Beiträge von Oliver

    Nach nur 10 Jahren Euro ist derselbe zum Stand der DM 2001 weginflationiert. Schachtel Kippen damals 5 DM heute 5 Euro. Opel Astra 20.000 DM heute 20.000 Euro.

    Jetzt stell das mal nicht so negativ dar, ist ja nicht alles so dramatisch gestiegen. Das Durschnittsentgelt ist beispielsweise von ~55.000 DM im Jahr 2001 auf (vorläufig) 32000 EUR im Jahr 2011 angestiegen, das ist doch wohl mal ein moderater Anstieg, oder?

    Im Angesicht des Untergangs hat die Commerzbank mal wieder eine glorreiche Idee um ihr Eigenkapital aufzustocken: Sie kaufen Müll über Marktwert an und verbuchen die Differenz zum Nominalwert als Gewinn. Einerseits könnte man es als Zeichen guten Willens werten, daß sie versuchen, ihren Müll zurückzukaufen, bevor sie endgültig pleite gehen. Anderseits kann man sich drauf verlassen, daß der Staat den Laden auffangen wird und dann 600 Millionen weniger da sind...

    Noch fünf Tage bis zum großen Zipfeltreffen und es wird klarer worauf es hinauslaufen dürfte. Vertragskonformes Moneyprinting!

    Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß doch noch irgendwas witziges passiert. Teilung der Eurozone, Rückkehr zur DM oder wenigstens mal eine Bruchlandung beim griechischen Schuldenschnitt (um den es recht still geworden ist). Immer nur der gleiche vorhersehbare Mist...langweilig. Auch Italien geht den bekannten Weg jetzt ganz offiziell: Sparmaßnahmen um die Wirtschaft anzukurbeln und Steuereröhungen gleich noch obendrauf. Ein ebenso sinnfreies Konzept wie bei den Griechen und dafür mußte extra jemand von Goldman Sachs als Diktator installiert werden?

    Das Grundproblem ist das Zinssystem, was dauerhaft nur mit Wirtschaftswachstum bedient werden kann.

    Naja, die Wirtschaft wächst linear, der Zins exponentiell. Da muß man ab einem bestimmten Punkt schon etwas mehr in die Waagschale werfen, damit sich die Schere nicht öffnet. Sowas wie soziale Sicherungssysteme, Volkseigentum usw. Wenn das alles nicht mehr reicht beginnt man mit dem Sparen, wie es jetzt in Griechenland und Co. gemacht wird.


    Ist ja eigentlich ein alter Hut, bisher ist alles und jeder am Zins gescheitert und zwar auf die gleiche, saudämliche Art und Weise und regelmäßig kommen wieder Experten daher, die die Schuld woanders suchen.

    Nochmal zu dieser Lükex Übung:

    Zitat

    Etwa 3000 Menschen aus rund 100 verschiedenen Institutionen haben an Lükex teilgenommen, darunter Bundesministerien, 21 Bundesbehörden, 37 Länderressorts sowie 33 Betreiber sensibler Versorgungsanlagen. Eine Auswertung der Übung gibt es noch nicht.

    Dieser Mist ist/war ungefähr so nützlich wie eine repräsentative Umfrage, aus deren Ergenis man ebenfalls definitiv garnix ableiten, aber prima Journaillen füttern kann. Da die Vollpfosten nichtmal mehr Schneefall, wie er vor 30 Jahren noch üblich war, Herr werden erübrigen sich solche Übungen eigentlich oder wurde da etwa die Evakuierung von Volksverrätern und Co. geübt? Bin letztens über Sicherheitshinweise gestolpert, die angeblich unter Politikern und Bankstern kursieren:

    Zitat

    Ich kenne Kinder, die keine Winterschuhe haben, keine warme Jacke.

    Oh, das ist traurig und sowas in der ach so besinnlichen Weihnachtszeit. Da kommen mir glatt die 2 Scheiben Stollen (dick mit Butter bestrichen) die ich zum Frühstück noch obendrauf reingeschoben habe wieder raus. Allerdings weniger aufgrund der armen, armen Kinder, sondern aufgrund der Wetterverhältnisse in Griechenland. Mal sehen, wann es die ersten Spendenaufrufe gibt und wie man das dem Michel vermittelt.

    Ich denke nicht, dass es (wenn überhaupt) zu einer Deflation von mehr als ein paar Tagen kommt. Sollte QE nicht weiterhelfen, hat die Regierung noch weitere Möglichkeiten direkt zu inflationieren. Vor 3 Jahren wurde bereits öffentlich diskutiert der Bevölkerung pro Nase 500? zu verteilen.

    Man muß diesmal Real- und Finanzwirtschaft deutlich voneinander trennen. Die Realwirtschaft dümpelt vor sich hin, Ausblick Negativ. Ab und an gibt es mal Geschenke für die Großindustrie wie Kurzarbeitergeld, Abwrackprämie (wobei das eher Verarsche war) o.ä. aber insgesamt ist da nicht wirklich was in Bewegung. Alle Augen sind auf die Finanzwirtschaft gerichtet und nur dorthin fließen Geld, Garantien und Versprechen. Vielleicht plant man ja, 1929 zu wiederholen und das obwohl Ben Shalom versprochen hat, daß sie sowas nicht wieder tuen würden.


    wohin werden die 500? wohl beim "größeren Anteil der Bevölkerung" gehen?

    Diese Gutscheine wären so ausgestaltet, daß effektiv der größte Teil der 500 EUR zurück zum Staat geht, man selber irgendeinen Scheiß bekommt, den man eigentlich garnicht bräuchte und sich Unbekannte dumm und dämlich dran verdienen.

    Hier sieht man mal wieder, welche geringe Rolle Gold in der Finanzwelt spielt.

    Wieso dann die Geheminskrämerei? Fängt ja schon bei dem relativ mysteriösen Bilanzposten Gold und Goldforderungen an - niemand will damit rausrücken wieviel er wirklich hat bzw. wo der Rest ist, die Cowboys wehren sich mit Händen und Füßen jemand mal einen Audit in Fort Knox durchführen zu lassen...und dabei ist das Zeug so unwichtig.

    Die Leute müssen außerdem kapieren, dass sie indirekt mehr Zinsen zahlen, als sie für ihre paar Groschen auf dem Sparbuch erhalten. Das muss in die Köpfe. Und je mehr das in die Köpfe geht, um so eher steigt die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen.

    Das geht aber leider nicht in die Schädel rein, da haben sich schon Jahrhunderte bzw. Jahrtausende die Erklärbären ihre Zähne dran ausgebissen.


    PS. der CoBa scheints trotz der noch moderaten CDS Werte, dennoch nicht besonders gut zu gehen

    Hängt davon ab, was man als Vergleich hernimmt. Im Gegensatz zum eventuellen Rauswurf aus dem DAX am 05.12. hängt da jetzt noch der Himmel voller Geigen.

    Das ist auf jeden Fall hochinteressant, einerseits sind die Übernachteinlagen bei der EZB auf dem Weg zum Rekordhoch, andererseits steigen die Ausleihungen deutlich an. Da ist es doch sinnlos den Geldhahn aufzudrehen um den Interbankenmarkt bzw. die Kreditklemme zu beseitigen, weil dadurch einfachere Möglichkeiten an Kohle zu kommen geschaffen werden. Dann hauen auch noch alle großen Notenbanken auf einmal rein, was ebenfalls nicht alltäglich ist - wir leben wahrlich in interessanten Zeiten.

    Hinsichtlich eines Schließfachs würde ich auf jeden Fall noch beachten, daß eine eventuell kontoführenden Bank auch ein Pfandrecht haben könnte. Inwiefern das im Falle eines Falles auf Schließfächer Anwendung findet weiß ich zwar nicht, aber man sollte es im Hinterkopf haben. Was die Schweiz angeht, da wäre ich nach den jüngsten Ereignissen lieber vorsichtig, Hort der Sicherheit ist wohl nichtmehr. Ein Schließfach vor Ort ist allemal schneller zu erreichen, als eins in der Schweiz.

    Tja, die Italiener...gestern wollten sie 750 Millionen erbetteln, aufgrund der hohen Zinsen wurden jedoch nur Papiere 567 Millionen ausgegeben. Ist das jetzt ernst gemeint, oder haben sie den Rest nicht losbekommen und stimmt es, daß sie heute noch eine größere Auktion? 8 Milliarden oder so? Irgendwie liest man davon garnichts, wobei auch über die Pleite gestern nicht wirklich viel berichtet wurde.

    Da wollten die Deutschen und Franzosen doch einen Rüstungsdeal mit Papandreou und plötzlich ist der nicht mehr da. Jetzt kommt die Schweinerei auch noch raus - klar, daß der deutsche Blätterwald zu solchen Themen schweigt.

    Zitat

    When, in late October, German Chancellor Angela Merkel and French President Nicolas Sarkozy agreed with the-then Greek Prime Minister George Papandreou to grant Greece the €110 billion mega-loan, the latter agreed, in return for the loan, to purchase military supplies from Germany and France, worth €10.5bn.

    Kurz gesagt wird nur dann das Volk ausgeplündert, wenn im Gegenzug die Großindustrie ein gutes Geschäft macht.

    - 6.500

    Wieder ein paar Miese mehr für die Allianz, naja die dürften es wohl nicht mehr auf 0 schaffen. Insolvenz heißt aber heutzutage zunächst mal nichts (gutes)...vielleicht findet sich ja für den Staat noch eine Möglichkeit, Geld dort zu versenken, ähnlich wie bei Schickedanz wo auch die Spatzen von den Dächern pfiffen, daß der Laden im Arsch ist. Was aber mal richtig witzig wäre, wenn der Insolvenzverwalter §130 der Insolvenzordnung so richtig ausreizt. Da der Laden ja schon seit Jahren kriselt, kann sich am Ende niemand beschweren...bitte 3 Monatsgehälter bereithalten, wer das nicht tut/kann sollte daran denken, daß das eigene Girokonto als Pfändungsschutzkonto geführt wird.

    Wie von Tiberius beschriebenen, damit Banken niedrige Zinsraten bei Krediten vergeben können, müssen sie sich billiger Geld, ob digital oder Bar, beschaffen können.

    Zunächst mal muß man schauen, was der Kredit am Ende wirklich kostet und wieviel man von der Kreditsumme wirklich bekommt. Wie gesagt muß das, was passiert, nicht zwingend einen Sinn ergeben - zumindest nicht auf den ersten Blick.

    Oliver: Das Ding ist erst gelaufen, wenn die Eliten haben, was sie wollen (Vereinigte Staaten von Europa, Weltzentralbank usw.). Dann RESET und Neustart.

    Richtig, ändert aber nichts an meiner Aussage. Gelaufen heißt nicht zwingend vorbei, ich wollte darauf hinaus, daß das Ende absehbar ist und deshalb die derzeitigen Aktionen nicht über- bzw. überhaupt bewertet werden sollten. Darüberhinaus geht das Spiel schon über mehrere Runden (die "Vereinigten Staaten von Europa" wollte man schon vor 100 Jahren umsetzen, vgl. die Reichstagsprotokolle, früher wurden auch die Strippenzieher benannt) und bis wir One World, One Nation, One People und was weiß ich nicht noch für'n Scheiß endgültig haben (nachdem die Vereinigten Staaten von Europa gescheitert sind) wird es auch noch mehr als diese Runde brauchen. Allerdings wird die kommende Phase der Nationalstaaten mit eigenen Währungen recht kurz werden.

    Die gigantische Schulden- und Geldvermehrung die wir sehen, ist doch NICHT das Ergebnis eines Zinseszinseffekts.

    Ist doch so. Was wir jetzt im Moment sehen muß man dabei ausblenden, das Ding ist gelaufen - die zappeln nur halt alle noch, egal mit welchen Phantasiesummen sie noch um sich werfen. Die Frage muß lauten, wie wir an den Punkt gekommen sind, an dem dieser Schuldenrausch begann.

    Trotzdem versucht Heberer es noch einmal. Mal sehen, wieviele sie mit in's Unglück reißen. Da wären EFSF Anleihen auf jeden Fall besser, 20% sind ja garantiert (was Garantien wert sind ist eine andere Geschichte) und die Auszahlung in Sachwerten könnte man vielleicht noch nachverhandeln.


    Schade, daß sie nicht an der Börse sind, sonst hätte ich mich bemüht, den Laden bei pigbonds mit auf den Schirm zu bringen.

    Nein, weil nicht genügend Geld existiert. Wenn Du einen Kredit über 1000 Euro aufnimmst, dann reichen 1000 Euro nicht aus um ihn zurückzuzahlen. Außerdem ist das "Geldvermögen" der Deutschen zum größten Teil nur Scheinvermögen, die Kohle ist schon längst weg. Wieviel Geld würde man wohl bekommen, wenn man die Lebensversicherungspolicen (=Schuldtitel) aller Deutschen auszahlen läßt? Eine Wurstsemmel für jeden wäre ggf. noch drin. Die Billionen schrumpfen ganz schnell dahin, wenn Schluß mit der ewigen Wichtelei ist und die Leute beginnen, die Pakete, die sie sich aus Dummheit haben andrehen lassen, mal zu öffnen. Außerdem stehen dem Vermögen von Wirtschaft und Privatpersonen auch noch Schulden gegenüber, die man fairerweise nicht vergessen sollte. Übrigens, die deutsche Wirtschaftslokomotive hat eine EK Quote von unter 30%, da ist nix zu holen. Achja bei Sachwerten muß man auch erst nochmal realistisch den Wert ermitteln, bevor man sich zu weit aus dem Fenster lehnt, da bleibt auch weit weniger über, als mancher im Moment noch denkt.

    Naja, so langsam rückt der Tag, für den solche Schweinereien wie §89 gedacht sind, immer näher. Daher ist es doch ganz nett, wenn man sie nochmal in's Bewußtsein ruft. Wir leben nunmal in Zeiten des universellen Betrugs, da passiert halt soviel, daß man das ein oder andere schonmal vergessen kann - wobei der überwiegende Teil der Leute das meiste wohl sowieso nicht mitbekommt. Erinnert sich noch jemand, was im September 2009 interessantes passiert ist? Da gab es Kundeninformationen der Banken zu AGB Änderungen. Langweilig? Ja, zumindest zu dem Zeitpunkt. Wenn die den Joker dann irgendwann mal ziehen ist aber jede Menge Action angesagt. Naja, die Amerikaner gehen noch einen Schritt weiter und räumen sich das Recht ein nur noch gegen Antrag mit 7 tägiger Verzögerung auszuzahlen...da laufen aber tatsächlich noch ein paar Occupybrote in die Bank und wollen 'nen Bankrun vom Zaun brechen, sowas dämliches...da kann man nur noch mit Pfefferspray und Knüppel reinhalten.


    Vielleicht zieht das ein oder andere Sparschaf noch rechtzeitig die richtigen Schlüsse und holt von Banken und Versicherungen was geht - das ist nämlich mal wirklich alternativlos, lieber die Reste selbst verzechen als sich bis zum bitteren Ende für dumm verkaufen lassen.