Beiträge von urai

    Es sieht ganz danach aus, dass sich die USA tatsächlich im Kongo im Minenbereich engagieren könnte. Aktuell liefert die Bisie-Mine das Zinn via Uganda nach China zur Schmelze Yunnan Tin.


    Der Hauptaktionär ist Denham Capital, eine in den USA domizilierte Investmentfirma. Bisher 12 Mrd.$ Kapital investiert.


    Und jetzt kommen die "ersten Gerüchte":

    US-Gesandter sieht Wiedereröffnung der Zinnmine von Alphamin im Kongo nach Abzug der Rebellen

    US envoy sees Alphamin reopening Congo tin mine as rebels depart
    Alphamin halted mining last month at its Bisie mine to protect its employees as M23 rebels neared the site.
    www.mining.com


    Die Lieferung von Zinn ex Bisie Mine in die USA wäre einfach: Trucks bis Kisangani (Flusshafen) und dann mittels Fluss-Schiffen an die Atlantikküste. Das Konzentrat müsste "nur" noch eingeschmolzen werden. Die aufwändige und anspruchsvolle Technologie zur Separation wie bei den "Seltenen Erden" braucht es nicht.


    Aber ich will Euch auch nicht den Bericht von vorgestern von Hallgarten nicht vorenthalten:

    https://hallgartenco.com/wp-content/uploads/2025/04/Alphamin_April2025.pdf


    Im Gegensatz zum (sehr) positiven Research Report vom November 2024 ist der aktuelle Bericht neutral mit negativer Tendenz. Hauptkritikpunkt ist die mangelnde Kommunikation von Alphamin. Der letzte NR war vor knapp 4 Wochen. Heute findet in Doha (Katar) eine Konferenz zum Konflikt im Ost-Kongo statt. Die kongolesische Regierung und M23 sprechen dort (mutmasslich) direkt miteinander. Morgen wäre ein guter Tag für einen (positiven) NR ...


    urai

    Hier ein Artikel der Financial Times vom 6.4.2025:

    USA schließen Abkommen über kritische Mineralien mit der Demokratischen Republik Kongo ab

    US closes in on critical minerals deal with DR Congo
    Trump’s Africa adviser agrees ‘path forward’ to drive American mining investment as Tshisekedi government seeks to shore up support
    www.ft.com


    Alphamin Resources ist prominent erwähnt. Hier copy/paste und online Translation des relevanten Textes:


    Szlavik, der aus Kinshasa sprach, sagte, die USA hätten bereits bei der Vermittlung eines Abkommens geholfen, das zum Rückzug der von Ruanda unterstützten Aufständischen aus einem Gebiet in der Nähe der Zinnmine von Alphamin Resources im Osten Kongos führte. Alphamin ist mehrheitlich im Besitz des US-Unternehmens Denham Capital.


    Die Mine und das umliegende Gebiet trugen im vergangenen Jahr fast 10 Prozent zur weltweiten Zinnproduktion bei. Ihre Eroberung führte zu einem Anstieg der Zinnpreise und einem Rückgang des Alphamin-Aktienkurses. Im Gegenzug für den Rückzug erklärte sich die Regierung der Demokratischen Republik Kongo bereit, die Drohnenangriffe auf Rebellen in der Region einzustellen. Alphamin lehnte eine Stellungnahme ab.


    P.S. Ich weiss natürlich nicht, nach wie vielen Clicks der Beitrag hinter der Bezahlschranke verschwinden wird.

    Die Flagge der Demokratischen Republik Kongo weht nach der Rückeroberung durch die FARDC wieder im Zentrum von Walikale

    Le drapeau de la RDC flotte de nouveau au centre de Walikale après sa reprise par les FARDC
    Le drapeau de la République démocratique du Congo flotte de nouveau au bureau du territoire de Walikale depuis 3 jours. Il a été hissé jeudi 3 avril par…
    www.radiookapi.net


    Unter den gegebenen Umständen gehe ich davon aus, dass die Familien - und damit auch die Bergarbeiter selber - wieder nach Hause zurückkehren können. Die M23 ist nie bis in die Einflusszone von Alphamin westlich der Sperre der FARDC bei Bobolo vorgedrungen. Auch die Bisie-Mine selber wurde komplett verschont.


    Jetzt sind gut 3 Wochen seit der Stilllegung der Mine vergangen. Ich würde sagen, dass die Wiederinbetriebnahme und das Hochfahren ebenfalls 3 Wochen Zeit benötigt. Dazu nach Hakuna Matata.


    Sollten sich die Dinge weiter in die richtige Richtung entwickeln, könnte im Verlaufe des Monats Mais die Bisie Mine wieder (auf dem angestrebten Niveau von 20kt p.a.) produzieren. Bei 2 Monaten Voll-Ausfall (Mitte Mai) wäre immer noch eine Produktion von 16.6kt im Jahr 2025 möglich. 2024 mit dem Hochfahren von Mpama South wurden 17.3kt produziert.


    Nächster (wichtiger) Termin ist der 9. April. Dort sollen sich die kongolesische Regierung mit der M23 in Doha (Katar) treffen.


    urai

    P.S. Alphamin Resources hat bis jetzt den Trump-Zoll-Tsunami "gut" überstanden. Aber die (bisherigen) Aktionäre mussten natürlich wegen der Kriegsgefahr im Raum Walikale/Bisie Mine schon einen Einbruch von 50% hinnehmen. Unter diesem Gesichtspunkt sind die "Trump-Geschädigten" immer noch besser dran - bis heute ...

    Jetzt ist es bestätigt:

    Armee und Wazalendo kehren nach dem Abzug der AFC/M23-Rebellen ins Zentrum von Walikale zurück

    RDC : l’armée et les wazalendo de retour à Walikale-centre après le retrait des rebelles de l’AFC/M23
    Les rebelles de l’AFC/M23 ont effectivement quitté Walikale-centre. Toutes les sources contactées ont confirmé à ACTUALITE.CD leur retrait qui s’est fait dans…
    actualite.cd


    Jetzt geht es darum, dass die Achse on Walikale nach Goma auf der R529 bis in den Raum Masisi von der M23 gesäubert wird. Sobald dies erfolgt ist, könnten die Familie ohne Gefahr wieder nach Walikale und die nord-westlich gelegenen Dörfer zurückkehren - und Bisie könnte die Produktion wieder aufnehmen.


    Lagekarte vom 2. April 2025

    https://www.criticalthreats.org/wp-content/uploads/20250402-DRC-Masisi-Map.png

    Es ist absolut nicht gesichert und es ist meine persönliche Einschätzung:

    Möglicherweise versucht die M23 sich auf der Achse R529 (von da sie gekommen sind) zurückzuziehen.


    Dazu folgende Meldung:

    Verwirrende Lage in Walikale: Waffengeknatter und Kommunikationsunterbrechungen

    Situation confuse à Walikale : crépitements d’armes et coupure des communications
    La situation sécuritaire est confuse ce mercredi 2 avril dans la cité de Walikale, au Nord-Kivu, rapportent des acteurs locaux. Selon ces sources, des…
    www.radiookapi.net


    Die beiden nachfolgenden Aussagen sind die Basis für meine Einschätzung:

    (...) Diesen Quellen zufolge ist seit dem frühen Morgen in den Dörfern Ngora, Wenga und Mutakato auf der Achse Walikale-Goma das Knistern schwerer und leichter Waffen zu hören. (...)

    (...) Sie fügte hinzu, dass die M23-AFC-Rebellen diesen Mittwoch in mehreren Teilen des Zentrums von Walikale nicht zu sehen sein würden.


    Hier der Google-Ausschnitt zu den Dörfern Wenga und Ngora, Mutakato ist weiter nördlich:

    Walikale · Demokratische Republik Kongo
    Demokratische Republik Kongo
    www.google.com


    urai

    Warum hast Du 1SN.L nicht als Alternative genannt? MLX.AX ist schon dick dabei und bemüht um mehr, der Abbau soll einfach und die Metallurgie gut sein.

    Hast recht GermanLong 1SN.L hatte ich vor 3 Jahren angeschaut. Sie haben sehr interessante Projekte - vor allem in Deutschland. Wie auch Tin One (TORC) in Australien.


    Die Kurse gingen dann zurück - und ich habe beide aus dem Auge verloren - auch weil beide noch nicht produzierten. Ich hatte mich dann für Afritin entschieden (neu Andrada Mining, Namibia). Aber nach dem Einbruch der Lithium-Preise hatte ich die auch wieder verkauft. ATM kommt auch fast nicht vom Fleck - small scale.


    MetalsX habe ich nie angeschaut, da ich in Australien nicht direkt handeln kann.

    Der vollständigkeitshalber noch die ppt Präsentation vom gestrigen Webinar:

    https://cdn.solidcore-resources.com/upload/ib/696320/2025_04_01_FY_financials_final_rev.pdf


    Es gab einige Fragen zu einer möglichen Dividende. Habe ich auch gestellt. Seine Antwort:


    Es wird eine Dividenden-Policy geben - sobald der Autoklav (POX) in Betrieb ist. Dies dürfte im Jahr 2028 der Fall sein. Eine Dividende kann daher ab 2029/2030 erwartet werden - je nach Geschäftsentwicklung.


    Sollte der Goldpreis auf dieser Höhe (>3'000$/oz bleiben) nachhaltig bleiben, dann würde die Zahlung einer Dividende per Geschäftsjahr 2026/2027 geprüft. 1. Priorität hat jedoch eindeutig das Wachstum.


    urai

    @all Vielen Dank für die Feedbacks. Offenbar besteht ein Interesse an der Entwicklung der Bisie Mine von Alphamin Resources. Daher hier ein kurzes update:


    Wir sehen jetzt, dass sich auf zwei Ebenen die Dinge per dato in die richtige Richtung entwickeln:

    1. Die politisch-strategische Ebene
    In Doha (Katar) sollten am 9 April direkte Verhandlungen zwischen der kongolesischen Regierung der der M23 stattfinden. Bisher hatte sich der Präsident Félix Tshisekedi konsequent geweigert, direkt mit der M23 zu sprechen. Wegen EU-Sanktionen gegen M23 wurde der geplante Termin Mitte März in Luanda (Angola) durch die M23 abgesagt.
    https://www.reuters.com/world/…talks-april-9-2025-04-01/

    Konsequenz für die Bisie-Mine:

    Sollte in ein paar Mionaten ein nachhaltiger Friedensvertrag zwischen dem Kongo und der M23/Ruanda geschlossen werden, dann würde sich die Bewertung von Alphamin Resources (vor allem) wieder nach den wirtschaftlichen Faktoren orientieren.

    2. Die operativ-taktische Ebene
    Wichtig ist primär, dass die unmittelbare Gefährdung der Bisie-Mine abgewendet werden kann. Sekundär geht es darum, dass die Bevölkerung (welche vor allem Lubutu geflüchtet ist) wieder nach Walkikale sowie in die Dörfer entlang der N3-Achse, nordwestlich von Walikale zurückkehren kann.

    Konsequenz für die Bisie-Mine:
    Sobald die Bevölkerung zurückkehrt, könnte die Mine wieder geöffnet werden. Einerseits bestünde keine unmittelbare Gefahr für die Mine. Und andererseits wenn die Familien in ihre Dörfer zurückkehren. dann wären auch wieder die Minenarbeiter verfügbar.

    Hier die aktuelle Lage im Raum Walikale und auch der Achse R529:
    https://www.criticalthreats.org/wp-content/uploads/20250401-…

    In Walikale ist die M23 isoliert. Im Raum Nyabiondo steht die M23 unter Druck. Die Wazalendo (verbündet mit der FARDC) drängt M23 auf der Achse sukzessive weiter in östlicher Richtung zurück.

    urai

    Vom Potenzial und den Zukunftsaussichten von Zinn bin ich seit Jahren (2028) sehr überzeugt. Auch von Nickel war ich überzeugt. Der Unterschied ist:

    - Bei Nickel gibt es massivste Produktionsausweitungen chinesischer Unternehmen in Indonesien.

    - Bei Zinn sind die grössten Minen (bald) erschöpft (u.a China, Myamar)


    Das Problem bei Zinn ist, wo investieren. Denn Zinnvorkommen sind eben viel seltener als bspw. Nickel oder Kupfer. Das grösste noch nicht erschlossene Zinnvorkommen ist "Syrymbet" in Kasachstan. Solidcore (ex POLY) hat sich 55% gesichert. Im Thread habe ich darüber geschrieben.


    In England/Cornwall wäre noch Cornish Metals CUSN ex Strongbow. Hatte ich vor Jahren auch darüber geschrieben. Sie sind jetzt am Entwässerung der Schächte - braucht viel Zeit und Kapital.


    Obwohl ich schon verschiedentlich geschrieben habe, dass ich in Alphamin Resources AFM.V nicht investieren werde, habe ich es jetzt doch gemacht. Ich habe mich jetzt intensiv mit der Geschichte, der Sicherheitslage und mit der aktuellen Aussetzung der Produktion auseinandergesetzt. Im Nachbarforum habe ich entsprechende sicherheitsrelevante resp. militärische Kurzanalysen erstellt.


    Aktuell sieht es wie folgt aus:


    Standort der Bisie-Mine

    Alphamin Bisie Mining · 13 Mubi, Kongo-Kinshasa
    ★★★★☆ · Geschäftsstelle
    www.google.com


    Aktuelle Lagekarte vom 31. März 2025 Raum Walikale

    https://www.criticalthreats.org/wp-content/uploads/20250331-DRC-Masisi-Map.png

    Pro-kongolesische Regierungstruppen begannen Ende März mit Gegenangriffen, um die Stadt Walikale zu isolieren und die Bedingungen für die Rückeroberung der Bezirkshauptstadt zu schaffen, nachdem M23 sie am 20. März zunächst eingenommen hatte.


    Entscheidend für mich ist, dass die Sperre der FARDC (Kongolesische Armee) bei Bilobilo hält. Denn dann ist die Mine nicht unmittelbar gefährdet. Der Stützpunkt der FARDC (Kdo der 34. Militärregion) befindet sich in Biruwe. Die Versorgungsachse ist die N3 Richtung Norden via Biruwe nach Kisangani - nicht nach Goma.


    Viel lieber würde ich über das wirtschaftlich Potenzial von Alphamin Resources schreiben: High Grade, hochprofitabel, praktisch schuldenfrei, Dividende, Mehr-Generationen Projekt. Ich hoffe das kommt noch - evtl. April/Mai. Denn sollte die Bisie Mine den Betrieb wieder aufnehmen (wovon ich gute Chancen sehe) dürften wirtschaftliche Aspekte wieder in den Vordergrund treten.


    urai

    Hier noch eine Zahl: Underlying Nettogewinn 499 Mio. USD.


    Gemäss der alten Polymetal "Dividend-Policy" betrug die Ausschüttungsquote 50% vom Nettogewinn.

    Rein hypothetisch wäre daher nach alter Ordnung eine Dividende für 2024 mit 474 Mio. Shares von rund 0.5 USD möglich gewesen.


    Ich gehe davon aus, dass der Grossaktionär aus dem Oman einerseits die Ausschüttungsquote senken dürfte. Aber andererseits will Solidcore mittelfristig wieder 1moz AuEq produzieren. Mit einer (mutmasslichen, angenommenen) Dividende von 0.5 USD und einer Rendite von 5% könnten wir gegen Ende des Jahrzehnts wieder Kurse um die 10 USD sehen.

    Der Jahresabschluss 2024 ist da:

    https://www.solidcore-resource…ress-releases/31-03-2025/?


    Folgende Kennzahlen - wovon andere Unternehmen nur träumen können ...

    - 490koz Au Produktion

    - 566koz Au verkauft. Inventory konnte abgebaut werden.

    - Realisierter Goldpreis 2409 USD

    - EBITDA-Marge 54%

    - AISC 1'300 USD/oz

    - Netto-Cash 374 Mio. USD

    - P/E etwa 3.4


    Es wird (wie erwartet) keine Dividende vorgeschlagen. Zuerst muss der Ertis-POX finanziert und gebaut werden. CAPEX rund 1 Mrd. USD (ein kleiner Teil wurde schon bezahlt). Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der POX 2028/2029 in Betrieb genommen werden kann. Ab spätestens 2030 können wir wieder mit einer Dividende rechnen.


    Ausblick:

    - Produktion 470 koz AuEq

    - AISC 1'350 bis 1'450 USD

    Danke Angelfreund


    Die Acquisition der Tokhtar property passt perfekt zur Strategie von Solidcore. Das Oxyd-Ore Material wurde abgebaut. Jetzt verbleibt das Sulfid-Ore (feuerfestes Erz). Für die Extraktion wird ein POX (Autoklav) benötigt. Solidcore hat den Processing Plant Varvara und ab 2028/2029 den Ertis POX. Ich gehe davon aus, dass Solidcore um die 100 USD pro Unze Reserves bezahlen dürfte. Ein Schnäppchen - bei diesen Goldpreisen.

    Der Besitzer hatte in der Tokhtar property schon ein Projekt entwickelt und bot es für USD 190 Mio. zum Kauf an. Solidcore dürfte nicht so viel zahlen. Denn (wie gesagt) ohne POX hat das Projekt keinen (allzu) grossen Wert.

    https://jp-kz.org/wp/wp-conten…khtarGoldDeposits_ENG.pdf

    Jetzt ist es klar: Diplomatisch gehen die USA auf Russland zu:

    UN-Sicherheitsrat stimmt für moskaufreundliche Ukraine-Resolution
    In der Ukraine-Politik werden die Gräben zwischen Europa und USA immer deutlicher. Der UN-Sicherheitsrat nahm am späten Abend eine russlandfreundliche…
    www.tagesschau.de


    Die (beiden) Resolutionen in der Vollversammlung sind nicht bindend. Die Unterstützung ging massiv zurück. Die Resolution im UNO-Sicherheitsrat jedoch schon - es brauchte eine 2/3-Mehrheit - die war gegeben.

    Am Montag, 24. Februar könnte es in der UNO spannend werden:


    Die europäischen UN-Quacken haben eine Resolution gegen Russland (Verurteilung) und für die Ukraine (vollständiger Abzug der Truppen) eingebracht. Zuerst wurde befürchtet, die USA könnten der Resolution (nicht bindend) nicht zustimmen. Denn dadurch wäre die aktuelle Distanzierung der USA zur Ukraine nicht nur in "Trump-Worten" sondern auch diplomatisch sichtbar.


    Aber es kommt für die Flintenuschi-Quacken noch "schlimmer": USA bieten UN-Resolution zum Krieg in der Ukraine an, die weit hinter konkurrierender europäischer Erklärung zurückbleibt

    US offers UN resolution on war in Ukraine that stops far short of competing European statement
    The United States has proposed a draft resolution for the U.N. General Assembly that stops far short of a competing European-backed statement demanding an…
    apnews.com


    Hier der Input von Russland zum USA-Draft:

    Russland schlug eine Änderung vor, um die Formulierung „unter anderem durch die Bekämpfung seiner Ursachen“ hinzuzufügen. Die Schlusszeile der US-Resolution lautet daher: „Sie fordern eine rasche Beendigung des Konflikts, unter anderem durch die Bekämpfung seiner Ursachen, und fordern darüber hinaus einen dauerhaften Frieden zwischen der Ukraine und Russland.“


    Ich kann mich nur wiederholen: Die Nato hat absolut nichts vor den Toren von "Stalingrad" und östlich des Längengrades von Moskau verloren. Am Vorabend des Einmarsches von Russland in die Ukraine versuchte Russland wiederholt, die USA dazu zubringen, einen Nato-Ausschluss der Ukraine (völkerrechtlich bindend) auszuschliessen. Biden wollte (bekanntlich) nicht darüber verhandeln; es zähle nur der "Wille" der Ukraine. Der Nato-Beitritt steht bekanntlich (als Ziel) in der Verfassung der Ukraine.

    Bernd von Lucke brachte (vorhin bei ntv) die mögliche/wahrscheinliche Friedensformal im Ukraine-Konflikt zwischen Russland und USA perfekt auf den Punkt:


    1. Russland erhält die bereits befreiten Gebiete (selbstverständlich inkl. Krim)


    2. USA erhalten die Garantie, dass Russland nicht weiter vorstösst und sich die USA aus der Ukraine zurückziehen können resp. die Ukraine-Unterstützung beenden können.


    Selbstverständlich müssten dann dann noch die weiteren Fragen geklärt werden. U.a. Aufheben Sanktionen, demilitarisierte Zone, Kräfteansatz und Auftrag Friedenstruppen (Europa), Wahlen in der Ukraine.


    Die Einigung über den Waffenstillstand dürfte bilateral zwischen Russland und USA erfolgen. Dann Wahlen in der Ukraine. Der Friedensplan dürfte dann ohne Selenskyj ausgehandelt werden.


    P.S. Strategisch wichtig wäre für Russland, dass Pokrowsk (praktisch eine Festung) noch befreit werden könnte.

    P.P.S. Die Europäer wollten und wollen immer noch nicht begreifen, dass sich die Nato (mit deutscher Beteiligung) nicht praktisch vor die Toren von Stalingrad resp. östlich des Längengrades von Moskau ausbreiten kann.

    Das mag sein. Die Frage ist aber ob es notwendig ist. Alle klagen über den

    Krieg und die Opfer, und dann gibt es hier welche die sich darüber freuen, wenn Menschen erschossen werden.

    Es gibt keine Notwendigkeit, dies gut zu heißen.

    Die Frage des "sich Freuens" ist eine moralisch-ethische Frage - und kann diskutiert werden. Die (persönliche Auffassung) richtet sich dann nach der (persönlichen) Sichtweise.


    Hingegen die Frage "der Notwendigkeit des Waffeneinsatzes" kann beantwortet werden. Wir sind uns gewohnt, die Notwendigkeit eines Waffeneinsatzes (bspw. der Polizei) unterhalb der Kriegsschwelle zu beurteilen. In Zeiten des relativen Friedens gilt der Einsatz einer letalen Waffen (bspw. Schusswaffe) durch den Staat als "Ultimo Ratio" - das letzte Mittel. Der Masstab ist dann die "Verhältnismässigkeit". Hier in einem zivilen Umfeld: Nur so viel Gewalt anwenden, wie es notwendig ist, um das (erlaubte) Ziel (beispielsweise die Gefangennahme) zu erreichen.


    In einer kriegerischen Auseinandersetzung gelten andere Masstäbe - und final das "Humanitäre Völkerrecht in bewaffneten Konflikten". Es ist daher erlaubt, gegnerische Soldaten (Kombattante - nicht unbewaffnete Zivile) mit der Waffe zu bekämpfen.


    Es stellt sich auch die Frage, ob es (taktisch) besser gewesen wäre, die ukrainischen Soldaten "nur" zu verletzen - und nicht zu töten. In dieser Situation nicht, denn bei einer Verletzung wären die Ukrainer automatisch (verletzte) Kriegsgefangene gewesen und die russischen Soldaten hätten medizinische Hilfe leisten müssen. Anders sehe es aus, Soldaten in den gegnerischen Stellungen "zu verletzten" - das würde gegnerische Kräfte binden. Sorry off Topic. Ich höre ja auf.


    urai

    Interessante Diskussion - o.K. ist eher Einer gegen die anderen. Aber Lupus liegt (total) falsch, wenn er hier von "Mord" spricht.


    Massgebend ist das "(Kriegs)Völkerrecht". Und da stellt sich die Frage, bis wann darf ein "Kombattanter" (bewaffneter Soldat) bekämpft - und getötet werden und ab wann gilt er als "Kriegsgefangener" und darf nicht mehr bekämpft (getötet) werden!


    Hier der Passus aus dem "Humanitäres Völkerrecht in bewaffneten Konflikte" vom Bundesministerium der Verteidigung (BMV):


    8.2 Beginn der Kriegsgefangenschaft

    807. Der Status als Kriegsgefangener beginnt, sobald eine Person, der das Völkerrecht den
    Anspruch auf Kriegsgefangenschaft zuspricht, in die Gewalt der gegnerischen Partei gerät.

    808. Ein die Waffen streckender oder wehrloser Gegner, der sich ergibt oder sonst kampf- oder verteidigungsunfähig ist, darf nicht mehr bekämpft werden (5 41 Abs. 1; 16a 23 Abs. 1).

    809. Den Status eines Kriegsgefangenen erlangen folgende Personen, wenn sie in die Hand des
    Gegners fallen:
    • Kombattanten


    Link, pdf Seite 100

    https://www.bmvg.de/resource/blob/93612/7d6909421eacad4ddc7dcdfdf58d42ca/b-02-02-10-download-handbuch-humanitaeres-voelkerrecht-in-bewaffneten-konflikten-data.pdf


    Fazit:

    Die russischen Soldaten waren berechtigt, das Feuer auf die ins Haus eindringenden ukrainischen Soldaten (ohne Ansprache) direkt zu eröffnen. Die eindringenden ukrainischen Soldaten zeigten keine (sichtbare) Absicht, sich gefangen nehmen zu lassen (Waffen niedergelegt, Hände über dem Kopf).

    Die (mutmasslich) russischen Soldaten haben dadurch das "humanitäre Völkerrecht in bewaffneten Konflikten" nicht verletzt. Wobei ich davon ausgehe, dass die gefechtstaktischen Rules of Engagement der russischen Armee eine noch tiefere Hürde (für das Bekämpfen von bewaffneten Gegnern) vorsieht.


    urai

    P.S. Noch ein Wort zum "Finger" nicht am Abzug resp. "gestreckter Finger": Das ist die normale Stellung - vor allem in Bewegung. Der Finger ist (bei Bewegung) nur am Abzug, wenn geschossen wird. Dies wird drillmässig geübt.

    Q4 and FY 2024 production results
    https://www.solidcore-resource…ress-releases/29-01-2025/

    Die Zahlen kommen so "harmlos" daher. Aber Solidcore ist hochprofitabel und ist dabei, die Erfüllung der strategischen Ziele bis +/- 2030 voranzutreiben.


    Der net-cash nahm im Vergleich zum 1. Hj um 17 Mio. auf 374 Mio. USD zu. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Zusätzlich wurden im 2. Hj für M&A Transactions 178,5 Mio. USD investiert (Kredit für Copper Developer und Kauf von 55% für das Zinn-Projekt Syrymbet.

    Der faire Wert kann konservativ ganz einfach berechnet werden: 1.3 Mio. USD Einnahmen, EBITDA-Marge 40%, davon net Earnings 50% ergibt 260 Mio. USD resp. 0.57 USD je Aktie. P/E 10 bis 12: rund 6 USD. Näheres werden wir gegen Ende März erfahren: Das Unternehmen wird den Fortschritt seiner Strategieumsetzung sowie die Finanzergebnisse für das Gesamtjahr Ende März 2025 in einem Webcast vorstellen.

    Ich weiss, der ganze Gabriel-Case ist hochkomplex und schwierig zu verstehen. Leider geht es manchmal nicht anders, als die Sachverhalte wie sie sind (kompliziert) zu beschreiben. Ich versuche daher im Folgenden eine ganz einfache Sichtweise - zur Beurteilung, ob das Schiedsgericht ordnungsgemäss zusammengesetzt war - oder nicht.

    Basis dazu bilden die zwingenden Voraussetzungen, welche die Schiedsrichter erfüllen müssen: Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit. (Ziffer 45 Antrag Annullierung). Und noch Ziffer 47: (...) Der anzuwendende Standard ist daher, „ob ein vernünftiger Dritter, der alle Fakten kennt, der Ansicht wäre, dass es vernünftige Gründe gibt, daran zu zweifeln, dass ein Schiedsrichter die erforderlichen Eigenschaften der Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit besitzt.

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    Beginnen wir deshalb (ganz einfach) mit welcher Konstellation der Arbitrage-Prozess 2015 begonnen hat:

    Präsidentin: China (vom Generalsekretär ICSID bestimmt)

    Schiedsrichter: Australien (von Rumänien bestimmt)

    Schiedsrichter: Argentinien (von Gabriel bestimmt)

    Vertretung Rumänien: Schweiz (LALIVE) und in der Schweiz wohnhafte Rumänin (Leaua)

    Vertretung Gabriel: USA (White&Case)

    ----

    Geendet hat der Arbitrage-Prozess 2024 wie folgt:

    Präsident: Schweiz (vom Generalsekretär ICSID - gegen den Willen von White&Case "durchgedrückt")

    Schiedsrichter: Schweiz-Australien (von Rumänien bestimmt)

    Schiedsrichter: Argentinien (von Gabriel bestimmt)

    Vertretung Rumänien: Schweiz (LALIVE) und in der Schweiz wohnhafte Rumänin (Leaua)

    Vertretung Gabriel: USA (White&Case)

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    Bei der 2:1 Entscheidung für Rumänien sieht es (grob) wie folgt aus:

    2 Schiedsrichter plus Rechtsvertreter: Schweiz

    gegen

    1 Schiedsrichter plus Rechtsvertreter: Argentinien/USA



    Alle aus der Schweiz beteiligten Akteure auf der Seite Rumänien sind beruflich in Genève (Genf, Geneva) domiziliert. Stadt mit rund 200'000 Einwohnern. Im Nachgang an den Schiedsspruch hatte White&Case "research" (Ziffer 62) betrieben (Untersuchungen durchgeführt) und festgestellt (wie erwartet) alle Vertreter aus der Schweiz sind beruflich und zum Teil privat miteinander "verbandelt". Und alle sind an der Tercier-80 Jahre Geburtstagsfeier im O.K. verbunden - inkl. Crenguta Leaua!.

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    Hier noch ein Fakt, welcher auch ich fast nicht glauben konnte - wurde jedoch bewiesen:

    Es handelt sich um Ms. Nhu-Hoang Tran Thang (Genève) - (Ziffer 90, Fussnote 116).

    Die Dame arbeitete 2012 bis 2016 für Pierre Tercier in seiner Arbitrage-Firma und 2016 bis 2019 für LALIVE in Genève - und 2020 bis 2023 für Peter&Kim wo auch Pierre Tercier angeheuert hatte - auch in Genève. So weit so gut - aber jetzt kommt der Punkt:

    Nach Bekanntgabe des Awards und des Sieges für Rumänien gab es entsprechende Linkedin-Beiträge: U.a. eines Anwaltes von LALIVE (Rigaudeau) und von Leaua (rumänische RA, in der Schweiz wohnhfat). Beide Beiträge wurden von Ms. Nhu-Hoang Tran Thang geliked! (Fussnote 117). Die Dame war es auch, welche im Linkedin die 80Jahre-Feier von Tercier beschrieben hatte.


    urai
    P.S. Ich bin gespannt, ob der Augiasstall* (wirklich) ausgemistet wird.
    *
    Die Redewendung „einen Augiasstall ausmisten“ ist in der politischen Rhetorik gebräuchlich. In der Regel wird sie bei der Aufdeckung von Korruption oder der Beseitigung missliebiger Zustände verwendet und bedeutet so viel wie „gründlich aufräumen“. Redensartlich ist also ein Augiasstall ein „Riesensaustall“.