Der Dummbaddel des Tages

  • Beitrag von Charles-Z ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor aus folgendem Grund gelöscht: §4 AnlEntG ... Das Thema scheint mir zu wichtig, weswegen die Rubrik "Dummbaddel des Tages" nicht angemessen ist, daher hab ich es neu gestartet unter Wirtschaftlicher Bereich / Tagesgespräch zu Börse und Wirtschaft. ().
  • Ich denke so weit (Lehman) braucht man gar nicht zurückblicken.

    Wie war das mit russischen Aktien, welche kurzum eingefroren und hernach eiskalt enteignet wurden (teils 70% und mehr)?


    Der Sicherheit halber würde ich behaupten:

    Egal was Gesetze sagen, denn diese können kurzerhand geändert werden, was du nicht physisch besitzt, das gehört dir schlicht und ergreifend nicht.


    Das beste werden wohl noch Namensaktien sein, aber es gibt durchaus mehr, nicht nur ETF, ETC, usw., sondern auch Stämme, Vorzüge, und nicht zuletzt ADR. Hier wäre ich wie bei o.g. und Fonds äußerst vorsichtig, da sie schlicht nichts anderes sind als sündteure Wettscheine. Lässt das Wettbüro (die Bank) die Rollos runter, würde ich stets innerlich 100% abschreiben, genau wie bei jeder Insolvenz. Falls es hernach doch noch einen Trostpreis gibt... umso besser, aber verlassen würde ich mich darauf nicht.

    Jedes Papier trägt stets das Risiko des Totalausfalls, das gehört nun mal zum Unternehmertum dazu.

  • Sicher trägt jedes "Wertpapier" das Totalverlustrisiko. Aber beim AnlEntG geht es wohl darum, daß das Wertpapier an den Börsen noch prinzipiell werthaltig gehandelt wird, jedoch die eigene Depotbank es zweckentfremdet verwendet hat u. nicht herausgeben kann - wie man dagegen abgesichert ist - oder auch nicht. Daher passt auch der Vergleich zu den russischen ADR mE nicht ganz. Das ist ja eher ein schwerer politischer Eingriff, der allen Banken mehrerer Wirtschaftsräume den Handel verbietet (mit letztlich dem gleichen Ergebnis der Enteignung der Anleger, nur das hier eben dann das AnlEntG wohl nicht greift). Physisch als Diversifikation sicher gut - aber auch da viele Unsicherheitsfaktoren: Diebstahl / Vermögensregister / Goldverbot / EM-Besteuerung / Bargeldabschaffung - wie dann verwerten? Etc...

    Einmal editiert, zuletzt von Charles-Z ()

  • Nach vorherrschendem westlichen Demokratie- und Rechtsverständnis gebe ich dir selbstredend Recht, ein gewisser Schutz besteht, zumindest bisweilen noch.


    Anderen sein Geld zu überlassen ist jedoch immer wie Russisch Roulette mit einer geladenen Pistole. Wenns knallt, dann trifft es faktisch immer nur dich und relativ wahrscheinlich final.

    Falls nicht, dann ist es zumindest immer noch ählich wie einem Hund die Wurst zu überlassen, in der Hoffnung dass er nur darauf aufpasst.


    Mit jedem Tag geht das bestehende System einen weiteren, kleinen Schritt seinem Untergang entgegen. Auch wenn ich nicht weiß wann es den Schlag tut, habe ich doch immer und immer weniger Spielgeld auf dem Tisch liegen, gehe nie mehr All-in, sondern setze höchstens noch die Blinds. Muss jeder selbst wissen ob er mit 2 Damen oder Königen noch mitgeht, denn wenn es hart auf hart kommt, ziehen die High Roller ein falsches Ass aus dem Ärmel und der Dealer macht gute Mine zum bösen Spiel, tauscht hernach das Deck aus und beginnt ein neues Spiel, als wäre nie etwas gewesen.

  • Das Beste für die kommende Dekade ist wohl ganz einfach das zu besitzen, was einem rechtlich gehört. Damit es möglichst auch dabei bleibt. Und zumindest theoretisch sollte das Eigentum teilweise auch mobil zu sein....


    Alles andere könnte böseste Überraschungen bergen. Wäre nicht das erste mal in der langen menschheitsgeschichte.


    Dem Handbohrer- oder Schaufelalergikertum sollte man auch absschwören für den Fall, dass es wirklich extrem eskalliert......

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    Einmal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • Sicher trägt jedes "Wertpapier" das Totalverlustrisiko. Aber beim AnlEntG geht es wohl darum, daß das Wertpapier an den Börsen noch prinzipiell werthaltig gehandelt wird, jedoch die eigene Depotbank es zweckentfremdet verwendet hat u. nicht herausgeben kann - wie man dagegen abgesichert ist - oder auch nicht. Daher passt auch der Vergleich zu den russischen ADR mE nicht ganz. Das ist ja eher ein schwerer politischer Eingriff, der allen Banken mehrerer Wirtschaftsräume den Handel verbietet (mit letztlich dem gleichen Ergebnis der Enteignung der Anleger, nur das hier eben dann das AnlEntG wohl nicht greift). Physisch als Diversifikation sicher gut - aber auch da viele Unsicherheitsfaktoren: Diebstahl / Vermögensregister / Goldverbot / EM-Besteuerung / Bargeldabschaffung - wie dann verwerten? Etc...

    Bis auf den Diebstahl hast du alle anderen Risiken ebenfalls bei Papiergedöns.


    Der Vorteil ein Diebstahlrisiko zu haben, liegt darin, dass es einem erstmal weggenommen werden muss, während dir die Systempapiere mittlerweile gar nicht mehr gehören, sondern als Sammelposten in der Clearingstelle vermerkt - also bereits weg sind!

  • […]

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    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


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