Es ist eine neue, aktualisierte ppt-Präsentation aufgeschaltet. Sehr interessant und neu ist Slide Nr. 10.
Danach sieht der Gerichts-Case wie folgt aus:
Alle Parteien haben dem Gericht ihre Beweisanträge vorgelegt. TSG wartet nun auf die Entscheidung des Richters.
- MPF und FUNAI haben keine Auswirkungen des geplanten Bergwerks festgestellt.
- FUNAI argumentiert mit der Vernetzung aller Flüsse im Amazonasbecken.
- Sie argumentieren außerdem, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei, falls Auswirkungen nicht zu 100 % ausgeschlossen werden könnten.
- Dies ignoriert die Logik, dass eine rechtliche Verpflichtung auf nachweisbaren, plausiblen Auswirkungen beruht, nicht auf spekulativen Möglichkeiten.
- Wenn MPF und FUNAI Recht haben, benötigt jedes Projekt im Amazonasgebiet eine Umweltverträglichkeitsprüfung und staatliche Genehmigungen sind bedeutungslos.
Kurzfristige Ziele von TriStar
- Weiterhin zeigen, dass wir uns nicht auf die 10-km-Pufferzone verlassen, sondern von Anfang an mit den Auswirkungen gearbeitet haben.
- Aufzeigen, dass der Schutz indigener Rechte für uns höchste Priorität hat.
- Beantragen, dass der Richter die Beweiserhebung für unnötig hält und eine summarische Entscheidung trifft.
- Die brasilianischen Regulierungsbehörden bei der Entwicklung eines rechtssicheren Genehmigungsverfahrens unterstützen, das indigene Rechte schützt und willkürliche Ausweitungen vermeidet.
Persönlicher Kommentar:
Die Indigenen sind in ihren Gebieten geschützt. Ohne ihr Einverständnis geht nichts. Jetzt wollen die Indigenen jedoch auch Einfluss auf Projekte ausserhalb der 10km-Zone nehmen. Das Ziel ist klar: Eine Entschädigung – ausserhalb des nationalen Rechtsrahmen – zu erhalten. Dazu wird ILO 169 instrumentalisiert. Persönlich gehe ich davon aus, dass Forderungen der MPF abgewiesen werden.
urai
P.S. Schaut auch die Karte an: Die Entwässerung erfolgt via des Rio Curua. Dieser erreicht erst nach 93 km das Indigenen-Gebiet.