umsatz,
    der bestellt erst mal ganz lange gar nichts nach, einfach nichts.
    Das geht mir zumindest mit meiner eigenen Firma so.


    Wenn die allgmeine Stimmung pessimistisch ist, dann wird erst nachbestellt, wenn, wenn das Lager auch nach 10 Rundgängen leer ist,
    keine Retouren kommen, die Nachbestellungen drückend werden.


    Bei Produkten, die schlecht zu geringe Absatzzahlen haben, erzählt Media Markt den Kunden sogar, das Produkt sei nicht mehr lieferbar:
    nur um zu verhindern, dass man sich das Lager mit einem vermeintlichen Ladenhüter vollstellt.


    Und wenn dann wirklich alle Lager leer sind, bei allen: dann müssen, da die Verkäufe ja doch grösser al Null sind,
    mitten in der Krise Lagerbestände aufgefüllt werden.


    Diesen Lagerauffüllungseffekt hat es es immer wieder gegeben!
    und immer wieder waren die Leute erstaunt, wenn mitten in der schlimmsten Krise die Order wieder steigen.


    (Irgendwo gab es auf Youtube vor 3 Monaten ein Interview mit Stephen Roach, der auch sagte, dass diese ganzen Greenshots nur ganz normale Lagerauffüllungen nach dem Absturz sind).


    Üblicherweise ist dieser Effekt dann so stark, dass die Börsenkurse den Boden finden, dass die Stimmung sich verbessert.


    Der derzeitige Rückgang ist genau so normal wie der vorherigge Stopp.


    Jetzt gibt es zwei Szenarien:
    a) entweder alles stabilisiert sich auf niedrigen Niveau.
    b) es treten Dinge ein, die zu einem völligen Käuferstreik führen, z.B. würde ein Staatsbankrott oder eine Währungskrise in einem wichtigen Land dazu führen, dass praktisch alle Akteure in Schockstarre verfallen würden,
    wie damals beim 11. Sept 2001


    Das einzige, was diemsmal ungewöhnlich war, war das extreme Hochgehen der Börsenkurse.
    Normalerweise reichen die Greenshots nur aus um den Boden zu finden. Eigentlich müssten die Kurse an einer Mauer der Angst, sehr langsam und unter geringen Umsätzen hochkrabbeln,
    begleitet von Rückschlägen.
    Während des Bottoms muss man Kaufen und mutig sein: 2 Jahre später freut man sich über 60% plus.


    Diesmal wurde 6 Monate nach dem Bottom eine Eurphorie verbreitet, die an Kokain-Konsum erinnert, ich war bei vielen Aktien nach 3 Monaten 30-40% im Plus:
    das war ungesund.
    deswegen bin ich auch komplett aus Aktien raus.
    Die Börse ist echt gruselig geworden.

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff:


    die "Freunde" des US Finanzministeriums, die Primary Dealers, haben seit Juni 103 Millionen U.S. Treasuries aus ihren Beständen entfernt: während sie voher 93,6 Mrd hatten,
    sind sie nun 10,5 Mrd Short: d.h. sie haben Lieferverträge mit dritten um 10,5 Mrd U.S. Trasuries zu liefern, glauben aber, diese in Zukunft billiger zu bekommen als derzeit.


    Holdings of Treasuries by the 18 primary dealers of U.S. government debt that trade directly with the Federal Reserve fell to a negative $10.5 billion last month -- a so-called net short position -- from a record net long of $93.6 billion in June, according to data compiled by the central bank.


    Gleichzeitig haben JP Morgan und Merryl Lynch große Mengen Gold über den SPDR Gold Fond erworben:
    JP Morgan hat seine Position am weltgrößten Godn Fond um 202,7% erhöht und ist nun nach dem Paulson/Greenspan Fond der größte Shareholder des Goldfonds.


    JP Morgan hat sich damit kurz vor Ladensschluß ca. 20 Tonnen Gold gesichtert (na gut, so sicher halt ein Fond sein kann).


    Die Deutschen haben in Q2 ca. 25 Tonnen Gold gekauft: das zeigt die Dimensionen, mit welcher Leichtigkeit big Money Gold kaufen kann.

    Wie schnell die Zeit vergeht: die letzte Versteigerung der 30 jährigen Treasuries war am 13. August: an dem Tag habe ich Gold nachgekauft.
    Übermorgen steht wieder eine Versteigerung der 30 jährigen an.


    Vielleicht sehen wir ja gerade ein Gold Kartell Vice Versa: sonst wurde der Goldpreis gedrückt, um Staatsanleihen gut aussehen zu lassen:
    diesmal wird von den Bondwächtern (China), der Goldpreis gepusht, um die Staatsanleihen schlecht aussehen zu lassen und den Teufel einer Alternativwährung (Gold) mit eingebautem
    Zinssatz (25% p.a.) an die Wand zu malen.


    Die Bemerkungen des chinesischen Notenbankers vom Comer See klingen noch nach: wenn weiter Geld gedruckt wird, um Trasuries zu kaufen, wird der Dollar hart fallen.


    Wie sagte der Inquisitor in Berthold Brechts Theaterstück "Galileo Galilei": "Zeigt ihm die Werkzeuge" - auf dass er widerrufe.


    Verhandlungen haben nichts geholfen, jetzt werden die Folterwerkzeuge gezeigt.
    Und nun muss sich die amerikanische Finanzelite entscheiden, ob sie den last exit nimmt und mit steigenden Zinsen und Sparmaßnahmen den Haushalt sanieren will oder
    ob sie den vermeintlich leichteren Weg des Geld druckens fortfahren möchte:
    Das ist ein kurzfristig bequemer Weg, der die Vermeidung von Härten und Zumutungen verspricht - aber direkt in die Hölle
    der hyperinflation führt.