Woernies Grabbelkiste.

  • mir bis dato nicht bewusst war, dass der Petrodollar (vom Umsatz "Öl in USD" her gesehen) nur einen so geringen Anteil an allen "Umlauf-Dollars" bzw. der Nachfrage nach letzteren hat.

    Das Petrodollar-Hegemonial- bzw. Tributsystem ist m.E. seit ca. 2015 im Niedergang!


    Deshalb ja die verzweifelten Bemühungen der USA um einen LNG- und Rüstungs-Dollar ... und um einen neuen Eisernen Vorhang, der EU nach Osten hin von Handelspartnern abschneidet ...

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

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    • Offizieller Beitrag

    Währungshüter , könntest Du so freundlich sein und den zweiten Teil unter den ersten stellen, dass es im Kontext bleibt ? [smilie_blume]

    Erledigt....

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • Kein Problem. Welche Charts würdest Du denn zum Handeln nutzen ? Wenn man fragen darf ? :rolleyes:


    Nach meiner persönlichen Erfahrung kann man ’Charts zum Handel nutzen‘ explizit nur im Kurzfrist-Bereich. (Day-trading) Langfristig dominiert fundamentales. Auch hier (langfristig) geben Charts wertvolle Hinweise . Z.b. die legendäre C&H Formation in Silber. Das würde ich dann aber nicht als ’Handel‘ bezeichnen , sondern als Vermögens-Planung. :)

    Ach naja, ich hab durchaus auch schon vereinzelt nach Charts aus diesem Thread gehandelt. Sag aber nicht von wem. Meist kauf ich mir Setups aber ein. Sag aber auch nicht von wem. ^^


    Tatsächlich bin ich in der Regel auch eher langfristig unterwegs. Der Thread hilft mir dann dabei, abzuchecken, inwiefern bullische oder bärische Cases noch intakt sind und wie es um das Sentiment bestellt ist.

  • 10 aktuelle Gedanken von Ronnie Stöferle von incrementum (in Gold we trust)


    1.

    Einige lose Gedanken zum aktuellen Makro-Setup und was das für #gold bedeutet

    Gold steht unter echtem Druck. Silber und die Minenunternehmen unterperformen und zeigen noch keine Anzeichen von Stärke.

    Meine Einschätzung: Wir werden in den nächsten Tagen ein Kapitulations-Tief sehen.


    2.

    Das makroökonomische Bild ist alles andere als einfach.
    Der USD ist fest. Die US-Renditen gehen zurück. In Europa hingegen, insbesondere in Frankreich, steigen die Renditen weiter: Die 10-jährige OAT liegt erstmals seit 2002 über 5 %.

    Vorläufig bleibt der USD + Treasuries der bevorzugte Safe Haven.


    3.

    Es riecht danach, als braue sich eine neue Euro-Krise zusammen.
    Ausländer halten ~6.000 Mrd. $ an französischen Portfolio-Assets. Zum Maßstab: Die Verbindlichkeiten von Lehman betrugen 613 Mrd. $ (h/t Russell Napier).

    Doch in meinen Gesprächen mit der Mainstream-Presse gibt es überhaupt keine Panik. Das sagt mir, dass noch reichlich Platz für weitere Unruhen ist.


    4.

    Dies ist der entscheidende Unterschied zu 2008, 2020 und anderen Krisen: Diesmal ist die Inflation die Hauptsorge.

    Deshalb haben die Zentralbanken nicht den Spielraum, die Zinssätze aggressiv zu senken. Ganz im Gegenteil. Die Fed hat im September erhöht, und die Märkte kalkulieren mit einer weiteren Erhöhung im Dezember.


    5.

    Öl, Inflationserwartungen und Zinserwartungen bewegen sich Hand in Hand.

    Kevin Warsh scheint zögerlich, zu sehr taubenhaft zu wirken, weil er nicht als „Trumps Mann“ gelten will. Er hat auch lautstark erklärt, dass er die Bilanz der Fed nicht in die Luft jagen will.

    Aber die Fed folgt der Rendite der 2-Jahres-Anleihe. Wenn der Markt erkennt, dass die Fed nicht mehr erhöhen kann, beginnt der nächste impulsive Anstieg bei Gold. Achten Sie auf den Höhepunkt bei den 2-Jährigen.


    6.

    Fügen Sie den Rest des Mix hinzu:

    - Midterms vor der Tür, die wirklich chaotisch werden könnten
    - Geopolitische Unruhen im Nahen Osten, mit WTI wieder über $100
    - Ukraine, die zumindest ein wenig weniger düster aussieht
    - Der AI-Handel bricht zusammen: SOX −6,7 % und Nasdaq −2,6 % am Donnerstag, sein schlechtester Tag seit Juni


    7.

    Aber zurücktreten. 2025 war das beste Jahr für Gold seit 1979, mit einem Anstieg von etwa 65 %.

    Wie ich oft gesagt habe, könnte 2026 das Jahr sein, in dem Gold konsolidiert, durchatmet und diesen Anstieg verdaut. Sogar Kipchoge sprintet nicht jeden Kilometer.

    YTD:
    🇺🇸 USD −6,5 %
    🇦🇺 AUD −11 %
    🇪🇺 EUR −2 %
    🇨🇳 CNY −11 %


    8.

    Erwarten Sie also nicht zu viel in naher Zukunft.
    Gold ist bereits intraday unter 4.000 US-Dollar gefallen, und ich glaube nicht, dass dieser Pegel hält. Bei Silber ist 50 US-Dollar der zu beobachtende Pegel. Das ist ungefähr das alte Hoch von 2011, und die Decke von gestern wird oft zum Boden von morgen.


    9.

    Vielleicht greift der Markt einfach nach Liquidität, und Gold, als das liquideste Asset, wird zuerst verkauft. Genau das haben wir 2008 gesehen.

    Das wahre Tail-Risiko heute ist ein Plumbing-Event. Wenn die Funding-Märkte einfrieren, gehen die Korrelationen auf eins: Anleihen, Aktien, Gold, alles nach unten, während der USD explodiert. Und dann greifen die Behörden ein und stützen es. Jedes verdammte Mal.


    10.

    Und obwohl die Inflation scheinbar die Hauptsorge ist, baut sich unter der Oberfläche ein echter deflationärer Druck auf: das KI-Kreditwackeln, Immobilien auf dem Tiefststand von 2012 und sich ausweitende Staatsspread.

    Es ist immer am dunkelsten vor der Morgendämmerung. Aber heutzutage kommt das große Fragezeichen aus der Makroökonomie, nicht aus dem Gold selbst.

    Genießen Sie das Wochenende und schnallen Sie sich für die nächste Woche an.

    Kein Anlageberatung.




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  • immo auf dem Tiefststand von 2012 ?)

    Woher kommt den diese Wahrnehmung ?

  • Ich muss mal meinen Senf dazu geben und eine Lanze für die Chartisten brechen. Ehrlicherweise habe ich relativ wenig Ahnung von Charts und nutze sie (die kurzfristigen) auch äußerst selten, aber dennoch lese ich die Analysen dazu wirklich gern, insbesondere die von Woernie. Man wird definitiv nicht dümmer davon und kann das Ein oder Andere durchaus für sich mitnehmen. Wie Woernie schon sagt, es ist kostenlos und kann daher nur eine Bereicherung sein. Woanders bezahlt man viel Geld für Analysen dieser Art und wird definitiv nicht in vier Wochen zum Millionär, eher das blanke Gegenteil. Ich finde das Forum in dieser Art eine echte Bereicherung und bin froh, hier mitlesen zu dürfen und meine persönlichen Schlüsse aus all den tollen Beiträgen hier für mich rauszuziehen, da hier nahezu alle Lebensbereiche abgedeckt werden. Wo gibt es das in der Art sonst [smilie_blume]

    Zugegeben, es ist eine unsichere Zeit und die Kurse sind alles andere als erfreulich. Was hier abgebildet wird, sind persönliche Meinungen und keine Handlungsempfehlungen, das sollte man nicht außer Acht lassen. Was man auch honorieren muss: Die investierte Zeit dieser Foristen, die das wohlgemerkt freiwillig machen. So etwas kann man nicht hoch genug schätzen, so sehe zumindest ich das.

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