John Williams, ein US-Ökonom meint, dass die amerikanische Wirtschaft eigentlich von Grund auf neu auf die Beine gestellt werden müsste, um irgendwann überhaupt die Chance auf eine nachhaltige Wirtschaftserholung zu haben.
Hierzu bräuchte es in allererster Linie einen stabilen Konsumenten und ein auf solidem Fundament stehendes Bankensystem.
Was aber auch immer die Fed zuvor unternommen habe, um in die Wirtschaft in den USA einzugreifen, werde sich im Zeitablauf als immer schwieriger und aussichtsloser erweisen.
Exakt aus eben jenem Grund blickten die USA und der Rest der Welt auf eine sich abzeichnende Periode einer sich verewigenden Gelderzeugung durch die Zentralbanken.
Weitere interessante Passagen aus dem Artikel:
- Blickt Williams auf sein Datenpotpourri, so zeige sich, dass die amerikanische Wirtschaft bereits dabei sei, in den Keller zu rauschen. Wer den offiziellen BIP-Daten Glauben schenke, gelange zu dem Eindruck, als ob die US-Wirtschaft in den letzten zehn Jahren um 25 Prozent gewachsen sei.
Es gäbe – abgesehen von den offiziellen Regierungszahlen – jedoch keine anderen Daten, die diese Entwicklung untermauern – geschweige denn vergleichbar machen – würden. - Auch wenn es der Offenmarktausschuss der Fed nicht zugeben wolle, so geht Williams davon aus, dass hinter den Kulissen durchaus ein sich beschleunigender Abschwung der US-Wirtschaft realisiert werde.
- Erst kürzlich hatte Williams Internetleser in den USA dazu aufgerufen, sich an einer neuen Studie zur nationalen Wirtschaftsentwicklung zu beteiligen. Unzählige Antworten gingen aus 33 US-Bundesstaaten ein.
Letzten Endes habe sich gezeigt, dass das Verhältnis negativer Einschätzungen in Relation zu positiven Einschätzungen bei 2,7 : 1 gelegen habe. - Was jetzt geschähe, so Williams, sei sehr gefährlich, und es werde für die traditionellen Finanzmärkte nicht gut enden (Williams tendiert übrigens auch zum Kauf von Gold, um sich gegen Kaufkraftverluste der Papierwährungen abzusichern).
- ...die USA nicht bankrott gehen könnten. Allerdings würden im Fall einer rücksichtslosen Gelderzeugung andere Finanzmarktakteure bankrott gehen.
- Erstens würde der Außenwert des US-Dollars weiter abgewertet und in die Tiefe getrieben, worunter die Kaufkraft und die Importfähigkeit des Landes leiden würden.
- Und zweitens würden Bonds und Anleihen auf diese Weise ihren Wert verlieren.
Den passenden Kommentar unter dem Artikel will ich nicht vorenthalten.
- Der Tumor hat schon zu sehr gestreut, das ganze System ist voller Metastasen.