Beiträge von Der Vorsichtige


    Eben - und die Unternehmensgewinne brechen auch ein. Mal schaun wann der Markt das merkt, dann kann BEN ganz fix zurückrudern.


    Rogoff hat auch noch eine neue Idee: 'Learn to love Inflation' - nicht schlecht für uns:


    http://www.moneynews.com/Econo…unch/2013/06/10/id/508924


    Wenn es derzeit an einem nicht mangelt, dann ist es Liquidität. Ganz im Gegenteil, die Leute wissen momentan kaum wohin mit ihrem Geld.


    Hi Tisc,


    Des einen Geld = des anderen Schulden.


    Freilich haben viele kleine Leute hierzulande beträchtliche Vermögen - auf der spiegelbildlichen Seite stehen riesige Löcher in Staats- und Bankenbilanzen.


    Ich habe den starken Eindruck daß vor ein paar Wochen an den Finanzmärkten eine Kontraktion bzw. ein Deleveraging eingesetzt hat. Zuerst war das zu erkennen an einem Abzug von Geldern aus Emerging Markets in Richtung USA. Da gehts seit Wochen heftig zweistellig runter. Dann der Rückgang der Kurse der 10- jährigen US Government Bonds um ca. 12% innerhalb kürzester Zeit. Allein dabei gehen Billionen an Liquidität verloren. Und und und.


    Imho ist da eine Kontraktion und Zwangsweise Liquidierung von Assets im Gange die man nicht auf die EM allein beziehen darf:


    Gold und Silber bewegen sich derzeit nicht gegen die Märkte sondern werden liquidiert um an anderer Stelle Löcher zu stopfen - und darauf will ich hinweisen.


    Die Produktionskosten sind allerdings nicht fix - sondern stark von den Energiepreisen abhängig: Um 1g Gold aus einer t Gestein herauszubekommen muss das halt alles kleingebrochen werden.


    Sänke also der Ölpreis so sänken die Produktionkosten ganz erheblich.


    Das heisst aber auch dass, solange Gold- und Ölpreis parallel steigen, die Gewinne der Minen auf Grund höherer EM - Preise durch gestiegene Energiepreise aufgefressen werden.


    Umgekehrt wären Minen immens interessant sofern Gold und Ölpreise divergierten: Gold steigt und Öl sinkt.



    Hi Auerbach,

    keine Angst - der POG geht IMHO derzeit runter weil enormer Stress und Liquiditätsmangel im System herrscht:


    Da hat einerseits die FED verbal einen Liquiditätsentzug angekündigt, was am Bondmarkt 12% Wertverlust - und das auch noch um ein Vielfaches gehebelt (weil die Papiere fast alle mit Kredit bezahlt sind) - mit sich gebracht hat. Da schwimmen einige Banken derzeit im eigenen Saft - allein bei dreifachem Hebel sind das jenseits der 30% Minus.
    So etwas kommt erst nach einigen Wochen und Monaten ans Licht (Die Verluste Zypriotischer Banken mit griechischen Anleihen wurden ein Jahr lang vertuscht bis es einfach nicht mehr ging)


    Nicht auszudenken wie es derzeit bei den Derivaten aussieht - das Wasser muss den Banken bis zum Hals stehen.


    Fast unbemerkt hat dazu auch noch die EU den Bankenrettungsfonds von 2010 weitgehend rückgängig gemacht.


    Die Taue zu den sinkenden Schiffen werden gekappt - die zum Untergang verurteilten dürfen die anderen nicht mitziehen. Irgendwie war das auch zu erwarten nachdem vor einigen Monaten auch der Stabilitätspakt - der eine Vorraussetzung für die gegenseitige Hilfe war - ad Acta gelegt wurde.


    Ich erwarte nun persönlich die kontrollierte Rückgänggigmachung des ESM - womit man einem negativen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zuvorkommt. Anders kann ich das Ganze nicht mehr deuten.


    Die BAIL - IN - Gesetze wurden kürzlich auch weltweit ratifiziert - von Europa bis Australien, USA...


    Fehlt noch ein exogener Schock - dann wird restrukturiert.


    Und wen's am wenigsten erwischt sind wir EM - Halter.


    Also: Nachrichten aufmerksam und zwischen den Zeilen lesen, Liquidität und Vorräte, Sprit für ein, zwei Wochen daheim haben, Ohren anlegen und abwarten was da kommt.


    Sie lassen es dieses Mal geschehen - und haben die Brandmauern schon absichtlich vorher eingerissen.

    Hahaha - 8 Prozent ? Lachhaft. So hat man in Zypern auch zu kommunizieren angefangen.


    In 'Back to Mesopotamia' hat die Boston Consulting Group (und die steht doch in Schäubles Diensten) doch schon vor langem festgestellt, daß weit höhere Belastungen nötig sind:


    http://www.bcg.de/documents/file87307.pdf - ab Seite 7


    11 bis 30 Prozent wären an einmaliger Vermögensabgabe über alle Assetklassen (inkl.Immos) mindestens nötig, 56 bzw. 57% in Portugal - in Irland illusorische 113% um zu einigermaßen soliden Verhältnissen zurückzukehren.


    Vorbehaltlich der in Reinhardt und Rogoff's 'Growth in a time of debt' angeblich vorkommenden Rechenfehlern. DAS Buch auf das sich wohl auch die Studie der BCG stützt.


    http://blogs.faz.net/fazit/201…trogoff-in-grafiken-1953/


    Über Europa gemittelt waren vor nicht allzulanger Zeit eine Einmalvermögensabgabe von 30% avisiert worden.


    zur Erinnerung:


    Das Lastenausgleichsgesetz von 1952 (damals auf der Basis der Vermögen des Jahres 1948) hatte eine Vermögensabgabe von 50% - in Raten über bis zu 30 Jahre zu zahlen - vorgesehen:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz


    Ein Bankrun macht allerdings bei Heranziehung der beim Zensus 2011 erhobenen Daten wenig Sinn.

    Imho gibt es keinen anderen schnellen Weg vom Entwicklungsland zur Industrienation.


    Zur Erinnerung ein Exkurs in die Wirtschaftsgeschichte: Die Finanzierung der US - Eisenbahnen fand a.a. durch Internationale Investoren statt. Die Projekte in den nördlichen USA gingen im Verlauf der Weltwirtschaftskrise von 1857 allerdings finanziell weitgehend in die Hose, die USA hatten Ihre Bankenkrise und die Investoren waren ihr Geld los.


    Was blieb waren die Eisenbahnen und die während des Eisenbaus entstandenen Stahlkonzerne der Vanderbilts, Guggenheims etc. in US - Hand.


    Ein wenig dazu findet sich hier, vieles damals Geschehene kommt einem irgendwie bekannt vor:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise_von_1857


    Ausführlicheres zur Börsen und Invesitionslage damals:


    http://rspree.wordpress.com/20…rtschaftskrise-1857-1859/


    Der Aufstieg der USA fand dann - auch wegen der internationalen und zum Grossteil um das Jahr 1857-1859 verlorenen Kapitalzuflüsse im Verlauf der folgenden 50 Jahre statt. Anfang des 20. Jahrhunderts lösten die USA + Dollar dann England + Pfund als dominierende Weltmacht bzw. Weltleitwährung ab.


    ----


    Analog dazu fürchte ich dass sich die ausländischen Investoren in China die Finger verbrennen könnten, dies den Aufstieg Chinas zur Weltmacht Nummer eins aber nicht behindern sondern eher beflügeln dürfte.


    Fazit: Ist Morgen das 'Geld' weg bzw. gibt es einen 'Reset' hat China noch seine Fabriken, in den USA dagegen fehlen dagegen zehntausende Produktionsstätten und Industriekapazitäten die in den vergangenen Jahrzehnten zugunsten von Importen weggefallen sind. Und ich finde die industrielle Basis ist es die nach dem Tag X zählt.

    Eine Verknappung hast du nur wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt und der Preis auf einem zu niedrigen Niveau fixiert ist. So kann sich kein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen. Ob das so ist ? Wir werden's sehen.

    Aber entschuldige bitte wenn ich hier schulmeisterlich werde:


    Der Preis ist mir derzeit so etwas von egal. Ich kaufe was ich bekommen kann, denn die Perspektive ist doch die völlig umgekehrte:


    Der Wert des Geldes muss und wird in absehbarer Zeit erheblich fallen. Einfach weil zu viel davon geschaffen wurde und immer noch geschaffen werden muss um weltweit riesige Haushaltslöcher zu stopfen.


    Alternativ dazu werden weltweit Schulden und Guthaben mit einem Federstrich dezimiert - jedenfalls ist eine Bereinigung notwendig, wie auch immer.

    Ja - siehste,


    den nächsten Crash (Kuwait Krise damals) hab' ich mitgenommen. Damals (von privat geliehenem Geld) einen Zykliker gekauft und Glück gehabt.


    Danach hab' ich mir zweimal die Finger verbrannt und dabei in etwa das selbe verloren was ich Jahre vorher Plus gemacht hatte.
    Seitdem hab' ich mich um den Aufbau von Eigenkapital gekümmert und mach' nur noch relativ sichere Sachen. So wie EM dieses Mal. :rolleyes:


    Denn das Geld mit dem man die ganzen Crashs künstlich aufgepumpt hat muss in absehbarer Zeit eliminiert werden - und da mag ich keine Federn bei lassen.
    Naja - es waren ja nicht nur die Crashs die zu viel Geld entstehen haben lassen: Die Wohlfahrtsstaaten warns wohl eher, aber das sagt man nur unter vorgehaltener Hand. Bleibt der Wohlfahrtsstaat dann bleib' ich noch sehrsehr lange EM - Freund.

    Mein Gott,


    Ich bin zwar mitnichten vom 'Helfen und Heilen - Syndrom' befallen, aber der Lukas hat in meinem Augen schon ein Kreuz sich bei all dem was sich hier um Ihn tut so beständig zu halten.


    Klar - die Forumsreaktionen sind beileibe nicht unprovoziert, aber ein hartgesottener EM - Investor hat doch seine niederen Instinkte im Griff. Möchte man jedenfalls meinen.


    Klar - mich hats auch gejuckt, z.B. gerade heute an Lukas' 'Silber Kauf auf Kredit' - Story zu erinnern. Aber ich glaube ich hätte früher - vor meinen vielen verbrannten Fingern - genau dieselben grünschnäbligen Fragen gestellt.


    Finger verbrennen gehört zum Geschäft: Und besser man lernts mit Kleingeld als mit Großem:


    Ich hab' 1987 (als 21 - Jähriger) nach dem Aktiencrash 500g Gold gekauft weil ich gedacht habe das Finanzsystem hauts zusammen. Zwei Jahre später hab' ichs mit leichtem Verlust wieder abgestossen und seitdem viel dazugelernt.


    Der Lukas lernt auch dazu - und hat hoffentlich in 25 Jahren auch noch ein Auge auf Gold und Silber.


    leben und leben lassen


    viele Grüsse


    der Vorsichtige

    Nun,


    die Interessen der (hier politischen) Protagonisten bestimmen deren Handeln. Habe ich deren Interessen erkannt lassen sich einigermassen zuverlässige Prognosen im Hinblick auf deren zukünftige Handlungen fällen.


    Die Richtigkeit meiner eigenen Entscheidungen hängt allerdings genau von den abzuschätzenden Handlungen ab.


    Habe ich keine Entscheidungen zu treffen - gut. Das trifft auf viele Menschen zu die im System mitschwimmen: Mit festem Arbeitsplatz, Rentenanwartschaften, Lebensversicherungen, Riester etc.


    Gehöre ich nicht zu dieser Gruppe - und das trifft auf mich in jeder Hinsicht zu - dann entscheiden meine Handlungen in starkem Maß über meine Zukunft. Daher muss ich mir viel mehr Mühe geben als andere um die Fäden meines Lebens nicht aus der Hand zu verlieren.


    Das kann man verstehen - muss man aber nicht. MIR geht Freiheit halt über Lebensstandard:


    Niemands Herr und niemands Knecht

    Ja, ich weiss - Links lesen ist nicht jedermanns Sache....


    daher ein Zitat von Alan Greenspan aus obiger Quelle:


    "Wenn z. B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess."


    Ich persönlich ziehe mein Überleben bzw. Wohlergehen auch in stürmischen Zeiten kurzfristigen oberflächlichen Interessen vor.

    ...was ich immer schon mal wissen wollte: wer oder was ist der Masterplan, wie sieht er aus, wer hat ihn geplant und wenn ja, mit welchen Zielen?


    Es ist allein der Kampf der Fiat - Währungen und ihrer Propagandisten gegen das Greshamsche Gesetz. Bisher hat den jede Fiat - Währung verloren und ist auf Null gefallen. Sollen sie halt kämpfen, ich hab' Zeit.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Greshamsches_Gesetz

    Hallo Delphin,


    vielen Dank für deine umfangreiche Antwort.


    ich persönlich bin von einem Zusammenbruch des Dollars nicht mehr so überzeugt.


    Nun:


    Bis Anfang der 70er Jahre hiess es US$=Gold. Damals lief ein Grossteils des Welthandels in US$.
    Seit Einführung des EUR hat der US$ im Welthandel an Boden verloren - steht also inzwischen ein zweiter Stelle hinter dem EUR.
    Den Yuan holt derzeit auch deutlich auf - gerade vor Tagen wurde wieder ein Swapabkommen in England unterzeichnet, die BRICS bauen eine Konkurrenzorganisation zur Weltbank auf. Die Mühlen mahlen langsam - aber gewaltig.



    Die westlichen Demokratien rutschen immer mehr in Richtung Faschismus ab und die Bürger wollen anscheinend noch immer keine Alternative. Zumindest nicht am Wahltag.


    Das beobachte ich auch mit Sorge. Wobei Faschismus, Lobbyismus und Korruption immer zur Ineffizienz eines wirtschaftlichen Systems beitragen.



    Staaten mit staatlich frisierten Inflationsraten, Arbeitslosenzahlen, Refinanzierungszinsen, Staatsverschuldungen, Bruttoinlandsprodukten haben auf einem Markt mit freien Wechselkursen normalerweise jede Menge Probleme mit Ihrem Geldsystem. Allerdinsg nur wenn Konkurrenz herrscht.


    Zur Zeit herrscht keine Konkurrenz zwischen Dollar und Euro, alle anderen Währungssysteme sind entweder angekoppelt oder so verwoben, dass sie sich selbst ankoppeln wollen oder müssen. (Yen, Pfund, CHF, Krone...). Auch der Yüan muss, solange er mit dem Westen Geschäfte machen will.


    Deshalb sind aktuell Dollar und Euro zwar langsam aber auch beliebig verschlechterbar. Solange die Bevölkerungen sich eine tägliche Verschlechterung Ihrer wirtschaftlichen Lage gefallen lassen (im Westen) wird sich der Status Quo halten lassen. Bei einem Default in der Weltwirtschaft wird der Dollar erst mal stärker werden (ausser die Unruhen gingen von der USA aus). Niemand wird seine Auslandsschulden so in Frage stellen wie die USA, bei denen jegliches externe Inkasso unmöglich sein dürfte. Die Macht wird mit dem Dollar sein. Länger als mit dem Euro. IMHO.


    Ich bin davon überzeugt dass US$, EUR und Yuan in Konkurrenz stehen. Die Entwicklung ist noch in einer strategischen Phase - mit beginnendem Währungskrieg (siehe Japan), wobei das erst der Anfang ist. Insofern bringt der Zusammenhalt des EURO - Blocks bei allen Nachteilen - Europa in weit eine stärkere Position als es ohne Euro wäre. (Müssig zu sagen dass ich den Euro in seiner Wertaufbewahrungsfunktion für mich persönlich nicht schätze). Die Aussenhandelsbilanz der EU insgesamt ist IMHO jedenfalls weitgehend neutral, jedenfalls ein Pluspunkt gegenüber den USA.


    Einen Default der Weltwirtschaft stelle ich mir so wie einen Börsencrash vor: Einige - fundamental gesunde - Teilnehmer erholen sich schnell wieder, andere haben lange zu kämpfen oder bleiben am Boden.
    Zu letzteren zähle ich die USA: Ich fürchte sie werden eines Tages - durch welches Ereignis auch immer - straucheln, immense innenpolitische Probleme bekommen (daher die FEMA - Camps) und maximal durch ein autoritäres Regime sich noch weltweit die Ressourcen mit Gewalt nehmen können die sie unbedingt benötigen (Daher sind sie auch auf dem Weg in den Iran).
    Das ist aber nur der Beginn vom Ende eines Siechtums das seit vierzig Jahren begann: Man kann wie damals die Sowjetunion eine Zeitlang ein ineffizientes autoritäres System aufrecht erhalten - aber es wird dennoch immer schwächer.


    Für ineffizient halte ich die Wirtschaftspolitik der USA schon lange - siehe auch meinen vorigen Post. Man manipuliert derzeit an den Symptomen herum, ist aber seit vierzig Jahren in einem beispiellosen industriellen Niedergang. Einem Niedergang und eine Deindustrialisierung die z.B. England auch schon erlebt hat und in Folge den Stab der Weltmacht weiterreichen musste.


    Den gesteuerten, geplanten und kontrollierten Rückgang des Lebensstandards auf Grund der weltweiten Konkurrenzsituation um Ressourcen ziehe ich übrigens dem plötzlichen Zusammenbruch vor. Den befürchte ich zuallerst in USA - wegen Ihres absoluten denials. Der Situation nicht in die Augen zu sehen und dem Selbstbetrug zu fröhnen ist der direkte weg zur Implosion.


    Geht leider nicht anders - im Kleinen wie im Grossen: Der kleine Max wenn immer mehr ausgibt als er einnimmt bekommt irgendwann Besuch vom Gerichtsvollzieher. Die USA bekommen Ihre Schuldzettel nicht mehr los: 75% der Neuen kaufen sie selbst - und die Hälfte der alten soll China auch schon gegen Sachwerte getauscht haben: Sie Kaufen Häfen in Europa, Bergwerke in Australien und und und. Solang' noch jemand das Zeugs nimmt. Aber nicht mehr lange.


    Denn 1970 waren US$ = Gold, Gold = US$ . Bald ist der $ nur mehr Papier. China hat dann noch seine Industrie, genauso wie Indien und Deutschland. Und Gold bleibt natürlich Gold.


    Die Geschichte lehrt dass Zusammenbrüche sehr plötzlich stattfinden - und das ist auch im Fall des US$ zu erwarten. Bis dahin gibts für uns EM - BUGS eine immer steigendere Volatilität auszuhalten. Denn für mich ist sicher: China kann keine Waren für Billionen $ einfach verschenken.


    Daher wird auf die eine oder andere Weise der ungedeckte Dollar nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert werden - in etwa so:


    https://www.youtube.com/watch?v=2N8gJSMoOJc

    Mir persönlich haben die Beiträge von Edelweiss - mal abgesehen von den unerträglichen Entgleisungen - schon um Einiges weitergeholfen, denn mir ist plötzlich einiges klar geworden.


    Es gibt da draussen nämlich noch eine andere Welt als die unsere:


    In der allgemeinen Finanzwelt werden Entscheidungen auf Grund der offiziellen Inflationsraten, Arbeitslosenzahlen und und und getroffen. Und das sind die wirklich mächtigen Spieler, die mit den unendlich tiefen Taschen und den Freunden in der Politik.


    Dort werden auch Gewinne gemacht, auf der Habenseite verbucht und das gewonnene Kapital zum Teil verprasst und mit dem Rest wieder vielfach gehebelt die Märkte bewegt.


    Und wenn man mit der Nase nur fünf cm vor dem Bildschirm klebt dann kann man in - wenn auch nur nominell 'steigenden' Märkten 'Gewinne' machen, seine Positionen hebeln, seine Profite maximieren und und und.


    Aber was ist wenn die zugrundeliegenden Märkte in Wirklichkeit garnicht steigen, sondern REAL - und nicht nur nominell - sich in einem Abwärtstrend befinden ? Wenn auf Grund falscher Signale (gefakter CPI, Arbeitslosenzahlen etc.) Fehlentscheidungen getroffen werden ?


    Dann hebeln die grossen Spieler in Wirklichkeit Verlustpositionen - und das ganze funktioniert nur so lange, so lange sich halt ein noch grösserer Dummkopf findet der die überbewerteten Assets übernimmt. Und am Ende fällt das Kartenhaus in sich zusammen, was IMHO passieren MUSS.


    ----


    Es gibt allerdings auch eine andere Perspektive als des abhängigen Börsenhändlers der wie das Kaninchen vor der Schlange auf den Bildschirm starrt.


    Nämlich diejenige eines völlig unabhängigen Akteurs der es sich leisten kann sich das ganze Spiel aus der Entfernung anzusehen weil er nur sein ungehebeltes Eigenkapital investiert und daher auch das Privileg eines nicht endlichen - um nicht zu sagen unendlichen - Anlagehorizonts verfügt:


    Und aus der unabhängigen Perspektive kann man z.B. erkennen dass das Fundament aktueller Marktentscheidungen völlig falsch ist:


    - die USA haben z.B. allein mit China ein Handelsdefizit von 600Mrd. US$ pro Jahr. Was im Grunde bedeutet dass die ohnehin manipulierten US - Inflationszahlen ein Witz sind: Man bekommt allein aus China Güter für 600Mrd$ pro Jahr gegen grüne Scheinchen - also quasi (vorläufig) umsonst (die aber in unseren Märkten produziert ein Vielfaches davon wert wären). Natürlich erhöht das nicht die Auslastung der US - Produzenten und führt gleich zu steigenden Preisen, höchstens dort wo produziert wird. Das Gegenteil ist der Fall - es werden durch billige Importe seit Jahren sinkende Inflationsraten signalisiert und daher sind auch die Zinssätze zu niedrig.


    Die Folge seit etwa 40 Jahren ist ein Überkonsum der USA auf Kosten der heimischen Industrieproduktion.


    Die richtige Maßnahme wäre schon vor Jahrzehnten eintweder eine interne oder externe Abwertung gewesen - die eben heimische Produktion und Konsum sich wieder annähern lässt. Doch anstatt die interne Abwertung - sprich Deflation, sinkende Löhne etc. zuzulassen und am Ende damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen glaubt man durch Fälschung von Indikatoren und darauf basierenden falschen Maßnahmen eine Besserung herbeiführen zu können.


    Insofern bleibt zu den USA nur ein Schluss: Deflation Muss sein weil es die Medizin ist die die USA brauchen. Denial - Leugnung wie von FED und Regierung praktiziert - führt nur zum Zusammenbruch.


    Wer also nur den ganzen Tag 5cm vor dem Bildschirm sitzt mag das anders sehen, die Realtät sieht einfach anders aus. Insofern mögen wir EM - Bugs kurzfristig falsch liegen - langfristig ist der Käse in Sachen USA gegessen.


    In Europa ist die Sache übrigens etwas anders geartet - hier wird Depression und Bereinigung mancherorts zugelassen, auch wenn man noch nicht völlig konsequent gehandelt hat - insbesonders die Abschreibung nicht einbringbarer Forderungen steht noch aus. Und dabei geht es allen Besitzenden ans Eingemachte.

    Daher - und somit zurück zu den Edelmetallen - schliesse ich für mich persönlich:


    Die USA müssen durch eine heftige Depression oder werden sogar einen Zusammenbruch erleben, in Europa degegen ist eine mindestens eine finanzielle Bereinigung notwendig.


    Vor beidem schützen Edelmetalle - langfristig. Nicht allein - aber als EIN Mittel der Absicherung.


    Der Prozess des Niedergangs des derzeitigen Finanzsystems kann sich allerdings noch etliche Jahre hinziehen, zu Kriegen und allerlei unerwünschten Erscheinungen an Nebenschauplätzen führen. Aber das 'big picture' steht fest: Das was uns hier zur Zeit vorgespielt wird ist nicht von Dauer.


    Nun, IMHO fehlt einem Tapering jede Grundlage, einfach weil die wirklichen Beschäftigungszahlen (siehe mein Post von heute Morgen im parallelen Thread) sich trotz aller Manipulationen (Zinsen, Häusermarkt, Deficit Spending) nicht verbessert haben. Dazu bräuchte es ja auch erfahrungsgemäss ein Wirtschaftswachstum mit einer drei oder vier vor dem Komma, tatsächlich sind es knapp über zwei Prozent (und das auf Basis zu niedrig angesetzter Inflationsraten --> es gibt derzeit kein reales Wachstum in USA).


    Bernanke beabsichtigt derzeit durch seine Aussagen allein die Luft aus den überhöhten Aktien- und Bondkursen zu lassen, insbesondere weil ihn diese zuletzt sehr besorgt hatten. Eine Reduktion des QE erwartet er nach jetziger Lage frühestens im September 2013, wenn nicht erst nach Ende seiner Amtszeit im Frühjahr 2014.


    Meiner Meinung nach befinden wir uns derzeit sogar noch in der relativen 'Boomphase' des Aufschwungs - ich denke also eher dass ein wirtschaftlicher Einbruch vor der Tür steht. Sinkende Unternehmensgewinne in USA jedenfalls signalisieren für mich einen sich anbahnenden Abschwung und als Konsequenz eine Ausweitung von QE in 2014. Jedenfalls gehen die Prognosen für das zweite Halbjahr schon heftig zurück.


    http://wallstreetsectorselecto…d-whats-next-for-stocks/#

    Hahaha Di=a!na - du bist Klasse.


    Genauso läufts aber wirklich. Und wenn die Herrschaften nicht immer auf ihre roten Zahlen starren würden so wie das Kaninchen auf die Schlange - ja dann kämen sie drauf dass es im Grunde darum geht das Angebot von Waren und Dienstleistungen mit den explodierenden Ziffern und Ansprüchen in Einklang zu bringen.


    Sprich: Das müsste - sofern es sich um eine gesunde Entwicklung handelte - im gleichem Maß wie die Ausweitung der Geldsummen mitwachsen. Die sind aber beide schon so weit auseinandergedriftet dass man es mit der 'Reise nach Jerusalem' kaum mehr vergleichen kann. Hundert Mann rennen da um einen fiktiven Stuhl....


    Fortführung oder nicht - die Ansprüche im Hintergrund (Zins und Zinseszins auf schlechte Schulden) wachsen dennoch weiter, die Lücke wird ohne Bereinigung grösser und nicht kleiner.


    Die Entwicklung läuft leider sogar genau in die Gegenteilige Richtung: Durch die zur Abwendung der Krise vorgenommenen fiskalischen Maßnahmen reduziert sich der Anreiz zu Sparen, zu Investieren und das Güterangebot zu erhöhen.


    Insofern kann das Ganze Konstrukt nur eines Tages in sich zusammenfallen.


    Ich sage zu meinen Kindern daher immer: Schaut dass ihr reale Güter erzeugt die jeder braucht und die in der Maslowschen Bedürfnispyramide weit unten angesiedelt sind, alles andere ist Hokuspokus und wird am Ende der Tage nicht mehr gebraucht:


    [Blockierte Grafik: http://nlpportal.org/nlpedia/images/2/2b/Maslow.png]


    ich hoffe das war jetzt nicht zu OT :)