GOLD : Märkte und Informationen

  • Gute Darstellung zur aktuellen Lage von Lease-und Forward Rates bzw. der Lagerbestände an der Comex. Immer deutlicher zeigt sich, dass der real zur Bedienung etwaigen Lieferverpflichtungen von Kontrakten vorhandene Goldbestand in den Comex-Lagerhäusern gefährlich dünn ist. Das meiste Gold dort ist nicht "registered" (also lieferbar), sondern nur "eligible" (also einfach nur deponiert, eingelagert von allen möglichen Haltern wie ETFs, Großkunden etc.)


    The story of the gold curve, so far


    Lease rates as they stand now are negative — something that’s almost unprecedented in recent history.


    The problem is: the ‘total’ picture of stocks is actually made up of two types of inventory. Gold that is registered and gold that is eligible. It just so happens that only ‘registered gold’ is available for delivery against futures, while ‘eligible gold’ is simply that being stored at the Comex by its owners.


    The Comex’s inventories echo this well. Yes, they are at all time highs, but the proportion of gold available for “purchase” is actually — on a historical basis — relatively low.


    A golden risk transfer


    To all extents and purposes then, there seems to have been a radical switch in risk perception. As things stand, the market is ready to compensate investors for the risk incurred from borrowing gold rather than owning it.


    That is to say we used to pay for borrowing money from the bank – pledging gold as collateral. Now we get paid for borrowing money from the bank – pledging gold as collateral. We wonder why.


    http://ftalphaville.ft.com/blo…of-the-gold-curve-so-far/


    Grüße
    auratico

  • man muss lernen zu kaufen und auch wieder zu verkaufen

    Dabei sollte man sich immer in die Position seines Gegenüber (von dem man kauft bzw. an den man verkauft) hineinversetzen, denn einer der beiden Handelnden liegt immer falsch. Welcher der beiden derjenige ist, kann sich kurz-, mittel- und langfristig natürlich auch ändern. :P
    Manche wollen für eine Unze Au viermal den DOW kaufen: DGF-Beitrag mit Link


    Ich nicht. ;)

    Gold bringt keine Zinsen, also: Kauft Kriegsanleihen ... ähh ... MeFo-Wechsel ... ähh ... Sondervermögen ...!

    Einmal editiert, zuletzt von trenntWände ()

  • Der Hauptantrieb für steigenden Goldpreis sind negativer Kapialmarktzins bei Inflation bzw. Inflationserwartung.



    Stimmt ! Aber der 'harte' Markt 'spielt' gerade das Gegenteil von steigender Inflationserwartung....


    Kann sich natürlich schon bald wieder ändern. Der Markt ist launisch wie ein Weib ! :D



    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/bild14xtd.jpg]

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

    • Offizieller Beitrag

    Lange genug hier diskutiert, die nicht nachvollziehbare Verhökerung von 1300 t Gold... Hier sind die Auswirkungen zu sehen, grafisch besonders eindrucksvoll.


    Ein schöner Satz im Artikel:


    "...the launch of the Euro - bureaucracy's greatest monetary hubris to date..."


    "...die Einführung des Euro - der Bürokratie bislang größte monetäre Hybris..."


    http://www.safehaven.com/artic…r-swiss-central-bank-gold


    Grüsse

    • Offizieller Beitrag


    Stimmt ! Aber der 'harte' Markt 'spielt' gerade das Gegenteil von steigender Inflationserwartung....


    Kann sich natürlich schon bald wieder ändern. Der Markt ist launisch wie ein Weib ! :D


    Naja, eher so: " Die Märkte Frauen haben zumeist nie unrecht" ^^


    Das Zitat bezog sich auf ein Thema "Steigende Zinsen und der Goldpreis" zur Gold"Blase" 1980 und lautet vollständig


    Die Zinsen alleine besagen fast nichts, denn sie sind im allgemeinen der Spiegel der Inflationsrate, und die war damals exzessiv hoch.
    Selbst bei uns war sie zuletz zweistellig. Ergo:


    Der Hauptantrieb für steigenden Goldpreis sind negativer Kapialmarktzins bei Inflation bzw. Inflationserwartung.


    Und wenn das Vertrauen in praktisch alle Fiatwährungen hinzukommt, wie jetzt, spricht alles weiter für Gold.
    .


    Was damals eintrat, wird wieder geschehen: Ein parabolischer Goldpreisanstieg infolge Inflation und -Gefahr, aber natürlich der Folge des vollständigen Vertrauensverlustes in den Fiatgeldmüll.


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    "Please hold the line" könnte man hier sagen : Haltet die Stellung! 8)


    Trader und CIGA Dan Norcini kann man mE.zustimmen:


    "Der Boden des 2 1/2 Monate langen Handelsbereiches zwischen 1250 und 1175 sieht stark nach Befestigung aus."


    http://jsmineset.com/2010/07/2…gold-from-trader-dan-307/


    Grüsse

  • Zitat

    Wer sein Geld in Gold investiert, könnte in Zukunft eine Menge Freude daran haben. Denn immer mehr Finanz-Fachleute sehen das gelbe Metall vor dem Hintergrund der riesigen weltweiten Schuldenprobleme als letzten Hort der Sicherheit. "Die Anleger haben Zweifel an der Stabilität von Papiergeld und von Wertpapieren", sagte Matthew J. Zeman vom Finanzhaus LaSalle Futures Group, auf einer Rohstoffkonferenz in Chicago. "Die Integrität der Papierwährungen steht in Frage", ergänzte Patricia M. Mohr, Rohstoff-Analystin der kanadischen Scotiabank. [. . .]
    Einen entscheidenden Treibsatz für einen künftig höheren Goldpreis sieht Zeman in der viel zu üppigen Versorgung der Weltwirtschaft mit "superbilligem" Geld. Dieser Fakt könne Gold in den kommenden Monaten eine dynamische Aufwärtsbewegung bescheren. Bei der La Salle Futures Group wird für das kommende Jahr ein durchschnittlicher Goldpreis von 1350 Dollar je Feinunze erwartet. Patricia M. Mohr von der Scotiabank, geht für das kommende Jahr dagegen von einem Durchschnittspreis von lediglich 1200 Dollar je Feinunze aus.
    Sollte es den Notenbanken der Industrieländer nicht gelingen, eine überzeugende Exit-Strategie umzusetzen und die monetären Zügel im kommenden Jahr peu a peu anzuziehen, werde es aller Voraussicht nach einen starken Ausschlag des Goldpreises nach oben geben, meint Matthew Zeman. "Eine noch länger ausgedehnte Phase rekord-tiefer Zinsen ware ökonomischer Selbstmord und würde letztlich in einer Hyperinflation enden", warnt Zeman, der in den vergangenen Jahren mit seinen Goldprognosen Volltreffer gelandet hatte.


    Jetzt liest man Goldbug-Erkenntnisse auch immer häufiger in Mainstream-Medien. Gutes Beispiel: dieser neue Handelsblatt-Artikel

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

  • Zitat

    Der Goldmarkt ist für Kleinanleger schwer zu durchschauen. Viele Investoren mischen mit, darunter auch die großen Notenbanken - und wie. Anhand von Charts hat Dimitri Speck herausgefunden, dass Zentralbanker der US-Fed über Jahre den Goldpreis manipuliert haben. Im Gespräch mit Handelsblatt-Online erklärt der Analyst, warum die Fed immer wieder eingreift - und was das für Privatanleger bedeutet.

    Erstaunlich, erstaunlich, was man inzwischen so in Mainstream-Medien wie dem Handelsblatt liest. . . [smilie_denk]

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

    • Offizieller Beitrag

    Erstaunlich, erstaunlich, was man inzwischen so in Mainstream-Medien wie dem Handelsblatt liest. . . [smilie_denk]


    In freier Abwandlung eines bekannten Spruches:


    "Wer GS Forum liest, ist besser ( früher) informiert."


    Moin Handelsblatt ! Besser spät als gar nicht. :]
    .

  • Hallo GSF, hallo Edel ...


    war euch mal wieder ein wenig untreu geworden, denn ich hatte mal wieder einen Abstecher zu den "Papierheinies" gemacht und bin dabei auf folgende Meldung gestoßen ...


    Zitat

    Gold steigt auf 2300 Dollar


    Bei deutschen Investoren herrscht Anlagenotstand. Die traditionell als Parkplatz genutzten Geldmarktfonds rentieren nahe Null und verlieren massiv an Volumen. Sichere Alternativen sind jedoch rar gesät.

    [smilie_happy] Sind denen etwa die Eisenbahnen ausgegangen? :D


    Zitat

    Offene Immobilienfonds sollte man meiden, bis die Gesetzesänderungen durch sind. Aber auch dann muss man sich wohl erstmal mit niedrigeren Renditen als den gewohnten vier bis fünf Prozent zufrieden geben. Die Fondsgesellschaften arbeiten daher fieberhaft daran, wie sie Sicherheit und Rendite kombinieren können.

    Ach was ... :D


    Zitat

    Fonds ohne Benchmark sind im Kommen ...

    Was denn sonst ... :thumbsup:


    Zitat

    Gold soll auf 2300 Dollar steigen
    Keine Probleme mit zurückhaltenden Anlegern haben hingegen die Anbieter von Goldprodukten. Sie sind der Absatzrenner. Kein Wunder: Seit 2001 hat sich der Preis knapp verfünffacht und konnte auf Euro-Basis rund 13,5 Prozent pro Jahr zulegen. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. So erwartet die Erste Group Bank AG 2013 einen Goldpreis von 2300 US-Dollar. Dabei sind sie etwa über Gold-ETCs. ...

    Ach nee ... auf einmal!? :hae: Und dann noch immer diese Zettelwirtschaft ... :D
    Ich tippe das Ganze mal in Euro, sofern es ihn bis dahin noch geben sollte ...


    Alles nachzulesen hier: €URO FONDSXPRESS - Gold steigt auf 2300 Dollar (link inside)


    Wie gut, dess es hier noch die guten alten Metaller gibt! :thumbsup:


    Glück auf!


    bettel


    Edit: Link geht jetzt ...

    Important information of the German "Propaganda Ministry":


    - Gold ist ein barbarisches Relikt und man kann es nicht essen!
    - Gold bringt keine Rendite und auch keine Zinsen!
    - Gold kann fallen und außerdem ist Gold böse!
    - Gold kann verboten werden, um das Volk zu schützen!


    - Mehr als 1000 Gründe die für Geld sprechen: "Hier ist Ihr Geld sicher (FBL)!" :D

    Einmal editiert, zuletzt von bettelmann ()

  • Läßt sich der zuletzt so vieldiskutierte Gold-Swap der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) eventuell als noch klandestiner Beginn einer auf Sonderziehungsrechten, internationalem Währungskorb plus partieller Goldunterlegung beruhenden globalen Reservewährung deuten ?


    Könnte dabei aber das mutmaßlich von einer Zentralbank ( z.B. Portugal im aktuellen Fall) über Bullionbanken in den Swap eingebrachte Gold ( wieder einmal ) zweifach verbucht worden sein ?


    Soll mit einem solchem System erreicht werden, dass das diskreditierte Schattenbanksystem der letzten Jahrzehnte mit seiner x-fachen derivativen Hebelwirkung auf neuer Basis weiterbesteht mit etwas Golddeckung als Beruhigungspille ?


    In diese Richtung argumentiert/spekuliert ein ausführlicher neuer Artikel von Zerohedge:


    ARE WE SETTING THE PINS UP FOR AN ALTERNATIVE RESERVE CURRENCY?


    Are we moving towards the BIS and IMF being fractional reserve banks that will create money & credit - a reserve currency that will satisfy Russia and China with an element of Gold backing? A bank such as the BIS could easily assume this role (if it hasn’t already) as could the IMF with possible banking charter adjustments.


    The chances are high that this is the roadmap we will find ourselves taking. Like all banking that started as Gold backed you could expect that in this case the little gold backing that starts the process is quickly diminished so a limitless money machine could begin functioning. The gold backing would likely be an initial requirement by Russia and China. The partial gold backing would lend credibility to the acceptance and a possible reserve currency alternative and eventual establishment as the global reserve currency.


    http://www.zerohedge.com/artic…wap-signals-roadmap-ahead


    Grüße
    auratico

  • In Malaysia ist es vielleicht noch eher als bei der BIS.


    Can Malaysia's Islamic gold dinar thwart capitalism?
    Muslim advocates of the dinar believe it will stop the excesses of capitalism, but it is just another avenue for exploitation


    Nazry Bahrawi
    guardian.co.uk, Saturday 17 July 2010 11.00 BST
    Article history
    Imagine a world trading solely in gold and silver coins. Imagine the size of your wallet.


    Yet this is the ideal world envisaged by some of Malaysia's activists championing the Islamic gold dinar and silver dirham as a new form of legal tender to replace paper money – a utopia that could see the light of day as early as the middle of next month.


    This is when one such group, Muamalah Council, plans to implement the dinar system in Malaysia's northern state of Kelantan. If information on its website is to be believed, the council has the blessing of the state's Islamist government, Parti Islam SeMalaysia (Pas), to kickstart the dinar in three moves.


    First, the state will pay a quarter of its public servants' salaries using the dinar. Second, all state companies will accept dinar payments. Lastly, some 600 commercial enterprises will also embrace this currency.


    Inspired by selective religious sources and backed by historical precedents within the annals of Islamic history, the gold dinar system is touted by certain fiercely proud Muslims as the Islamic answer to thwart capitalism's woes.


    The idea was first mooted by Malaysia's former prime minister, Mahathir Mohamad, in the aftermath of the 1997 Asian financial crisis. He argued that the coins would never hang their possessor out to dry in the same way that paper money had. As precious metals with intrinsic value, gold and silver are more resistant to market fluctuations and devaluation compared to the US dollar – an argument he took to the Organisation of the Islamic Conference as a tool to battle western hegemony.


    Today, Islamic gold dinar advocates would cite the recent credit crunch as proof. Indeed, the rocketing price of gold – possibly transcending a record high of $2,000 an ounce – can only strengthen their pitch.


    While Mahathir's grand plan for Malaysia to implement the dinar system by 2003 may have been unceremoniously scrapped by his successor, Abdullah Badawi, the idea has since gained currency beyond Malaysia's shores.


    In neighbouring Indonesia, for instance, an outfit known as Wakala Induk Nusantara (WIN) had begun minting Islamic gold coins for use in Australia, Malaysia and Singapore. Its spokesman, Riki Rokhman Azis, claims that the number of dinars used in the world's most populous Muslim nation has more than doubled in 2009 to 25,000 pieces.


    What is perhaps more striking is the UK connection to the increasingly globalised Islamic gold dinar movement. The Indonesian grouping is adhering to a fatwa issued by the South African-based cleric Sheikh Abdalqadir as-Sufi, a Muslim convert in Cape Town formerly known as Ian Dallas of Scotland.


    Then there is Dinar Exchange, the British equivalent of Indonesia's WIN. As the "official certified supplier of Islamic gold dinar and silver dirham in the United Kingdom", the company had just concluded a month-long series of roadshows in May that saw it promoting the gold dinar to Muslims in key UK cities such as London, Birmingham and Edinburgh. The group is inviting more to spread this Islamic vision as dinar agents. For a fee, of course.


    As the dinar movement gathers momentum, its propagators – which include some of the Muslim world's most polemical figures such as the Trinidad-born cleric Imran Hosein – would doubtless dismiss Antony Lerman's recent suggestion in the Guardian that no credible anti-capitalist doctrine exists today. To them, the Islamic gold dinar is perhaps mankind's best-formulated answer to beat capitalism's excesses.


    Yet, as an anti-capitalist weapon, the Islamic gold dinar is far from mint.


    It is motivated by politics more than benign religious values. The Kelantan example is instructive. Implementing the Islamic dinar serves as a political statement to Muslim voters that Malaysia's Islamist opposition party, Pas, is more Islamic (and hence more legitimate) compared with its competitor, the United Malays National Organisation. Even in its pristine form, the idea as it is originally propagated by Mahathir could be read as a radical attempt at power politics.


    But a more serious flaw lies in its contradiction. At the heart of the dinar system can still be found the same capitalistic spirit of commodification.


    It lacks the egalitarian spirit embodied in socialism's virtue of the common good. Its advocates say that the poor could never be taken advantage of because the coins they own have intrinsic value. But Britain's recent gold-rush dilemma suggests that the poor do not always get their money's worth – even when trading gold.


    Like paper money, gold is also vulnerable to the manipulations of valuers, our gatekeepers of wealth. And let's be honest, how many of the poor have stacks of gold already in their possession? Gold is a precious metal precisely because it is so rare.


    On a wider scale, who is to prevent gold-rich nations from banding together as a cartel to fix prices at exorbitant amounts in the same way that the oil-producing nations of OPEC did?


    Or multimillion corporations from exploiting poor but gold-rich nations? This is best exemplified in the case of Pacific Rim, a Vancouver-based firm that has filed an appeal via the Central American Free Trade Agreement (Cafta) to bypass local legislation so they can mine for gold in El Salvador despite local objections. In a world mired by climate change troubles, one also needs to mind the environmental cost of gold mining – an operation that involves huge amounts of water and toxic chemicals.


    The Islamic gold dinar could not thwart capitalism's excesses. It is only providing one more avenue for exploitation. For this reason alone, it will not have my buy-in.

    ---The Tidal Wave will come---


    144.000

    • Offizieller Beitrag


    Diese Geschichte ist schon so alt, daß wir kaum daran glauben können. Die muslimischen Staaten waren von Anfang an --wie so oft --völlig uneinig. Warum wohl...?? X(


    Der Petrodollar wäre in Gefahr geraten..Derlei hätte dem Dollar früh einen heftigen Schlag versetzen könne --und vice versa Gold mächtigsten Auftrieb:


    Hier eine kürzere, ebenfalls aktuelle Schilderung der Situation.
    "...07/21/10 Alexandria, Virgina — Malaysia, well, at least its northern state of Kelantan, is putting the Islamic gold dinar and silver dirham into circulation as legal tender and it could be implemented as early as mid-August...." ?)


    http://dailyreckoning.com/new-…uld-be-in-use-next-month/
    .

  • Hallo allerseits,


    der folgende Beitrag stammt aus der heutigen Onlineausgabe der ftd.


    Da dort leider keine richtigen Links mehr existieren poste ich mal den Text, der unter Märkten,Rohstoffe zu finden ist.


    Zitat:


    Angst vor globalem Crash: Goldinvestoren picken sich sicherste Anlagen heraus
    Via Mat aus Kloten bei Zürich ist seit 60 Jahren im Geschäft. Das Unternehmen bietet Transportdienstleistungen an und bewahrt für Kunden Edelmetalle auf, an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt wie London, New York, Miami, Frankfurt, Zürich, Genf, Hongkong oder Dubai. Neben Brinks und Johnson Matthei sind die Schweizer die einzige Nicht-Bank, die Mitglied der London Bullion Market Association (LBMA) ist und somit am Londoner Goldhandel teilnehmen darf. Letzterer ist der wichtigste Umschlagsplatz der Welt.
    Momentan läuft es für Via Mat prächtig. "Das Goldvolumen hat in letzter Zeit wesentlich zugenommen", sagt Urs Röösli, Managing Director von Via Mat, FTD.de. "In den vergangenen Monaten ist es zu einer starken Nachfragesteigerung nach kleinen Goldprodukten gekommen, die handelbar sind, wie Goldmünzen und Kleinbarren. Dies ist vor allem den wirtschaftlichen Unsicherheiten geschuldet", sagt Röösli. Genaue Angaben zu den Kunden und den Volumina macht er nicht. "Aus Gründen der Diskretion", wie er sagt.
    Gold gehört angesichts der europäischen Schuldenkrise und der Angst vor Inflation aufgrund der Niedrigstzinspolitik der Notenbanken 2010 zu den beliebtesten Anlagen. Dieses Jahr erreichte das gelbe Edelmetall gegenüber Dollar und Euro Rekordhochs. Momentan kostet die Feinunze (31,1 Gramm) in London 1181 Dollar. Mag Gold auch per se als sicherer Hafen gelten, so differenzieren die Anleger zunehmend. Unter verschiedenen Goldinvestments entscheiden sie sich für die sichersten.
    Von dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis profitiert Bullion Vault, ein webbasierter Goldhändler. Das Unternehmen, das Lager von Via Mat nutzt, hat rund 19.300 meist private Kunden angelockt, mehr als 20 Tonnen Gold lagert es derzeit im Auftrag der Klienten. "Geld auf Konten zu horten ist schön und gut, wenn Preise fallen und der Wert des Geldes steigt, aber nur, wenn es deine Bank am nächsten Morgen noch gibt", erklärt Adrian Ash, Leiter Research bei Bullion Vault, gegenüber FTD.de das Interesse der Anleger an Gold, das außerhalb des Bankensektors physisch vorgehalten wird.


    Die Bargeldeinlagen für Käufe von Gold und Silber bei Bullion Vault stiegen im Mai auf den dritthöchsten Stand der Firmengeschichte: Sie erreichten mehr als 47 Mio. Euro und lagen damit doppelt so hoch wie der Durchschnitt der vorangegangenen zwölf Monate. Noch höher war der Wert lediglich im Februar 2009, als die US-Aktienmärkte ein Zwölf-Jahres-Tief erreichten, und im Oktober 2008 nach dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers.
    Auch börsengehandelte Goldprodukte wie Exchange Traded Funds (ETF) bekommen diesen Trend zu spüren. Philip Klapwijk, Chef des auf Edelmetalle spezialisierten Beratungshauses GFMS, beobachtet eine Bewegung von ETFs hin zur Vorratshaltung bei Banken und Sicherheitsunternehmen. Hintergrund sei neben den Kosten vor allem der Sicherheitsaspekt. "Einige Investoren sorgen sich um die Sicherheit von ETF-Produkten."
    Grenzen scheint es für den Trend kaum zu geben. Es werden immer mehr Lager gebaut - und Gold nimmt aufgrund seiner hohen Dichte wenig Raum ein. "Wenn wir die 20 Tonnen, die unseren Kunden derzeit gehören, in einen einzigen Würfel gießen würden, wäre dieser nur etwas größer als ein Kubikmeter", sagt Ash.


    Wie reagieren die Banken?



    Die Gebühren für die Lagerung haben sich zudem bisher nach seinen Worten nicht erhöht. Allerdings könnten Banken die Gebühren anheben, um ihre Kunden zu einem Wechsel zu einem anderen Anbieter zu "ermuntern", so Ash. Banken halten Gold nicht gern physisch vor, sondern schulden es - wie das Geld aus Einlagen - dem Kunden, damit sie es weiterverleihen und so Gewinn machen können.


    Das Interesse von Investoren ist enorm. Laut GFMS lagen die Goldlagerbestände des Privatsektors Ende 2009 bei 29.600 Tonnen. Zum Vergleich: Der offizielle Sektor hielt, am Markt ausgeliehenes Gold miteingerechnet, rund 30.000 Tonnen und damit nur wenig mehr. Laut Klapwijk wird ein Großteil der privaten Bestände von einzelnen Anlegern aufbewahrt, nicht in den Lagern von Banken oder Sicherheitsfirmen. ETFs hielten 1839 Tonnen.


    Rohstoffexperten der Deutschen Bank erwarten, dass niedrige Zinsen, nervöse Aktienmärkte und der schwache Dollar den Goldpreis weiter befeuern werden. Erst ab 1455 Dollar je Feinunze würde der Preis real aus ihrer Sicht seine Höchststände aus den frühen 1980er-Jahren übertreffen. Gemessen an Indikatoren wie dem Verhältnis von Gold zum Aktienindex S&P 500 oder dem globalen Bruttoinlandsprodukt müsse der Preis sich sogar auf 2000 Dollar je Unze zubewegen, um als Blase definiert werden zu können, schreiben sie.
    Experten sehen keine Goldpreisblase



    Ähnlich argumentiert Ash von Bullion Vault. "Die einzige Blase gibt es bislang bei Medienberichten", sagt er. Derzeit mache alles jemals geförderte Gold - einschließlich Schmuck und Zentralbankbeständen - rund sieben Prozent des globalen Aktienmarktvolumens plus der Staatsanleihen der sieben weltweit wichtigsten Staaten (G7) aus. In den 1980er-Jahren habe dieser Wert bei 34 Prozent gelegen.
    Rhona O\'Connell, Analystin bei GFMS, sieht ebenfalls keine Blase, erwartet aber, dass der Preis in den kommenden Monaten seinen Höhepunkt erreicht: "Der Schlüssel ist hier: Kauft man es für die Rendite oder um Risiken zu mindern? Es mag nicht mehr viel Potenzial nach oben geben, aber ein schlauer Investor sollte etwas Gold halten wollen, um die Volatilität seines Portfolios zu reduzieren und das Verhältnis von Risiko zu Rendite zu verbessern."
    Selbst unter den Banken, die im Londoner Goldhandel aktiv sind, wächst das Sicherheitsbedürfnis. Seit April 2001 gibt es die London Precious Metals Clearing Limited (LPMCL). Das ist eine Gesellschaft, die von der Bank of Nova Scotia, der Deutschen Bank, HSBC, JP Morgan Chase, UBS und Barclays getragen wird. Ihr Zweck ist es, Transaktionen in Gold und anderen Edelmetallen abzuwickeln und gegeneinander aufzurechnen. Durch solch eine Saldierung soll das Kontrahentenrisiko verringert werden.
    LPMCL ist dabei kein Clearinghouse. Es gibt keinen zentralen Pool an Sicherheiten. Stattdessen sind die sechs Banken nur über ein elektronisches System namens "Aurum" miteinander verbunden und sind vollkommen eigenständig. Das sei einem Clearinghouse überlegen, heißt es auf der Internetseite der Gesellschaft: "Ein Clearinghouse wäre nicht so effizient und wäre teurer als die aktuelle Lösung. Außerdem müsste es für den Notfall abgesichert sein. Die Clearingbanken Londons sind internationale Top-Institute."


    Angesichts der Finanzkrise scheint sich die Einstellung zu wandeln. Das Clearinghouse LCH.Clearnet und die Metallbörse London Metal Exchange (LME) bieten ab November Clearing-Lösungen für den Londoner Goldhandel an. Voraussetzung ist, dass die Marktteilnehmer Mitglied bei LCH.Clearnet sind und ein Konto bei den LPMCL-Banken unterhalten.
    "Nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers steigt das Bedürfnis nach Clearing-Lösungen", sagt eine LCH.Clearnet-Sprecherin. Man habe auf einem LBMA-Treffen eine entsprechende Lösung präsentiert. "Gewünscht wird das von Banken, Brokern und Händlern, die sowohl im Londoner Goldhandel als auch an der LME aktiv sind." Ein Vorteil: Ein Händler kann seine außerbörslichen Positionen in Gold mit seinen Positionen in Aluminium und anderen Industriemetallen saldieren und so sein Risiko minimieren.


    Zitatende:

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    Auch börsengehandelte Goldprodukte wie Exchange Traded Funds (ETF) bekommen diesen Trend zu spüren. Philip Klapwijk, Chef des auf Edelmetalle spezialisierten Beratungshauses GFMS, beobachtet eine Bewegung von ETFs hin zur Vorratshaltung bei Banken und Sicherheitsunternehmen. Hintergrund sei neben den Kosten vor allem der Sicherheitsaspekt. "Einige Investoren sorgen sich um die Sicherheit von ETF-Produkten."
    Grenzen scheint es für den Trend kaum zu geben.(.... )
    Laut Klapwijk wird ein Großteil der privaten Bestände von einzelnen Anlegern aufbewahrt, nicht in den Lagern von Banken oder Sicherheitsfirmen. ETFs hielten 1839 Tonnen.


    Sehr informativer Artikel.


    Mal an dieser Stelle herausgehoben die Einstellung vs ETF:


    Die Kunden mißtrauen zu recht diesen Konstrukten und Banken !!


    Was dort NICHT gelagert ist -- falls es überhaupt physisch hinterlegt wird -- kann nicht verleast oder gar verkauft werden. :]
    .

    • Offizieller Beitrag

    Ein Rückblick in die 80er Jahre, gestern hier diskutiert. Insoweit sehenswert, wie sich nach dem Abbruch des Goldanstieges 1980 der Dow entwickelte.


    Aber noch weitaus interessanter die Einschätzung eines guten Prognostikers: Dow fällt auf 5000.


    Und Gold ? Unserethalben Anstieg auf 5000 $. Dann könnte man über die Eingangsfrage nachdenken. ^^


    "... One of the most respected (and accurate) is Charles Nenner. Mr. Nenner looks at huge macro trends in the broad stock market. He accurately predicted the 14,300 point high for the Dow back in 2006. Then in December of 2007 he predicted the market would crash.


    Today, Mr. Nenner is looking for the Dow to dip close to 5,000 sometime in the next few years.


    Will this be another chance for gold to come close to parity with the Dow? Maybe, but it would mean that gold will be selling for close to $5,000 an ounce. ..."


    http://www.wyattresearch.com/a…d-buy-the-dow-jones/22336


    Grüsse

  • Der Rückgang des Goldpreises im Juli führte in Indien zu einer unerwartet hohen Edelmetall-Nachfrage. Indische Banken und Händler sprechen von Lieferengpässen.


    Zum Artikel:
    http://www.goldreporter.de/goldblog/

    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.


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    Herzlichen Dank für die erfolgreiche Abwicklung mit ausnahmslos positiven Erfahrungen!


    Meine Bewertungen: RE: Robin8888

  • Klar ist eins: Die Preise steigen unaufhörlich. Kostete eine Brezel 1949 noch 5 Pfennig, kostete sie 1966 15 Pfennig, 1980 ca. 35 Pfennig, ums Jahr 2000 ca. 80 Pfennig und heute ca. 60 Cent (120 Pfennig). Eine Brezel ist zum guten Teil Handarbeit und darin stecken neben Rohstoffen und Energiekosten, eben auch die Kosten für die Arbeitszeit. Ein ideales Produkt also, an dem ich mal etwas aufzeigen möchte:



    Wenn man den Peak beim Gold von 1980 (800 Dollar) mit der Brezel vergleicht (35 Pfennig) kommt man bei der Brezel auf eine Vervierfachung bis heute. Beim Gold lediglich eine Steigerung von 50 Prozent. Gold hat also sehr gering outperformt. Der Brezelpreis hingegen sehr.



    Die Zeit als Gold um die 300 Dollar gedrückt wurde, kann man als keine realistische Zeit heranziehen. Ich glaube, alle hier im Forum sind sich einig, dass diese Zeit mit großer Manipulation am Markt einherging und noch geht. Die Staaten, besser: die Regierungen wollen mit einem niedrigen Goldpreis erreichen, dass die sichtbare Inflation gering bleibt. Doch mittlerweile (und auch durch das Internet und die jüngsten Ereignisse) wachen immer mehr Menschen auf und glauben nicht mehr unseren Regierungen. Sie informieren sich übers Internet und stoßen immer wieder auf das Thema Gold und Silber als Inflationsschutz.



    Wenn man die Zeit um 1980 als einen Peak sehen will, dann wären wir bei einem zweiten Peak (mit der Preissteigerung der Brezel) erst angelangt, wenn wir Gold bei 3.200 Dollar hätten. Bislang kann man also von keiner Goldblase sprechen, sondern Gold als immer noch günstiges Investment betrachten.



    Das einzige Manko an dem Vergleich ist, dass man Gold nicht essen kann! ;)

    Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: ..."Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. (...) Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie." ...

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