Beiträge von Dr_Meyer

    Wenn Instinkt, dann ist die NWO schon weiter in den Köpfen als gedacht... :hae:
    Ich weiß nicht ob genetisch veranlagt oder angelernt, aber was nicht ins Weltbild passt wird ignoriert. Vielleicht eine Schutzfunktion aus der Evolution, es wird sich zeigen wie vorteilhaft es sein wird diese zu haben... Und diesen Finanz-Krempel will wirklich niemand mehr hören... Klatsch und Tratsch und Spielereien und Sport und ... sind viel interessante Themen, bei denen man ZUGUCKEN kann 8)
    Ich bin noch nicht so alt, aber schon enttäuscht über den erlebten Werteverfall. Das gehört wohl in den GEC oder global moral crash.
    Aber es gibt auch positive Ausnahmen! Wenn man offen auf Leute zugeht, erlebt man immer wieder Überraschungen...
    Grüße,
    Statist

    Nicht ganz so kompliziert: dazu gab es mal einen guten Spiegel Artikel über Gehirnforschung: da wurde gezeigt, dass das Denken und Tun über die gleichen Gehirnzentren gesteuert wird,
    wie bei Tieren.
    Der rationale Teil des Gehirns ist fähig, abstrakte Probleme zu lösen:
    wenn aber Lösungsansätze aus dem abstrakten Teil des Gehirns auf Probleme stoßen, die durch den "tierischen Teil" des Gehirns bearbeitet werden,
    dann behält der tierische Teil des Gehirns oberhand.
    D.h. man kann zwar auf abstrakter Ebene eine Gefahr erkennen, aber da sie noch nicht real, für den tierischen Teil des Gehirns fassbar ist,
    erfolgt keine Handlung.
    Ich habe zweimal mich gezwungen, während extremer Baisse-Phasen an der Börse Aktien zu kaufen: gefühslmässig hat es mir total wiederstrebt,
    mir war total schlecht danach, ich dachte ich müsste mich übergeben.
    Inzwischen habe ich einen Trick rausgefunden: ein guten Schnaps: dann fällt es leichter, Entscheidungen zu fällen.


    Im Grunde ist unser Gehirn durch die Evolution gehandicapt: zu allem, was wir nicht aus eigener Erfahrung kennen, fällt es uns schwer aus abstrakten Überlegungen heraus entscheidungen zu treffen.


    Es hilft sehr, wenn man abstrakte Überlegungen durch Stoff unterfüttert: d.h, wenn man sich mit Leuten unterhält, die die Weltwirtschaftskrise mitgemacht haben,
    die Enteignungen und Inflation erlebt haben. Oder wenn man was dazu liest.


    wenn man Leute überzeugen will: ja, das ist sehr schwer, aber ich versuche es trotzdem hin und wieder. Und meine Quote ist gar nicht schlecht.
    Manchmal passiert es, dass die Leute sowas ähnliches schon mal gehört haben: und dann fangen Sie an, nachzudenken.

    Weiß jemand, was mit dem Berninger in seinem neuesten Video los ist? Er hat am 04.09. eigens ein Update gemacht, in dem er sagt, daß wir seiner Ansicht nach vor einem schweren deflationären Schock stehen, da aber die Zentralbank in Tel Aviv die Zinsen angehoben hat, würde er einen Währungsschnitt in Betracht ziehen. Wie er auf diese Schlußfolgerungen kommt, sagt er leider nicht. Wird wohl als "Basiswissen" vorausgesetzt.


    Das Video ist bei Youtube/Berninger 04.09. zu finden, ich kriege es leider nicht eingebettet.


    Könnte bitte jemand etwas Erhellendes dazu sagen? [smilie_blume]

    Berninger ist rechtzeitig auf den Zug aufgesprungen und hat sich als "Crash Guru" etabliert: er hat aber soweit ich das einschätzen kann keinen eigenen Ansatz,
    sondern sucht sich seine Sachen bei Roubini & Co zusammen.
    Bevor er Krisenguru war, hat er als Krisenmanager gearbeitet, d.h. wenn in einem Konzern der Worst Case war und keiner wusste, was zu tun ist,
    dann holt man externe Krisenmanager, die einem helfen, damit nicht wieder ein Server absturz dazu führt, dass 80 mio leute nicht telefonieren können.


    Ich mag den systematischen Ansatz, dass diese Krise auch nur eine Krise wie jede andere ist: man muss sich seinen Krisenfahrplan zusammenbauen.
    wenn andere dann in Panik sind, kann man selbst reagieren.
    ich würde Berninger aber nicht intellektuell überbewerten: was den weiteren Fahrplan der Krise betrifft, stochert er genauso im Nebel rum wie wir alle hier.


    Dass alle Banken Pleite und getürkte Bilanzen haben, weis jeder,
    dass die USA nur durch Geld drucken sich finanzieren weis inzwischen jeder,
    dass die Chinesen und Russen ungerne ein krankes System stützen, bei dem se für gute Arbeit und Rohstoffe wertlose Dollar bekommen, weis auch jeder:
    aber es gibt nur ganze wenige, die all dies in ein Modell bringen und eine Prognose wagen, wann und wie sich die Spannungen entladen werden.


    :D

    In der DDR gab es leider eine hohe Inflation.


    Die Rechung ist ganz einfach: falls die Preise diktiert werden, entsteht ein Schwarzmarkt, auf dem dann die realen Preise erzielt werden.
    Selbst in Franlreich 1982 war es so, dass Preisstopps dazu führten, dass sich Waren verknappten.


    wenn Du Gewerbetreibender wärest und eine Ware herstellst, die für 10 euro an per kontrollierten Festpreis an den Handel geliefert werden muss, aber sich für 20 euro auf den Scwarzmarkt verkaufen ließe,
    dann kannst Du Dir vorstellen, wie oft "Sachen vom Laster fallen".

    Bei diesen Schätzungen in US Dollar (5.000/10.000 etc.) würde mich mal folgendes interessieren:


    Wenn wirklich Gold auf 5.000$ steigt, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Dollar gleichzeitig an Wert verliert und wir in Euroland im Endeffekt so gut wie nicht davon profitieren werden? Würde mich freuen, wenn mir das mal einer etwas näher erklären könnte ...


    Gruß Kalle

    Die Antwort hatte der Banker in dem Interview gegeben: das System wird den Fall des Dollars nicht zulassen,


    d.h. wenn der Dollar fällt, werden weltweit Notenbanken ihre Euros, Yen , Schweizer Franken und Australische Dollar drucken, um ihn zu stützen.


    Den Notenbanken kostet das nichts und sie gehen davon aus, dass ein abrupter Dollarfall extrem zerstörerische Tendenzen für die gesamte Welt hätte.


    Keine Notenbank der Welt hatte irgendein Interesse, den Zimbabwe Dollar zu stützen: deswegen fiel er ins Bodenlose.
    Aber beim US Dollar ist es anders: seine Devaluierung wird einhergehen mit einer Devaluierung aller anderen Währungen.



    Da macht den Fall des Dollar (wahrscheinlich) langsamer, devaluiert aber andere Währungen mit.


    d.h. dass alle Spekukanten, die US Dollar besitzen kommen - dank EZB, BaJ und BoE recht kommod aus dem Dollar raus und können assets in Europa, Australien, Japan kaufen.
    Die Kosten der Dollarkrise werden auf die ganze Welt verteilt.


    Its ein übles Game: die USA druckt um ihren Staatshaushalt zu finanzieren Ende August 3,6 Mrd Dollar, die direkt in den Haushalt fließen.
    Das ist soviel, wie die Finanzierungslücke aller Länder und Kommunden in Deutschland in 2009:
    wir versuche zu sparen, die USA drucken - und dank ständiger Stützungskäufe des Dollar, wird die Inflation in den Euroraum eingeschleppt.


    In Ostdeutschland sind die Preise für Acklerland innerhalb von 6 Monaten um 32% gestiegen.


    Geld fließt nicht mehr in Kredite und in produktive Investitionen, sondern in sichere Häfen.


    Wir als kleinanleger können uns gegen das vermeintlich weichere Szenario schlecht schützen:


    bei einem Dollarcrash und einer Eichelburgschen Systemkrise würden sich Lebensmittelvorräte und Edelmetalle als
    "gold wert" erweisen.
    Falls das Gelddrucken der USA per Stützungskäufe der Rest-Notenbanken in alle Volkswirtschaften der Welt sickert, kann es sein, dass wir jährlich 25% inflation bekommen und das wir unsere
    Gold-Ersparnisse verfrühstücken müssen, lange bevor in 6-10 Jahren der Goldpreis seinen Höchststand erreicht.


    Wer sowas nicht glaubt, muss sich nur Länder wie Ungarn ansehen: das Leben kostet so viel wie in Deutschland, Lebensmittel sogar mehr,
    und selbt in Top Job bei internationalen Konzernen wird nicht mehr als 1100 euro bezahlt.
    Wohlhabende Familien leben davon, dass einer irgendwo im Westen arbeitet und Geld schickt.
    wenn aber in allen Ländern der Welt die Währungen jährlich 25% abwerten, gibt es keinen Ort der Welt, wo man arbeiten könnte, um seine deutschen Verwandten durchzufüttern.


    Der einzige Ausweg, den ich sehe, ist, schon jetzt das Leben radikal zu ändern, damit man was sparen kann und von der Kostenlawine nicht überrollt wird.
    (so man kann) in eine billigere Gegend in Deutschland zu ziehen, teures Auto (so es was bringt) gegen Rostlaube eintauschen, Investitionen canceln,
    Gewerbe abmelden, im eigenen Garten nennenswerte Bestände an Gemüse und Früchten anbauen.
    Derzeit ist meine Sparquote von 5% auf 80% hochgegangen. Ich vermute, dass bei 25% Inflation in 2-3 Jahren niemand mehr Geld übrig hat
    um irgendwas zu sparen und man eher die eine oder andere unze weggeben muss, um die Kinder zu ernähren.

    Viele verwechseln doch immer Ursache und Wirkung. Und wenn das mal jmd. nicht verwechselt und eine grundlegende Systemfrage stellt, kann es durchaus sein, dass er nach der Kritik nicht mehr im Amt ist ...


    Worin liegt nämlich das Problem?


    Wo liegt die Ursache? An so einer Einstellung ...

    Habe noch einen schönen Spruch: JP Morgan senior soll gesagt haben:
    Millionäre müssen sich nicht um Astrologie kümmern, Milliardäre schon.


    (Das war im 19 Jh. als es wahrscheinlich nur 2-3 Milliardäre gab: Rothschild, JP Morgan, Rockefeller).
    Ich glaube zwar nicht an Astologie und Weltuntergang, aber es reflektiert, dass viele viele Menschen, die nicht Ökonomie studiert haben, fühlen, dass es so nicht weitergeht.


    Zu den harten Fakten:
    An vielen Stellen wurde darauf hingewiesen, dass das Kreditvolumen in den USA sinkt:
    Hier mal ein fachkundiger Artikel zum Thema sinkendes Kreditvolumen:


    US credit shrinks at Great Depression rate prompting fears of double-dip recession.


    Professor Tim Congdon from International Monetary Research said US bank loans have fallen at an annual pace of almost 14pc in the three months to August (from $7,147bn to $6,886bn).
    "There has been nothing like this in the USA since the 1930s," he said. "The rapid destruction of money balances is madness."
    http://www.telegraph.co.uk/fin…double-dip-recession.html

    http://www.ftd.de/finanzen/mae…nder-schock/50009375.html


    Eine kritische Stimme aus der FTD: die Lehman Pleite war nicht Ursache, sondern Folge der Finanzkrise.


    ".....Doch Lehman diente nicht nur Politik und Finanzwesen als Alibi, sondern auch den Ökonomen, die die Schärfe des Einbruchs unterschätzt hatten - und daher im Nachhinein einen "externen Schock" konstruiert hatten, den sie Lehman-Schockstarre tauften. Dieses unvorhersehbare Ereignis soll die ganze Welt über Nacht lahmgelegt haben, und da nach dem Bear-Stearns-Debakel im März 2008 niemand mit einem so ungeheuerlichen Vorgang wie einer Pleite rechnen konnte, war das die ideale Entschuldigung für die Fehleinschätzungen der Volkswirte....


    ....Ein legitimer, aber durchsichtiger Versuch, sollte man meinen. Aber dann geschah das Bestürzende: Die meisten Journalisten hatten sich den Bären aufbinden lassen.....



    .....Denn die Ursache der Krise sind und bleiben überschuldete und daher zahlungsunfähige Verbraucher sowie Firmen rund um die Welt. Und dummerweise ist dieses Problem nicht dadurch passé, dass die Staaten auf die Pleite zusteuern."



    Sollte man ausdrucken und den Politikern und Wirtschaftsführern auf den Tisch legen, die vom nächsten Aufschwung träumen.

    Interessant war, was der Banker Analyst über die Rolle Chinas und Brasiliens sagt: er meinte, dass die beiden derzeit noch einen Grenznutzen vom System haben.
    Falls beide ins System eingebunden werden und das ausfüllen, was die schrumpfende USA als Loch hinterlässt, dann würde das System stabilisiert.
    Falls das westliche Finanzsystem Brasilien und China nicht einbindet, dann wäre es 1012/13 soweit, dass es von beiden Ländern kein Interesse gäbe,
    das westliche Finanzsystem am Leben zu halten.

    Da treffen sich zwei Tendenzen: einerseits
    a) Der Publikumsjoker gewinnt immer
    b) Wenn alle das gleiche machen, ist es wahrscheinlich, dass sie dabei schief liegen.


    Ja klar; wenn alle das gleiche machen, liegen sie wohl falsch. Aber das könnte auch bedeuten: alle Insider bei der Deutschen Bank verkaufen ihre Aktien:
    also liegen sie falsch und man sollte einsteigen.
    So ganz haut das also nicht hin:
    eher andersrum: wenn alle Banken den Kauf von Gold empfehlen und alle institutionellen Investoren Gold besitzen, sollte man beginnen auszusteigen.
    Wenn auch beim Bäcker uüber Gold geredet wird, ist die Milchmächenhausse und man muss raus.


    Telegrph:
    Erster Punkt: the last time net long contracts on Comex reached levels close to last week's high was in February 2008 as gold screamed to its historic peak.
    Zweiter Punkt: Prices crashed by $150 an ounce shortly afterwards.


    wenn viele Leute merken (oder Insiderinfos haben), dass etwas nicht stimmt, kaufen sie Gold oder gehen long bei Gold comex futures.
    Im letzten Jahr lagen Goldkäufer vor dem Bear Stearns Zusammennbruch im Prinzip richtig: d.h. die Zusammenballung der Gold Longs war eine Publikumsmeinung die in die richtige Ricgtung ging.
    Aber die meisten Trader wussten nicht, dass die US Trasury Gold Peaks bekämpfen würde, wie sie es immer getan hat.


    Ganz ehrlich: vielleicht würde ein UK Staatsbankrott im Oktober 2009 mit einer beispiellosen Golddrückung verbunden:
    aber länger als 4 Wochen würde das nicht ausreichen, dann wäre der Kurs wieder höher.

    Aber die aktuellen Gold-Long-Positionen haben ein 6 monatiges Dauerfeuer aus "Greenshots" Nachrichten überstanden.

    Was soll jetzt passieren, wenn die Nachrichten in Q3 und Q4 den wahren Zustand der Wirtschaft (und der Staatsfinanzen) offenbaren?

    - Gold hat sich eindeutig schlecht(er) entwickelt! (muss ja auch)
    2. - Aktienmärkte haben sich mehr als erholt, bei einem stetigen Zukauf ist ein Gewinn von mehr als 60% Realität! (ist ja auch OK)

    Das jemand genau am Peak mit 830 Euro mit 100% rein ist, ist doch recht unwahrscheinlich, oder?
    Ein Großteil von Leute, die in Panik gekauft haben, sind nach der Lehman Pleite ins Gold und haben dabei bei Preis unter 600 euro realisieren können.


    Und die stehen derzeit ziemlich gut da (besser als ich).


    Es hat natürlich etwas absurdes: wer 100% in Gold investiert ist, hat an einem Eichelburgschen Systemcrash richtig seine Freude, bzw eigentlich keine Freude.


    Aber das ist eine moralische Kategorie, auf die die anderen Marktteilnehmer keine Rücksicht nehmen:
    Kostolany schrieb in seinen Memoiren, dass er 1929 auf Baisse setzte: und je mehr er Geld gewann, um so mehr Geld verloren seine Freunde.
    am ende saß er einsam im Restaurant, weil die anderen sich kein restaurant mehr leisten konnten.
    Und als er auf den Niedergang des Kreugerschen Streichholzimperiums setzte, gewann er sehr sehr viel Geld: aber ex-milliardäre Kreuger beging Selbstmord.


    Es ist ein ungenehmes Ding, wenn man auf eine Anlageform setzt, die profitiert, wenn es anderen schlecht geht: aber das gleiche hat Hedge Fond Manager Paulson gemacht,
    als er auf den Niedergang des amerikanischen Hypothekenmarkts spekulierte.
    (Inzwischen setzt er auf Gold - gemeinsam mit Alan Greenspan).


    Gold ist kein leichtes Investment, da mehrere der mächtisgten Institutionen der Welt interesse an einem niedrigen Goldpreis haben.
    Aber auch die können nicht zaubern:
    wenn mehr Papiergeld Gold kaufen will, als Gold Papiergeld kaufen will, steigt der Preis.


    Wenn ich fest angestellter Beamter oder Mitarbeiter in einem Nahrungsmittelkonzern wäre, würde ich Gold nur zur Ansicherung haben. Aber ich bin selbständig auf einem Markt, der in einer starken Wirtschaftskrise praktisch zerrieben würde, bin ich einer großen Gefahr ausgesetzt.
    Falls sich die Wirtschaft doch gut entwickelt UND die Gelddruck-Orgien keine Folgen haben, könnte ich mit meiner Arbeit meine Verluste beim Gold ausgleichen.
    Falls ich mit meiner Hände Arbeit keine Werte mehr schaffen kann, vermute ich dass EM so stark steigt, dass ich ein klein bischen Vermögen retten kann.


    Gburek schrieb irgendwo mal: man solle sich den Zahn ziehen, dass man ohne etwas spekulation durch die kommenden Jahre käme.


    Vielleicht sinkt der Goldwert in euro um 3% .
    Aber gleichzeitig wird eine Zwangsanleihe von 20%% auf alle vermögen eingeführt: und die betrifft natürlich Papiergeldvermögen auf dem Konto.


    Ich habe meinen Goldanteil übrigens erst nennenswert erhöht, nachdem ich in mehreren Quellen Fakten und Indiszien gefunden habe, dass die Amerikaner einen Großteil ihre Goldes schon verscheuert haben.
    Damit sind die Fundamentals nennenswert geändert.


    Wer Anfang 2006 für 530 dollar/oz eingestiegen ist, musste 2 JAHRE lang warten, bis er wieder im Plus war.

    @ Goldmob


    OK, du hast recht, weil die Vortat fehlt. Steuerlich gesehen ist es aber unsauber.


    Ein Optionssschein ist eine Wette: Man kann also unmöglich Geld in Optionsscheinen "anlegen".
    JA: ich habe Optionsscheine: das sind sehr kleine wetten im 120 euro bereich, bei denen der Totalverlust einkalkuliert ist.


    Obwohl ich felsenfest davon überzeugt bin, dass Gold in den kommenden Monaten steigen wird, würde ich Dir raten aus der Sache rauszugehen:
    Kauf Dir für 80% physisches Gold (da sollte aber eine Haltedauer von mindestens 3-4 Jahren einkalkuliert sein),
    bei Silber und Platin ist ein ETF ok: das ist ein echter Fond, der EM besitzt.
    Der kann zwar theoretisch pleite gehen: dann ist das Silber/Platin aber als Sondervermögen geschützt.
    Und falls wirklich die Welt zusammenbricht und alle ETFs beschlagnahmt werden, dann tut der Verlust nicht weh, da Dein phyisches Gold im Wert durch die Decke gegangen sein düfte.


    Ich halte es für extrem denkbar, dass Gold in den kommenden Monaten durch die Decke geht: deswegen habe ich zwei kleine Gold Calls.
    Beide zusammnen weniger als eine Unze.


    In JEDEM Fall sollte man daran denken, dass Gold ein undankbare Spekulationsobjekt ist:
    Jede Notenbank der Welt, die Regierung der USA und die vieler anderer Länder versuchen, den Goldpreis niedrig zu halten.
    Mit solche starken Gegenspieler ist es kein Zuckerschlecken, vermögen aufzubauen.


    Auf einen Horizont von 10-20 Jahren sind alle Manipulationsversuche der Notenbanken sinnlos,
    Aber kurzfristig kann es sein, dass 1 Woche bevor Dein Call ausläuft, die USA die letzten 150 Tonnen Gold auf den Markt werfen, um ein baerishes Charttechnisches Signal zu erzeugen.
    Und dass einen Tag lang ein Gold Spotpreis von 944 Dollar erzeugt wird, bevor Gold wieder auf 1400 Dollar zurückspringt.
    Von daher: raus aus den Optionsscheinen, so lange sie noch was wert sind.


    Nimm es als Lehrgeld! Diesen Fehler wirst Du nie wieder machen. (auch ich habe mal mit Calls Geld verloren).


    Silber verhält sich zu Gold wie ein gehebeltes Produkt: mit einem Silber-Fond hat man den gleichen Effekt, wie mit einem Gold-Call.
    Nur dass Silber halt nicht "abläuft" wie ein Call Optionsschein.


    Ich habe 10 Jahre lang an der Börse Geld gewonnen und verloren:
    richtig Geld gewinnt man mit Aktien, die total am Boden liegen. Und man braucht Geduld. Und es muss einen Grund geben, warum die Aktien sich wieder berappeln.
    Bei Tele Atlas habe ich 3 Jahre warten müssen, bevor der Kurs explodiert ist.


    Falls Dir irgendwann mal jemand gesagt hat, dass Gold derzeit ein todsichere Ding ist: sowas gibt es nicht.


    Und dass absurde ist: Falls Gold wirklich in den kommenden 6 Monaten auf 2000 Dollar pro Unze steigt, kannst Du Gift drauf nehmen, dass der Herausgeber des Optionsscheines
    pleite ist oder vom Gesetzgeber die Erlaubnis bekommt, dreckiges Spekulantenpack nicht auszuzahlen.

    wollte ich auch gerade reinstellen:
    Derzeit gibt es ein offizielles Inflationsziel von 2%.
    Bei dem angesprochenen offiziellen Inflationsziel von 4% kann man sich vorstellen, wie die wahre Inflation aussehen würde.


    Es geht vor allem darum, dass die derzeit niedrigen Zinsen kaum wirken, da auch die Consumer price inflation nahe Null liegt.
    Sobald die Inflation hoch läge und die Zinsen niedrig blieben, würde dass einer negativen Realverzinsung von Sparguthaben entsprechen.

    Ups! Das ist merwürdig...

    Diese merkwürdige Verteuerung der kurzfristigen Bundesanleihen fiel mit der Dollar-Verkaufspanik vom letzten Dienstag zusammen,
    über die Le Monde berichtete (siehe Thread: Fall des USDX).
    Während des G20 Treffens hatte eine Notenbank den Fall des Dollars bei 1,44 geblockt. den ganzen Montag noch konnten die Stützungskäufe den Dollar stabilisieren, bevor dann am Dienstag eine "Dollar Verkaufspanik" (le Monde) losbrach.
    Ein Pariser Händler berichtete, dass die Devisenhändler "sprachlos" (im französischen: perplex) waren, über das, was am Dienstag vor sich ging.
    Wer Dollar verkauft und euro kauft, tut dass als Großinvestor nicht auf ein Konto (das ja nur wieder ein Kredit an eine Bank ist,
    sondern sucht sichere Anlagen. Kurzfristige Bunds bieten sich da an.

     [Blockierte Grafik: http://www.chrismartenson.com/files/u4/Househldl_Treasury_Securities_L209.jpg]



    Chris Martenson, jritischer Wirtschaftsblogger und Ex-Vice-President von Pfizer hat am 1. Sept einen anderen interessanten Fakt bzw.
    eher eine interessante Fälschung gefunden: die US Trasury weist aus, dass von Q4 2008 auf Q1 2009 der Besitz von US Bürgern an US Treasuries einen unglaublichen Sprung gemacht hat: 377 Mrd Dollar.


    Das ist nicht nur ziemlich viel Holz, sondern würde bedeuten, dass in der fraglichen Periode 93% der US Sparquote in US Staatsanleihen geflossen sind.
    Wahr oder unwahr?
    Unmöglich: dass US Bürger 93% ihrer Ersparnisse in US Staatsanleihen anlegen ist genau so unwahrscheinlich wie ein 93%iges Wahlergebnis.


    Außerdem ist Chris Martenson ebenfalls aufgefallen, dass UK prozentual zu den klassischen Buyern von US Staatspapieren zu viele Treasuries gekauft hat.
    Ich hatte damals vermutet, dass die BoE Pfundnoten druckt und damitr US Treasuries kauft. Chris martenson vermutete, dass UK banken als Strohmänner für die FED kaufen könnten.

    Die Juni Daten kamen vor ca. 4 Wochen raus: es gibt also immer eine gewisse zeitliche Verzögerung.
    Falls aber in den nächsten Tagen nicht die Juli Daten rauskommen, wäre in der tat etwas faul.


    in den letzten Tagen gab es:
    a) einen Ausbruch des Goldes
    b) während des Wochenendes des G20 Treffens Dollarstützungskäufe, die
    d) am Dienstag letzter Woche von einer Dollarverkaufswelle überrant wurden (siehe Artikel le Monde im Thread "fall des USDX"
    d) außerdem hat die graue Eminenz der chinesischen Notenbanker was von "dollar may it hard" gemurmelt, falls die USA weiter Geld
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    Von daher wird es EXTREM spannend, wie die nächste Verteilung der US Schulden aussehen wird.
    es wäre durchaus denkbar, dass sich etwas gravierendes verändert hat und insider schon entsprechende Käufe und verkäufe getätigt haben.
    ich gehe allerdings davon aus, dass die derzeitigen umschichtungen der chinesen noch getarnt sind,
    d.h. dass sie ihre us papiere noch besitzen, aben durch puts abgesichter haben, CDS abgeschlossen haben,
    kredite aufgenommen haben und staatspapiere als sicherheiten hinterlegt haben etc.

    Was könnte in den Papieren drin gestanden haben? Was gibt es für Möglichkeiten?

    Vielleicht lag es in der Wertung des G20 Treffens: In deutschen Medien stand: "
    "Kompromissvorschlag: Easy Money Politik ist schlecht und soll beendet werden, sobald es geht"
    In englischen und französischen Zeitungen wurden die Ergebnisse des G20 Gipfels als grünes Licht zum Gelddrucken bis zum Skt. Nimmerleinstag aufgefasst.
    Vielleicht war das für manche Marktteilnehmer, die an Green Shots geglaubt haben, wirklich überraschend.


    Leider habe ich keine genauen Zahlen:
    Was genau ist eine Dollar-Panik? Wenn zeitgleich versucht wird 10 Mrd Dollar in euro zu tauschen oder 100 mrd dollar.
    Da täglich das mehrfache des welt GDP in Devisen hin und her gehandelt wird, muss dieser Handel selbst normalerweise schon irrsinnig sein.
    Vielleicht hat der Fakt auch für Panik gesorgt, dass erst sehr lange jeman (kann nur eine Notenbank sein), den Dollar gestützt hat und dann komplett kapituliert hat.
    Niemand weis, ob das eine totale Kapitulation war oder nur ein Rückzug bis zur nächsten Auffangstellung.
    Wenn Notenbanken Stützungen durchführen, dann machen sie es, um den Märkten respekt einzuflößen.
    Eine Notenbank, die eine Stützung durchführt - und dann doch vom Markt überrant wird,
    das ist wie ein Vater, der von seinen Kindern verprügelt wird: die Autorität ist futsch.


    Von daher kann es auch sein, dass die kapitulation der Notenbank mehr Panik ausgelöst hat, als die Nachrichten, die ursprünglich mal zu Dollarverkäufen geführt haben.


    Wenn man vernünftig ist, dann muss man sich nicht wundern, dass der Dollar fällt, sondern wundern, dass er noch so hoch steht.
    Wie stand so schön in der FTD: "es ist nicht zu fassen." (dass der Dollar noch so hoch steht)


    Interessant ist: der Goldausbruch begann am 2. September, also 2 Tage vor dem G20 Gipfel.
    Der Goldausbruch wird zwar oft mit der Auflösung des Barrick Hedge Books in Zusammenhang gebracht.
    Aber wenn NACH dem G20 Gipfel eine Dollar-Verkaufspanik herrschte, dann stand da wohl irgendwas in den Papieren,
    was auch zu Goldkäufen führen könnte.

    ein weiterer heißer Kandidat für einen Staatsbankrott: Spanien


    Zerstörung von Arbeitsplätzen hat sich in 2009 gegenüber 2008 verdoppelt:
    http://www.elmundo.es/mundodin…/economia/1252664444.html
    1,25 millones de empleos, frente a los 620.000 que se perdieron en 2008.
    Letzes Jahr haben 620.000 Menschen ihren Job verloren, nach Hochrechnungen werden in diesem Jahr 1,25 Mio Menschen ihren Job
    verlieren. Dabei verläuft die Kurve expontentiell nach oben.
    -----------


    Gleichzeitig hauen sich Staat und Bürokratie die Taschen voll:
    http://www.elmundo.es/mundodin…/economia/1252652230.html
    Der gesamte öffentliche Sektor hat in Spanien in 2009 eta 7% mehr für Gehälter ausgegeben.




    Man muss kein Genius sein um auszurechnen, was passiert, wenn langfristige Ausgabe- und Einnahmestrukturen sich ändern.

    Klar: Golddrückung und Dollarstützung: das gibt es, aber hier endlich mal ein 100% valider Bericht.

    Die französische Tageszeitung Le Monde, die in Frankreich einen Ruf wie hierzulande die FAZ hat, berichtet über massive Dollarstützungskäufe während des G20-Finanzgipfels am 4./5. September:


    ..."Tatsächlich blockierte ein großer Investor mehrere Stunden lang den Devisenmarkt in einer Weise, dass der Dollar nicht unter das Niveau von 1,44 / euro fiel. Aber diese Position hat nicht der gewaltigen Verkaufswelle standgehalten, die nach dem G20 Gipfel losbrach. Und das hat zu einer Verkaufspanik geführt," erklärt Sebatien Galy, Devisenstratege bei BNP Paribas


    En fait, "un très gros investisseur bloquait depuis plusieurs jours le marché de manière à ce que le dollar ne chute pas en dessous du niveau de 1,4450 dollar pour un euro. Mais cette position n'a pas résisté à la puissance de la vague de vente du dollar qui a suivi le sommet du G20 finances ce week-end (des 4 et 5 septembre) et cela a provoqué un mouvement de panique", explique Sébastien Galy, stratège sur les devises chez BNP-Paribas.


    http://www.lemonde.fr/la-crise…01386.html#ens_id=1216746


    Zur Dollar-Verkaufspanik:"
    "Mais les mouvements très brutaux enregistrés mardi ont néanmoins rendu perplexes les acteurs sur les marchés financiers.
    Die brutalen Bewegungen, die am Dienstag registriert wurden, haben die Markteilnehmer (am Devisenmarkt) fast perplex gemacht.
    Um es nochmal zu erwähnen: le Monde ist nicht die Bildzeitung.
    Wir sehen nur die Devisenkurse, sehen aber nicht, wie groß der Verkaufsdruck hinter den Kulissen ist.
    Es sieht so aus, als ob im Pariser Devisenhandel am Dienstag ein Erdbeben passiert ist.

    ...einer von Beiden lügt, oder ist blöd!


    Glaube einfach an die Charts die Edel ins Forum stellt.


    Gruß meggy

    Godman Sachs hat einen sehr großen Eigenhandel: de facto is Goldman inzwischen keine Bank, sondern ein Hedge Fond.
    Mit dem Unterschied, dass sie Analysen herausgeben können und damit bei Aktien den Markt tatsächlich bewegen.
    Bei Gold kann man nur sagen: nice try.
    Vielleicht war es der Versuch, nochmal günstig in den Markt reinzukommen.
    Offensichtlich war zumindest, dass Merryl Lynch, Citibank und JP Morgan Aktien des SPDR Goldfonds haben, Goldman Sachs dagegen nicht.


    Vielleicht wollten sie auch einfach mehr Leute in Aktien halten.
    Oder sie haben Tim Geitner einen Gefallen getan (von dem sie zwar wussten, dass es nichts bringt, aber es kostet ja nichts,
    so eine Analyse zu machen)


    Bei Citibank: naja, man muss kein Genius sein, um aus den Charts ein bullishes Szenario für Edelmetalle zu stricken. Jede Bank hat Rohstoffanlysten und die decken halt auch Gold ab. ich habe den report nicht gelesen, aber lass mich raten, was drin steht:
    Heiratssaison in Indien, Gold als Depotbeimischung... Das ist so das übliche Wischiwaschi.
    Stell Dir mal vor, eine große Bank würde losziehen und das sagen, was Alan Greenspan vor ein paar tagen sagte:
    der Goldausbruch ist ein monetäres Phenomen und ein Versuch, sich vom Papiergeld zu lösen.