ZitatAlles anzeigen16. März 2009, 18:49
Marc Faber: "Rettungspakete werden nicht helfen"
Der freie Markt ist nicht schuld an der Krise und wir werden es auch dieses Mal nicht lernen, die fundamentalen Probleme zu lösen. Gedanken eines Börsengurus
Wien - Der Börsenexperte Marc Faber, der in Finanzkreisen ob seiner pessimistischen Aussagen als "Dr. Doom" (Doktor Unheil) bekannt wurde, hat in Wien zu einem Rundumschlag in Sachen Finanzkrise ausgeholt.
So sei etwa der freie Markt nicht schuld an der weltweiten Krise, wie zuletzt oft behauptet. Vielmehr sieht Faber die Märkte "durch Regierungen, Politik und die Zinsentscheidungen" beeinflusst. "Je geringer die Wirtschaftsleistung, desto mehr Geld wird gedruckt." Die Währungen würden ob der Inflation aber an Kaufkraft verlieren, was "das Problem nur vergrößert".
Rettungspakete helfen nicht
Kritik äußert Faber auch an den massiven Rettungspaketen, die rund um den Globus für die Banken geschnürt werden. Helfen werde das viele Geld letztendlich nicht, da "die meisten Banken ohnehin pleite sind, man sollte sie kollabieren lassen", sagte Faber. Die Staaten sollten nur die Gelder der Sparer und Anleger garantieren. "Was AIG mit Goldman Sachs für Geschäfte macht, geht den Staat nichts an, warum soll er dafür geradestehen? Man hätte die üblen Derivate einfach dem Markt überlassen sollen."
...
"Irgendwann werden sich die Bürger fragen, wem der Staat mit seinen Geldspritzen eigentlich hilft, den Banken oder den Menschen?", und dann seien Ausschreitungen nicht mehr zu verhindern. "Das Resultat wird ein Krieg sein", sagt Faber, was durch die Rüstungsausgaben dann aber immerhin die Wirtschaft wieder in Schwung bringe.
...
http://derstandard.at/?url=/?id=1234509627321
ich kapiere auch nicht, warum alle Angst vor Inflation haben - momentan gibt es kein Anzeichen dafür.
Ich wollte eigentlich gar nicht auf das Thema Inflation hinaus, sondern nur verdeutlichen, dass vereinfacht gesagt die einen für Geld arbeiten müssen und die anderen es einfach drucken können.