Daß "in Stückzahlen" benötigte Präzisionsteile (wie Zahnräder, Triebe, Schrauben, Wellen, ....) auch von Manufakturen rein maschinell hergestellt werden, ist nicht nur selbstverständlich, sondern sogar ein Muß: schon wegen der nur so erreichbaren Präzision.
Die Manufaktur kommt erst dann ins Spiel, wenn JEDES EINZELNE solches Teil manuell(!) abgenommen/qualitätsgeprüft wird, bevor es weiter verarbeitet, d.h. irgendwo eingebaut, wird.
smile: Sag'ch doch: Das ist definitiv Geschmackssache, was jeder als Lieblingsuhr(enmarke) bevorzugt, und wie er da argumentiert. Ich zum Bleistift finde aus den von Dir genannten Gründen Prollex einfach nur stinklaaaaaaaaaaaaaangweilig: Ewiges Einheitsdesign.
Also eher was für Leute, die auch sonst Uniformen tragen (z.B. den sog. "Anzug").
Und gerade die von Dir sogenannte "Geschichtslosigkeit" der Nachwende-Glashütte-Kollektionen sehe ich nun wieder als riesigen Vorteil an. Und zwar bezüglich ALLER Hersteller: also außer GO und Lange auch Nomos, sowie der "alten" Union-Modelle (bevor die dort anfingen, nur noch ETA-Kaliber in "poppige Modegehäuse" einzuschalen - das ist übrigens der Nachteil der Übernahme von GO durch Swatch: die hatten Bedenken bzgl. Kannibalisierungseffekten durch die zu gute Zweit-/"Billig"marke und damit Union de facto "sterben" lassen...
). Glashütte ist eben was Exklusives/Individuelles. (Okay, gilt bzgl. Nomos nur bedingt. Aber auch diese Marke ist halt nicht unbedingt "Mainstream".)
Weil wir gerade beim Thema "Union Glashütte" sind: Das hier ist meine "Wochentagsuhr": http://www.watchtime.net/uhren…mat-chronograph/edelstahl - ein Beispiel für die "alte" Union-Kollektion, wo die noch richtige GO-Manufakturkaliber verbaut haben (nur ohne Schwanenhals-Feinregulierung und ohne Schraubenunruh, sowie mit einfacherem Rotor mit Edelstahl statt dem schwerer zu bearbeitendem Wolfram als Schwungmasse). Das war übrigens Zufall pur: Ich habe das Teil ein paar Wochen vor dem Tag gekauft, als Mitarbeiter von Union bzw. GO wie "Überfallkommandos" die Konzessionäre "gestürmt" und die dort noch lagernden Restbestände der o.g. alten Serie zurückgekauft haben, und zwar mit soviel Aufgeld auf den Preis, den der Konzi dafür selber zuvor hingeblättert hatte, daß kaum einer "nein" gesagt hat, obwohl es möglich gewesen wäre (die hatten z.T. auch Angst um ihre Konzession). Seither haben gerade diese Teile absolute Liebhaberpreise, z.T. (wenn (fast) ungetragen und mit allen Papieren) schon das Doppelte des Neupreises; Tendenz steigend. War aber vorher definitiv nicht abzusehen, daß das gerade bei dieser Serie mal so kommen würde...
Inzwischen sind übrigens die "Graumarktpreise" bei "freien Händlern" längst nicht mehr so deutlich wie von Dir genannt unter Liste; allerdings stimmt's: Bei Gold-/Platingehäuse sind die Rabatte IMMER merklich höher als bei den Edelstahlmodellen. 30%...35% sind da meist locker drin. Wer erstere also zum Listenpreis oder nur mit den "üblichen" 10...15% Konzi-Rabatt bei Barzahlung kauft, der ist m.E. mit der Muffe gepufft (oder hat DEUTLICH zuviel Geld übrig...).
Meinen PanoMaticChrono bekommste aber heute ungetragen definitiv nicht mehr für unter 20 k€, wie ich das Teil noch vor 2 Jahren bei einem Händler im Frankenwald gekauft hatte. Das war aber auch DAS Megaschnäppchen, stand erst zwei Tage bei Chrono24.com gelistet; und er hatte noch andere Interessenten. Ich muß auf ihn am Telefon beim Vorbestellen bzw. Abklären der Modalitäten bzgl. Abholung einen absolut überzeugenden Eindruck gemacht haben (vielleicht spielte es auch eine Rolle, daß ich gebürtiger Sachse bin, was man deutlich hören kann
).
Dein letzter Absatz ist jedenfalls gold
richtig und bringt's auf den Punkt! ![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)