Der NR on Vizsla (Beitrag von vatapitta) wurde sehr wahrscheinlich von Rechtsanwälten und Kommunikations-Profis professionell redigiert.
Besonders Augenmerk erhalten natürlich Aussagen zur Sicherheit.
Kleiner Einschub: Sicherheit umfasst die Safety (betrieblich-technische Sicherheit) und die Security (u.a. Schutz vor kriminellen Angriffen/Attacken).
Auszug aus dem NR:
Die safety und security der Mitarbeiter und Auftragnehmer von Vizsla Silver hat höchste Priorität. Seit der Gründung hat Vizsla Silver erhebliche Investitionen in security und Risikomanagement getätigt und setzt dabei auf eine aktive Managementaufsicht, einschließlich regelmäßiger Besuche vor Ort. Obwohl bestimmte Sicherheitsmaßnahmen ein gewisses Maß an Vertraulichkeit erfordern, möchte das Unternehmen darauf hinweisen, dass es mit erfahrenen, international anerkannten Sicherheitsberatern zusammenarbeitet und die Lage in seinen Einsatzgebieten kontinuierlich überprüft.
Security Kosten werden in der Regel unter "General & Administrative Costs" ausgewiesen.
Fakt ist:
1. Im Kommentar des Finanz-Reports Q3 unter G&A werden keine Security Kosten ausgewiesen. Auch ist der ausgewiesene Betrag für "Office and administrative" von 1.4 Mio. USD für 9 Monate zu tief, als dass hier noch substanzielle inkludiert worden wären.
2. In der FS werden unter Ziffer 21.3.5 General & Administrative Costs keine Kosten für die Security ausgewiesen:
Site maintenance (including G&A mobile equipment, on-site road maintenance),
Bereits im Frühjahr 2025 musste Vizsla den Betrieb vor Ort wegen Sicherheits(Security)-Bedenken den Betrieb für rund 1 Monat einstellen. «Nachtwächter-Standard» reicht hier definitiv nicht. Der Schutz einer Mine plus Versorgungsachsen und Camps vor kriminellen Angriffen in einem Gebiet, welches praktisch unter der Kontrolle rivalisierender Kartellen steht, kostet Millionen USD. Und diese Kosten müssen irgendwie nachvollziehbar ausgewiesen sein. In der FS sind sie definitiv nicht enthalten.
Zu den effektiven Hintergründen dieser abscheulichen Tat - lest noch diesen Artikel:
https://www.cbc.ca/news/world/mexico-canada-mining-9.7085976
Relevanter Auszug:
Die mexikanischen Behörden glauben, dass Los Chapitos hinter der Entführung des Mitarbeiters des Bergbauunternehmens steckten.
Zwei mexikanische Sicherheitsexperten teilten CBC News mit, dass La Mayiza Los Chapitos kürzlich aus dem Gebiet verdrängt habe, in dem Vizsla Silver operierte.
Mein persönlicher Kommentar:
Mutmasslich hatte Viszla (die werden das abstreiten, aber die Untersuchung soll laufen) Los Capitos Schutzgeld bezahlt. Los Capitos musste dann das Feld (Raum Panuco Mine plus Camps) räumen - und La Mayiza übernahm das Gebiet. Nicht auszuschliessen, dass Viszla anschl. La Mayiza Schutzgeld bezahlt hat. Und Los Chapitos wollte auf diese "Einnahmequelle" - auch im Hinblick auf einen sehr profitablen Abbau - nicht verzichten. Vizsla wollte auf keinen Fall an 2 Kartelle Schutzgeld bezahlen. Jetzt kam die Quittung für die mutmassliche Weigerung.
Wie auch immer: Unter den gegebenen Umstände ist eine sichere Minenoperation (vorerst) praktisch ausgeschlossen.
urai