Beiträge von schrotti

    Na schrotti , mit deinem Beitrag hast du den Faden aber mächtig ruhig gestellt. Trotzdem Danke für deine Worte. Was mich betrifft sehe ich dieses Forum als vielschichtige Meinungsquelle im Interesse Aller an und versuche nur einen kleinen Beitrag zu leisten. Genug profitiert habe ich von diesem Forum schon. Daher Danke auch von mir.


    ...


    In mein Beuteschema passt der Wert trotzdem nicht, von der Bewertung ganz abgesehen. Aber ich hätte es eigentlich hier schreiben können. Du siehst schrotti , nichts ist mit genial.

    inspirare


    Ich teile deine Einschätzung teilweise, aber ich hoffe inständig, dass es gar nicht erst zu einem Kriegseintritt der Amerikaner kommt.


    Solange wir "nur" im Modus der "Drohkulisse" verharren, ist der Markt an sich noch tragfähig.


    Für mich persönlich ergibt es keinen Sinn, im Vorgriff schon alle Kröten vom Acker zu holen. Eher gilt: „Schaun mer mal“, wie es Franzl so gerne tat.


    Vielleicht ist diese Ruhe hier wirklich die sprichwörtliche „Ruhe vor dem Sturm“?

    Caldera , ich muss dich hier mal loben.


    Als verkopfter Value Investor teile ich deine Herangehensweise eigentlich überhaupt nicht.


    Obwohl ich meine Investments ganz anders als du angehe, gibst du mir mit deinem Input unglaublich wertvolle Denkansätze.


    Für mich ist deine konträre Vorgehensweise ein Gewinn und der Beweis, dass viele unterschiedliche Wege zum Ziel führen können.


    Man muss nur bereit sein, seinen eigenen Kopf und Stil zu finden.


    Bei dieser Gelegenheit auch herzlichen Dank an inspirare .


    Auch so ein Typ in diesem Forum, der mit einer ganz anderen Art ebenfalls geniale Gedanken weitergibt.


    Und das Ganze auch noch kostenfrei.


    Grazie. [smilie_blume] [smilie_blume] [smilie_blume]

    Caldera

    Deine Argumentation hinsichtlich realisierter vs. nicht realisierter Gewinne ist grundsätzlich korrekt: Nur wer tatsächlich verkauft, muss den Gewinn versteuern. Wer hingegen hält, hat zunächst lediglich einen Buchgewinn.


    Was in deiner Darstellung jedoch mitschwingt – und kritisch hinterfragt werden sollte – ist die implizite Annahme, dass dein Re-Entry-Trading regelmäßig erfolgreich ist:

    dass du nach einem Verkauf stets günstiger wieder einsteigst und erneut Gewinne realisierst, die dann steuerlich günstiger sind, weil sie vom neuen Einstiegskurs aus berechnet werden.


    Das ist jedoch nur dann steuerlich vorteilhaft, wenn dein Timing tatsächlich aufgeht.

    In der Praxis ist das keineswegs garantiert: Wenn du z. B. nach einem Verkauf nicht tiefer wieder einsteigen kannst (etwa weil die Aktie weiter steigt), hast du zwar den ursprünglichen Gewinn realisiert und versteuert, aber unter Umständen den weiteren Kursanstieg verpasst. Gelingt der Wiedereinstieg zwar, fällt die Aktie anschließend jedoch, entsteht ein Verlust, der steuerlich nur eingeschränkt nutzbar ist.


    Anders gesagt:

    Der Buy-&-Hold-Investor mit einem Buchgewinn trägt zwar ein latentes Steuer-Risiko bei einem späteren Verkauf, hat aber den Vorteil, dass er nicht vorschnell realisiert – und dadurch ggf. mehrere Steuerzahlungen vermeidet. Zudem kann der Gewinn durch die Steuerstundung weiterhin „für ihn arbeiten“.


    Dein Ansatz kann also durchaus funktionieren – steuerlich vorteilhaft ist er jedoch nur im Erfolgsfall.

    Daher: Deine Strategie ist nachvollziehbar, bringt aber ein aktives Timing-Risiko mit sich, das im Vergleich zum Halten mit latenter Besteuerung nicht ignoriert werden sollte.

    :rolleyes: :/ ;) Lustig, wirklich lustig. Faszinierend zu beobachten, wie viele unterschiedliche Dimensionen bei einem einzigen Thema wie „Silber in Batterien“ aufeinandertreffen – von Materialtechnologie über Marktlogik bis hin zu geopolitischen Großstrategien.

    Wer sich an der Börse bewegt, kennt das Phänomen: Oft passiert genau das, was niemand erwartet - oder exakt das Gegenteil von dem, was alle für sicher halten.

    Ich jedenfalls fühle mich wohl mit meinem physischen Investment in Silber bzw. entsprechenden Minengesellschaften.


    Kurz gesagt: An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil. 8)

    Bargold

    Deine Kritik bringt eine weitverbreitete Sorge zum Ausdruck: die Angst vor Kontrollverlust und gesellschaftlicher Abhängigkeit durch Digitalisierung – ein Thema, das auch hier im Forum immer wieder aufgegriffen wird. Diese Ängste sind nachvollziehbar, gerade weil technologische Entwicklungen tief in unsere Lebensrealität eingreifen. Umso wichtiger ist es, sich differenziert mit der Materie auseinanderzusetzen.


    Pauschale Ablehnung greift dabei zu kurz. Wer befürchtet, durch digitale Systeme fremdbestimmt oder isoliert zu werden, sollte besonders daran interessiert sein, diese Systeme zu verstehen – und sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn nur wer die Funktionsweise digitaler Technologien kennt – ob Blockchain, Smart Contracts oder digitale Identität – kann Risiken realistisch einschätzen, an ihrer Ausgestaltung „mitwirken“ oder ihnen wirksam etwas entgegensetzen.


    Auch die Frage „Warum Blockchains?“ lässt sich nicht mit „Früher ging’s auch ohne“ beantworten. Innovation entsteht oft genau dann, wenn Bestehendes hinterfragt und weiterentwickelt wird. Das bedeutet nicht, jede neue Technologie unkritisch zu übernehmen – wohl aber, sich sachlich mit ihren Potenzialen und Grenzen zu befassen.


    Technologie verändert Gesellschaft. Deshalb ist es wichtig, nicht zu resignieren oder sich abzuschotten, sondern durch Wissen handlungsfähig zu bleiben – gerade auch im Hinblick auf Familie, Freunde und das soziale Umfeld.


    Gerade die Mitglieder dieses Forums bringen viel Kompetenz und Weitblick mit – und sollten sich dieser wichtigen Debatte nicht verschließen.

    *Da dies thematisch nicht in diese Rubrik passt, werde ich an dieser Stelle keine weiteren Beiträge dazu schreiben.

    Anlageklasse... Wenn ich sowas höre. Fabriziert von irgend welchen nebulösen Satoshijüngern, promotet von Insidern und am Ende der Weg in die New World Order. Ins Digitale, in die totale Kontrolle und Überwachung.


    Da können sie mir noch so oft was von Zukunftsfähigkeit, Innovation und Potential erzählen. Die Gier soll die Leute in diesen Digitaldreck treiben! Und wie man sieht, springen sogar GSF Mitglieder drauf. Kann man machen. Dann bitte aber nicht wundern, dass die morgige Welt so wird, wie man sie nicht haben will.

    Bargold, dein Kommentar zeigt exemplarisch, wie emotionale Reaktionen eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema verdrängen können.


    Natürlich ist es legitim, technologische Entwicklungen kritisch zu hinterfragen – insbesondere dann, wenn sie tief in gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen eingreifen. Doch deine Pauschalkritik verfehlt genau den differenzierten Blick, den eine sachliche Diskussion verdient.


    1. Zur Anlageklasse

    Ob einem der Begriff gefällt oder nicht: Kryptowährungen sind inzwischen zweifellos eine eigene Anlageklasse – erkennbar an ihrem Marktvolumen, ihren spezifischen Risikoprofilen und der zunehmenden Beteiligung institutioneller wie privater Investoren. Das bedeutet nicht, dass man sie gutheißen muss – wohl aber, dass man sich mit ihrer Realität auseinandersetzen sollte.


    2. Innovation und technologische Substanz

    Nicht jede Krypto-Initiative ist ein Fortschritt. Aber viele dieser Projekte beruhen auf substantiellen technologischen Grundlagen: Kryptografie, dezentrale Netzwerke, automatisierte Verträge (Smart Contracts), digitale Identität oder skalierbare Infrastruktur. Solche Technologien werden längst in Bereichen außerhalb der Finanzwelt eingesetzt – etwa in der Logistik, bei Lieferketten, digitalen Wahlen oder für digitale Eigentumsnachweise.


    Gerade deshalb sollte man nicht das Medium an sich bewerten, sondern die konkrete Ausgestaltung und Anwendung.


    3. Gier als Triebfeder

    Du sprichst von Gier – und das ist in der Tat ein bedenkenswerter Aspekt. Doch Gier ist kein neues Phänomen, das mit Kryptowährungen entstanden wäre. Schon die Tulpenmanie im 17. Jahrhundert, die Dotcom-Blase der 2000er oder der Goldrausch zeigten: Es ist nicht die Anlageform, die gefährlich ist, sondern der unreflektierte, spekulative Umgang damit.


    Das unterscheidet die Vorsichtigen von den Gierigen – und die Denkenden von den Getriebenen.


    4. Technikfeindlichkeit verkennt Gestaltungschancen

    Wer pauschal alles Digitale ablehnt, argumentiert technikfeindlich – und verpasst damit den Zugang zu zentralen Debatten über Gestaltungsmacht, digitale Souveränität und die richtige Balance zwischen Innovation und Kontrolle.


    Gerade hier entscheidet sich, ob Technologie den Menschen dient – oder ob Menschen sich von Angst vor Veränderung entmündigen lassen.


    Fazit:

    Du musst Krypto nicht mögen. Du musst auch nicht investieren. Aber wer den öffentlichen Diskurs mitgestalten will, sollte differenzieren können. Alles andere bleibt Rhetorik – aus dem Bauch, nicht aus dem Kopf. 8)

    Ich persönlich werde mich weigern in irgendeine Form von Krypto zu investieren..

    Das ist natürlich auch eine Haltung – dennoch lohnt sich ein differenzierter Blick: Hinter manchen Krypto-Projekten stehen durchaus interessante technologische Innovationen. Es geht daher weniger darum, ob man investiert, sondern ob man das zugrundeliegende Potenzial und die Risiken verstanden hat. Letztlich gilt wie bei jeder Anlageklasse: Wer bewusst entscheidet, trifft meist die besseren Entscheidungen – ob für oder gegen ein Investment. 8)

    :/

    Silber glänzt – doch nicht im Chart,

    der Preis bleibt träge, fast schon zart.

    "Geduld", spricht Tee aus meiner Tasse,

    "das Jahr vergeht – behalt die Masse!"

    Wer jetzt nicht springt wie wild im Kreis,

    hat vielleicht bald mehr vom Silberpreis.

    8)

    Barrick und Newmont reagieren schon abartig schwach bei dieser Stärke von AU - auf 12 Monatssicht ist Newmont gerade mal mit 41 % im Plus - Barrick sogar nur 16 % während AEM 85% zugelegt hat


    Wo bitteschön ist der Hebel auf den Goldpreis.....

    elefant_111


    Wenn rund +47 % bei Newmont seit Jahresanfang bereits als “abartig schwach” gelten, frage ich mich ernsthaft, wo die Erwartung eigentlich liegt – Mondumlaufbahn? Natürlich wirkt AEM mit +85 % beeindruckend, aber Performance bemisst sich nicht nur an Höhenflügen einzelner Gesellschaften. Sowohl Newmont als auch “Barrick” haben in einem anspruchsvollen Umfeld geliefert – solide. Und genau das dürfte sich bald auszahlen: Mit einem weiterhin stabil hohen Goldpreis und operativen Verbesserungen ist bei beiden in den kommenden Quartalen noch reichlich Luft nach oben. Wer Geduld hat und nicht nur auf Pyrotechnik setzt, dürfte hier noch Freude haben. Mir genügt ein solider Fahrstuhl… 8)

    Solange Ölpreis unter 66$ verweilt, ist das Risiko groß, dass es weiter abwärts gehen wird.

    Denn... der Ölpreis ist nicht umsonst so tief.


    Desweiten hassen die Börsen Unsicherheit - und Trump ist pure Unsicherheit.

    Deflationator

    Im Gegenteil – rein, rein, rein! Jetzt wird Geld verdient. Der Ölpreis weist den Weg in die Zukunft, und genau diese Zukunft wird an der Börse gehandelt.

    Lieber inspirare


    Ich finde es beeindruckend, wie konsequent du das Szenario zu Ende denkst – Game Over, Totalkollaps, kein Stein bleibt auf dem anderen. Nur eines verstehe ich nicht ganz: Wenn das wirklich der Pfad ist, auf den wir zusteuern, dann wird doch auch der „kluge Rückkauf“ von US-Anleihen zu Schleuderpreisen zur Fußnote der Geschichte. Denn in einem Systemzusammenbruch gibt es keine Käufer, keine Märkte – und ehrlich gesagt auch keine Preise mehr.


    Was mich dabei besonders stutzig macht: Du beschreibst einen vollständigen Kollaps des Kapitalmarkts – hältst aber, soweit ich weiß, noch einen relativ ordentlichen Cash-Anteil. Das passt für mich nicht ganz zusammen. Wenn wirklich das große finanzielle Fallbeil kommt, wird dein Cash vermutlich schneller entwertet oder eingefroren, als du „Anlageklasse“ sagen kannst.


    In so einem Szenario müsstest du doch eigentlich längst deutlich stärker in Sachwerte investiert sein – oder zumindest ein Depot mit einem soliden Kern an Substanzwerten halten. Denn wenn der Anleihemarkt tatsächlich implodiert, wird es erstmal nichts mehr zu kaufen geben…


    Daher ganz ehrlich und ohne Häme: Wie bringst du diese beiden Ebenen für dich zusammen – die Vorahnung des großen Bruchs einerseits, und gleichzeitig das strategische Zögern bzw. der hohe Cash-Anteil andererseits? 🤔

    inspirare


    Tja, leider ist Mr. Greenspan gerade schlecht erreichbar – vermutlich irgendwo zwischen einem Pflegebett, Buchvertrag oder einem Interview bei Bloomberg verschollen. Deshalb müssen wir wohl oder übel die Fragen selbst beantworten, auch wenn sie unbequem sind.


    Dein Szenario klingt dramatisch, fast schon nach dem letzten Akt eines geopolitischen Dramas: China wirft die Anleihen, die USA kaufen sie zum Schnäppchenpreis zurück, und am Ende bleibt – ja was eigentlich? Vertrauen? Stabilität? Ein funktionierender Kapitalmarkt?


    Wenn der Anleihemarkt kippt und das Vertrauen in US-Staatsanleihen nachhaltig beschädigt ist, kann man sich den nächsten Haushalt auch gleich aufs Klopapier schreiben lassen. Denn was nützt der kurzfristige Vorteil, wenn niemand mehr bereit ist, die nächste Tranche Schulden zu finanzieren?


    Oder um dein Bild aufzugreifen:

    Wenn es wirklich ums Ganze geht – “sie oder wir” – dann stellt sich doch die Frage, ob nach diesem Showdown überhaupt noch jemand da ist, der die Regeln der Zukunft schreiben kann. Vielleicht sollten wir also nicht nur darauf schauen, wer übrig bleibt, sondern auch, in welchem Zustand. :/

    ...und wenn sie dann gezwungen sind ihre US- Anleihen zu verkaufen, um ihre eigenen Schulden zu bezahlen, werden wir unsere Anleihen weit unter Nennwert zurück kaufen...

    inspirare


    Der Rückkauf unter Nennwert mag auf den ersten Blick wie ein cleverer Schachzug erscheinen, aber ist das nicht viel zu kurzfristig gedacht? Wenn China oder andere Gläubiger aus Zwang ihre US-Anleihen auf den Markt werfen und die Kurse einbrechen, könnte das zwar temporär zu einem günstigen Rückkauf führen – aber was passiert dann mit dem Vertrauen in US-Staatsanleihen insgesamt?


    Wer soll künftig noch US-Schulden finanzieren, wenn der Eindruck entsteht, dass diese Anleihen bei geopolitischen Spannungen oder makroökonomischen Schieflagen massiv an Wert verlieren? Und wenn das Vertrauen in die vermeintlich sicherste Anlage der Welt erschüttert ist – welche Folgen hätte das für den Dollar, die Zinskosten der USA und das globale Finanzsystem?


    Was kommt nach dem vermeintlichen Vorteil des billigen Rückkaufs? Wer kauft die nächste Tranche US-Anleihen, wenn niemand mehr an deren Stabilität glaubt?