GOLD : Märkte und Informationen

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    (....).... das größte Profitprojekt der Weltgeschichte seit Erfindung des Dollars (....)


    Volltreffer!
    Das mal herausgegriffen und abgewandelt:


    Das größte Profitprojekt der Weltgeschichte IST der Dollar.


    Damit sind ungezählte Probleme und Fragen erklärbar, insbesondere nahezu alle Verwerfungen der Weltwirtschaft.
    Nicht vergessen, was der US Finanzminister damals zu Bretton Woods sagte --so in etwa-- (Aufhebung der Golddeckung des Dollar) :


    "Wir haben den Dollar, und ihr die Probleme." X(


    So lange die unheilige Allianz US Regierung + FED + Vasallenbanken die Welt nach Belieben mit dem $ neurotisieren kann,und diese in dem grünen Fiatmeer verschuldet ist, finden die Märkte keine Ruhe.


    Zum Gold : Ohne die Cleverness einiger Asienstaaten hätten wir den Goldpreis vermutlich noch im mittleren 100er Bereich.


    In der Tat ist es ziemlich unergiebig, momentan vernünftig Trends zu prognostizieren.


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    Wenn das so weitergeht steht der Goldpreis Ende der Woche noch bei 1050,- USD und Mitte Januar freuen wir uns über einen Goldpreis von 50,- Globo, ohne uns zu wundern wo der eigentlich auf einmal herkommt. :wall:


    Bei all dem widersprüchlichen Blödsinn um uns herum lässt sich wahrscheinlich bald garnichts mehr erklären oder verstehen. Aber uns bleibt ja noch die Hoffnung auf das große Gesamtbild.(...)


    Im Moment blicke ich nicht durch, Chartlesen macht weder Spaß noch Sinn, Nachrichten bestehen aus Widersprüchen ohne jeden logischen Zusammenhang, ich habe im Moment überhaupt keine Lust, zu raten wohin das Ganze weiterläuft. Geht es anderen gerade ähnlich?


    Siehe vor.


    Aber "So schnell schießen die Preußen nicht": Auf den Globo oder ähnliches Konstrukt, wenn überhaupt, werden wir warten müssen. Die G - Dingenkirchen haben noch nicht einmal die Ratingagenturen im Griff (USA = Triple A =) ) usw usw, am wenigsten die BRIC Staaten. Und diese lassen sich nur noch sehr eingeschränkt als Tanzbären kommandieren.


    Wir können nur hoffen und davon ausgehen, daß diese zumindest in Sachen Gold eine relativ besonnene Strategie weiterführen im Gegensatz zu der ungebremsten Fiatwährungen - Vermehrung.......
    .

  • Ein besonderes Verhältnis. Oft gerät Öl stark unter Druck und beeinflußt als führender Rohstoffwert auch Gold als "Rohstoff".
    Ist allerdings nur eine recht vage Korrelation, der $ und temporäre Starke von Standardaktien sind relevanter.

    Edel Man, the gold/oil price ratio was on my mind when I started writing this morning. Hopefully this piece helps to illustrate the point you were making.


    Stay Focused on Gold/Oil Price Ratio


    "...In March of 2008, gold broke $1000US/oz, yet the share prices of most of the mining companies went nowhere. Some of the reasons for under-performance have been discussed here previously – with perhaps the most important factor being how the (so-called) bullion-ETF's soaked up billions of dollars of investor-capital which would have otherwise flowed into the precious metals miners, had those dubious funds not existed (see “Your ETF-Silver is For Sale”)...


    ...The problem for gold bulls in March 2008 was that as gold was briefly pushing above $1000US/oz, oil was surpassing the $100US/barrel for the first time, with the crude oil price for the month of March averaging over $96/barrel. In other words, at what was otherwise a bullish period for the precious metals sector, with a gold/oil price ratio of 10:1, the mining companies were unable to capitalize on bullish sentiment in the sector..."



    Deutsche:


    Edel Man, das Gold / Öl-Preis-Verhältnis war auf meinem Verstand, wenn ich schreibe heute Morgen begonnen. Ich hoffe, dieses Stück hilft, den Punkt, den Sie machten zu veranschaulichen.


    Konzentrieren Sie sich auf Gold / Öl-Preis-Leistungsverhältnis


    "...Es wäre schön, wenn die Anleger dieses Verhältnis könnte als eine Art Formel verwenden, um die Bergleute Wert leider das Preisverhältnis zwischen Gold und Öl ist nicht einfach genug, um sich auf eine derart simple Analyse verleihen..."

    • Offizieller Beitrag

    Edel Man, the gold/oil price ratio was on my mind when I started writing this morning. Hopefully this piece helps to illustrate the point you were making.


    Stay Focused on Gold/Oil Price Ratio(.....)


    Danke bullionbulls !


    Sehr guter Artikel. Wir hatten früher schon an anderer Stelle die hohe Bedeutung der Energiekosten für die Minen erörtert.


    Es ist in der Tat so, daß ein großer Teil der teilweise fulminanten Kursanstiege div. Minen durch das verbesserte Gold : Öl Ratio begünstigt wurde. Für den längerfristig /strategisch ausgerichteten Anleger sicher viel wichtiger als für taktisch / Trading - Orientierte.
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  • Im Moment blicke ich nicht durch, Chartlesen macht weder Spaß noch Sinn, Nachrichten bestehen aus Widersprüchen ohne jeden logischen Zusammenhang, ich habe im Moment überhaupt keine Lust, zu raten wohin das Ganze weiterläuft. Geht es anderen gerade ähnlich?

    Ja, die Luft und die Spannung sind irgendwie raus. :S


    Legt man die monetäre Messlatte von „vor der Krise“ an, dann sollten wir eigentlich mindestens 3 Währungsreformen und Dollar-Implosionen gesehen haben. Auch wäre ein Goldpreis von 5000$ längst die Untergrenze des zu erwartenden Kurses.


    Tja, ist es aber nicht. ?) Es wurde eine neue Messlatte geschreinert und auf der steht, wie du ja so schön schreibst:


    “ Schwarz ist weiß, kalt ist heiß, hell ist dunkel.“ :thumbsup:


    Ich warte eigentlich nur noch auf die Nachricht: „FED erklärt, dass das Gold ab sofort nicht mehr durch den Dollar gedeckt ist.“ – Daraufhin fällt der Goldpreis in NY auf 50$ die Tonne! [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]

    Lieber mit dem Fahrrad an den Strand fahren als mit dem Porsche ins Büro! 8)

    3 Mal editiert, zuletzt von Zackebacke ()

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    Ein packendes Interview mit Peter Schiff. Er sieht den Kollaps des Dollar, nicht schnell, aber gewiß, auch bald. Daran geknüpft einen starken Goldanstieg in Richtung 5000$.
    Falls, ja falls, die USA die Zinsen stark erhöhen würden, weniger starkes Gold, andererseits bei extremer Inflation 5 - 6 stellige Goldpreise.


    Ein Beitrag, der weit über das kurzzeitge Geplänkel von Dollar und Gold hinausreicht.



    " ...Schonberger: So then you're actually calling for a collapse in the dollar relatively soon?


    Schiff: Relatively soon, yes. Maybe not tomorrow, but I think it will happen soon. I think it will happen before Barack Obama leaves office even if he's only a one-termer. The first initial collapse in the dollar will be about a 50%, 60%, or 70% decline in dollar value. That collapse will usher in the new leg -- the much more severe leg of our economic downturn. Not only will we have a financial crisis, but we'll also have a currency and economic crisis...."


    http://www.fool.com/investing/…-the-dollar-and-more.aspx


    .

    • Offizieller Beitrag

    Äusserst lesenswert, Übersetzung von GS . Prof.Antal Fekete bringt das Dilemma der Schuldenkrise, Ursachen und Folgen auf den Punkt:


    "...Solange Bonds über eine Goldklausel verfügen, oder der Bond-Markt durch den Handel von Papiergold unterstützt wird, werden Bonds als einlösbar erachtet. Aber sobald Gold durch permanente Backwardation unerhältlich wird, werden Schulden in den Augen des Halters uneinlösbar. US-Bonds nach Fälligkeitsdatum in Banknoten der Federal Reserve auszuzahlen, stellt keine Einlösbarkeit dar. Denn die letzteren sind nur Belege für Schulden, denen erstere als Schuldensicherheit dienen, woran sich zeigt, dass Bonds nicht wirklich einlösbar sind. Ein zinstragendes Anleihepapier wird durch ein nicht zinstragendes Anleihepapier - ein minderwertiges Instrument - ersetzt. Dabei werden nur verschiedene Formen uneinlösbarer Schulden durchmischt. Wenn die Welt von dieser Fingerfertigkeit erfährt, wird das internationale Geldsystem nicht in der Lage sein, die Schockwellen zu überleben. Das Chaos, das dann die Welt durchziehen wird, ist haarsträubend.


    Die Lösung ist relativ einfach. Das monetäre Gold der Welt müsste reaktiviert werden. Das könnte dadurch geschehen, dass der US-Münzprägeanstalt die freie und unbegrenzte Prägung von Goldmünzen zugestanden wird. Es dürfte dann keine Versuche geben, den Dollarpreis von Gold zu fixieren, zu drücken oder anderweitig zu kontrollieren....."


    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=12362


    Grüsse
    Edel

  • Die Lösung ist relativ einfach. Das monetäre Gold der Welt müsste reaktiviert werden. Das könnte dadurch geschehen, dass der US-Münzprägeanstalt die freie und unbegrenzte Prägung von Goldmünzen zugestanden wird.


    Will ich sehen, wenn die versuchen, aus Wolfram Goldmünzen zu prägen. Besser ist es, vorher wieder Pulver herzustellen, dieses zu pressen und dann zu vergolden.
    Eine Heidenarbeit.
    Viel weniger Aufwand ist irgendwann eine Währungsreform mit Reset und neues Papierelend ahoi - für die nächsten 60 Jahre.
    Was anderes kommt auch nicht.

  • Nouriel Roubini hat mal wieder zugeschlagen. Sein neuestes Werk trägt den Titel "The New Bubble in the Barbarous Relic That Is Gold". Der umtriebige Mann lässt sich die Inhalte seiner Blogs leider vom Leser bezahlen. Hier kann man die wesentlichen Thesen aus zweiter Hand nachlesen.


    Ich habe hier mal die 5 Punkte (sehr frei) übersetzt, die nach Roubinis Ansicht gegen Gold sprechen:


    • Erstens, der Dollar Carry Trade (DCT) könnte an einem gewissen Punkt abreißen und die globale Anlagenluftblase platzen lassen, die durch den DCT befeuert wurde.
    • Zweitens könnten die Zentralbanken sich vom QE und der Nullzinspolitik verabschieden, was den Abwärtsdruck auf spekulative Anlageklassen und die Rohstoffmärkte verstärkt.
    • Drittens kann es jederzeit zu einer ausgeprägten globalen Risikoabneigung an den Märkten kommen, weil die globale Erholung sich als zerbrechlich, blutarm und kraftlos erweisen könnte. Dies kann zu einer Wiedererstarkung des amerikanischen Dollars führen, was die Preise von Rohstoffen und Gold in USD negativ beeinflussen würde.
    • Viertens, da der DCT und die Liquiditätsschwemme eine globale Anlagenluftblase verursachen, ist der Anstieg von Gold zum Teil auch eine Blase, da Herdenverhalten und das Traden des Momentums das Gold höher und höher treibt. Aber alle Blasen platzen irgendwann und je größer die Blase, desto größer der Absturz.
    • Fünftens ist die Wirkung drohender Staatspleiten auf den Goldpreisen zweischneidig, wie die Ereignisse der letzten Wochen andeuteten. Allgemein ist es so, dass der Goldpreis steigt, wenn erwartet wird, dass Zentralbanken schließlich durch Monetarisierung die fiskalischen Probleme der Staaten zu lösen versuchen. Aber die Praxis hat gezeigt, dass es den Goldpreis auch belasten kann, weil drohende Staatspleiten die Risikoabneigung von Kapitalanlegern vergrößert und zu einem Run auf andere (liquidere) Anlageklassen als Gold geführt hat wie z.B. den amerikanischen Dollar. Im Allgemeinen konkurriert Gold immer mit Fiat-Währungen und alles, was Dollar-bullish ist (wie der globale Reflex der Risikoaversion), ist gleichzeitig bearish für Gold.

    "Wer nichts weiß, muß alles glauben" (M. v. Ebner-Eschenbach)

    Einmal editiert, zuletzt von Königswasser ()

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    Nouriel Roubini hat mal wieder zugeschlagen. Sein neuestes Werk trägt den Titel "The New Bubble in the Barbarous Relic That Is Gold". (....)


    Hier spricht Keynes pur, obwohl dieser Mann hier weitaus höhere Erkenntnisse haben müßte. Zudem "Bubble" ????


    Schmankerl zum Schluß: (übersetzt)


    "Weitaus mehr als eine Fiatwährung, basiert der Wert des Goldes überwiegend auf dem irrationalen Glauben der Investoren.....
    Man kann Gold weder essen noch Gold verbrennen." ;(


    Das haben wir Goldbugs auch nicht vor. ^^ Ein möglicherweise gekaufter, zumindest irregeleiteter Propagandist. Oder hatte er temporär zuviel Gold(wasser)getrunken ??


    Die sehr zahlreichen, zumeist zynisch/spöttischen, Kommentare sprechen Bände...


    .

  • Ich versteh gar nicht, wie man sich über sowas aufregen kann.
    Der sieht Gold offenbar als Spekulationsklasse.
    Ergo, er hat nix verstanden!


    So what?
    Ich bin jedem dankbar, der EM schlecht macht, ich bin da ziemlich egoistisch ;)


    Ping



    Post 333, bei Gold gibts Keilerei!

    Diese Signatur ist unter Deiner Landesdomain nicht sichtbar, da sie aufgrund eines behördlichen Hinweises bzw. einer Anordnung entfernt wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von pinguin ()

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    So what?
    Ich bin jedem dankbar, der EM schlecht macht, ich bin da ziemlich egoistisch ;)
    (...)
    Ping


    Sicher, wir hier im Forum sind aufgeklärter und stehen etwas über diesen Dingen (zumeist). :)


    Aber so ein Mensch mit angeblich hoher Reputation in den USA hat Einfluß auf die Medien und Massen.
    Eigentlich traurig , wie drüben die Lemminge in Standardaktien und Fiatanlagen hinein manipuliert werden....


    Grüsse

  • . Im Allgemeinen konkurriert Gold immer mit Fiat-Währungen und alles, was Dollar-bullish ist (wie der globale Reflex der Risikoaversion), ist gleichzeitig bearish für Gold.[/list]


    Von Roubini mag man halten, was man will. Er ist ganz bestimmt, nicht zuletzt auch durch seine Verbindungen mit Larry Summers, eine durchaus zwielichtige Figur. Doch freilich ist zumindest der oben zitierte Zusammenhang richtig.


    Es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass der USD wieder in eine Interims-Phase relativer Stärke eintritt. Natürlich nicht aus interner, nachhaltiger Erholung heraus, sondern nur im Vergleich zur Konkurrenz, deren Probleme stärker in den Fokus rücken. Das ist zur Zeit natürlich die Eurozone und deren Banken, die vor allem in Deutschland und Österreich noch mit etlichen Schreckensmeldungen aufwarten werden, die nur unter massivem Aufklärungsdruck zugegeben werden.


    Wenn die sogenannten Nettozahler der EU, von denen man annimmt, dass sie die verschwenderischen Nachbarn im Süden im Fall der Fälle heraushauen, selbst in immer stärkere Turbulenzen geraten, ist ein Abschmieren des Euro gegenüber dem Dollar die logische Folge. Und das Gold tritt in eine vorläufige Schwächephase ein. Die allermeisten US-Kommentatoren, die sich durchaus kenntnisreich zur ökonomischen Situation der USA und dem USD sowie Gold äußern, sind weitgehend ahnungslos über die verzahnten Zustände in dem größeren Wirtschaftsraum Europas.


    Es ist vollkommen klar, dass das Gold derzeit seine Schmuckmetallfunktion nur noch nebenbei innehat und stattdessen einfach als Barometer der FIAT-Währungen gilt. Wenn in den Kernländern der Eurozone die Banken weiterhin ihre Leichen im Keller nur unter äußerstem Druck zugeben, während die US-Banken übermütig ihre staatlichen Garantiekredite zurückgeben, kann man sich ausrechnen, wie die Horde der Devisenhändler zumindest kurzfristig reagieren wird. Diesen Schwankungen kann man selbst nur in gleicher Münze (durch aktiven, kurzfristig orientierten Optionshandel) begegnen oder, für die meisten wohl eher praktikabel, durch beherzte Nachkäufe auf gedrücktem Niveau.


    Grüße
    auratico

  • hier die meinung von roubini auf godmode: http://www.godmode-trader.de/n…n-wird-Gold,a2035411.html


    und zum schluß das wirkliche schmankerl:
    "Im allgemeinen konkurriere Gold immer mit Währungen und alles was für den Dollar als bullisch zu bezeichnen ist stelle für Gold einen bärischen Grund dar, heißt es weiter von Roubini Economics."


    danke, jetzt bin ich wieder beruhigt. :D

    "Freedom is the right to tell people what they do not want to hear" George Orwell

  • .

    Ich erinner mich an die Börsen-Baisse kurz vor dem 2. Golfkrieg.
    Damals schrieb die FTD: wennd er Dax mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten 3 Tagen sinkt, dann steht er in 30 Tagen bei Null.
    (so oder ähnlich).


    Sixt Vorzugsaktien hatten zu diesem Zeitpunkt Dividendenrenditen von 25%.
    D.h. bei halbwegs vergleichbaren Dividenden würden sich nach 5 Jahren der Kaufpreis der Aktie selbst bezahlen.


    Bei stark fallenden Kursen will niemand ins Messer greifen, aber gerade bei mobilen Sachwerten ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dramatisch verfallen - oder gar auf Null gehen - gering.


    Vor ein paar Tagen hatte ich im Thread "Global Economic Collapse" einen FTD Artikel gepostet, indem der Autor das derzeitige Devisensystem als komplett Gaga bezeichnet hat.


    Als Gold bei 1220 Dollar stand, bestand ersthaft die Gefahr, dass Marktteilnehmer in Kaufpanik geraten.
    Das wurde abgewendet.


    Die Ratingagenturen sind nachweislich alle privat und vertreten Interessen des anglo-amerikanischen Klubs.


    Als vor einem halben Jahr die Ratingagenturen eine bestimmte Klasse von Immobilkien-papieren von AAA auf B setzen, gab es reinen Riesen-Aufschrei
    weil damit den Papieren die Fähigkeit genommen wurde, sie bei der FED geben Cash zu hinterlegen.


    Die Ratingagentur, ich meine es war S & P machte einen Rückzieher und setzte die Papiere wieder auf AAA.


    Ich stehe Verschwörungstheorien extrem kritisch gegenüber, aber die derzeituge Schwächung des Euro durch Dikussionen über die Kreditwürdigkeit von Griechenland und Spanien hat durchaus Vorteile für den Dollar:
    ein niederigere Dollarkurs ermöglicht den Wiederaufbau eines Produktions- und Kapitalstocks. Und das Stoppen des Carry Trades durch vorsichtige Diskreditierung von EuroLändern stoppt die Aufwertung des Euro.


    Das Schwächen des Euros ermöglicht es der FED, die Zinsen bei 0% zu lassen:
    obwohl die Zinsen bei Null bleiben, ist vom Dollar der Aufwertungsdruck genommen.


    Im Wettstreit um die hässlichste Papiergeldwährung hat der Euro eine Blessur eingesteckt, die ihn noch hässlicher als den Peso del Norte, den Dollar aussehen lässt.


    Wir werden in den kommenden Jahren, vermutlich sogar niemals, zu dem Zustand kommen, indem wir mit 1/10 Goldunzen und Zigarettenpackungen bezahlen werden.
    In anderen zivilisierten Ländern (Russland, Serbien, Argentinien) haben die Leute nach Währungsreformen , Währungsschnitten und eingefrorenen Konten brav weiter die bunten Scheine genutzt.


    Für kleine Leute, die nix verdienen, erfüllt das geld nur den Zweck als Zahlungsmittel.


    Wenn es um die Funktion des "store of wealth" geht, dann werden für immer mehr Marktteilnehmer die Sachwerte in den Fordergrund rücken.


    Wenn es der Wirtsachaft schlecht geht, wird es so viele Zahlungsausfälle, geplatzte Anleihen und geplatzte Kredite geben, dass Wertspeicher ohne Counter part risiko verlockend erscheinen.


    Und wenn sich die Wirtschaft stabilisiert, dann werden Produzenten und Hersteller Preiserhöhungen am Markt durchsetzen, wie man sie noch nie gesehen hat.


    -----------
    Derzeit sehe ich günstige Preise in Branchen, wo Überkapazitäten und harte Konkurrenz es verhindern, das Preiserhöhungen durchgesetzt werden.


    Dort, wo Preiserhöhungen durchsetzbar sind, dort gint es hammerharte Inflation: z.B. auf dem Weihnachtsmarkt.


    Niemand will die Kinder heulen sehen.
    Wenn der Buden-Besitzer das Karussel um 40% billiger macht, wird er kaum zusätzlichen Fahrten generieren.
    Aber wenn er das Karussel 40% teuer macht, wird er nur ganz wenige Kunden verlieren, da die Kinder de facto die Preiserhöhung per Geschrei durchsetzen.


    Es leiden die Branchen, in denen Anbieter oder Drittfaktoren nicht die Kraft haben, Preiserhöhungen durchzusetzen.



    (Preis absatzfunktion, Durchsetzen von Preiserhöhungen etc / Prof Hermann Simon, "Power Pricing" )


    ---------


    An der Comex ist der Anteil der Netto Long Positionen fast unverändert hoch.
    Genau so hoch wie im August.


    Diese Spekulanten sind bei 1100 dollar POG noch lange nicht under water, diese Leute sind bei 950 dollar POG eingestiegen.
    Auch auf Euro-Basis sind alle, die im Somme eingestiegen sind, mächtig im Plus.


    Wenn man sich das große Bild ansieht: überschuldete Staaten, Zombie-Banken die eigentlich Pleite sind, aber gebündelte Pakete aus Los-Nieten
    im Tausch gegen Cash bei den Zentralbanken hinterlegn dürfen, Firmeninsolvenzen, insolvente und quasi insolvente Staaten, Konjunktur mit angezogener Handbremse, niedrigste Zinsen auf Anleihen und Papiergeld sparguthaben,


    bei Anblick dieses Bildes finde ich kein lohnendes (und sicheres) Investment außer Bildung und keinen anderen sicheren Wertspeicher als Edelmetall.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • Ich denke mal, dass eine Unze Gold für 50 Globo echte Kaufkurse sind.
    Ich würde sofort einsteigen, da ich langfristig mit einem Kurs von mindestes 550 Globo rechne.


    Wegen des starken charttechnischen Widerstands bei 40 Globo und den unschlagbaren Fundamentals, sehe ich Gold in einem klaren Aufwärtskanal Richtung 350 Globo, der danach zu einem Spike bei 550 Globo ausarten dürfte.


    Im Ernst: nach dem Experiement Euro versteht selbst jeder notdürftig angelernte Devisenhändler, wie schwer es ist, wenn mehrere Volskwirtschaften mit einer Einheitswährung und einem Einheitszins leben müssten.


    Derzeit muss Griechenöand gegen Aufstände und Streiks Lohnsenkungen und Stopps durchsetzen.
    Früher hätten sie einfach die Währungs um 20% abgewertet und alles wäre tutti gewesen.


    Für die nächsten 100 Jahre wird niemand auf die Idee einer Welteinheitswährung kommen: Jeder, der eine Stunde über den Euro und Griechenland nachdenkt,
    wird den Gedanken an Einheitswährungen verwerfen.

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