Beiträge von Dr_Meyer

    Bis vor einem halben Jahr habe ich auch so ähnlich gedacht: deswegen habe ich im dez Aktien gekauft - und die Gottseidank mit gutem Gewinn inzwischen verkauft.


    Als bei Dotcom bubble irgendein Mytoys.com oderso Pleite ging kam kein Mensch auf die Idee: oh, wie machen jetzt einen Bailout.
    Gleiches gilt für die Wahnsinnigen, die Aktien von solchen Firmen hatten:
    Oje: ich habe 1 Mio Verlust mit meinen Engagement in Intershop Aktien gemacht: ich bin systemisch wichtig, bitte ersetzt mir den Verlust.


    Diesmal wurden die ganzen fiktiven gigantisdchen Werte sozialisiert: d.h. die Trillionen Dollar die vorher nur auf dem Papier existierten sind nun offizielle US staatsschuld.


    Wie immer am Ende eines Kreditzyklusses, sucht sich das Geld immer neue Schulder: der Staat ist nun der Schulder of last resort...


    Im letzten Herbst hätte die Chance bestanden, die Banken Pleite gehen zu lassen und die Phantastillionen an Derivaten wären sauber vernichtet worden, ohne dass gesunde Unternehmen komplett
    gecrasht wären.
    Ich kenne viele kleine Unternehmen, die keine Schulden haben.


    Nun steht als nächstes der Staatsbankrott im Raum. Aber bevor das kommt, werden uns die Regierungen noch ordentlich ausquetchen: natürlich immer nur mit den besten Zielen.


    Das Ende eines kreditzyklusses ist immer bitter: aber noch nie wurde durch das ungedeckte Papiergeld soviel positive und negative Summen erzeugt.



    Die Derivate der Deutschen Bank sind das mehrfache des deutschen GDP wert:
    die Deutsch Bank könnte also ein Fünftel ihrer derivate verkaufen und damit ein Jahr lang das gesamte Bruttosozialprodukt Deutschlands aufkaufen.


    Merkst Du den Riss in der Matrix?


    Als ich das letzte Mal solche Vergleiche gesehen hab, dass war ein paar Tage vor dem Nasdaq Crash, als Firmen mit 20 Mitarbeitern 12 Wochen nach dem Börsengang angeblich mehr wert sein sollten als
    Mercedes.


    Die ganzen Bankenbilanzen basieren darauf, dass die Assets angeblich was wert sind.
    Die FED tauschte den USA Banken toxische Papiere gegen AAA staatspapiere ein (als Swap), damit die Banken eine zeit lang Bilanzen aufweisen, die nicht nach Recht und Gesetz zur Abwicklung führen müssten.



    Meine Oma verließ 1945 ihre Stadt auf der Flucht vor den Russen: die Evakuierung war relativ planmäßig, an den Bahnsteigen gab es Suppen und Rot Kreuz-Schwestern.
    Sie hatte zwei Babies mit dabei, ein Handtäschen - und ein Sparbuch mit vielen vielen Tausend Reichsmark.
    Sie hat bis zum Schluß den Lügen des Systems geglaubt.


    Keine paar Wochen später hat sie einen Brilliantring gegen ein Stück Brot getauscht.


    Wurde uns nicht immer eingetrichtert, wir sollen aus der Geschichte unsere Lehren ziehen? Gerne.


    Der Kapitalismus wird das alles perfekt überleben: der Riss im System ist das ungedeckte Papiergeld und die willkürliche Zinspolitik.


    Im Kapitalismus regelt Angebot und Nachfrage das System. Im Kommunismus wurde versucht, zu planen.
    Und bei Gott: das waren nicht alles Dummköpfe.


    In freiem Kapitalismus entstehen die Zinsen als Ergebnis von Angebot (der Geldgeber) und Nachfrage ( der Geldnehmer).
    Bei gedecktem Geld entsteht eine Marktbalance: ein Zins, den Geldgeber und Kreditnehmer aushandeln.
    Bei ungedecktem Geld kann die Notenbank Geld erschaffen. Und durch die Erschaffung von Buchgeld per Kredit drehen Privatbanken mit am Rad der Gelderschaffung.


    Zinseszinssysteme sind ohnehin extrem instabil un krisenanfällig.


    Wenn dann die Zinsen künstlich niedrig gehalten werden und die Investments massiv fehlallokiert werden, dann ensteht so ein großer Schaden, dass er nicht mehr aufgefangen werden kann.

    Oder der Herr aus München hat schonmal einen Blick auf die Druckplatten für 100.000 euro scheine geworfen und hat sichere Informationen darüber, dass er die garantierte Rendite locker mit inflationiertem Papiergeld zurückzahlen kann...

    U.S. Staatsanleihen bieten 3,7 % pro Jahr.


    Aber jetzt hat Timothy Geith ner Konkurrenz bekommen:
    http://www.topfonds.biz/default.asp


    Für dieses Schneeballsystem wird bei der FAZ Online geworben:


    Garantiert 6% Wertsteigerung in 1 Monat, Verdopplung nach 12 Monaten, vervierfachung nach 2 Jahren.
    Jetzt braucht Ackermann sich nur noch geld für 1% von der EZB holen und da 100% sicher anlegen, und schon hat er seine 25% Eigenkapitalrendite für die nächsten 2 Jahre sicher.

    http://www.youtube.com/watch?v=PL3iwv-r2sI&feature=fvw


    Jim Rogers denkt über Silber nach...
    Ein langes Interview zu verschiedenen Themen: darin äußert Jim Rogers, dass er Silber zu den wenigen unterbewerteten Commodities hält, die derzeit ein Kauf sein könnten.
    Um es einzuordnen: Jim Rogers war Co-Founder von Gorges Soros und führte mit ihm den berühmten Quantum Fond, der Millarden machte,
    indem sie auf den Fall des thailändischen Bath und des britischen Pfunds spekulierte.
    Danach galt er als DER Rohstoff-Guru, da er mitten im Dot Com-Boom auf den Aufstieg der Commodities setzte.


    er springt nie auf rollende Züge, sondern geht nur in Sachen, die er für richtig billig hält.
    Wenn eine Investitionsidee Skeptiker hat : gut
    wenn sie geradezu lächerlich wirkt: noch besser.


    Einige Silber-Gurus, die seit 20 Jahren auf Silber schwören haben bei mir nicht gestochen.
    aber wenn Jim Rogers über Silber nachdenkt, dann ist dass wie ein Donnerhall.

    werden; Stichwort dazu: Was mache ich mit 3000 ? als Investitionssumme. Hier wurde das pro und contra gut abgewogen. Für das Thema Bör


    gute Literaturliste. die anderen Bücher von Kostolany sind auch lesenwert.
    was er über Gold geschrieben hat, kann man vergessen, aber die Art selbständig denken zu lernen und Anekdoten sind sehr lehrreich.


    Goldverbot etc:
    ja klar, sowas kann es geben.
    Ist aber nicht so wahrscheinlich.


    Vererbt man es halt weiter. dann haben halt erst die Kinder was von dem Gold.


    Die goldenen 20 Reichsmarkmünzen würden 1938 oder 1939 verboten:
    Anhand der Millionen Exemplare, die immer noch unmlaufen, kann man sehen wie sehr sich die leute dran gehalten haben.


    als in den 50er Jahren Gold in Frankreich verboten war, wurde alles geschmuggelt.

    Ich glaube, dass ein großer Fehler darin besteht, dass viele glauben wir seihen heute so viel moderner und besser als 1930 oder 1850.


    Als Hegel in den 1830er Jahren in Berlin seine Dialektik lehrte, glaube er - sicherlich nach reiflicher Überlegung - dass der damilige Stand der Welt das Ende der Entwicklung sei:
    ein moderner Staat, eine stabile Währung, eine sehr effiziente Verwaltung (Preußen), ein ausbalanciertes Kräftegleichgewicht zwischen den Klassen und Schichten.


    Wer in die (besseren) Geschichtsbücher sieht, der sieht auch dass Instrumentarium der Politiker das gleiche war wie heute:
    Bailouts, Staatsbürgschaften, Zinssenkungen, Kredite von staaten mit stabiler Währung (Frankreich) and Staaten/Banken, die ins Trudeln geraten sind.


    Der UNterschie dzu heute ist nur, dass durch das Papiergeldsystem und ungezügelte, kreditfinanzierte Spekulation Risiken entstanden sind, die nicht beherrschbar sind.
    Die Bundesregierung wird Ende des Jahres mit ca. 70% des Bruttoinlandsproduktes verschuldet sein.
    Die Deutsche Bank hat in den Büchern Derivate im Volumen des mehrfachen des deutschen Bruttoinlandsproduktes.

    Bei Kriegen sagt man, dass viele Generäle versuchen Strategien anzuwenden, mit denen man den letzten krieg gewonnen hätte.


    In UK und USA versuchen die Notenbanken Strategien anzuwenden, von denen sie annehmen, dass sie 1930 geholfen hätten.
    Damals stand die Sicherheit der Währung im Vordergrund.
    Und die Liquidität der Banken trocknete aus. Es resultierte eine Kreditklemme.


    Nun haben die Banken meist genug Liquidität.
    Der eine Teil der Akteuere gibt aber keine Kredite, sondern spekuliert mit Assets, Aktien und Anleihen.
    Der andere Teil hat so große Angst vor faulen krediten, dass sie das Geld nur als Tagesgeld bei den Zentralbanken anlegen.


    Keine Maßnahme ohne Wirkung:
    Man weis zwat nicht, wass die Liquiditätsspritzen der Notenbanken und die Staatsverschuldung genau geholfen hat.
    Zwei Folgen haben sie in jedem Fall:
    Die Liquiditätsspritzen der Notenbanken führten zu einer Inflationsfurcht und der Flucht in Gold und Immobilien.
    Die steigende Staatsverschuldung führte selbst bei den Deutschen, die Geld auf der hohen Kante haben zu einer Konsumverweigerung
    und einer Sparneigung.
    Die Angst vor höheren Steuern und vor Arbeitslosigkeit wird eine Sparrate erzeugen, gegen die jedes Staatspaket klein aussieht...


    Es bewahrheitet sch wieder mal, dass staatliche Konjunkturpakete nur etwas bringen, wenn sie aus Ersparnissen finanziert werden.
    Schuldenfinanzierte Pakete führen sofort zu Angst vor höheren Steuern und Konsumverzicht.

    Gute Frage - ich denke kaum ein Politiker in den USA (oder auch Europa) wird Interesse an einer Hyperinflation haben. Eine (mehr oder weniger) absichtlich ausgelöste Hyperinflation mittels Druckerpresse würde ja nur als letzter Ausweg zur Abwendung des Staatsbankrotts dienen, wenn die Zinszahlungen aus den Staatsschulden nicht mehr durch Steuern oder Neuverschuldung finanzierbar sind. Die aktuelle Finanzkrise hat aber gerade nahegelegt, dass wir von diesem Zeitpunkt noch weit weg sind: als die neuen Staatsschulden zur "Rettung" von Wirtschaft und Finanzsystem im letzten Herbst am dringendsten gebraucht wurden, war die Finanzierung für die US-Regierung praktischerweise am billigsten (selbst bei langlaufenden Staatsanleihen). Ich verstehe die Staatsanleihen-Nachfrage zwar heute kaum besser als seinerzeit - aber für die grosse Mehrheit der Investoren sind Treasuries offenbar weiterhin der ultimative "sichere Hafen".

    Ob es sich ein moderner Staat leisten kann, in Hyperinflation abzugleiten?


    Na klar will das keiner: deswegen werden ja in den USA erstmals seit Ewigkeiten Aktionen unternommen um die maßlose Spekulation in Öl und Gas zu unterbinden.
    Mit solchen Preiskontrollen konnte das Deutsche Reich während des ganzen Kriegs 1914-18 eine Hyperinflation verhindern.
    Aber irgendwohin will das Geld.


    In UK hat gestern die Bank of England ein neues 50 Mrd Pfund Aufkaufprogramm für Staatsanleihen aufgelegt.
    Im letzten Monat sollen ca. 10-20 Mrd Pfund Kapital aus UK abgeflossen sein - was noch nicht viel ist.


    An der Rußlandkrise von 1993 kann man besichtigen, was passiert wenn zeitgleich Millionen von Anlegern ihr Geld aus einem Land abziehen.


    Wenn die Anleger 200 Mrd Pfund abziehen, kann die BoE zwar Staatsanleihen für 200 Mrd Pfund kaufen um den Kurs zu stabilieren,
    das aus den Staatsanleihen freigewordenen Geld wird aber panisch das land verlassen oder in britische Sachwerte gehen.
    Bei einer Abwertung von 50% würde für die normalen Briten alles was mit Lebensmitteln und Öl zu tun hat 50% teurer werden.

    Den Beweis, das es quasi übernacht geschieht, erbringt er nicht.
    Interessanter Artikel allemal.
    Vor allem wenn man sieht, wie der römische Staat anfangs versucht, dass Defizit durch Steuererhöhungen auszugleichen, danach durch Enteignung der Vermögenden,
    indem man Gesetze erlässt, die Vermögende zu Kriminellen macht und zum Schluß die Entwertung der Währung durch fast völlige Senkung des Silbergehalts.


    Wer jetzt auf den Staat schimpft: es ist nicht der Staat, sondern die Natur des Menschen.
    Wer es nicht glaubt, sollte die eigene Haushaltsdiskussion sich ansehen:
    man macht nur einmal im Jahr Urlaub: also ruhig was ausgeben,
    wenn man ein Haus baut "wenn, dann richtig; man baut nur einmal",
    wer ein Haus hat, braucht auch eine n Rasenmäher: also mit Stiftung Warentest "ausgezeichnet",
    die Kosmetik.... na logisch: Du willst doch eine schöne Frau haben....das ist eine Investition...


    Gottseidank habe ich mich nicht überschuldet, gottseidank habe ich kein Haus gekauft,
    aber es ist sehr sehr schwer vernünftig zu bleiben.
    Und Staaten mit nahezu unbegrenzter Kreditwürdigkeit schaffen es erst recht nicht.


    (Cicero, 55 n Christus: Das Staatsbudget sollte ausgeglichen sein... nach Möglichkeit keine Schulden...)

    ...mit Cash verdient man gar nichts!


    Vielmehr muss man darauf achten, dass das investierte Kapital schnellstens wieder zu Cash wird wenn man auf ein anderes Pferd setzen will

    Die Kaupthing Kunden waren natürlich alle nur zu lahm, immerhin haben sie 12 Monate gebraucht, um wieder an ihr Cash Geld zu kommen.


    Im Übrigen empfehle ich das sorgfältige Lesen des Bundesanzeigers. Dort werden Bank Holidays üblicherweise 2 Wochen vorher angekündigt.
    So hat Roosevelt das damals auch gemacht.


    Im Ernst: natürlich kann man nicht alles im Sparstrumpf haben. Aber der Teil, der sonst auf dem Tagesgeldkonto war, der gehört jetzt in echtes Cash.
    Bei 2% Zinsen lässt sich das verschmerzen.

    Bei den Immobilien gibt es zwei Haken:
    Peter Schiff sagte mal so schön: Der Immobilienpreis ist eine Funktion der monatlichen Miete.
    Thats it.
    In Amerika war es besonder krass: die erzielbaren Mieten stagnierten, die Immo Preise gingen in den Himmel.


    Da die Bevölkerung schrumpft und das Einkommen durch Inflation erodiert wird, wird die Nachfrage weniger.
    Zwangsversteigerungen, deren Ausmas wir uns noch gar nicht vorstellen können werden das Angebot verbreitern.


    Also sinkende Preise.
    Außerdem kommt noch dazu, dass Immobilien eine herrliche Angriffsfläche bieten:
    Jüngst hat irgenjemand im Finanzministerium die Idee ins Spiel gebracht, doch endlich die Grundsteuern auf ein ordentliches Niveau zu bringen,
    so dass die Gemeinden davon leben können.
    Außerdem werden bei Inflationen oft die Mieten staatlichen Begrenzungen unterworfen.


    1923 mußten Immo Besitzer eine Zwangs-Hypothek aufnehmen.
    die war dann so groß, dass viele Immo Besitzer verkaufen mussten.


    Ich denke mal, wer 100 Mio hat, der sollte auch Immobilien haben.
    Demnächst steht eine große Geldvernichtung an.
    Vielleicht ist die Wert-Vernichtungsquote bei Immos nur 50% und bei Bargeld 60%, bei Giralgeld und Staatsanleihen 90% ?? Who knows.


    Letzlich geht es nur darum, aus dem Ponzi-Scheme "Papiergeld" rauszukommen.
    Wie bei einem Ponzi Scheme hat das meiste Geld nie existiert, es ist fiktiv.

    Hier mal ein Bericht aus dem Herbst 08, als der Run aufs Gold losging:
    Da sind manche Leute 13 Stunden durch Deutschland gefahren, nur um irgendwo noch ein paar Unzen zu bekommen.
    Das sollte einem die Illusion nehmen, dass man sich im Fall der Fälle noch eindecken könnte.


    http://www.silberundgoldshop.de/ueber_uns.html


    "Wir können uns noch sehr gut an diese Zeit erinnern. Es war wie in einem schlechten Film.


    Als wir morgens ins Büro kamen, fingen die Telefonanrufe an. Plötzlich interessierte sich ein Vielzahl von Menschen für das Thema Gold und Silber. Es gab schon am 16.09.2008 eine deutlich höhere Anzahl von Onlinebestellungen. Doch in den Folgetagen wurde dieses noch deutlich schlimmer.


    Vor unserem Ladengeschäft bildeten sich Menschenschlangen in der Hoffnung dass Sie noch etwas Metall bekommen.


    Die Anrufe wurden nun auch deutlich aggressiver. Teilweise wurden wir gefragt, wie es sein könnte, dass wir noch Gold anbieten, wenn es in ganz Deutschland bei keinem anderen Händler und bei keiner Bank noch etwas gäbe.


    An dieser Stelle wurden wir hellhörig und informierten uns wie es bei unseren Wettbewerbern aussieht.


    Zu unserer Überraschung waren wirklich 90 % aller Onlineshops geschlossen.



    Innerhalb von 48 h waren sämtlich Edelmetallbestände aller Händler und aller Banken ausverkauft !


    Neue Bestellungen wurden in den meisten Fällen auch nicht mehr entgegen genommen.


    Somit war unser Shop einer der wenigen der noch Bestellungen annahm und wir wurden von diesen fast erschlagen.


    Dieser Ansturm wurde erst durch eine Regierungserklärung am 06.10.2009 von Angela Merkel abgeschwächt in der Sie alle Spareinlagen mit einer Staatsgarantie versah.


    Siehe SAT 1 Doch zu diesem Zeitpunkt waren schon reichlich Bestellungen eingegangen. Das Bestellvolumen nahm um das 10 fache zu.
    Eine Steigerung von unglaublichen 1000 %.


    Was war passiert ?


    Nun, alle Prägeanstalten in Europa und Amerika hatten kurioserweise zur selben Zeit Lieferprobleme und kamen Ihren Vereinbarungen mit den Händlern einfach nicht nach.


    Sie konnten ( oder wollten ) einfach nicht mehr liefern. Es war also total unklar ob über diese Prägeanstalten überhaupt nochmals Metall geliefert wird. Die Händler konnten somit keine Bestellung mehr annehmen, da die meisten Unternehmen nur mit diesen europäischen und amerikanischen Prägeanstalten Lieferverträge hatten.

    Bei einem Crash in Aktien gibt es immer Leute, die auf dem falschen Fuß erwischt wurden und alles verkaufen müssen: inklusive Gold, Immobilien, Yachten, Oltimer.
    Von daher ist nicht auszuschließen, dass es sehr kurzfristig deutlich niedriger Goldpreise gibt als heute.


    Genau so kann es aber sein, dass bei einem Staatsbankrott der USA oder Großbritanniens kein Mensch auch nur eine Unze rausrückt und Gold ohne Zwischenschritt von 1000 auf 2500 Dollar steigt.


    Man kann innerhalb einer Assetklasse performen - oder durch Wechsel in eine ganz andere Assetklasse.
    Ich werde natürlich mal wieder viele Aktien kaufen: zu einer zeit, wenn die Leute beim Wort "Aktien" angeekelt gucken und nur noch auf Sachwerte setzen...


    Edelmettale wurden als Assetklasse dermaßen verteufelt, dass ich das Gefühl habe, mit EM immer noch gut zu fahren.
    Aktien sind langfristig eine gute Investition: aber ich glaube, dass in den kommenden 5-10 jahren andere Assetklassen deutlich besser sind.


    Mit genügend vermögen würde ich auch noch in ein paar andere Währungen diversifizieren (Singapur Dollar, Australischer Dollar).


    Man sollte sich von der Idee trennen, in extremen Zeiten das perfekte Investment zu finden.


    Manchmal ändern sich Dimge sehr sehr schnell, manchmal dauert es ewig, bis etwas eintritt, womit man rechnet.


    Kostolany rechnetet ab 1933 damit, dass Hitler irgendwann einen krieg beginnen würde und verkaufte seine Aktien.
    Stattdessen gab es ab 1933 eine ziemölich lange Rally in französischen Aktien, erst 1939 kam der Kurssturz.


    Es gibt zwei extrem fundierte, aber in der Timeline verschiedene Szenarien:
    Marc Faber, der rechnet erst in ca. 5-10 Jahren mit einem US Staatsbankrott.
    Die Zukunftsforscher des französischen Think Tanks Leap 2020 rechnen im Herbst mit mehreren Wellen von Firmen, Banken und Staatsbankrotten.
    Beide Szenarien sind- soweit ich weis - gut mit Analysen und Schlußfolgerungen unterfüttert.


    Natürlich wäre es perfekt, wenn man erst mit Aktien 40% plus macht und dann 1 Woche vor dem amerikanischen Staatsbankrott Gold für 500 euro pro Unze kauft.
    Ich denke, der Euro ist nicht ganz so gefährdet wie der Dollar.
    Da kann man ruhig noch eine Position halten. Außerdem braucht man ihn ja um das tägliche Leben zu bestreiten.

    Diese Überlegungen sind sehr theoretischer Natur - und ich kenne keine Antwort.


    Ein Währungsschnitt bzw. eine Währungsreform wird jedoch immer erst durchgeführt, wenn die Währung völlig zerrüttet ist.
    Und davon sind wir noch weit entfernt.


    Alleine die Überlegiung, wer durch einen Währungsschnitt wieweit enteignet wird (Freibeträge, Betriebe, Auslandskonten) geht soweit, dass es in halbwegs normalen zeiten nicht zu lösen wäre.
    Einem Währungsschnitt würde auf jeden Fall eine chaotische zeit vorausgehen, in der sehr viele Menschen von sehr sehr wenig leben mussten (oder sogar gestorben sind, siehe Rubelkrise in Rußland 1993).


    Nach so einem Reset kann es sein, dass durchaus mehr Handarbeit als vorher gebraucht wird: wenn importiertes Öl nur für teure Devisen zu haben ist, kann es sein, dass viele Sachen, die heute von Maschinen gemacht werden, wieder von Menschen gemacht werden.
    Auch für wenig Geld.
    Von daher kann es sein, dass eine Krise, Währungschnitt und hohe Importpreise letzlich zu einem gesamten niedrigeren lebensniveau als heute führen, aber zu höherer Beschäftigung.

    Viele Investoren wie Jim Rogers sehen Pfund und britische Anleihen als noch schwächere Glied in der Kette als Dollar/ US Treasuries.


    Aktueller Artikel zum aktuellen Markt der GB Staatsanleihen.
    Habe nicht alles verstanden, sieht aber extrem aus.
    Laut "Telegraph" hat die Bank of England die Hälfte aller Staatsanleihen gekauft:
    ich kann aber nicht erkennen, ob die Hälfte der neue ausgegebenen Anleihen oder die Hälfte aller Anleihen.


    Früher hatte ich eine Zahl, dass die Notenbank 15% der gesamten UK Anleihen gekauft hat.

    Interessanter Verlauf und das am fruehen Motnag morgen....
    Jetzt werde ich wohl doch mal etwas Geld vom Girokonto abziehen... Cash ist in den naechsten Wochen King...


    Im Ernstfall halten Lebensmittel länger als Ihre Preise...


    Otoshi

    Was hast Du gesehen?
    Mir ist nur aufgefallen, dass zum Börsenstart der Dollar massiv gestützt wurde, wahrscheinlich EZB Käufe.
    Dass es ein heißer Sommer wird, war klar.


    Mein Tip ist der 13. August:
    da versucht Uncle Sam 30 jährige Staatsanleihen zu verkaufen.


    Gestern hatte ich eine nachricht im US Dollar Thread gepostet, dass China das recht von Zwangsvollstreckung gegenüber der US regierung prüfen lässt, für den Fall, dass die USA Pleite gehen.
    Falls die Nachricht keine Ente wäre (wovon ich allerdings ausgehe), wäre das eine Atombombe an den Märkten.


    Biz Dezember werden wir sehen, wohin der Hase läuft: bis dahin gibt es keine Grund den insolvenzgefährdeten unterkapitalisierten Bankern irgendwelches Geld aufs Girokonto zu legen.

    Warum sollten sie das tun ? Viele exportorientierte Wirtschaften wie Deustchland und China wuerden damit eines der wichtigsten Exportmaerkte selbst begraben und damit noch groessere Probleme im eigenen Land schaffen.

    Peter Schiff zitierte mal Hillary Clinton, die von ihrem Antrittsbesuch in China zurückkam.
    Clinton schlug vor, doch alles so zu lassen wie bisher:
    die Chinesen behalten ihre Jobs, die Amerikaner kaufen die chinesischen Produkte.


    peter Schiff sagte: Es ist nichts besonderes einen Job zu haben: jeder Sklave hat einen Job.
    Entscheidend ist, die Früchte der Arbeit zu genießen.
    Warum sollten Chinesen hart arbeiten und als Frucht ihrer Arbeit ein Papier nehmen, dass niemals eingelöst werden kann.


    Sowhl U.S. Staatsanleihen, als auch Dollar sind ein Ponzi Scheme. Es funktioniert nur so lange, wie niemand aussteigt -
    und ständig neue Käufer gefunden werden.


    Das ist wie in dem Witz von Kostolany:


    Ein junger Jude möchte an der Börse ein Vermögen machen:
    Er beschließt in den Warenterminhandel mit Kuhleder einzusteigen.
    Wenige Tage nachdem er beginnt zu handeln, steigt Kuhleder von 50 auf 120 Gulden.
    Sein Vater ist begeistert.
    Drei Wochen später steigt Kuhleder auf 240 Gulden.
    Der Vater lobt ihn.
    6 Wochen später steht Kuhleder bei 500 Gulden.


    Sein Vater sagt ihm: mein Junge, Du bist ein Finanzgenie! Jetzt mußt Du verkaufen.
    Sein Sohn sagt ihm:
    an wen denn? ich habe doch alles Kuhleder gekauft.


    Egal ob Dollar oder Derivate-Bubble oder US treasury Bubble: dass typische an einer Bubble oder einem Ponzi Scheme ist,
    dass niemand mit nennenswerten Beträgen drin ist, rauskommt, ohnne dass das System zusammenbricht.


    Nur: das bedeutet nicht, dass man für immer drin bleiben muss.


    Zurück zur Frage: Warum sollten Deutschland und China ihren wichtigsten Exportmarkt begraben:


    Das ist in etwa wie bei einem Wirt, der bei seinen besten Gästen erkennt, dass sie nicht bezahlen können.
    Er kann eine ganze zeit anschreiben lassen und die Pappdeckel sammeln.
    Er kann die angeschriebenen Schulden in seine Bilanz reinnehmen, er wird auf dem Papier immer reicher,
    aber er wird irgendwann erkennen, dass dieser Scheinreichtum de facto nie existiert hat,
    dass zu keinem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit bestand, ausbezahlt zu werden.


    http://www.welt.de/politik/Kri…Wirtschaftsprognosen.html