Wenn so einige andere Assets (hier bspw. Exxon Mobil und Vale) gegen Gold nun derart billig sind, überlege ich schon, wieviel echtes Geld ich "auf dem Konto lasse", und in welcher anteiligen Höhe eine Allokation dieses Geldes in bestimmte produktive Assets sinnvoll ist.
...
Vielleicht wird es wieder die Zeit der Royalty-Unternehmen, die mit Kostensteigerungen in der Produktion, Kapitalkosten, sowie staatlichen (Förder-)abgaben erstmal weniger zu tun haben als die Produzenten? Bei mir waren sie die letzte Zeit vorhanden, aber etwas unterrepräsentiert. Flenzburg hatte darüber in einem anderen Faden auch nachgedacht.
Danke für den sehr gelungenen Beitrag!
Ich erlaube mir eine kleine Ergänzung: Investitionen in Erdöl dürften nicht nur wegen der aktuellen Bewertungsrelationen im Verhältnis zu Gold, Silber und Rohstoffen interessant sein, sondern auch, weil sie total "out" sind. Erdöl ist dermaßen "unsexy", dass es schon wehtut. Antizyklischer geht es kaum. Vor allem dürften jüngere Leute, die i.w. digital unterwegs sind und sich an der "Energiewende" orientieren, Erdöl - derzeit? - gar nicht auf dem Radar haben.
Es mag ja sein, dass die Elektrifizierung weiter voranschreitet. Der Ölverbrauch nimmt jedoch weiter zu - u.a. auch wegen des Bevölkerungswachstums in den "Schwellenländern". Und wie das eben im Schweinezyklus so ist: Der Preis verharrt auf niedrigem Niveau, weshalb Investitionen und Explorationsaktivitäten vernachlässigt werden. Und wenn, hoppla, die Nachfrage dann doch höher ausfällt als erwartet, dann dauert es mitunter Jahre, bis Versäumtes nachgeholt wurde.
M.E. dürften sich Investitionen in Ölkonzerne mit etwas Geduld enorm auszahlen. In der "Wartezeit" wird man mit schönen Dividenden getröstet. Diese Meinung hatte ich in ähnlicher Form in den vergangenen Tagen bereits in anderen Diskussionen vertreten.
Warten wir einfach mal ab. Kurz nach der Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke kam plötzlich die EU um die Ecke und stufte Atomkraft als nachhaltig ein. Was für ein Zufall aber auch! Wird es beim Erdöl ähnlich sein? Immerhin gibt es mittlerweile bereits Stimmen, die besagen, die Klimaerwärmung beruhe nicht auf dem CO2-Anstieg, sondern es sei umgekehrt - durch die Klimaerwärmung steige der CO2-Gehalt. (Ohnehin schwankt die Strahlungsintensität der Sonne in einem Takt von ca. 200 Jahren. Daher wird es auch auf den anderen Planeten derzeit wärmer. Das ist jedenfalls mein Kenntnisstand. Und wer weiß: Vielleicht heißt es in 20 Jahren, dass ohne die Klimaerwärmung die Menschheit gar nicht ernährt werden kann - denn immerhin fördern Wärme, Sonne und CO2 das Pflanzenwachstum.)