Alles anzeigenDie ganze Scheisse kommt daher, dass heute keiner mehr auf irgendetwas verzichten will.
Urlaub, Auto, Freizeit, sich alles erfüllen - Haben, Haben, Haben, das ist es, was dazu führt, dass es egal ist, ob man sich etwas leisten kann oder nicht, man muss es einfach haben.
Dazu kann man ja Schulden aufnehmen, ohne zu überlegen, ob man diese jemals wieder zurückzahlen kann.
Das gilt für jeden Einzelnen (zumindest für viele) und führt dazu, dass sich dies bei den Regierenden fortsetzt.
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Unser Problem ist nicht der EURO, nicht die CDU, SPD, Grüne oder andere, sondern der einzelne.
Was du beschreibst, ist das Resultat der Entwicklung, nicht die Ursache!
Der einzelne Jugendliche, der sich ein Leben aufbauen möchte, kann sich dem System schwerlich entziehen, ohne zum Kasper oder Sonderling zu werden, wie Öff-Öff oder Gottfried, der Selbstversorger ohne Deo...
Nimms mir nicht übel, aber wenn man selbst noch auf die Auszahlung seiner schweren Kapitallebensversicherungen hofft, also Nettoprofiteur des Systems ist, finde ich es etwas heuchlerisch, über die Verderbtheit der Jugend und deren Anspruchshaltung zu lamentieren.
Die wollen einfach auch so ein gutes Leben, was ihnen die TV-Schönlinge jeden Tag in der Werbung und in OC California zeigen.
Jeder von uns profitiert in gewisser Weise auch davon, dass sich andere Leuts bis über beide Ohren verschulden!
Gesellschaftskrise ja schon, aber Persönlichkeits- und Wertekrise sehe ich eher nicht...
Zerstöre die derzeitige Gesellschaft, stelle sie auf eine neue Grundlage, einige der Schuldigen vor Gericht und/oder liquidiere sie, und schon hast du neue Menschen mit tollen Persönlichkeiten (mal etwas überspitzt formuliert).
Ich verstehe schon, dass du die Übertreibungen des Schuldenmachens anprangerst - da stimme ich dir zu, aber auch dies ist ja gewünscht! Der Einzelne schnappt da nur nach der Möhre, die ihm vors Maul gehalten wird.
Die Leute sollen sich ja möglichst bis Unterkante Oberlippe verschulden, im Idealfall zahlungsfähig bleiben, aber selbst wenn nicht, ists aus Systemsicht auch nicht schlimm, wenn sie möglichst schnell nach der Insolvenz wieder gute Schuldsklaven werden.
Das ist ja so gewünscht, sonst funzt das System nicht und die Renditen langen nicht mehr....
Kann sich der Einzelne dem widersetzen und ordentlich wirtschaften, nur das ausgeben, was er einnimmt und sparen? Ja, natürlich kann er das, aber er wird gesamtgesellschaftlich nichts ändern, da Andere an seiner Statt (bzw. der Staat) das Geldausgeben in jedem Falle für ihn übernehmen. ![]()