Zitatquote='Milly',
- Goldaktien hängen fast mehr am Aktienmarkt als am Goldpreis, steigen nämlich leicht (...)
-> Silber und PM-Aktien sind hingegen ein Schönwetterinvestment, allerdings ggf. eher noch als Gold als Inflationsschutz tauglich (z.B. bei überhitzender Wirtschaft)
Die Gold/Silberaktien im HUI haben seit dem Tief Ende Oktober 2008 um 100% zugelegt. Das kann sich in jedem Falle sehen lassen - der DOW hat sich im selben Zeitraum um 20% von den Tiefstständen erholt. Wer sie zu diesem Zeitpunkt gekauft hat und jetzt verkauft, könnte nun auch für fünf Jahre die Hände vom Markt lassen und müssste sich dewegen dennoch keine Vorwürfe machen. Edelmetallaktien müssen gehandelt werden, wenn man mit ihnen dauerhaft im Plus bleiben möchte. Sie eignen sich nicht dazu, sie als Versicherung anzusehen bzw. könnten sie diese Funktion sehr wohl einnehmen, wenn jemand einen sehr langen Atem hat und zwischenzeitliche Verluste gar über Jahre hin aussitzen kann. Letzteres lässt sich aber schon vermeiden. Nur nach kräftigen Rückschlägen im XAU/HUI kaufen, ohne jedes Wenn und Aber, auch wenn man dafür mitunter Monate warten muss. Für viele Juniors gilt diese Regel nicht, weil deren Finanzierungsprobleme enorm bleiben werden und die meisten auch in günstigerem Fahrwasser nicht überleben werden, weil sie nicht mehr wie in den zurückliegenden Jahren auf einfache Kapitalerhöhungen (auf Kredit, wie wir jetzt wissen) rechnen können - ausser es kommt zu einer Panik, wo dann blindlings alles gekauft wird, wo irgendwo Gold oder Silber draufsteht. Freilich aber werden die besten Juniors fantastische Kurszuwächse erleben. Nur, welche sind das?
Edelmetallaktien (auch Silber) von produzierenden Unternehmen (XAU/HUI reicht völlig aus) stellen demgemäss eben ganz und gar kein Schönwetterinvestment dar, sondern sind Handelspositionen, die bei schlechtem Wetter erstanden und dann ganz nach persönlicher Klimaeinschätzung mit mehr oder weniger Gewinn wieder abgestossen werden sollten. Es kommt im Wesentlichen nur auf den Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt an. Man sollte konsequent versuchen, gültig in diesen Rhythmus von Kauf und Verkauf hineinzukommen, anstatt in die Anstiege hinein zu kaufen, sonst besteht die Gefahr, dass die Buchgewinne in der Hochlaufphase nur lauwarm sind (und man deswegen nicht verkauft), während die Verluste recht schnell erheblich werden können. Man muss also das Warten lernen, falls man z.B. eine enorme Kaufgelegenheit wie zuletzt vor zwei Monaten versäumt hat und kein übergrosses Risiko eingehen möchte. Ansonsten hilft immer noch emotionsloses Stop-Loss-Verhalten, falls man zu spät eingestiegen ist.
grüsse
auratico