Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde wird primär durch ihre Entstehungsgeschichte und den Drehimpulserhalt bestimmt.
Hier sind die entscheidenden Faktoren:
Anfangsschwung: Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren entstand das Sonnensystem aus einer rotierenden Gas- und Staubwolke. Als sich die Erde formte, drehte sie sich durch die Verdichtung immer schneller (ähnlich wie eine Eiskunstläuferin, die bei einer Pirouette die Arme anzieht).Gezeitenreibung: Der Mond ist der größte „Bremsklotz“. Seine Schwerkraft zieht an den Weltmeeren und erzeugt Flutberge. Da sich die Erde unter diesen Wasserbergen wegdreht, entsteht Reibung, die die Rotation langsam abbremst – der Tag wird pro Jahrhundert um etwa 1,8 Millisekunden länger.Massenverteilung: Vorgänge im Inneren (Flüssigkern) oder große Naturereignisse (wie starke Erdbeben) können die Massenverteilung leicht verändern, was die Drehung minimal beschleunigt oder verlangsamt.Atmosphäre: Auch starke Winde und Luftströmungen üben einen gewissen Druck auf die Erdoberfläche aus und beeinflussen die Geschwindigkeit im Millisekundenbereich.