Langfristig ist das Verhältnis 1 : 3. Das funktioniert nur wenn regelmäßig Zins oder Rollkosten vom Preis des Zertifikates abgezogen werden.
In einer Woche merkst Du das nicht. Aber wenn Du mal falsch liegst und das Zertifikat über längere Zeit hältst, dann arbeiten die unbekannten Regeln gegen Dich.
LG Vatapitta
Ich halte die Regeln, die für die Abweichung des Zertifikatepreises sorgen, weniger für unbekannt oder geheimnisvoll. Es ist einfache Arithmetik. Ich nehme mal relativ extreme Zahlen, um das besser zu verdeutlichen:
Verliert der Basiswert intrady beispielsweise 17%, verliert das Zertifikat 50%.
Holt der Basiswert am nächsten Tag den Verlust wieder auf und steigt um etwa 20% wieder an, gewinnt das Zertifikat 60%. Ausgehend von der vorangegangenen Halbierung stünde es also bei unverändertem Kursniveau des Basiswertes bei 80% des Kaufkurses vor dem hier beispielhaften volatilen 2 Tagesereignis.
Das ist auch der Grund dafür, warum sämtliche Faktorzertifikate (abgesehen von kurzzeitigen Starkanstiegen im Basiswert) asymptotisch gegen null streben. Die Bank hat hier also bereits aufgrund der normalen Handelsvolatilität einen massiven Vorteil mathematischer Natur. Was nicht heisst, dass man damit kein Geld machen könnte. Ich hab nach der C Krise eins mit höherem Faktor auf Silber beobachtet, das stieg von 3€ auf 18.000€. Sie sind allerdings aus o.g. Grund langfristig Verrecker.