Tja,
you can ignore reality but you can't ignore the consequences of ignoring reality
4. Juni 2026, 22:09
Tja,
you can ignore reality but you can't ignore the consequences of ignoring reality
Alles anzeigenHeute in der WELT
auch China wird erwähnt:
Nur ein Land kauft noch rauschhafter Gold als Russland. Gleich um 62 Prozent erhöhte China seine Reserven. Sie liegen nun bei fast 1600 Tonnen – Platz fünf in der weltweiten Rangliste.
greetz anwir
Alles anzeigenHeute in der WELT
auch China wird erwähnt:
Nur ein Land kauft noch rauschhafter Gold als Russland. Gleich um 62 Prozent erhöhte China seine Reserven. Sie liegen nun bei fast 1600 Tonnen – Platz fünf in der weltweiten Rangliste.
greetz anwir
ach geh - was ein Krampf. 1500 oder 1600t Goldreserven in Russland bzw. China ?
Da kannst du bei beiden eher noch eine Null dranhängen. 1000t sind ja gerade mal 30 Mrd € wert.
Mitte Dezember wär' aber noch unschlagbarer gewesen. Hättst einfach stornieren und woanders ordern sollen - kuck:
... wird nicht passieren. QE_infinity kommt.
Geht kaum anders - die ganzen weltweiten Kapitalfehlallokationen würden morgen zusammenbrechen. Die westliche Welt plus China ist auf Droge und kommt nur über 'nen Zusammenbruch oder Krieg raus:
In den Länder mit Handelsbilanzüberschuss (Deutschland, China, Japan...) können die Überschüsse nur weiter steigen sofern die Defizitländer - allen voran die USA - nicht heftigst den Gürtel enger schnallen. Solange die USA also Geld drucken wie blöde müssen die dafür gekauften Waren irgendwo herkommen.
Eben von den obigen, deren Wirtschaften sich leider zu einer ganz ungünstigen, Export- statt Binnenmarktorientierten Produktion verleiten haben lassen.
Und solange das weiter so läuft bleibts auch bei den geistig umnachteteten Allmachtsgefühlen unserer Regierung ob der 'tollen' Wirtschaftsdaten. Klar: des einen Minus ist des anderen Plus, der Amis Schulden sind unser Guthaben bzw. unsere Exporte.
In dem Zusammenhang sind ein paar Prozent hin oder her bei den Edelmetallen eh' marginal, denn wer sagt dass unser Finanzsystem nicht über Nacht repressiver wird um noch weitere Zeit zu gewinnen: Bargeldabschaffung, Abgaben auf Immos, Goldverbot. Alles denkbar. Also lieber kein Bares.
Wenn's also strategisch von Vorteil ist dann gehts so mit QE weiter wie gehabt: Den Russen sagt man nach die niedrigen Ölpreise innenpolitisch noch zwei Jahre durchhalten zu können. Schon von daher ein Grund für die Amis auf Zeit zu spielen.
Zudem ist die Weltbank (=Amis) an Aserbaidjan dran das wegen der Ölpreise in finanziellen Schwierigkeiten steckt - wieder ein strategischer Schritt gegen Russland.
Zu den Immowerten Folgendes:
Alles was im Euro - Boot sitzt hat die vergangenen Jahre ohnehin mit der Euroabwertung 30% an weltweiter Kaufkraft eingebüsst - somit auch unsere Immos. Für nominelle Wertsteigerungen denen nicht einmal Kaufkraftgewinne gegenüberstehen werden bei Liquidierung Steuern fällig - selten dass sich das wirklich auszahlt.
Metalle kommen zurück, steuerfrei und ohne dass einem jemand was kann. Nicht selbst genutzte Immos sind jedenfalls zur keine gute Idee sofern man kein Profi in dem Metier ist, gehebelt den Markt spielt und Gewinne rechtzeitig rauszieht.
Und zur politischen Lage in Deutschland Folgendes:
Vor allem die SPD übersieht dass die Neuankömmlinge in Futterkonkurrenz zur SPD - ureigenen Klientel stehen. Das bricht ihr das Genick: Im Osten und im Ruhrgebiet rebelliert schon die Basis.
Fatal vor allem wenn man sich erinnert dass auch damals Hitler mitnichten nur am rechten Rand der Gesellschaft stimmen eingesammelt hat. Das waren NationalSozialisten. Nicht nur einfach rechts wie man heute naiv glauben machen will. Und die SPD macht gerade den Weg für eine politisch Destabilisierung frei indem sie die linke Flanke des politischen Spektrums vernachlässigt: die vom Schutz des Staat abhängigen kleinen Leute.
Das ist alles sehr sehr ungut. Ein Säckel voll EM um zur Not weggehen zu können ist das Einzige was mir zur Zeit Sicherheit verspricht
viele Grüsse
der Vorsichtige
habe freunde in polen und fahre zwei bis drei mal im jahr dort hin
(sei 1988 )habe da noch nichts von deutschfeindlichkeit bemerkt
sorry ihr spinnt(tommster und spengler)
only the paranoid survive...
Hallo Spengler,
ich kann deinen Gedanken einfach wegzugehen lebhaft nachvollziehen. Vor allem mit dem Hintergrund meiner eigenen inneren Kündigung der schon sehr sehr lange zurückliegt.
Ich erwarte aber derzeit noch dass die ganze Immigrantengeschichte den Verantwortlichen hierzulande allein schon logistisch dermassen über den Kopf wächst dass ihnen die selbst eingebrockte Suppe nicht mehr schmeckt.
Es gehen einfach die Unterkünfte und die Helfer aus und das in Zeltstädten untergebrachte Migrantenvolk geht nach spätestens einem Jahr eh' auf die Barrikaden sofern keine Aussicht auf Wohnung, Job, Auto und Familiennachzug besteht. Wart' einfach mal das Frühjahr ab - das wird noch so richtig lustig für die Gutmenschen aller Couleur.
Zudem wird - so es so weitergeht - der Druck der Strasse auf die Politik zunehmend stärker. Sich zu früh aus dem Fenster zu lehnen bevor die Mehrheit auf derselben Seite steht beschert einem nur selbst eine blutige Nase. Siehe auch diverse hier genannte Urteile gegen Deutsche die sich physisch gegen Provokationen gewehrt haben.
Dass die 'Neubürger' hier bald Amok laufen will ich auch nicht ausschliessen - sich drauf vorzubereiten ist sicher nicht verkehrt. Heimvorteil haben sie dennoch keinen, gerade bei mir auf dem Land.
Ein 'Panic Room' und einige weitere Sicherheitsmassnahmen liessen mich auch besser schlafen. Nichts für ein öffentliches Forum - aber unternehmen muss man etwas bevor es zu spät ist. An Flucht denke ich noch nicht ernsthaft nach - dafür sinds mir noch zu wenige dieser Lowlifes um so einfach aufzugeben.
Wenn jedes Jahr nur 100.000 kämen wärs ehrlich gesagt schlimmer - dann liefe der Bevölkerungsaustausch schleichend erfolgreich ab. So wie's jetzt läuft besteht die Chance dass die gemachten Fehler rückgängig gemacht werden. Und sei es durch den Zusammenbruch des Sozialsystems das ohnehin nur die Falschen alimentiert.
Aber sei sicher dass ich mir auch in Sachen Sicherheit genausoviele Gedanken mache wie übers Essen. Man kann's halt nicht posten.
viel Erfolg
der Vorsichtige
Jo,
steck' mal deinen BP5 in die Erde und kuck' ob da neue wachsen...ich bitte dich.
Im Gegensatz dazu kann ich das mit lebendigen Lebensmitteln wie Mais und Getreiden jederzeit machen. Jedenfalls hab' ich die Wahl ob ich draus Brot, Malz (Zucker), Sprossen (Vitamine), Schnaps (Desinfektionsmittel), Tierfutter oder Saatgut für die kommenden Jahre mache.
Wir backen inzwischen regelmässig Brot, Hefezopf etc. aus unseren Körnervorräten. Das ist auch nötig das zu üben weil nicht immer ganz einfach - aber inzwischen klappts.
Mir gehts einfach um die Option wenigstens zu einem Teil die nötigen Nahrungsmittel selbst herzustellen um nicht zu 100% von extrenen Quellen abhängig zu sein.
Ich hab' selber 2000qm zum Anbau zur Verfügung plus eine eigene Quelle auf einem der beiden Grundstücke. Den Anbau praktiziere ich zur Zeit nicht - allenfalls nutze ich ein paar Obst - und Nussbäume (Kirsche, Apfel, Haselnuss, Walnuss, Zwetschgen).
Trotzdem ziemlich dürftig weil vor allem unnützes 50 jähriges Gehölz im Garten rumsteht das höchtens als Brennholz taugt: Birke, Kiefer, Buche, Fichte, Lärche. Da muss demnächst was weg davon um Platz für Anbaufläche zu schaffen.
Zwischendrin hatte ich auch schon Kaninchen gezüchtet (insgesamt ca. 100 Stück - siehe meine früheren Posts). Auch dafür bin ich noch eingerichtet, hab' aber gerade keine. Klappt allerdings gut wenn mans kann - sollte man allerdings üben weil die Tierchen imho empfindlich sind was Ernährung, Rasseauswahl, Hygiene etc. angeht.
Die kann man dann nach der Schlachtung zusammen mit Gemüse aus dem Garten in Gläsern einkochen - also selbst Konserven herstellen.
Ich bin also nicht nur auf Vorratshaltung sondern auf Produktion vorbereitet. Eben weil ich nicht nur an ein paar Monate Krise glaube.
viel Erfolg
der Vorsichtige
Ich geh' persönlich von ein paar mageren Jahren aus, vielleicht auch eine Generation. Zuletzt hats von etwa 1929 bis ca. 1949 gedauert bis man endlich durch war.
Zwo, drei Monate kommt mir schon sehr optimistisch vor.
Hallo E.M.,
danke der Nachfrage. Um richtig grosse Mengen lagern zu können habe ich mir luftdichte 230l Stahlfässer für je ca. 20€ besorgt und das lose Getreide, Salz, Hülsenfrüchte in Säcken etc. dort drin untergebracht. Die Fässer haben den Vorteil dass sie stapelbar sind und daher mehr drin unterzubringen ist als in einem Regal. Getreide hab' ich einfach Eimerweise eingefüllt, Deckel mit Spannring drauf - fertig. Nächstes Fass oben draufgestellt und wiederum gefüllt. Alles wo man schneller mal dran muss natürlich in die oberen Fässer.
1000kG Getreide macht sieben Fässer - man bringt acht Stück auf ca. 1,5qm Fläche unter.
Der Weizen hat 160€ die t gekostet, Roggen und Nackthafer etwas mehr.
Bezugsquelle ist der Landhandel - in meinem Fall Agrarhandel Moser in Schweitenkirchen bzw. die landwirtschaftliche Erzeugergemeinschaft Schrobenhausen.
Reis und Hülsenfrüchte, Salz etc. sind auch aus anderen Quellen - Metro etc. Da kann man als Nichtgewerblicher einen Tagesausweis bekommen und so dort Grossgebinde einkaufen.
Mahlen tun wir das Getreide mit einer elektrisch betriebenen Mühle ( das Modell funktioniert aber auch mit Kurbel die es extra dazuzukaufen gibt):
http://www.wiederhold-muehlenb…/getreidemuehle-bestellen
Dazu noch eine Kornquetsche für den Nackthafer. Hat sich seit Jahren bewährt und zeigt bisher keinen Verschleiss:
http://www.getreidemuehlen.de/…J3n1pTs3MoCFUefGwodDscJuw
Ganzes Korn ist viel länger haltbar als Mehl, Brotbackmischungen etc. . Im Prinzip Jahrzehnte - von daher spart man sich das Rotieren der Vorräte.
Zur Not habe ich auch einen Holzkochherd von Lohberger:
http://www.feuer-fuchs.de/Kuec…r-Landhausserie-LHS-754-N
War gebraucht sehr günstig und der Kaminkehrer hat mir den gottseidank abgenommen.
Ich bin am Anfang recht naiv an der Vorratsgeschichte herangegangen und habe daher viele Fehler gemacht: Eben z.B. mengenweise Brotbackmischungen und Mehl gekauft. Das wird allerdings spätestens nach ein paar Jahren ranzig (der Fettanteil darin). In den Fässern unter Luftabschluss langsamer - aber dennoch war so manches Päckchen nach nicht mehr ganz so gut.
Überhaupt setzt man sich zu Anfang gern Scheuklappen auf: alles muss perfekt und ausgewogen sein, vieles Unnötige wird bevorratet - gleichzeitig Lebensnotwendiges vergessen.
Nicht ganz einfach ist es die ' Reichweite' bzw. den Nährwert eines Konservenvorrats richtig einzuschätzen. Hier im Forum gabs schon Leute die hatte Regale voll mit Dosensuppen: Viel Wasser, wenig Kalorien. Aussichtslos damit länger über die Runden zu kommen wenn man 2000kCal Bedarf pro Tag und Person ansetzt.
Realistisch gesehen wird man allerdings wohl auch in der ärgsten Krise zu Essen bekommen - halt vorraussichtlich zu wenig. Und diese Lücke gilt es dann zu schliessen. Vielleicht geht einem dann z.B. Vitamin C ab bzw. rettet Leben - kostet heute ja dosenweise fast nichts.
Fleisch ist IMHO kaum nötig zu bevorraten - jedenfalls nicht in Mengen. Hat man zum Getreide noch verschiedene Hülsenfrüchte dann sollte der Eiweissbedarf eigentlich auch ohne zu decken sein.
Egal was man nun bevorratet: Hat man zu viel davon dient es halt in Fall der Fälle als Tauschmittel.
Im Grunde wäre alles schnell besorgt wenn man nur wüsste wie und was. Aber das braucht Zeit und Einarbeitung:
Brot Backen, Hefeteig bzw. Sauerteig ansetzen (z.B. mit Hefen aus Honig) etc. nur so als Beispiel.
Einfach einmal ein paar Bücher zum Thema besorgen und reinlesen.
viel Erfolg
Der Vorsichtige
Warum braucht man STROM, um Reis oderWeizen zuzubereiten ??
Ich jedenfalls mach das nicht in der Mikrowelle
Wer gern 10€ für denselben Nährwert ausgibt den's bei Getreide ab 20Ct gibt der soll's meinetwegen machen.
Ein substantieller Vorrat geht via BP-5 IMHO zu sehr ins Geld. 90 Tagesrationen zu besitzen ist vielleicht selbstwerterhöhend, aber im Prinzip totaler Kindergarten weils erstens um Welten zu wenig ist für alles was über einen simplen Blackout hinausgeht und zweitens fünfzig mal mehr kostet als z.B. Weizen.
Sollt's hart auf hart kommen braucht man Nahrungsmittelvorräte die einen in die Lage versetzen über Jahre das Wenige aufzustocken was man selbst anbauen bzw. auftreiben kann.
Und dabei ists total egal was man genau hat - tauschen kann man dann immer noch.
Am günstigsten / haltbarsten ist dafür immer noch ungemahlenes Getreide - davon kosten die Kalorien für ca. 2000 Tage ab 200€ (ca. 1000kG). Weizen, Nackthafer, Roggen, Hülsenfrüchte, Mais... - nicht aus dem Reformhaus sondern aus dem Landhandel. Dazu Reis etc. (Achtung: Viamin A Mangel Risiko bei einseitiger Reis - Ernährung).
Bekommt man immer verarbeitet - auch ohne Mühle: Mit einem Hammer oder Stein kleinklopfen, zerreiben und in Wasser einrühren, auf heissen Steinen Fladen backen, einweichen und keimen lassen (ergibt Vitamine bzw.Malz) etc. . Oder man nimmts als Saatgut her.
Mir persönlich sind meine in Fässern eingelagerten gut 1000kg Weizen, Roggen, Mais und Hülsenfrüchte (neben vielem anderen) immer noch zu wenig für meine Familie. Wenn die Krise, (Bürger-) Krieg oder was weiss ich sich ein paar Jahre hinzieht brauchts deutlich mehr als das.
Kontraproduktiv weil total überteuert im Bezug auf die Nährwerte sind IMHO viele Konserven, z.B. weil zu viel enthaltenes Wasser teuer mitgekauft und gelagert wird. Mag bei Obst und Gemüse noch seine Berechtigung haben - bei Fertigsuppen in Dosen etc. hört es aber auf sinnvoll zu sein.
Von daher bitte Informiert euch gründlich damit Ihr wirklich effizient bevorraten könnt. Denn es muss überhaupt nicht teuer sein zur Absicherung einen substantiellen Lebensmittelvorrat zu halten wenn man den Schwerpunkt auf unraffinierte Lebensmittel legt.
viel Erfolg
der Vorsichtige
EM fallen derzeit wegen angeblich positiver US Arbeitsmarktdaten und daher angeblich im Dezember zu erwartender Zinserhöhungen der FED.
Wer hier allerdings in der Lage ist Statistiken zu verstehen möge sich dieses offizielle Dokument zu Gemüte führen. Die 'US Labour participation rate' (Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung verharrt nämlich nur knapp über dem niedrigsten Stand seit 1980 (59,0% damals, heute 59,3%) .
Damals wies die Statistik 7% Arbeitslose aus, heute 5% (ein Schelm wer Böses dabei denkt). In der Spitze lag die participation Rate dagegen bei ca 67% - also ganz am anderen Ende der Schwankungsbreite.
http://www.bls.gov/web/empsit/cpseea01.htm
Die FT hat das - entgegen derJubelrufe in der sonstigen Presse - auch verstanden:
https://www.google.de/url?sa=t…ZWv1Zr2FHcSk8KGFF4u6ZC83g
Übrigens: bei einem Bevölkerungszuwachs der USA von roundabout 3 Mio pro Jahr und davon 2/3 Berufstätigen bedeutet ein Zuwachs von ca. 170.000 Arbeitsplätzen pro Monat nur eine Stagnation des Beschäftigtenanteils an der Gesamtbevölkerung.
IMHO dürfte daher kein fundamentaler Anlass zu einer Zinserhöhung bzw. zum damit begründeten aktuellen EM - Preisdip bestehen.
Das beabsichtigte Zulassen eines europäischen Crashs als politisches Mittel dürfen wir auch nicht so ohne Weiteres ausschliessen.
Ein Weg die politische Erpressbarkeit Europas durch die (US - dominierten) Finanzmärkte zu beenden führte für mich eben genau darüber. Was Bulgarien im Kleinen mitmacht (siehe Finanzkapriolen zur Southstream - Verhinderung) erlebt Europa zum Zweck der Lenkung seiner Aussenpolitik (insbesondere gegenüber Russland) im Grossen.
All die kurzfristigen Spekulationen, Übertreibungen und eventuellen Marktmanipulationen und daraus resultierende Chartbilder beiseite darf man doch das grosse Bild nicht übersehen:
Zwischen USA und China besteht ein immenses Handelsbilanzdefizit: Waren die in China produziert und deren Produktion dort bezahlt wird fehlen dort auf dem Markt. Es fallen Löhne und Unternehmensgewinne an denen ein Gütermangel gegenübersteht. Das Musterbeispiel für eine Inflationionäre Situation, während die importierte Preisstabilität in den USA nur eine fiktive, temporäre ist und die stattfindende Deindustrialisierung kaschiert.
Nun - anstatt die Handelsbilanzüberschüsse den USA einfach gegen grünes Papier zu schenken (wie. z.B. Deutschland das ohne Zweifel seit Kriegsende tun muss) verfolgt China geschicktere Strategien:
Man fördert so z.B. den privaten Goldkauf und schöpft so überschüssige Liquidität ab und mindert so den Inflationsdruck.
Im Endeffekt ist China (nicht zu vergessen die weiteren BRICS - Staaten) dank seiner Exportstärke ohne weiteres in der Lage und auch auf dem Weg die Edelmetallmärkte zu cornern. Und ich denke die Situation ist schon ziemlich weit fortgeschritten. Es liegt natürlich im Interesse der Beteiligten Staaten die (für den Westen) prekäre EM - Lage nicht offenzulegen.
IM übrigen - und das ist jetzt natürlich in Sachen Silber off topic:
Aus historischer Sicht haben schon einige Weltmächte den Stab an aufstrebende Nationen weitergeben müssen. Es besteht für mich kaum Zweifel dass die USA dem Schicksal einer EX - Führungsnation in nicht allzu ferner Zukunft ins Auge sehen müssen. Was natürlich sehr unangenehm für nicht allein existenzfähige Satellitenstaaten werden dürfte. Manches hier vorgebrachte und mit gelben Sternchen Verzierte buche ich daher für mich persönlich unter 'denial' ab.
Angesichts der 3Mio Bürger die in USA jedes Jahr dazu kommen und der 'labour force participation rate' von 63 bis 66% (Anteil der Arbeitenden + Arbeit Suchenden an der Gesamtbevölkerung) benötigen die USA roundabout 2 Mio neue Jobs jährlich um allein die Arbeitslosenrate konstant zu halten.
Arbeitsmarktmässig neutral wären also ca. neue 170.000 Jobs pro Monat. Und zuletzt wurden die meisten zuerst so positiven Zahlen tatsächlich binnen zwei, drei Monaten nach unten revidiert.
In (vergangenen) Zeiten wirklichen Aufschwungs hatte die Zahl der Jobs um ein Mehrfaches zugenommen: 300 - 400 Tausend neue Arbeitsplätze pro Monat waren da nicht selten. In dem Licht sind nicht gesicherte 190.000 Neueinstellungen ein 'jobless recovery'.
Wieviel qm Lagerfläche braucht man um 200 to Gold fachgerecht zu lagern?
Theorhetisch reicht ein Tresor mit einem Würfelförmigen Innenraum mit 2,15m Kantenlänge. In der Praxis ein kleines Zimmer, denn 200t entprechen etwas unter 11 Kubikmeter Gold.
Hallo Auratico,
vielen Dank für deine Klarstellung - in der Beziehung war ich leider zu ungenau.
Sicher sollte es auch so sein wie du es darstellst, leider wird IMHO da heutzutage häufig nicht mehr korrekt vorgegangen und zwischen Kundengeldern und Eigenkapital getrennt - wie man z.B. auch im Fall der MF Global Pleite erleben durfte. Und ich bin mir persönlich sicher dass es sich dort um ein unter vielen Banken gängiges Modell der missbräuchlichen Verwendung von Kundengeldern gehandelt hat um mangelndes Eigenkapital durch Kundenvermögen zu ersetzen:
http://www.financialsense.com/…ardt/interview-transcript
Kundeneinlagen sind ohnehin nur ungesicherte Einlagen - bei einem systemischen Fehler greift auch die Einlagensicherung der Banken nicht, denn die 100.000€ werden durch die Banken untereinander subsidiarisch garantiert. Fällt eine substantielle Anzahl von Banken dann fällt auch die deutsche Einlagensicherung.
Seit MF Global bin ich der Überzeugung dass nicht mehr gross zwischen Kundengeldern und Eigenkapital der Banken unterschieden wird. In USA - hier, überall im westlichen Wirtschaftssystem.
Bestätigt fühle ich darin durch die aktuellen BAIL IN Gesetze:
http://www.handelsblatt.com/po…sreihenfolge/8210294.html
-----------
wie dem auch sei - und wer auch immer seine Finger in der fremden Keksdose hat, es entwickelt sich zur Tatsache:
'Deflation is taking over'
Hallo Klaus,
ich sehe du hast das Herz am rechten Fleck und glaubst daher an ein solides Geldsystem ala Wiener Schule. Ich hoffe dass das wieder einmal kommen möge - leider sind wir heutzutage weit davon entfernt.
Leider haben wir - und das ist IMHO eben die Wurzel allen Übels - ein Fiat Money - System:
Geld entsteht mit einem Tastendruck innerhalb von Teilreservebanken. Diese erhalten von ihren Kunden Einlagen - und diese sind dann das Eigenkapital der Bank (= du gibst der Bank einen Kredit und trägst dafür ein Ausfallrisiko). Und mit diesem Eigenkapital als Sicherheit können die Banken ein Vielfaches an Kredit bei der Notenbank aufnehmen und dieses als Kredit verleihen. Sie schaffen dadurch häufig das Zehn- und noch Mehrfache Ihrer Einlagen:
http://www.rottmeyer.de/einlagenverunsicherung/
http://ef-magazin.de/2011/04/1…lreservesystem-der-banken
Fallen also nur ein Zehntel der Kredite einer Bank aus, dann ist das Eigenkapital aufgezehrt und es kommt nach neuester Gesetzeslage zum BAIL IN - der Sparer haftet mit seinen Spareinlagen. In Italien, Spanien etc. sind es wohl schon 20 - 30% an Kreditausfällen.
Deshalb kaufen ja viele hier Gold und lassen nur mehr das Allernötigste auf der Bank.
Auch da fand keine 'Kontraktion' der Geldmenge statt. Geldwerte (egal ob in Form von Banknoten, Anleihen, Aktien, Kreditverträgen etc) können nach ihrer Schöpfung im Marktgeschehen nie verschwinden, weil die Ausgaben des einen stets die Einnahmen des anderen sind. Um sie zum Verschwinden zu bringen, müßte man Banknoten, effekltive Stücke oder ähnliches verbrennen, ins Meer werfen oder für ungültig erklären, quasi also eine Anti-Geldschöpfung betreiben.
Hallo Klaus,
die Expansion / Kontraktion der Geldmenge geht relativ einfach von statten:
Konkret: Du kaufst einfach (zehnjährige US - ) Staatsanleihen für 100.000$ auf Kredit den du bei einem Dritten aufnimmst und die Anleihen als Sicherheit hinterlegst: Schwupp - schon sind 100.000$ neu entstanden. Und zwar zwischen deinem Kreditgeber und dir:
Du hältst plötzlich Geld in der Hand das es vor der Schöpfung durch deinen Kredit einfach nicht gab (Dein Kreditgeber hat einen Dispo bei der Notenbank und erhält daher die neu gedruckten Dollar).
Und du kaufst dir dann etwas damit und bewegst mit dem neu geschaffenen Geld einen Markt nach oben indem dein frisches Geld in einen Markt mit begrenztem Angebot fliesst.
Das Umgekehrte passiert wenn du deinen Kredit zurückzahlst: Die Geldmenge reduziert sich um deinen getilgten Kredit, am Markt erhöht sich das Angebot an Staatsanleihen bei reduzierter Geldmenge - die Preise sinken.
Und genau das ist derzeit eben im Gange nachdem nach der Bernanke - Rede die Kurse der 10yr US Treasuries um 12% gesunken - und die Kurse der Junk - Bonds und Emerging - Markets Anleihen noch viel mehr ins Bröckeln gekommen sind:
Ein beinahe panikartiger Verkauf auf Kredit gekaufter Anleihen und eine Rückzahlung der Kredite darauf: Eine Kontraktion der Geldmenge bei gleichzeitig vergrössertem Angebot an Anleihen.
Am Beispiel der zehnjährigen US - Anleihen waren die Verluste binnen kürzestem schon 12% - und das schon ungehebelt:
http://www.bloomberg.com/quote/USGG10YR:IND
(ein Zinsanstieg von 1,6 auf 2,6% auf zehn Jahre Laufzeit kumuliert...)
Investoren gerieten dadurch finanziell unter Wasser und mussten Sicherheiten stellen bzw. Anlagen liquidieren - was eben auch den Goldmarkt unter Druck setzt - z.B. durch den Verkauf der Gold ETF's.
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Einen interessanten Aspekt hat die Angelegenheit:
Die Gold - ETFs wurden geschaffen um die am Anlagemarkt zur Verfügung stehende Goldmenge zu erhöhen und eine Übernachfrage nach Physischem abzufangen.
Nun gut - ich habe den Eindruck der Schuss geht inzwischen nach hinten los:
Die Goldvorräte der Notenbanken haben sich bei steigenden Kursen geleert - während auch ungedeckte ETFs aufgebaut wurden.
Nun aber drückt die Liquidierung der ETFs die Preise von Physischem so weit nach unten dass IMHO die Restbestände an Physischem zu Schleuderpreisen unters Volk gebracht werden müssen solange noch etwas da ist.
Der US$ war schon mindestens zweimal am Ende: 1933 wurde er fast um die Hälfte abgewertet - von $20.67 auf $35 je Feinunze Gold. Und natürlich 1971 als die Golddeckung nicht mehr haltbar war nachdem in den USA zu hohe Zahlungsbilanzdefizite aufgelaufen waren. Einmal 38 Jahre und nun 42. Passt doch.
Übrigens war Deutschland im Mai 1971 das erste Land das aus Bretton Woods ausstieg um die DM nicht zu Gunsten des US$ abwerten zu müssen.
Bretton Woods hatte von 1944 bis 1971 Bestand.
Hallo Jungs,
vielleicht hilft es dem einen oder anderen beim Timing:
Meiner Meinung nach - und ich hatte darauf schon vor ein paar Tagen hingewiesen - ist zur Zeit ein Blutbad am Anleihenmarkt im Gange. Solange das sich nicht stabilisiert gehts auch mit den Geldmetallen bergab. Einfach weil es jetzt viele Marktteilnehmer gibt die ein Deleveraging betreiben MÜSSEN:
Anlagen werden liquidiert, kurzfristige Kredite zurückgezahlt - ein deflationärer, geldvernichtender Prozess.
Inzwischen finden sich einige aufmerksame Marktbeobachter die den Eindruck bestätigen, z.B.:
http://etfdailynews.com/2013/0…ening-in-the-bond-market/
Es handelt sich also IMHO nicht primär um eine Drückung des Kartells.
Gleichzeitig stellt sich allerdings auch heraus dass die US - Finanzdaten des ersten Quartals (BIP etc.) deutlich nach unten revidiert werden müssen - die Überbewertung der Aktienmärkte ist also noch stärker als es bisher schien, was die Lage zusammen mit den gestiegenen Zinsen noch weiter destabilisieren dürfte.
Insgesamt eine sehr explosive Mischung von der derjenige der jetzt mit genügend Liquidität an der Seitenlinie steht zum richtigen Zeitpunkt prima profitieren kann. Wann der allerdings ist und ob ein Crash schlimmer als 2008 sich anbahnt muss jeder für sich entscheiden.