Zu dem Wasserfilter als solchem: 2 olle 10L Fettkübel vom Pommestürken um die Ecke organisiert und Filterkerzen reingebastelt...schwupps fertig. Hab ich selber mal so ähnlich gemacht, allerdings habe ich den Deckel eines BW Wasserkanisters mit solch einem Anschluß versehen. Die Idee war, daß ich so Wasser und Filter gut transportieren kann bzw. bei Verwendung eines 2. Deckels oder eines Verschlußstopfens halt auch nur das Wasser. Ist über's Erprobungsstadium nicht hinausgekommen, zu lahm das Ding, steht halt für Fälle bereit, mit denen selbst ich nicht rechne.
Du solltest dir also zusätzlich noch einen kleinen Kohlefilter dazu besorgen, der filtert dann die chemischen Verunreinigungen raus.
Wird heutzutage teilweise schon im Klärwerk gemacht, zumindest die Anlagen meines Versorgungsunternehmens sind schon dahingehend umgerüstet. OK, nutzt wenig, wenn der Dreck unterwegs eingeschwemmt wird.
Gibt es z.B. von Katadyn und als Kohlegranulat nimmst du Einheiten aus dem Aquarienbedarf, kostet einen Bruchteil wie Katadyn und ist das gleiche! Achte darauf, das es Kohlegranulat aus Kokosnussschalen ist!!
Das einzig besondere an der Katadynkohle sind die Silberionen, auf Reisen würde ich wirklich empfehlen die teuren Beutelchen zu benutzen, wenn man Aktivkohle verwenden will/muß. So hält die Kohle locker 1 Monat durch (abhängig von der Wassermenge, da man den Verschmutzungsgrad kaum feststellen kann ist rechtzeitiges tauschen angesagt, Verkeimung kann man dank des Silbers ja vernachlässigen), ohne zwischendurch trockengelegt/gereinigt werden zu müssen...was praktisch kaum funktionieren dürfte. Welche man nimmt ist eigentlich egal, auch die aus Steinkohle (wie sie in Brennereien verwendet wird) tut gute Dienste. Wichtiger ist da schon die Körnung/Schüttvolumen und daß sie eben zur Wasserfiltration gedacht ist.
Spart man sich die ganze Beutelschneiderei mit den Filterbiobigberkeykatadynangstkokosnussschalenkohleverkäufern.
Würde ich mich pauschal nicht drauf verlassen, bei eigenem Brunnen sollte man sich je nach Lage schon ab und an eine Laboranalyse gönnen.
hinsichtlich der umkehrosmose scheint inzwischen auch ein umdenken stattzufinden. ob jetzt gerecht oder ungerecht, das kann ich nicht sagen. jedenfalls wird zunehmend davon abgeraten.
Wer rät wovon ab und mit welcher Begründung? An sich ist es absoluter Overkill nur zur Trinkwasseraufbereitung und eben auch nicht gerade die sparsamste Methode, sowas braucht man für's Meerwasseraquarium oder halt selber im Meerwasser. Die dämliche Scheiße, die einem da normalerweise vertickert wird, kann man getrost vergessen. Katadyn langt mit seinen Handpumpen so ab 2000 EUR aufwärts hin, wobei trotz elendig viel Aufwand bloß einstellige Literzahlen pro Stunde rumkommen...naja, einsam auf der Rettungsinsel hat man ja genug Zeit, wenn man die unnützen Wasserverbraucher erstmal los ist.
Zu der Liste möchte ich noch anmerken, daß Aktivkohle sehr wohl Schwermetalle aufnimmt. Wohl nicht alle zu 100%, da müßte ein Chemiker was zu sagen, aber das, was dort abgebildet ist, ist definitv falsch. Weiterhin radioaktive Stoffe...was soll das sein? Einen halben Brennstab fisch ich auch mit dem Kescher raus, ansonsten regelt das ein Vorfilter. Gelöste (radioaktive) Gase sind da schon eher ein Problem, die kriegt man nichtmal per Umkehrosmose raus (ohne entsprechende Vorstufe), sondern nur per Destillation bzw. Abkochen. Richtig üble radioaktive Sachen, wie zum Beispiel das allseits beliebte Tritium, daß wegen seines nicht nur in Farbe und bunt strahlenden Wesens gerne in Uhren verbaut wird, kriegt man eigentlich mit überhaupt nichts raus, zumindest nichts, wovon ich schon gehört hätte...das fiese Zeug verbindet sich nämlich auf molekularer Ebene mit dem Wasser und flutscht daher selbst durch die Membran der Umkehrosmoseanlage problemlos durch.