ZitatOriginal von Quentchen
In bezug auf Antigold-Mafia (klingt ja schon mal dramatisch) wüsste ich garnicht, was und wer und wie. Vielleicht gibst mir mal einen Tip, wo ich was nachlesen kann ... was von "neutraler" Seite, also nicht von irgendwelchen "Goldfanatikern" ...
Der Begriff ist auch ein bischen dramatisch. Hat aber nichts mit organisiertem Verbrechen zu tun. Hinter der Antigold-Mafia stecken fast alle, die mit staatlich herausgegebenem Zahlungsmitteln zu tun haben. Wenn Gold immer mehr zu Ehren kommt, verliert das bedruckte Papier an Glaubwürdigkeit und Zahlungskraft. Wenn der Bürger nämlich auf die Idee kommt, sein eigenes Geld (nämlich Gold) zu verwenden und das auch von seinem Geschäftspartner akzeptiert wird, kann Vater Staat mit seinen Schulden Konkurs anmelden.
ZitatOriginal von Quentchen
Mich wundert es auch ein bisschen, dass Du Gold so vehement mit "Geld" gleichsetzt ... auch wenn die Bullion-Coins einen "Wert" aufgeprägt haben ... die Zeiten als Gold noch Geld war sind längst vorbei. Die ganze Argumentation, die angeführt wird, hat ihre Gültigkeit wohl schon vor etwa 200 Jahren oder mehr verloren ... für Gold bekommt man Geld und für Geld bekommt man Gold - wie man für für Salz Geld bekommt und für Geld Salz ...
Du darfst Geld nicht mit Währung verwechseln. Das auf Bullion-Coins ein sogenannter Wert aufgepresst ist, hat überhaupt nichts damit zu tun:
Geld ist ein Tauschmittel, das zum Warenaustausch verwendet wird und selbst aber nicht der Befriedigung von Bedürfnissen gebraucht wird. Als Geld könnte quasi alles verwendet werden, solange sich zwei Partner darauf einigen. Ideal ist es, wenn sich eine Gesellschaft (ein Staat) insgesamt darauf einigt.
An das Tauschmittel werden Forderungen gestellt (hatte ich schon mal gepostet):
- unbegrenzte und einfache Lagerung
- hohe Unzerstörbarkeit
- beliebige und einfache Teilbarkeit
- homogen und von gleicher Qualität
- begrenzte Reproduzierbarkeit mit hohem Aufwand (innerer Wert)
- hohe Fälschungssicherheit
- einfache Anwendung
- einfache Transportierbarkeit
Das ist der Grund, das sich Gold und Silber über mehrere Tausend Jahre durchgesetzt haben. Wenn ich so eine Golddeckung habe, ist für den Staat die Geldschöpfung ein Problem, da sich Gold nicht beliebig vermehren läßt. Deshalb fielen die Golddeckungen der Währungen in der Geschichte immer dann, wenn es galt große Ausgaben zu tätigen. Ich hab mal gelesen, der erste Weltkrieg hätte nicht geführt werden können, wenn die Golddeckung bestehen geblieben wäre.
Um das Handling mit Gold und Silber zu vereinfachen, z.B. im Handel oder im täglichen Umgang, haben sich Papierwährungen entwickelt, die das Versprechen beinhalteten, jederzeit das Papier wieder in Gold umtauschen zu können. Nachdem sich die Menschen so schön dran gewöhnt hatten, ging diese Golddeckung langsam verloren bzw. wurde aufgehoben, um einer freien und unbeschränkten Papiergeldvermehrung Tür und Tor zu öffnen. So kommt es , dass heute ein "Geld"schein eben nur noch das Versprechen ist, dafür eine Ware zu bekommen. Eigentlich ist er ja nichts wert.
ZitatDa haben wir es wieder - "... mit innerem Wert" - ja, was macht denn den "inneren Wert" des Goldes aus ??? ........ So, wie der sog. "innere Wert" des Goldes "funktioniert" so "funktioniert" auch der Wert des "gemeinen Geldes" ... es ist so eine Art "kollektive Übereinkunft" ... der "Wert" ansich entscheidet sich letztenendes beim Individuum ... nicht bei den Politikern oder Zentralbanken!
Der innere Wert besteht darin, dass Gold mit hohem Aufwand abgebaut, produziert werden muss. In ihm ist dieser hohe Aufwand materialisiert. Dieser Aufwand wird eher größer, fast nie kleiner. Problematisch ist allenfalls, wenn Gold auf einmal in riesigen Mengen, quasi unbegrenzt zur Verfügung stehen würde. Hat es in der geschichte in Ansätzen schon gegeben (Spanien mit Gold aus Südamerika, Goldrausch in den USA). Dann bricht der innere Wert schon mal zusammen, aber da Gold eben ein sehr seltenes Metall ist, ist auch der Zusammenbruch nur gering.
ZitatOriginal von Quentchen
... das solltest Du aber. Papiergold ist ja genau das, was Du anscheinend so "verdammst" ... "gehaltlose Versprechen" oder so ... und es "versaut" die "Wertschätzung" des physikalischen Gutes ... inflätionäre Vermehrung eines raren Gutes ... mittels auf Papier gedruckten Zahlen sozusagen
Das ist ja, was ich sage, es ist fraglich, ob hinter Papiergold wirklich reales Gold steht und ob man im Ernstfall darauf wirklich noch zugreifen kann.
Ich bin ein Vertreter der Richtung "Schaffung einer goldbasierten staatlichen Währung"
Oskar