Historischer Gold-Fingerbarren – Frankfurter Scheideanstalt (Degussa), Kaiserreich ca. 1895–1914 aus dem damligen Goldhandel mit 473 g wurde begutachtet!
Herkunftshinweis: Familienbesitz seit (Ur-)ururgroßvater des österreichischen Eigentümers.
Zum Studium des Barren gemeinsam mit openAI und einem Experten erarbeitet:
Historischer Gold-Fingerbarren – Frankfurter Scheideanstalt (Degussa), Kaiserreich ca. 1895–1914
Historischer gegossener Goldbarren der Frankfurter Scheideanstalt, der späteren Deutschen Gold- und Silber-Scheideanstalt (Degussa). Der Barren trägt den Stempel „Scheideanstalt Frankfurt a.M.“ sowie das klassische Rhombus-Logo mit Sonne und Mond – das traditionelle Markenzeichen der Frankfurter Raffinerie.
Die Ausführung des Logos mit schmalem Halbmond und Sonne mit acht Strahlen entspricht einer frühen Punzenvariante, die typischerweise auf Produkte aus der späten Kaiserzeit datiert wird. Solche Barren wurden im internationalen Goldhandel vor dem Ersten Weltkrieg als Handels- und Bankbarren verwendet.
Der Barren ist in der charakteristischen „Fingerbarren“-Form gegossen – einer langen, schmalen Gussform – und ist etwas gewellt in Längsrichtung. Richtig uriges Teil.
Historische Raffineriebarren aus dieser Zeit sind deutlich seltener als moderne Anlagebarren, da viele im Verlauf des 20. Jahrhunderts eingeschmolzen wurden. Stücke mit früher Logo-Variante der Frankfurter Scheideanstalt sind daher für spezialisierte Sammler historischer Edelmetallbarren besonders interessant.
Technische Daten
- Hersteller: Frankfurter Scheideanstalt (spätere Degussa)
- Herkunft: Frankfurt am Main, Deutschland
- Zeitraum: ca. 1895–1914 (Kaiserreich)
- Feingehalt: 1000 Feingold
- Größe: 165 x 18 mm
- Gewicht: 472,91 g
- Stempel: „Scheideanstalt Frankfurt a.M.“, 1000 und Sonne-Mond-Logo in Rhombus
Zeitliche Entwicklung der Logo-Varianten der Frankfurter Scheideanstalt / Degussa
Die Datierung historischer Goldbarren der Frankfurter Scheideanstalt – der späteren Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt, aus der der Markenname Degussa hervorging – lässt sich häufig über kleine Veränderungen im Sonne-Mond-Logo einordnen. Diese Änderungen betreffen vor allem Mondform, Anzahl der Sonnenstrahlen und Stärke der Linien.
1873–ca. 1890 (Frühphase nach Gründung der Aktiengesellschaft)
In dieser Phase wird das Sonne-Mond-Symbol als Markenzeichen eingeführt, allerdings noch nicht vollständig standardisiert. Die Stempel variieren stärker und bestehen häufig nur aus einfachen Textpunzen oder frühen Symbolvarianten.
• Einführung des Sonne-Mond-Symbols
• teilweise noch uneinheitliche Punzen
• häufiger Textstempel ohne ausgeprägte Raute
ca. 1890–1915 (Kaiserzeit / frühe Degussa-Raute)
Hier etabliert sich das typische Rhombus-Logo der Frankfurter Scheideanstalt. Diese Variante gilt als die klassische frühe Form und findet sich auf vielen Handels- und Bankbarren der Zeit vor dem World War I.
• schmaler Halbmond
• Sonne meist mit 8 Strahlen
• filigrane Linien im Rhombus
• häufig kombiniert mit „Scheideanstalt Frankfurt a.M.“
ca. 1915–1930er Jahre (spätere Vorkriegs- und Zwischenkriegsvariante)
Das Logo wird grafisch kräftiger gestaltet, vermutlich um eine bessere Sichtbarkeit auf industriellen Produkten zu erreichen.
• breiterer Halbmond
• Sonne oft 10–12 Strahlen
• stärkere Linien, kompaktere Raute
ab etwa 1950 (moderne Degussa-Darstellung)
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Logo stärker standardisiert und erscheint häufig zusammen mit dem Degussa-Schriftzug auf Anlagebarren und Industrieprodukten.
• klar definierte grafische Form
• häufig zusätzlicher „DEGUSSA“-Schriftzug
• Seriennummern und standardisierte Barrengewichte