Wir haben dieses und letztes Wochenende Marmelade eingekocht, nachdem uns jemand aus seinem Garten überzählige Pflaumen geschenkt hatte und ich gestern auf dem Markt preiswerte Erdbeeren gefunden hatte. Ich war überrascht, wie schnell und simpel das geht: von Anfang bis das letzte Glas zum Abkühlen bereit steht und die Küche wieder aufgeräumt ist, keine Stunde.
Da die Sachen auch um Längen besser schmecken als industriell hergestellte Marmelade, hier die Rezepte zum Nachkochen! ![]()
Pflaumenzimtmarmelade
1500 g Pflaumen
1000 g Gelierzucker (3:1): (den gibt's in verschiedenen Varianten. 3:1 ist schwerer zu bekommen, aber nicht so süß im Ergebnis)
1 Teelöffel geriebene Zimtstange
200 ml trockener Rotwein (da musste mein guter spanischer Montgó dran glauben, da Frau sagte, wie hätten grad keinen anderen ... grml) ![]()
Die Pflaumen werden gewaschen, entsteint und klein geschnitten (nicht püriert). Dann zusammen mit dem Gelierzucker in einen (bevorzugt: beschichteten!) Topf und alles unter starker Hitze und Rühren zum Kochen bringen. 3 - 4 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Derweil die Einmachgläser/Schraubgläser mit kochendem Wasser keimfrei machen (auffüllen und stehenlassen). Anschließend den geraspelten Zimt und den Rotwein unterrühren. In die vorbereiteten Gläser abfüllen. Fertig!
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Erdbeer-Vanillemarmelade
1000 g Erdbeeren
500 g Gelierzucker (2:1) (gibt's speziell für Erdbeeren!)
1 Pck. Bourbon-Vanille (wahlweise auch eine frische Schote ausschaben)
1 Messerspitze Kaiser-Natron (gibt's u.a. in Drogerien)
Die Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und pürieren. Dann zusammen mit dem Gelierzucker und der Vanille in einen (bevorzugt: beschichteten!) Topf und alles unter starker Hitze und Rühren zum Kochen bringen. 5 Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Derweil die Einmachgläser/Schraubgläser mit kochendem Wasser keimfrei machen (auffüllen und stehenlassen). Vor dem Abfüllen eine Messerspitze Kaiser-Natron dazugeben, der verhindert, dass die Marmelade nach einer gewissen Zeit braun wird. Alternativ geht auch etwas Zitronensäure. Wer die Marmelade nicht ganz so süß mag, kann auch etwas Zitronensaft dazugeben. In die vorbereiteten Gläser abfüllen. Fertig!
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Tipps:
Schraubgläser sollte man zum Abkühlen auf den Kopf stellen. Weckgläser bleiben aufrecht stehen.
Vor dem Einfüllen kann man eine Gelierprobe machen: kleinen Teller vorher im Eisfach kühlen, dann mit einem Teelöffel etwas Marmelade vor dem Abfüllen dünn darauf streichen. Wird sie nicht fest genug, kann man eine Tüte Zitronensäure dazu geben.
Praktisch sind Küchentücher beim Abfüllen der Gläser (das saut ein bisschen rum) und zum Saubermachen; außerdem hitzefeste und waschbare Handschuhe statt Topflappen.
Die Weckgläser habe ich vor Kurzem bei Strauss gesehen - möglicherweise haben sie bei euch noch welche.