Beiträge von urai

    Die Produktionszahlen für 2025 (inkl. 4. Quartal) sind natürlich sehr gut. Ob für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende bezahlt wird, werden wir (hoffentlich) am 19. März 2026 erfahren.


    Der Spielraum dafür wäre (dank des hohen Goldpreises) vorhanden. Machen wir eine einfache Rechnung:

    Ende 2024 hatte CORE 374 Millionen$ Free Cash. Ende 2025 waren es 461 Millionen$. Die Differenz von 87 Millionen$ könnte als Dividende ausgeschüttet werden. Bei 443 Millionen Aktien wären dies 0.2 USD.


    Für 2026 sehe ich die Parameter wie folgt:


    - 540koz Au Verkauf (Abbau Inventory)

    - 4'000$/oz Au

    - 2'050$ AISC (inkl. MET)

    - 30% Steuern, Zinsen, Abschreibungen

    - 510 Millionen$ Investitionen

    - 30 Millionen$ Kredit an Syrymbet


    Rechnerisch blieben dann für das Geschäftsjahr 2026 theoretisch ca. 195 Millionen$ für Dividenden zur Verfügung. Respektive 0.44 USD.

    Angelfreund


    Hier ist der Link für das Formular:


    https://www-aix-kz.s3.eu-central-1.amazonaws.com/uploads/2023/07/Securities-Transfer-Form.pdf


    Und hier die Instruktion für das Ausfüllen:


    Please send us two forms, Delivering and Receiving.


    HOW TO FILL THE FORM


    In securities sender section please write:


    • Full name -AIX CSD


    • Account number-D02-(9-digit account number).


    • 9 digits account number you may find in the Tabys application through Profile>>>Document>>>Account in AIX CSD, before account number, please write "D02" and final account is in form D02-***


    • In the securities receiver section, please write the full name AIX Registrar specify the account number as -9 digit number -1 (please fill the same 9 digit number as in Tabys account)


    • Settlement date: Specify any business date, the same date should be specified in Receiving instruction


    • Type of transfer: put a tick near with Delivering/ in second form Receiving


    • Identification of securities (ISIN): Please find ISIN of securities via Tabys app:Profile >>>Documents >>>Account in AIX CSD


    • Example:


    • Solidcore Resources plc (CORE)- ISIN JE00B6T5S470


    • Global Depository Receipts of Air Astana JSC (AIRA.Y)-ISIN US0090632078


    • Quantity: fill the quantity in word and numbers


    • Fill in the last name and first name at the bottom and put a signature and send to us scan of document.

    Es ist noch wichtig zu verstehen, wer hier als "Hauptparteien" einander gegenüberstehen. Normalerweise ist es der Staat (die Exekutive) gegen das Bergbau-Unternehmen.


    Hier ist es anders. Hier stehen sich einerseits die Bundesanwaltschaft (Ministério Público Federal (MPF)) und andererseits die Generalstaatsanwaltschaft des Staates Pará einander gegenüber. Der Streitgegenstand ist die Licença Prévia (Preliminary License or LP) für das Goldprojekt Castelo de Sonhos von TriStar Gold.


    P.S. Die MPF setzt sich für soziale und individuelle unveräußerliche Rechte ein, wie z. B. Umweltschutz, Verbraucherrechte und die Rechte traditioneller Gemeinschaften. Aber immer auf der Basis der geltenden Rechtsordnung, angefangen bei der Bundesverfassung.


    P.P.S. Die Justiz muss jetzt beurteilen, ob die Erteilung der LP ohne vorherige freie informierte Konsultation der Indigenen (u.a. Bau) dem geltenden Recht entspricht oder nicht. Basis dazu ist die Berücksichtigung und Beurteilung der 10km-Zone ausserhalb der Grenze der indigenen Gebiete. Die Justiz hat hier einen "gewissen" Spielraum. Zum Beispiel, wenn es um 1km mehr geht. Bei Castelo de Sonhos sind es 15km mehr. Wenn TriStar und der Staat Pará beweisen können, dass die Indigenen nicht direkt betroffen sind, dann dürfte die Klage der MPF abgewiesen werden.

    Für die Historie: Video zur öffentlichen Information zu Castelo de Sonhos vom 23.11.2023.

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    Interessant ist ab 1h:48 der Auftritt des Chiefs (Häuptling) der Bau. Er fragt, warum die Indigenen keine Entschädigungen erhalten.


    (Kurz)Antwort der Juristin von TriStar: TriStar leistet alle Zahlungen/Entschädigungen, welche in den Bundesgesetzen vorgeschrieben sind.


    Zur Info: Die Grenze der Gebiete der Indigenen (u.a. Bau) sind mehr als 10 km von der geplanten Mine entfernt. (25 km) - und ILO-169 greift nicht. Daher wollen die Bau (MPF wurde instrumentalisiert) ILO-169 auf dem Gerichtsweg erkämpfen. Diese Konsultation würde die Bundesgesetze übersteuern und Entschädigungen könnten heraus verhandelt werden. Sonst nicht.


    Persönliche Einschätzung: Ich bin nach wie vor überzeugt, wonach ILO-169 nicht greift. Die bisher ergangenen Urteile zur Aufweichung der 10km Zone waren immer nachvollziehbar und irgendwie zu rechtfertigen.

    Bspw. plus 1 km (Coringa Gold) oder Gebietsansprüche von Indigenen, welche noch nicht entschieden wurden (Vale) oder Mine in unmittelbarer Nähe des Flusses und 15km weiter flussabwärts indigene Siedlungen (Belo Sun).


    urai

    Belo Sun hat den nachfolgenden RNS gestern herausgegeben:

    Belo Sun Receives Ruling From Federal Court of Altamira, Para
    TORONTO, Jan. 14, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Belo Sun Mining Corp. (“Belo Sun” or the “Company”) (TSX: BSX; OTCQB:BSXGF) announces that the Federal Court...
    www.globenewswire.com


    Es geht dabei um Brasilien, Indigene und die "Durchführung einer vorherigen, freien und informierten Konsultation mit den betroffenen indigenen Gemeinschaften". Der Rechtsstreit dauert nun schon viele Jahre. Jetzt stellt sich die Frage, ob so ein "endloses Verfahren" auch TriStar Gold mit Castelo dos Sonhos drohen kann.


    Um eine einigermassen qualifizierte Einschätzung machen zu können, situiere ich kurz das Projekt Volta Grande von Belo Sun:
    https://www.researchgate.net/f…Belo-Monte_fig1_317586921


    Dazu die RNS des relevanten Gerichtsentscheides von 2022:
    https://www.belosun.com/news/b…grarian-court-of-altamira


    Kurz: Belo Sun MUSS die Konsultation ILO-169 bei den indigenen Gemeinschaften mit einem Mindestabstand von 10km entlang des Xingu Rivers durchführen. (grün eingezeichnet).


    Ganz offensichtlich hat Belo Sun diese extrem zeitintensive Konsultation nicht zur Zufriedenheit der für die Indigenen zuständigen Bundesbehörde FUNAI durchgeführt. Wichtig zu sehen: Die Mine grenzt an den Xingu River.


    Und jetzt zu TriStar und Castelo dos Sonhos, hier die Situierung Slide Nummer 10:
    https://tristargold.com/investors/corporate-presentation/



    Erkenntnis:

    1. Belo Sun - Volta Grande: Die Mine grenzt direkt an den Xingu River. Die ersten indigenen Siedlungen sind 15km entfernt.

    2. TriStar - Castelo dos Sonhos: Die Mine grenzt NICHT an den Curua River. Es sind 93km bis der River das Gebiet der Bau erreicht.


    urai

    Neue Januar ppt Präsentation von TriStar Gold:

    https://tristargold.com/site/assets/files/4814/tristar-gold-corporate-presentation-jan-2026.pdf


    Materiell gibt es nichts Neues. Besser dargestellt ist jedoch auf Slide Nr. 10 die Situierung Von Castelo dos Sonhos in Bezug auf die indigenen Gebiete. Genau eingezeichnet ist jetzt der Rio Curua mit der Fliessrichtung.


    Es gibt keine direkte Wasserverbindung zwischen dem Projekt und der westlichen Grenze der Gebiete der Bau und Menkragnoti. Das Gebiet wird Richtung Norden entwässert. Bis zur Grenze der Bau sind es (gemäss MPF) 93 km.

    (...) hat dieselbe marketcap wie Tristar und nicht den "Sch***" da am Hacken. Ich persönlich würde da doch lieber meine ALTA Position aufstocken.


    (...) hast du auch Infos zu Almaden und Silver Elephant zufällig?

    Danke gogogogogold Hast sicher schon schöne Buchgewinne. Sehr gut.


    Aber die beiden Unternehmen sind vom Entwicklungsstand und von der Grösse nicht im Ansatz vergleichbar. Ich beziehe mich nur auf das Flagship Projekt Cajueiro.


    Aus NI 43-101: The property is located near the town of Alta Floresta spanning the border of the states of Mato Grosso and Para in central Brazil. Und siehst Du den Rio Teles Pires?

    https://images.newsfilecorp.com/files/4500/267737_8613e78774c63a99_001full.jpg


    Der fliesst geradewegs in die indigenen Gebiete. Bei TriStar sind es 93km. Hier sicher nicht mehr.


    Klar, sie haben die LP für den Probeabbau von 100kt p.a. Ein Probe-"Minchen" mit rund 3koz. Für 2 Jahre. Da ist ja nichts zu holen. TriStar Gold wird mit 160koz p.a. starten. Das weiss die "MPF-Tante" sicher auch.

    Altamira Gold Receives Environmental Permit for Two Trial Mining Licences Within the Central Mineral Resource Area of the Cajueiro District, Brazil - Altamira Gold
    Vancouver, British Columbia–(Newsfile Corp. – September 24, 2025) – Altamira Gold Corp. (TSXV: ALTA) (FSE: T6UP) (OTCQB: EQTRF), (“Altamira” or the “Company“)…
    altamiragold.com


    Aber hast recht: die indigenen Gebiete sind Dutzende km vom Projekt entfernt.


    P.S. Nein, Almaden und Silver Elephant hatte ich nie auf dem "Radar".

    Wurde die Bundesanwaltschaft von den Indigenen beauftragt?

    Du hast schon den richtiger Riecher vatapitta

    Diese indigene NGO steckt dahinter. Wird in der Rechtsschrift auch erwähnt.

    Instituto Kabu | Organização indígena


    Dürfte im Amazonas Gebiet "Part of the Game" sein. Über die Rechtsschrift der MPF mit den Vorbringen habe ich mich im neu eröffneten Thread geäussert. Und ja, ist wahrscheinlich indigen-politisch getrieben. Diese Gemeinschaften wollen auch etwas vom "Kuchen" haben. Aber in ihrem Gebiet tolerieren sie keinen Bergbau. Sie sind von den Garimpos (Kleinbergbau) schon genug belastet. Diese Leute verwenden Quecksilber ...

    Es könnte noch eine Kapitalerhöhung kommen, bei der sich die hinter der Klage stehenden Personen an dem Unternehmen beteiligen können. - Korruption bringt das Geschäft voran.

    Danke vatapitta


    Ich gehe jetzt davon aus, dass Dein Beitrag sich auf TriStar Gold bezieht.


    Ja, eine KE wird kommen - aber gemäss CEO erst nach Klärung der rechtlichen Situation. Wortwörtlich Oktober 2025: Er wolle lieber (zum Schutz der (Alt)-Aktionäre) eine KE zu 0.7 CAD und nicht zu 0.17 CAD. Aktuell ist genügend Cash vorhanden.


    Noch eine Klarstellung zur Klage: Die kommt nicht von irgendwelchen "Personen". Sondern von der Bundesanwaltschaft MPF. Das gehört offenbar dort zum "Minen-Geschäft". Die verantwortliche Bundesanwältin will auch nicht den Minenbau verhindern. Sondern sie will Entschädigungen für die Indigenen herausholen. Denn bei der ILO-169 geht es genau darum: Entschädigungen für die Indigenen. Was auch o.K. ist, wenn die Mine auf ihrem Land oder der näheren Umgebung (10 km-Zone) gebaut werden sollte. Aber hier sind es 25 resp. 27 km - und daher besteht kein Anspruch.

    Vielen Dank woernie für Deinen substanziierten Beitrag zur Chart-Situation bei TriStar Gold.


    Mein Ansatz ist jedoch die spezifische (rechtliche) Situation. Bei einem Unternehmen, welches immerhin die enorm wichtige Umweltgenehmigung (mit der LP) von der zuständigen Behörde erhalten hat. Bei einem Projekt "alter Schule" - also ohne Sulfid-Erz, dafür Open Pit und 1g/t Au.


    Und die Umweltbehörde verteidigt ihren Entscheid. Falls die rechtliche Situation im Sinne von TSG geklärt werden könnte (wovon ich aufgrund der Faktenlage ausgehe), wäre (kurzfristig) eine sehr positive Marktreaktion wahrscheinlich - unabhängig davon, was ein Langfrist-Chart hergeben würde.

    Ich möchte (abschliessend) besonders auf den Hauptpunkt der Begründung der MPF eingehen, wonach es eine freie und informierte Meinungsäusserung der Indigenen basierend auf ILO-169 (zwingend) braucht.


    Es ist klar: Die Indigenen wollen am Schluss Entschädigungen heraus diskutieren. So nach dem Motto: Wir sind betroffen resp. könnten betroffen sein. Damit wir dieses Risiko tragen können wollen wir im Gegenzug zu unserer Zustimmung zur Mine xx Millionen Reals.


    Die Indigenen sind gegen den Goldabbau - in ihrem Gebiet. Aber das betrifft die sog. Garimpos (Kleinbergleute). Denn diese Leute verwenden Quecksilber. Daher übersteigt der Grenzwert für Quecksilber im Rio Curuá die definierte Höchstgrenze. TriStar wird kein Quecksilber verwenden. Und das andere "Gift" (Cyanid) wird bei den Tailings (vor der Lagerung im Absetzbecken) herausgelöst und umweltgerecht entsorgt.


    Aber jetzt zur Hauptbegründung. Dazu nimmt die MPF folgendes Urteil vom 3.12.2021:

    https://observatorio.direitosocioambiental.org/wp-content/uploads/2022/11/APELACAO-CIVEL-no-0001592-34.2017.4.01.3908.pdf


    Dabei geht es um das Coringa Gold Projekt von CHAPLEAU EXPLORACAO MINERAL LTDA. Diese Explorationsfirma wurde 2017 von Serabi Gold übernommen. Der Einzelrichter wies damals die genau gleichen Forderungen der MPF ab. Diese akzeptierte das Urteil nicht und ging zum TR-1 (Tribunal Regional Federal da 1ª Região). Dieses Gericht wäre auch für den TriStar-Case zuständig - falls weitergezogen. Das Gericht (Richterin SOUZA PRUDENTE ) wies den Entscheid des Einzel-Richters zurück und bestätigte, dass ILO-169 durchgezogen werden muss.


    Um die Chancen bei Castelo dos Sonhos abwägen zu können lohnt es sich die Argumentation der Richterin genau anzusehen. Konkret geht es um die (bekannte) 10 km-Grenze:

    Der Anhang der interministeriellen Richtlinie definiert einen Mindestabstand von 10 km zwischen der Bergbautätigkeit und dem indigenen Land im Geltungsbereich des Amazonas-Gesetzes. Es ist daher nicht möglich, die genannte Verordnung hinsichtlich des sozioökologischen Wirkungsbereichs einer so umweltschädlichen Wirtschaftstätigkeit wie dem Bergbau starr und restriktiv auszulegen, um im vorliegenden Fall auf die Prüfung der indigenen Komponente aufgrund einer angeblichen Abweichung von 1 km über dem normativen Grenzwert zu verzichten.


    Ihr lest richtig:

    Damals ging es um 1 (einen zusätzlichen) km. Zum Vergleich zu Castello dos Sonhos - gemäss Rechtsschrift MPF:


    - (i) Luftlinienentfernungen auf nicht-flussgebundenen Wegen zwischen den indigenen Gebieten der Baú und Menkragnoti und dem für die Durchführung des Projekts Castelo dos Sonhos vorgesehenen Gebiet, die laut Umweltverträglichkeitsprüfung

    etwa 27 bzw. 25 km betragen (also 15 bis 17 km – nicht NUR um EINEN km).


    - Der geplante Absetzbeckendamm soll knapp 28 km vom Ostufer des Curuá-Flusses entfernt errichtet werden, (...) entlang des Einzugsgebiets wären es 92 km bis zur Grenze zum indigenen Gebiet der Baú.



    Fazit

    Mit diesen Informationen sollte jeder Interessierte in der Lage sein, die Chancen von TriStar - vor Gericht erfolgreich zu sein – abzuschätzen. Ich persönlich sehe das grösste Risiko in der Dauer der Verfahren. Vor allem kann ein Entscheid einer unteren Instanz weitergezogen werden.


    Aber die vorläufige Lizenz bleibt per dato im Kraft. TriStar kann weiterarbeiten. Der Antrag für die Konstruktionsbewilligung kann frühestens im Herbst 2026 bei der zuständigen Behörde eingegeben werden. Denn die Auswirkungen bei der Luft müssen alle 4 Jahreszeiten abdecken. Begonnen wurde im Herbst 2025.


    Was TriStar aktuell nicht machen kann, sind weitere Bohrungen, damit die Reserves und Resources weiter ausgedehnt werden können. Denn Arbeiten vor Ort könnten der MPF weitere Argumente liefern, welche wieder mühsam entkräftet werden müssten - so der CEO im Video.

    Ich verlinke hier (für die Historie) die Klageschrift der Bundesanwaltschaft (43 Seiten). Ich habe sie mit online Translation gelesen:

    https://www.mpf.mp.br/pa/sala-de-imprensa/documentos/2025/acao-mpf-mineracao-castelo-dos-sonhos-pa.pdf


    Das ist kein Alleingang der Bundesstaatsanwältin. Dahinter steckt die folgende Institution:

    História | Instituto Kabu


    Domiziliert in Novo Progresso an der Route 163 nördlich Castelo dos Sonhos.


    Ich kann die Haltung der Staatsanwältin sehr gut nachvollziehen. Es gibt Fragen bspw. bzgl. dem unwahrscheinlichen Fall (Einschätzung MPF) eines Dammbruchs welche geklärt werden müssen. Dann die Luftemissionen. Muss auch geklärt werden. Alles Fragen welche vor Erteilung der Konstruktionsbewilligung angegangen werden. Das ist nicht das Problem.


    Das Problem ist bekanntlich (wie könnte es anders sein) ILO 169. Denn da geht es um eine sog. "informierte" unabhängige Konsultation. Selbstverständlich stünde das Institut zur Verfügung, welches (auch selbstverständlich) durch TriStar Gold bezahlt werden müsste. Und damit dieser Antrag Chancen hat, wurden wirklich alles erwähnt, was es auch noch geben könnte. Auch wurde erwähnt, dass TriStar auf das umfangreiche Wissen der Indigenen zurückgreifen könnte ...

    Es ist klar und muss nicht weiter diskutiert werden: UN-ILO 169 ist absolut berechtigt, wenn eine Mine im Stammesgebiet gebaut werden sollte. Das ist hier nicht der Fall. Entfernung zum Stammesgebiet > 20km. Zu Siedlungen wahrscheinlich noch mehr. Auch gibt es keine Gewässer, die von der Mine Richtung Stammesgrenze (nach Osten) fliessen.


    Von besonderem Interesse ist, ob die indigenen Gemeinschaften östlich der geplanten Mine "Castelo dos Sonhos" beeinträchtigt werden können. Die umfangreichen Umweltverträglichkeitsstudie von SEMAS (Bewilligungs- und Aufsichtsbehörde) gibt dazu einen Überblick. Die Studie umfasst >1’600 Seiten.


    Dabei geht es vor allem um das Wassersystem. Grundsätzlich führen die Gewässer von Süden nach Norden. Details findet man unter Ziffer "6.10 Hidrogeologia" auf den Dok-Seiten 409 bis 434.

    https://www.semas.pa.gov.br/wp-content/uploads/2015/10/EIA-ESTUDO-DE-IMPACTO-VOLUME_II.pdf


    Hier der 1. Teil (Volume I):

    https://www.semas.pa.gov.br/wp-content/uploads/2015/10/EIA-ESTUDO-DE-IMPACTO-VOLUME_I.pdf


    Karte Doc-Seite 100 zeigt das (geplante) Minengelände.

    Karte Doc-Seite 102 zeigt die möglichen Absatzbecken (Tailings).



    Hier der 4. Teil (Volume IV) ist nur über Wayback Machine aufrufbar (abgespeicherte Seite)

    https://web.archive.org/web/20250801220859/https://www.semas.pa.gov.br/wp-content/uploads/2015/10/EIA-ESTUDO-DE-IMPACTO-VOLUME_IV.pdf


    Karte Doc-Seite 957 zeigt die Übersichtskarte und die Grenze zu den indigenen Gebiete. Die Distanz beträgt >20km.



    (Vorläufiges) Fazit:

    Ich sehe aus einer (zugegebenermassen) sehr groben Beurteilung und Perspektive auch keine Ansätze dafür (vor allem nicht Wasser), wie die Indigenengebiete betroffen sein könnten. Das Gelände fällt vom Minen-Plateau gegen Osten ab - Flusstal - und steigt dann Richtung Grenze indigene Gebiete wieder an. Also nach menschlichem (resp. meinem persönlichen) Ermessen braucht es keine ILO-169 Konsultation. Und die Frage der Dämme und Evakuationspläne müssen vor der Erteilung der Konstruktionsbewilligung geklärt resp. erstellt werden.

    Jetzt zur Analyse der Rechtslage:


    Die brasilianische Bundesstaatsanwaltschaft MPF zog im Sommer 2025 vor Gericht, um die vorläufige Lizenz für den Goldabbau aufzuheben, da die indigene Bevölkerungsgruppe der Kayapó in Pará bedroht sei.


    Die MPF weist darauf hin, dass die Lizenz des Bergbauunternehmens ohne vorherige Konsultation der indigenen Bevölkerung erteilt wurde und das Risiko eines Dammbruchs und einer Flussverschmutzung ignoriert.

    https://www.mpf.mp.br/pa/sala-de-imprensa/noticias-pa/mpf-va…



    Im Kern geht es um zwei Aspekte:


    1.

    UN-ILO 169-Prozess zusammen mit der indigenen Bevölkerung wurde nicht durchgeführt. Schaut hier die Karte an:

    https://images.newsfilecorp.com/files/4509/276659_14f7b37f94337af8_002full.jpg


    Gemäss brasilianischen Recht (interministerielle Verordnung) müssen die Indigenen nur dann mit ILO-169 einbezogen werden, wenn (bspw. der Bergbaubetrieb) maximal 10 km von der Grenze entfernt ist.



    2.

    Es geht um Studien, welche das Risiko eines Dammbruchs mindern, resp. entsprechende Notfallpläne.


    Gemäss brasilianischem Bergbaurecht müssen diese Studie NACH der Erteilung der (vorläufigen) Umweltgenehmigung und VOR der Erteilung der Baubewilligung erarbeitet - und durch die zuständige Behörde abgesegnet - werden. Die MPF Para möchte, dass hier das Bergbaurecht geändert wird. Dazu braucht sie einen Entscheid (wahrscheinlich des höchsten brasilianischen Bundesgerichts) damit die Bestimmungen geändert wird. MPF instrumentalisiert also Castelo de Sonhos um "politische" Entscheide zu erzwingen.


    Mit Google Earth pro lässt sich die Lage der geplanten Mine genau ermitteln:

    8°12’07’’ s

    54°59’20’’ w


    Die weitläufigen Stammesgebiete der "Menkragnoti" und "Bau" sind deutlich erkennbar: Die Grenze zum Urwald ist östlich der geplanten Mine.


    Es geht ja nicht darum, dass die MPF den Bau der Mine (komplett) verhindern möchte. Sondern die MPF will, dass das Konsultationsverfahren gemäss ILO 169 durchgezogen wird. Extrem aufwendig. Denn zuerst müssen die Indigenen dazu befähigt werden, sich überhaupt qualifiziert einbringen zu können - dauert wahrscheinlich viele Monate mit vielen gutmeinenden NGO's. Nur schon bis man alle Betroffenen (regelmässig) beisammen hat - und das (auch) nachweisen kann.

    Zum Thread-Beginn nochmals die Eckwerte von Castelo dos Sonhos von Tristar Gold in Brasilien:


    - PFS (update 2025) mit 1.4moz Au Reserves und


    - (Total inkl. Reserves) 2.5moz Au Resources.


    - Kein Sulfid-Erz. Open Pit. Zusätzliches Potenzial für UG.


    - NPV bei 5% und Goldpreis 4'000$/oz über 2 Mrd. USD.


    - Aktuelle Marketcap. 57.4 Mio. USD. Domiziliert im Parà State, Brasilien.



    Website:

    TriStar Gold Inc. | Home
    Developing Gold, Delivering Value.
    tristargold.com


    ppt Präsentation:

    TriStar Gold Inc. | Home
    Developing Gold, Delivering Value.
    tristargold.com


    Video des CEO vom Oktober 2025 – vor allem zum Rechts-Case:

    CEO Discusses TriStar Gold’s Latest Update!
    TriStar Gold CEO Nick Appleyard provides an update on Castelo De Sonhos.Stay connected with Adelaide Capital:📬 Sign up for updates: https://www.adcap.ca/sub...
    youtu.be

    Ganz offensichtlich ist das Interesse an TriStar Gold hier grösser als im Nachbarforum. Dort praktisch nicht vorhanden. Daher werde ich in diesem Forum einen spezifischen Thread eröffnen – und auch primär hier schreiben.

    Die Performance der Edelmetall-Aktien war 2025 gelinde gesagt extrem gut. x-Bagger sind keine Seltenheit. Da lohnt es sich einmal zu schauen, ob es Unternehmen gibt, welche zurückgeblieben sind - und was ganz wichtig ist, was ist der Grund dafür.


    Bei dieser Recherche bin ich auf Tristar Gold (TSG, TSX-V) gestossen. Seit Ende letzten Jahres bin ich auch investiert.


    Hier die Website und die ppt Präsentation:

    TriStar Gold Inc. | Home
    Developing Gold, Delivering Value.
    tristargold.com

    https://tristargold.com/site/assets/files/4812/tristar_gold_corporate_presentation_-_2025-12.pdf


    Ganz kurz die Eckwerte:

    - PFS mit 1.4moz Au Reserves und

    - (Total inkl. Reserves) 2.5moz Au Resources.

    - Kein Sulfid-Erz.

    - NPV bei 5% und Goldpreis 4'000$/oz über 2 Mrd. USD.

    - Aktuelle Marketcap. 57.4 Mio. USD. Domiziliert im Para State, Brasilien.


    Was ist das Problem? Was könnte es anders sein: Es ist rechtlicher Natur. Der Sachverhalt ist jedoch recht einfach und klar:

    Die MPF (Bundesanwaltschaft) möchte die vorläufige Lizenz (ausgestellt Mitte 2025 durch die zuständige Umweltbehörde) annullieren. Grund: Die Indigenen wurden nicht gemäss UN-ILO-169 mit einbezogen. Situation dürfte 2026 geklärt sein. Die rechtliche Situation von Tristar Gold ist sehr belastbar. Mine ist mehr als 20km vom Territorium der Indigenen entfernt. Es gibt keine direkten Beeinträchtigungen. Und die Umweltbehörde steht hinter dem Entscheid und verteidigt ihn aktiv im Rechtsverfahren. Mutmasslich geht es darum, finanzielle Entschädigungen heraus zu diskutieren resp. heraus zu pressen.


    Hier das Video, wo der CEO Oktober 2025 detailliert auf die Rechtssituation eingeht:

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    Danach hat der zuständige Richter Ende November 2025 eine für Tristar Gold günstige Entscheidung getroffen:


    Soweit fürs Erste. Ich habe den Rechtsfall im Detail analysiert. Inkl. Rechtsschriften. Im Nachbarforum habe ich entsprechende Berichte geschrieben.


    Falls Interesse vorhanden, würde ich einen separaten Thread hier eröffnen. Zuerst die Analyse (copy/paste). Und dann kommende News kommentieren. Ansonsten - würde ich es bei diesem Eintrag b. a. W. belassen.


    urai

    Bargold


    Zu A)

    Lizenz wurde Mitte 2024 nicht mehr verlängert. Wird durch GBU angefochten.


    Zu B)

    8. März 2024¨.


    Zu C)

    EuGH akzeptiert Schiedsurteile des ICSID nicht. Das ICSID hat seinen Sitz in Washington. Ich vermute, dass das damalige Urteil gegen GBU und für Rumänien von der EU und/oder USA beeinflusst wurde. Denn 2024 waren Wahlen in Rumänien. Die Bedenken waren, dass russlandfreundliche Kreise an die Macht kommen könnten. Grund: Sparmassnahmen, falls RO zu Mrd.-Zahlungen verurteilt worden wäre.


    Speziell am GBU-Case ist, dass:

    - 2 von 3 Richtern die schweizerische Staatsbürgerschaft besitzen; beide haben gegen GBU entschieden.

    - Die Anwaltskanzlei von RO in der Schweiz domiziliert ist (Lalive) mit schweizerischen Lead-Anwälten.

    - Und die ganze "elitäre Arbitrageure-Clique" in Génève domiziliert ist. Stadt mit 210k Einwohnern in der Schweiz.

    Die Stunde der Wahrheit naht:


    Am 22. und 23. Januar 2026 finden die Anhörungen zur Annullierung des ICSID-Schiedsentscheides statt. Der 24. Ist ein Reservetag.


    Es ist absolut offen. Persönlich bin ich nach wie vor überzeugt, dass die Erlangung der schweizerischen Staatsbürgerschaft durch Zachary Douglas (vor dem Schiedsentscheid während des laufenden Verfahrens) einen formalen Mangel in der Zusammensetzung des Gerichts darstellen könnte.


    In den Rechtsschriften versuchte Lalive diesen formalen Mangel zu entkräften, indem Lalive es als «Spekulation» darstellte, wonach White&Case eine Disqualifikation von Douglas (bei Kenntnis) beantragt hätte. Für mich ist das ein «hilfloser» Versuch, diesen formalen Mangel zu bagatellisieren.


    Falls der Schiedsentscheid tatsächlich annulliert werden sollte, dann würde das ICSID-Schiedsverfahren von Grund auf neu beginnen. Zuallererst natürlich die Rechtsschrift von White&Case. Ohne hier ins Detail zu gehen (da viel zu früh und spekulativ) kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die «Entschädigungssumme» massiv steigen wird. Begründung: Massive gestiegene Gold- und Silberpreise sowie der Zinseszinseffekt.


    Das Risiko für Rumänien (ohne die «Génève-Copain-Kultur» von Tercier, Douglas und Lalive) könnte ins «Unermessliche» steigen. Rumänien und vor allem die EU wissen das ganz genau. Daher hatte die EU-Kommission versucht, sich im Sommer/Herbst 2025 in das Annullationsverfahren - zuerst als «Streithelferin» (wurde abgelehnt) und dann abgeschwächt als «nicht-streitende Partei» (wurde auch abgelehnt) - einzubringen.


    Für Rumänien geht es jetzt um «alles oder nichts». Der Insitu-Value der Resources aller Kategorien beträgt zu aktuellen Preisen rund 90 Mrd. USD. (18.5moz Au und 85.2moz Ag).


    Noch ein Punkt: 65% einer möglichen Entschädigung geht an die CVR-Rechteinhaber. Aber wichtig: Der maximale Betrag ist bei C$1.689 Mrd. gedeckelt (1.22 Mrd. USD.


    https://gabrielresources.com/wp-content/uploads/2025/04/Gabriel_PR_Pvte_Plmnt_Initial_Closing-March-6-2025.pdf



    urai5

    P.S. Ich gehe davon aus, dass es nur wenige frei verfügbare Aktien gibt. Die grossen Blöcke werden von den aktuellen Financiers u.a. Electrum und Swiss Capital S.A. gehalten. Da kann es immer wieder zu wilden Kurssprüngen kommen (wie gestern an der TSX). Aber per dato bedeutet ein allfälliger Kauf von Gabriel Resources de facto ein «Lottoschein».


    P.P.S. Ich hatte Ende letzten Jahres einen «Lottoschein» mit Dividenden von AFM gekauft. Ich will wissen, wie der Case ausgeht.