Beiträge von Flenzburg

    Wenn so einige andere Assets (hier bspw. Exxon Mobil und Vale) gegen Gold nun derart billig sind, überlege ich schon, wieviel echtes Geld ich "auf dem Konto lasse", und in welcher anteiligen Höhe eine Allokation dieses Geldes in bestimmte produktive Assets sinnvoll ist.

    ...

    Vielleicht wird es wieder die Zeit der Royalty-Unternehmen, die mit Kostensteigerungen in der Produktion, Kapitalkosten, sowie staatlichen (Förder-)abgaben erstmal weniger zu tun haben als die Produzenten? Bei mir waren sie die letzte Zeit vorhanden, aber etwas unterrepräsentiert. Flenzburg hatte darüber in einem anderen Faden auch nachgedacht.

    Danke für den sehr gelungenen Beitrag!


    Ich erlaube mir eine kleine Ergänzung: Investitionen in Erdöl dürften nicht nur wegen der aktuellen Bewertungsrelationen im Verhältnis zu Gold, Silber und Rohstoffen interessant sein, sondern auch, weil sie total "out" sind. Erdöl ist dermaßen "unsexy", dass es schon wehtut. Antizyklischer geht es kaum. Vor allem dürften jüngere Leute, die i.w. digital unterwegs sind und sich an der "Energiewende" orientieren, Erdöl - derzeit? - gar nicht auf dem Radar haben.


    Es mag ja sein, dass die Elektrifizierung weiter voranschreitet. Der Ölverbrauch nimmt jedoch weiter zu - u.a. auch wegen des Bevölkerungswachstums in den "Schwellenländern". Und wie das eben im Schweinezyklus so ist: Der Preis verharrt auf niedrigem Niveau, weshalb Investitionen und Explorationsaktivitäten vernachlässigt werden. Und wenn, hoppla, die Nachfrage dann doch höher ausfällt als erwartet, dann dauert es mitunter Jahre, bis Versäumtes nachgeholt wurde.


    M.E. dürften sich Investitionen in Ölkonzerne mit etwas Geduld enorm auszahlen. In der "Wartezeit" wird man mit schönen Dividenden getröstet. Diese Meinung hatte ich in ähnlicher Form in den vergangenen Tagen bereits in anderen Diskussionen vertreten.


    Warten wir einfach mal ab. Kurz nach der Abschaltung der letzten deutschen Atomkraftwerke kam plötzlich die EU um die Ecke und stufte Atomkraft als nachhaltig ein. Was für ein Zufall aber auch! Wird es beim Erdöl ähnlich sein? Immerhin gibt es mittlerweile bereits Stimmen, die besagen, die Klimaerwärmung beruhe nicht auf dem CO2-Anstieg, sondern es sei umgekehrt - durch die Klimaerwärmung steige der CO2-Gehalt. (Ohnehin schwankt die Strahlungsintensität der Sonne in einem Takt von ca. 200 Jahren. Daher wird es auch auf den anderen Planeten derzeit wärmer. Das ist jedenfalls mein Kenntnisstand. Und wer weiß: Vielleicht heißt es in 20 Jahren, dass ohne die Klimaerwärmung die Menschheit gar nicht ernährt werden kann - denn immerhin fördern Wärme, Sonne und CO2 das Pflanzenwachstum.)

    In zahlreichen Beiträgen über Jahrzehnte hinweg habe ich stets betont, daß gewisse Juniors, genauer gesagt Explorer und Entwickler, lediglich Beimischung eines Depot sein sollten.

    Jau! Das ist vollkommen korrekt, und das könnte ich auch so unterschreiben (das gilt auch für den hier nicht zitierten Teil Deines Beitrags.).


    Das ist eben häufig so: Verschiedene Menschen haben verschiedene Sichtweisen und betrachten dasselbe Thema unter verschiedenen Aspekten. Im Prinzip haben wir also wohl beide irgendwie recht, oder?!


    Ein Grund dafür, dass ich den Beitrag überhaupt verfasst hatte, ist mein Eindruck, dass der Aufwärtstrend viele Anfänger angelockt hat. Ich denke, dass viele davon leicht durch euphorische Artikel geblendet werden können ... und damit deren Misserfolg bzw. Scheitern den Anfang nimmt. (Auch denke ich, dass die Weisheit, die aus Deinen Worten spricht, meistens auf Erfahrungen beruht.)


    Ein bisschen näher habe ich meine Ansichten und Erfahrungen heute in zwei anderen Beiträgen gepostet. Der zweite ist dieser:

    Der erste findet sich im selben Thread ein paar Stunden zuvor.


    Was ich noch erwähnen möchte: Vor vielen Jahren hatte ich über einen Zeitraum von etwa 7 bis 8 Jahren stets 10 bis 12 Biotech-Aktien im Depot. Dabei hatte ich den Fokus auf kleinere Unternehmen mit interessanten Produktentwicklungen gelegt. Meine Auswahl war richtig gut, wie ich feststellen musste - denn andauernd wurde ein Unternehmen, das sich in meinem Depot befand, von einem großen Biotech- oder Pharma-Konzern übernommen. Das geschah zwar mit einer gewissen Prämie, aber diese "Juniors" konnten ihr Potential nie ausspielen. Die meisten Übernahmen geschahen natürlich immer dann, wenn Biotech-Aktien es eher schwer hatten, die Kurse also allgemein nicht besonders hoch waren. Ich wäre damals besser damit gefahren, von vornherein bei den etablierten Konzernen zu bleiben. (Endgültig gereicht hat es mir damals, als ich die Aktien zweier sehr vielversprechender junger Antibiotika-Entwickler gekauft hatte. Das hat damals nur ein paar Wochen gedauert ... da waren beide übernommen worden. Und ich hatte wirklich viel Zeit in die Recherche gesteckt.)


    Mit Explorern, Entwicklern und Junioren habe ich dann später dieselben Erfahrungen machen müssen, leider.


    Im Prinzip, Edel Man, habe ich mit meinen Beiträgen ja nun Deine Mahnungen zu Vor- und Umsicht einmal auf meine Weise formuliert.


    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende ... und viel Erfolg im "Haifischbecken" namens Börse!

    Danke @gogogogogold, LuckyFriday, und Jones für die konstruktiven und vernünftigen Kommentare auf meinen Beitrag - vor allem dafür dass Ihr sachlich geblieben und nicht aggressiv geworden seid.


    Ich möchte hinzufügen, dass es Ausnahmen geben kann - also Leute, denen es wirklich gelingt, Rosinen rauszupicken und nicht nur mit diesen einzelnen Rosinen, sondern mit ihrem Gesamteinsatz die Edelmetalle zu schlagen. So einen Erfolg halte ich für ungewöhnlich - wenn es Euch gelingt, dann finde ich es prima und gönne es Euch.


    Weshalb ich aber den Beitrag geschrieben hatte, ist dies: Ich habe in verschiedenen Foren immer wieder den Eindruck, dass Unternehmen umso mehr Aufmerksamkeit erregen, je spekulativer sie sind. Soll heißen: Viele Anfänger dürften sich damit blutige Nasen holen. Davor wollte ich nur warnen, mehr nicht.


    Ich selbst hatte vor einigen Jahren auch noch relativ viele Explorer, Developer und Entwickler im Depot, und darunter waren auch einige richtig gute. Meine Auswahl war sicherlich nicht perfekt, aber durchaus i.O. Nur ... leider leider ... die richtig guten wurden von großen Konzernen übernommen und konnten ihr Potential nie richtig ausspielen. Unter dem Strich wäre ich besser damit gefahren, nur die drei großen Royalties (Royal Gold, Wheaton P.M. und Franco-Nevada) zu kaufen.


    Und demzufolge würde ich jemandem, der jung ist (unter 40 z.B.) und mich um Rat fragt, sagen: "Wenn Du von einem langfristigen - viele Jahre andauernden - Trend in einem Bereich überzeugt bist, dann gehe keine unnötigen Risiken ein, sondern bleibe bei etablierten Marktführern. Damit ist dann die Zeit auf Deiner Seite. Und mit diesen Konzernen lassen sich auch Schwankungen aushalten und durchstehen. Das ist bei kleinen Unternehmen - psychologisch - nicht so einfach, weil die Schwankungen viel krasser sind. Und dann spar Dir die Zeit, täglich stundenlang exotische Investments zu studieren. Verbring die Zeit lieber mit den Kindern, der Familie, Freunden usw. Und wenn es etwas Nervenkitzel sein soll, dann kauf Dir mit Kleinstbeträgen ein paar Lottoscheine."


    Mit diesem Ansatz hat es bei mir 20 Jahre gedauert - aber es hat sich richtig gelohnt. Gut Ding will Weile haben. Gerade junge Leute müssen dies erstmal begreifen.


    Ich wünsche Euch einen guten Riecher und Durchhaltevermögen

    Ich kann kaum glauben, dass Dein Depot etwas mit der Realität zu tun haben kann. Soll heißen: Es ist m.E. kaum vorstellbar, dass jemand so "investiert" - weder von hart erarbeitetem Geld, noch von irgendwelchen Erbschaften oder Schenkungen.


    Konkret: Ich lese fast nur völlig unbekannte Firmen-Namen, und eine kleine Stichprobe (4 an der Zahl) ergibt, dass es sich um Explorer ("Bodenbuddler") handelt. Aller Erfahrung nach finden ca. 90% nichts wirtschaftlich Verwertbares, und weitere ca. 9% scheitern an anderen Dingen wie z.B. Genehmigungen, Umweltauflagen, Widerstand der Bevölkerung, Finanzierung, Infrastruktur etc.


    Fazit: Selbst wenn die Preise der Edelmetalle weiter steigen, wirst Du - höchstwahrscheinlich - mit Deinem Depot (falls es überhaupt etwas mit der Realität zu tun hat) kein Geld verdienen, sondern lediglich dem ein oder anderen "Experimenteur" dabei helfen, noch etwas länger die Gehälter zahlen um im Boden rumwühlen zu können.


    Aber mach bitte weiter - Du zeigst uns allen, wie man es eben nicht machen sollte.

    Morris Hubbart, na ja.


    Wenn man sich einfach mal die Charts dreier großer Senior-Produzenten (in USD) anschaut und die Kursentwicklung seit dem Jahr 2000 (als Gold sein Tief markierte) mit der Entwicklung des Goldpreises vergleicht, dann kommt man zu diesem Resultat:

    - Agnioco Eagle: Die Aktie hat sich deutlich besser als der Goldpreis entwickelt.

    - Newmont: Bei Newmont wird das gegenüber Gold schon knapp - trotz der Dividenden

    - Barrick: Trotz der Dividenden war Gold die deutlich bessere Wahl


    Na gut - hier geht es nun also um Junior-Aktien. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe, Juniors bzw. ehemalige Explorer rauszusuchen, die seit dem Jahr 2000 nicht übernommen wurden und - darauf kommt es an - auch überlebt haben. Was ich damit sagen will: Massenhaft Junioren und Explorer haben es nicht geschafft, die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen. Und das hat u.a. auch damit zu tun (und deshalb schreibe ich diesen Beitrag überhaupt), dass mit der allgemeinen Inflation natürlich auch die Förderkosten steigen, was entsprechend auf die Gewinne und auf die Kurse drückt.


    Wir alle haben doch hier erlebt, wie enttäuschend die Kurse vieler Minenaktien sich über längere Zeiträume entwickelten, obwohl Gold stark war. Eine solche Phase kann durchaus wieder bevorstehen. Sollte der Goldpreis jetzt erstmal für ein paar Jahre seitwärts tendieren (was dann wohl nicht überraschend sein dürfte), dann wird es mit den Kursen der Minenaktien sicherlich nicht einfach so weiter aufwärts gehen.


    Konkret gehe ich sogar davon aus, dass Gold der Preisentwicklung an den Märkten (und auch der Gelddruckerei seitens der Notenbanken) vorausläuft. Und da bereitet mir der Ölpreis gewisse Sorgen: Sollte er deutlich steigen, dann könnte die Party hier recht schnell vorbei sein, denn das Bergbaugeschäft ist energieintensiv. (Hinweis: Ich bin stark in Ölaktien investiert und habe den Bestand an Edelmetallaktien stark reduziert, weil ich von einem solchen Szenario ausgehe. Öl ist m.E. einfach derart billig (wenn man den Preis mit anderen Rohstoffen vergleicht), dass es ein Hohn ist. Ich denke doch, dass sich die Verhältnisse in den kommenden zwei bis drei Jahren deutlich angleichen werden.)


    Dies sei nur einmal am Rande erwähnt und sollte - bitte - nicht zerredet werden. Ich kann mich da total irren, so dass ich demnächst staune, was ich da mal geschrieben habe. Aber das ist nunmal derzeit meine persönliche Sicht auf die aktuelle Sachlage. (Ich werde sowieso immer skeptisch, wenn ich in guten Zeiten so extrem optimistische - und prozyklische - Vorhersagen wie die von Hubbart lese. Im Normalfall liegt man ja bekanntlich eher falsch, wenn man blind dem Zeitgeist und der großen Masse folgt. Und da hilft es auch nicht, wenn dann - nachträglich natürlich - irgendwelche Aktien präsentiert werden, deren Kurs sich tatsächlich verzwanzig- oder verdreißigfacht hat - denn diese Aktien hatte sicherlich kaum jemand auf dem Radar, UND so gut wie niemand ist dann wirklich billig eingestiegen UND hat die Aktie bis zum Hoch gehalten UND am Hoch verkauft. Wer etwas anderes behauptet, orientiert sich rein an der Theorie und ist eher ein Dampfplauderer.)

    Ich konnte mich heute vormittag doch nicht zurückhalten und habe die beiden Silberminen, die ich am vergangenen Freitag - leider etwas zu früh - je zur Hälfte zurückgekauft habe, nun wieder auf die ursprüngliche Positionsgröße aufgestockt.


    Es war dann doch zu verlockend. Immerhin ist Silber in der vergangenen Nacht bis auf 64 USD abgerutscht, was dann praktisch eine Halbierung innerhalb weniger Tage bedeutet (wenn man die 128, die ich China erreicht wurden, als Maßstab nimmt). Die 128 sind in meiner Erinnerung hängengeblieben, und ob es ein paar Dollar mehr oder weniger waren, ist auch egal. Und da mir zu Beginn der vergangenen Woche aufgefallen war, dass die Minenaktien den enormen Aufwärtstrend der Metall nur noch sehr verhalten mitmachten ... und ich nun den Eindruck habe, dass sie sich beim Abwärtstrend der Metalle doch relativ wacker halten ... riskiere ich es mal. Außerdem: Eine Halbierung des Silberpreises ist schon mal ein Wort. Es sollte doch nun wohl zumindest eine Gegenreaktion geben. Und überhaupt: Sollte sich der Silberpreis auch nur auf dem aktuellen Niveau halten, sollten die Bilanzen der Silberminen in diesem Jahr grandios ausfallen. Das zu meinen Überlegungen.


    Zum Öl: Ich habe nun auch eine Royalty-Aktie in mein Depot genommen: Viper Energy (A41F4Y). Das Unternehmen expandiert relativ aggressiv, verdaut derzeit noch Übernahmen und möchte den Großteil des Cashflows an die Aktionäre ausschütten. (Ich finde Royalty-Gesellschaften prima, weil sie nicht die Risiken und Kosten des operativen Geschäftes tragen. Auch zahlt Viper Energy im Gegensatz zu den großen Edelmetall-Royalties eine ordentliche Dividende, was m.E. für alle Öl-Gesellschaften ein absolutes Muss darstellt. Daher habe ich Viper als Ergänzung und Abrundung meines Öl-Engagements hinzugefügt.)


    Auch würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn die Explorationsaktivitäten in sachen Öl wieder deutlich zunehmen, sobald der Ölpreis merklich anzieht, worauf ich ja spekuliere. Daher hat nun auch Transocean (A0REAY) den Weg in mein Depot gefunden.


    Valueman: Ich hoffe, es ist i.O., wenn ich ab und an in Deinem "Faden" etwas zu meinen Aktivitäten schreibe.

    Nein, so einfach ist das nicht!


    Der Grund: Mit den Kapitalerhöhungen (und damit der "Kreation" neuer Aktien) ist dem Unternehmen Geld zugeflossen, das investiert wurde und den Firmenwert erhöht hat. (Die neuen Aktien wurden ja nicht verschenkt.)


    Ob das durch die Kapitalerhöhungen eingenommene Geld sinnvoll investiert wurde, ist wiederum ein ganz anderes Thema.

    Hallo value,


    tja, was soll ich sagen?! Es hat zu sehr gekribbelt, und ich habe dann am Freitag die Aktien zweier Silberminen in jeweils der halben ursprünglichen Positionsgröße zurückgekauft. Hintergrund war einfach, dass die Aktien eigentlich viel stärker hätten fallen müssen, wenn man auf den Silberpreis blickt. Und da ich davon ausgehe, dass der Preis mittlerweile durch den physischen Handel in Shanghai dominiert wird, macht das irgendwie Sinn - und von daher vermute ich, dass es nicht mehr viel schlimmer werden wird, wobei ich aber auch nicht an eine V-Erholung glaube. (Ich denke, dieser raketenhafte Anstieg ist nun erstmal vorbei, aber ganz ohne Silberminen möchte ich auch nicht sein.)


    Außerdem habe ich noch eine Position gekauft (auch Aktien einer Silbermine, nämlich Vizsla), die zuvor noch nicht im Depot war, so dass ich nun bereits wieder ca. eine Viertel dessen an Minenaktien habe, was ich noch vor einigen Wochen hatte. Die Royalty-Aktien zähle ich dabei übrigens nicht mit, da ich sie nicht als Minenaktien betrachte. Sie sind die Aktien, in die ich mich quasi verliebt habe und die ich langfristig durchziehe. (Die kann ich irgendwie nicht verkaufen. Das käme mir vor, als würde ich nackt durch die Straßen laufen; auf die Idee käme ich auch nicht.)


    Übrigens: Die Royalties sind die Investments, mit denen ich mich gut aufgestellt fühle. Und da ich mich nicht mit verwalteten Investments (Fonds, ETFs) anfreunden kann (und sie ja auch wegen der Royalties gar nicht mehr benötige), kommen die beiden von Dir genannten erst gar nicht genauer unter die Lupe. Ein kurzes Draufschauen hat aber ergeben: In Ordnung - kann man kaufen, wenn auch nicht unbedingt als langfristige Investition.


    Ich werde den Anteil an Minenaktien/Royalties nun definitiv nicht weiter aufstocken, denn gemeinsam mit dem Physischen, den Royalties, den wenigen Minenaktien und einer Kupferaktie (Ero Copper ist es) sowie zusätzlich einer Basis an Öl-Aktien (++) bin ich nun durch die starken Kursanstiege der vergangenen Wochen bereits mit ca. 85 Prozent im Rohstoff-Bereich unterwegs. Deshalb fällt leider Zijin Mining, die ich mir bereits häufiger angeschaut habe und die ich eigentlich auch gern hätte, genauso unter den Tisch wie Zijin Gold. (Ich habe auch mehrere chinesische Aktien im Depot. Was da für mich noch als Ergänzung eine Überlegung wert ist, ist COSCO Shipping Holdings. Ich fühle mich einfach etwas wohler, nicht nur im Rohstoff-Sektor unterwegs zu sein, und da COSCO gute Dividenden zahlt und ich nicht von einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ausgehe ...)


    Zum (++) bei den Öl-Aktien: Dazu zähle ich auch Gelder, die ich schon für Öl-Aktien reserviert habe, denn ich möchte die Öl-Förderer noch durch ein oder zwei dividendenstarke Tanker-Aktien ergänzen. Auch Bohrplattform-Betreiber schaue ich mir an. (Ich muss aber erst noch recherchieren und schaue mir Frontline, International Seaways und Nordic American Tankers sowie Transocean, Valaris, Noble und Seadrill gelegentlich genauer an. Es eilt ja nicht, und ich weiß auch noch nicht, ob es dann tatsächlich zu einem Kauf kommen wird.)


    Ebenso ein schönes Rest-Wochenende

    Hallo valueman,


    die Preisschwankungen bei Gold und Silber sind ja heute beachtlich, eher schon dramatisch. Ich finde immer wieder erstaunlich, wie brutal die Märkte schwanken. Wir müssen jetzt einfach mal abwarten.


    Vielleicht kaufe ich später doch nochmal ein paar Minenaktien. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine mehr zu kaufen. Aber es kribbelt ab einem bestimmten Kursniveau bestimmt wieder in den Fingern. Na ja, wenn, dann wird es nicht mehr viel sein, denn ich finde einige andere Bereiche (z.B. Öl) mittlerweile viel interessanter.


    Zur Beeinflussung: Wenn ich jetzt in mein Depot schaue, dann steht da was von "Equinor". Gestern stand das da noch nicht. Woran das wohl liegt?!


    Leider kann ich keine Dateien anfügen, da ich kein +Mitglied bin, sonst würde ich noch eine pdf-Datei mit Informationen zu Petrobras anhängen. (Das Gedöns mit Überweisung usw. muss ich mir nicht antun.)

    Deshalb in Kurzform: Man sollte wissen, dass Petrobras aufgrund brasilianischer gesetzlicher Bestimmungen Leasingverbindlichkeiten - wie z.B. für Öl-Bohrplattformen - als Schulden ausweisen muss. Wenn man diese Verbindlichkeiten ausklammert, dann ist der Schuldenstand (was Schulden nach unserem Verständnis betrifft) deutlich geringer. Einfach mal googeln.

    Außerdem: Petrobras hatte in 2024 ganz kurz vor Jahresende noch schnell eine Sonderdividende gezahlt. Auch dies hatte mit gesetzlichen Bestimmungen zu tun, da Rückstellungen, die aus dem freien Cashflow gebildet wurden, noch im selben Jahr an die Aktionäre auszuschütten sind, falls sie eine gewisse Grenze überschreiten. (Das war jetzt die Kurzform; tatsächlich ist es dann doch etwas komplizierter. Jedenfalls hat es in 2025 keine Sonderdividende gegeben, weil Petrobras nun massiv in Produktionsausweitungen investiert. Ich bin aber zuversichtlich, dass es in wenigen Jahren wieder deutlich höhere Dividenden geben wird, und wenn dann noch die Produktion ausgeweitet wurde und der Ölpreis mitspielt ...)


    Dies (Verbindlichkeiten und Schulden sowie Cashflow und Dividenden) nur am Rande, da es wohl relativ wenig bekannt ist.


    Grüße

    Petrobras hätte ich vor 2 Wochen beinahe eine Position gekauft, aber dann zulange überlegt und dann sind sie mir davongelaufen...wäre trotz der politischen Unwägbarkeiten für mich ein Kandidat, falls sie nochmal zurückkommen würden.. Zu Meren kann ich nix sagen, halte mich aber seit Jahren von Afrika fern, das ist mir zu instabil mit Korruption ohne Ende. TotalEnergies wäre auch ein Kandidat und aktuell für mich mit die günstigste unter den Großen, da langweilt mich aber die Geschichte mit der Quellensteuer, für sowas bin ich mittlerweile zu faul :)

    So gehen halt die Meinungen auseinander: Wenn ich Petrobras' Zahlen sehe ... wenn ich sie nicht schon hätte, würde ich sie mir wohl jetzt kaufen. Aber es stimmt schon: Nach dem jüngsten "Lauf" kann man durchaus abwarten, denn meist kommt der Kurs nochmal zurück.


    Und überhaupt - Brasilien, Afrika, Korruption ... ich denke, diese Regionen sind mittlerweile nicht einfach nur mehr "Takatukaland". Und wenn man sich dann noch die Entwicklungen in Deutschland und der EU ansieht. Na ja.


    Das wars dann erstmal für heute mit Beiträgen meinerseits. Gut Ding will Weile haben, und man trifft sicherlich nicht unbedingt die klügsten Entscheidungen, wenn man sich zuviel mit Geldanlagen beschäftigt.

    Sooo, lieber valueman, ... Du hast mich beeinflusst: Ich habe heute vormittag dann doch den größten Teil meiner verbliebenen Edelmetall-Aktien gegeben. Weg damit, was solls?! Das war eine schöne Party, und das Physische harrt der Dinge. (Und ich wette darauf: 31,10xxx Gramm echtes Geld sind auch morgen und nächstes Jahr noch 31,10xxx Gramm echtes Geld und verderben nicht.)


    Aber nicht nur Du hast mich beeinflusst. Maßgeblich war auch, dass der oben verlinkte Händler seit gestern abend nicht mehr so "freundliche" Ankaufskurse wie in den vergangenen Wochen stellt. Das dürfte ein Warnsignal sein, und auch die Edelmetall-Aktien verhalten sich doch irgendwie "stockend".


    Das soll es aber mit meiner Schreiberei dann auch erstmal gewesen sein. Auch hier gilt: Oft ist weniger mehr!


    Nochmal viele Grüße nach ??? ... und der Flenz gönnt sich heute zur Mittagszeit mal ein Flens.


    Ach ja, doch noch etwas: Ein kleines Dankeschön meinerseits an Dich (egal, wie die Kurse sich nun weiterentwickeln).

    Hallo value,


    danke für die Rückmeldung!


    In der Tat ist Equinor eine Überlegung wert. Sie ist mir schon mehrmals "über den Weg gelaufen". Bislang habe ich sie aber nicht gekauft, weil ich nicht allzuviele verschiedene Aktien einer Branche im Depot haben möchte. Jedoch möchte ich auch Klumpenrisiken vermeiden, und da Öl unter den Rohstoffen mein Favorit für die kommenden Jahre und durch Verkäufe im Edelmetall-Bereich wieder einiges an Liquidität da ist - ich werde mal drüber schlafen.


    Und um auch einmal konkret zu werden: Meine "Lieblinge" unter den Öl-Aktien sind Petrobras und Meren Energy.


    Petrobras: Die Förderung wird ausgeweitet, und es werden starke Dividenden gezahlt. Öl-Aktien, bei denen keine starken Dividenden fließen, werden von mir nicht angefasst. Allerdings hat Präsident Lula mit seinem Einfluss dafür gesorgt, dass die Dividenden nicht mehr ganz so stark fließen. Der Mann mag wohl die "Yankees" nicht, und er möchte nicht, dass viel Geld in die USA fließt. Außerdem wollte er, dass Petrobras das Geld im Lande lässt und dort investiert, damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Warten wir mal ab: In diesem Jahr sind in Brasilien wieder Wahlen, und typisch für Südamerika ist, dass Linke und Rechte nah beeinander liegen - und die Erfolge Mileis in Argentinien sorgen evtl. dafür, dass auch in Brasilien das Ruder ein wenig mehr nach rechts zieht und wieder ein Konservativer Präsident wird. (Petrobras war vor ca. 4 Jahren einer meiner Glücksgriffe - mittlerweile habe ich deutlich mehr als meinen Kaufkurs durch Dividenden wieder zurückbekommen, und da Petrobras die Produktion ausweitet ... und ein evtl. steigender Ölpreis ... und evtl. steigende Dividenden ... Ich bleibe dabei.)


    Meren Energy: Hier scheint ein besonders fähiges Management am Werke zu sein. Als reiner Explorer (damals hießen sie noch Africa Oil) haben Sie eine Beteiligung an einem Produzenten (Prime Oil) erworben. Durch die fließenden Dividenden hat es bei der Aktienanzahl keine Verwässerung gegeben, und es wurden sogar kleine Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet. Mittlerweile ist Prime Oil vollkommen übernommen worden. Africa Oil ist praktisch mit ihr fusioniert, wurde zu Meren Energy und durch die Übernahme zu einem Produzenten, der noch dazu die Dividende deutlich erhöht hat. Derzeit sind es knapp 10 Prozent. In den kommenden Jahren soll die Produktion vor der Küste Namibias starten. Dort hält Meren Energy indirekt eine kleine Beteiligung an verschiedenen Blöcken. U.a. ist Total mit dabei. Ich bin hier optimistisch.

    Danke für Deine Gedanken Flenzburg,


    jeder hat so seinen Plan zu dem Thema. Das Schwierigste für mich war immer Positionen zu verkaufen die im Plus waren (....da geht doch noch mehr). Aber die lange Lehrzeit die ich im Minensegment hinter mich gebracht habe ist es genau das zu tun wenn Deine Zeile erreicht sind. Das war für mich der Sprung über POG 5.000. Zumal dieser viel frührer kam wie von mir erhofft. Zu oft schon habe ich meine Buchgewinne wieder dahinschmelzen sehen....und das kann bei den Minen äußerst schmerzhaft sein....da radiert es Dir in einer Woche mitunter 20-40% weg. Gerade Minenaktien sind volatil, ein Punkt zum Einstieg findet sich immer. Buy and Hold ist bei Minenaktien der falsche Ansatz. Selbst wenn der POG jetzt direkt durchläuft auf 5.500 z.B. bin ich mir sicher, dass ich in 2026 nochmal die Möglichkeit haben werde im Korridor POG 4200-4600 einzukaufen. Wenn nicht habe ich Gewinne in den Einzelaktien von 125-300% realisiert......damit kann ich hervorragend leben. Das alles gilt nur für Minen....physisch ist das einzig Wahre und wird nicht getradet sondern nur gekauft...niemals verkauft. Ich habe gelernt geduldig zu sein....selbst wenn ich über ein Jahr nur physisches besitze und keine Minenaktien schlafe ich ruhig und ohne Stress, mit dem dicken Cashpolster dass ich es habe sowieso.


    VG

    Hallo value,


    auch das kann ich alles nachvollziehen, denn ich habe auch diese Erfahrungen gemacht.


    Einzig: Ich wage es nicht mehr, noch irgendwelche Kursprognosen abzugeben. Außerdem sehe ich z.B. beim Silber, dass es in China deutlich höher als bei uns gehandelt wird und dass der ein oder andere Händler im Ankauf mehr als den Spotpreis bietet. Bei Gold war es mit dem Ankauf durch die Händler vor ca. zwei Jahren auch so - und dann kam mit dem nachhaltigen Hintersichlassen der 2000-USD-Marke erst das richtige Durchstarten.


    Ich bleibe daher beim Verkaufen in kleinen Schritten. Das mache ich bereits seit einigen Wochen so, und bislang sind meine Verkaufskurse bereits nach kurzer Zeit in den Schatten gestellt worden. Ich vermute mal, dass es mir einerseits gelingen wird, so einiges teurer zu verkaufen als Du es nun gemacht hast, dass ich aber andererseits mit einem Teilbestand eine deutliche Korrektur, die sicherlich irgendwann kommen wird, erleben werde. Es wird wohl bei uns beiden ungefähr auf dasselbe Resultat hinauslaufen.


    Was mir noch aufgefallen ist: Wenn man die Langfristcharts des TSX und des TSX Venture miteinander vergleicht, dann sieht es so aus, als wären die reinen Zockerbuden (z.B. reine Explorer) noch gar nicht so richtig angesprungen - der TSX Venture hinkt gewaltig hinterher. Und wenn man dann sieht, welch wirklich überaus grotesken und überzogenen Bewertungen möglich sind, wenn erstmal die breite Masse und die "Spieler" ein Investment für sich entdecken (siehe z.B. Bitcoin), dann frage ich mich, ob bei den Kursen der Edelmetall-Aktien nicht noch viel mehr möglich ist. (Aber vielleicht gehören diese Gedankengänge bereits in die Kategorie "Gier frisst Hirn", weshalb ich ja auch immer mal wieder Teilverkäufe vornehme. Oder aber eine Extrem-Übertreibung erfolgt erst nach einer Korrektur, was ja auch nicht untypisch wäre.)


    Noch zum Thema "Sei vorsichtig wenn alle anderen gierig sind und sei gierig wenn alle anderen vorsichtig sind": Ich hatte mich jüngst mehrfach zum Ölpreis geäußert: Erdöl ist dermaßen "out" - und mit 10 Prozent und mehr Dividenden kann man ja prima leben. Ich gehe davon aus, dass der Ölpreis in nicht allzu ferner Zukunft stark steigen wird, da ich ihn für massiv unterbewertet halte. (Die Preis-Relationen z.B. zum Gold sind dermaßen "aus der Bahn" - das dürfte sich wieder einrenken, zumal die steigenden Metallpreise ja auch ein Hinweis auf kommende Inflationsprobleme sein dürften, was dann irgendwann und irgendwie auf alle Sachwerte, wie z.B. Öl, durchschlagen wird.)


    Deine Gedanken zu diesen Themen (TSX Venture und Nachholbedarf sowie Ölpreis) wären sicherlich nicht nur für mich interessant.


    Grüße


    Nachtrag: Hier noch ein paar Links:


    Silber in Shanghai (derzeit umgerechnet 131,26 USD):

    China Silver Price today: Trends, premiums and Market Insights
    Explore the Shanghai silver price in dollars, understand price premiums compared to global markets, and discover the dynamics of silver trading in China and…
    goldsilver.ai


    Ankaufpreis (Silber Maple) eines EM-Händlers (Silber aktuell 113,72 USD = 95,20 Euro, Ankaufpreis Händler 94,17. Hoppla - ich beobachte das seit längerer Zeit; heute liegt der Ankaufpreis erstmals seit Wochen unter dem Spotpreis, was im Widerspruch zu meiner obigen Aussage steht; ich lass es trotzdem "zu Dokumentations- und Erinnerungszwecken" mal so stehen.):

    Maple Leaf 1oz (diff.-best.) – MP Edelmetalle
    Die Silber Maple Leaf Münze ist ein glänzendes Juwel in der Welt der Edelmetalle, das seit seiner Erstprägung im Jahr 1988 durch die Royal Canadian Mint…
    www.mp-edelmetalle.de




    :

    Das ist witzig: Ich habe im Prinzip exakt dieselben Ansichten - mit nur einer Ausnahme. Ich komme dabei zu genau der gegenteiligen Schlussfolgerung.


    Konkret: Eben genau weil die physischen Bestände den weitaus größeren Teil ausmachen und sie unangetastet bleiben sollen, sind mir die Kurse der Minenaktien eher fast egal (was natürlich nicht ganz stimmt, denn auch ich gaffe immer auf die Kurse). Aber genau wegen der Dominanz des Physischen verkaufe ich die Minenbestände nicht schlagartig vollständig, sondern gebe Schritt für Schritt mal ein paar weg. (Kein Mensch kann einschätzen, wie weit die Kurse noch nach oben gehen werden. Im Zweifel erfolgt die Korrektur erst von einem viel höheren Niveau aus.)


    Ich kann Deine Einstellung aber auch nachvollziehen: Wenn man finanziell ausgesorgt hat (wovon ich bei Dir ausgehe), dann ist natürlich auch Deine Haltung verständlich.


    Grüße

    Zu Explorern...

    Wo ist das Problem? Wir sind nicht das Forum für Einsteiger im Minensektor, jene sollten sich erst mal etwas einlesen vor Investments. Der eingermaßen erfahrene Anleger sortiert schon vor dem Kauf und sichert etwas Unbekannte mit Stop Loss ab, hier ungezählte male empfohlen.

    Hallo Edel,


    ja, das ist alles korrekt und sollte auch für jeden nachvollziehbar sein.


    Aber wie ist das in der Realität? Ich kann da nur aus meinen Erfahrungen berichten, die sich fast(!) immer wieder bestätigen: Rat wird nicht angenommen und als Bevormundung empfunden. Und dabei ist es auch egal, wie vorsichtig und taktvoll ich meine Gedanken formuliere. Kurzum: "Durch Schaden wird man klug." Oder auch: "Jedes Kind muss sich mal die Finger verbrennen." (Soll heißen: Anscheinend steckt es den Mensch in den Genen, dass sie erst ihre eigenen Erfahrungen machen müssen, bevor ein Lerneffekt eintritt.)


    Mir wurde das als Kind und Jugendlichem mehrfach von Erwachsenen gesagt: "Mit Dir kann man wenigstens reden." Und so habe ich das empfunden: Mir wurden Dinge nahegelegt, die einfach auch nachvollziehbar waren. Warum also sollte ich z.B. den Rat meines Vaters einfach so ignorieren, zumal mir ja auch klar war, dass er es gut mit mir meinte und auch über viel mehr Erfahrung als ich verfügte?!


    Bei der Geldanlage in Aktien wird es auch nicht anders sein: Man kann hundertfach zur Vorsicht mahnen und den Leuten nahelegen, sich erst einzulesen und mit der Materie vertraut zu machen. Das nützt meistens nichts: Die Leute müssen wohl ihre eigenen Erfahrungen machen.


    Ich schreibe das alles hier jetzt auf, weil sich dieses "Rat annehmen" bei mir auch auf die Geldanlage erstreckt hat. Und da habe ich nun i.w. die Ansichten zweier Autoren in Erinnerung, die mich damals bei der Geldanlage in sachen Edelmetalle beeinflusst haben - als es um die Frage ging, ob man nun Physisches oder Aktien bevorzugt.


    Konkret: Jemand schrieb sinngemaß: "Bei den Förderern kann so wahnsinnig viel schiefgehen. Bei dem Metall, das man in den Händen hält, ist doch alles bereits gutgegangen."

    (Das schrieb damals - "in meinen Anfangszeiten" - jemand. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das gelesen habe. Auf jeden Fall hat mich das dazu bewogen, Physisches relativ hoch zu gewichten.)


    Und ein anderer Autor schrieb etwas später (Doug Casey war es wohl), auch sinngemäß aus dem Gedächtnis formuliert: "Bei der Geldanlage in Aktien besteht die Gefahr, dass man das Investment nicht durchzieht und aufgrund irgendwelcher Nachrichten, die einen etwas verunsichern, verkauft - obwohl das Investment eigentlich langfristig sein sollte. Und das Verkaufen geschieht einfach deshalb, weil es am Computer mit ein paar Klicks so verdammt einfach ist."

    (Das hatte mich später bewogen, den Anteil des Physischen weiter aufzustocken.)


    Ich bin gut damit gefahren - auch mit der späteren Entscheidung, beim Aktienanteil die drei großen Royalties überzugewichten. Die sind zwar etwas langweilig, aber viel eher als langfristiges Investment geeignet als eine einzelne Minenaktie.


    Viele Grüße aus dem Norden

    Flenzburg

    Das sehe ich i.w. genauso.


    Von Uran halte ich mich fern. Kupfer und Öl sind meine Favoriten - und auch ich bevorzuge Produzenten, teilweise auch große und bekannte.


    Der größte Unterschied zwischen unseren Ansichten: Ich habe bereits mit dem Umschichten angefangen. Man soll ja nicht gierig werden, und die Gewinne sind so dermaßen hoch, dass es mir völlig egal ist, wenn ich nicht mehr mit dem gesamten Bestand bei weiteren Kurssteigerungen mit dabei bin. Außerdem ist es ja so, dass man mit den Dividenden der großen Produzenten prima leben kann. Und: Auch Kupferaktien zeigen bereits massive Anstiege. (Falls hier die Anstiege weitergehen, wovon ich ausgehe, verpasse ich also gar nicht wirklich sehr viel. Wer weiß - vielleicht steigen Basismetall- und Öl-Aktien demnächst ja stärker als Edelmetall-Aktien.)


    Konkret kommt es natürlich immer auf die persönlichen Umstände an, also auf die persönlichen Ziele, die finanzielle Situation insgesamt, ob Schulden vorhanden sind (z.B. auf das eigene Haus) usw. Deshalb gibt es enfach kein Pauschalrezept. (Ich selbst habe meine finanziellen Ziele praktisch erreicht und mache nun Schritt für Schritt den Sack zu, werde aber nicht alle Edelmetall-Aktien verkaufen.)

    Noch ein paar Gedanken am Rande:

    Ich gehe davon aus, dass die Edelmetalle nicht nur aufgrund geopolitischer Unsicherheiten steigen. Es hat auch mit der Staatsverschuldung zu tun - und die Politiker bzw. die Notenbanken werden vermutlich (wie seit Jahrtausenden) mit "Geldschöpfung" (= Gelddruckerei = Wertverdünnung) reagieren. Es dürfte sich also auch um eine Flucht in Sachwerte handeln. Auch auf die zukünftigen Preise in den Supermärkten dürfen wir uns schon "freuen", denke ich.


    Was ich damit sagen möchte: Ich gehe davon aus, dass auch die Basismetalle und vor allem Erdöl noch signifikant steigen werden. Und da das Bergbau-Geschäft energie-intensiv ist, wird ein Preisanstieg des Erdöls voll auf die Bilanzen der Bergbau-Konzerne durchschlagen. (Daher halte ich es für ratsam, sich auch im Bereich der Öl-Aktien mal umzuschauen. Eventuell ist es dafür jetzt noch ein wenig zu früh, aber die Dividenden entschädigen für die "Wartezeit"; so sehe ich das. Und wenn dann die Edelmetallpreise nur über einen längeren Zeitraum stagnieren oder auch mal sinken, werden bei steigenden Ölpreisen auch die Kurse der Edelmetallaktien sinken. Noch ist es nicht soweit und man sollte die Kursanstiege natürlich genießen und nicht zu früh aussteigen, aber wachsam sollte man bleiben. Irgendwann sollte man auch mal Kursgewinne mitnehmen, zumindest teilweise. Wie gesagt: Die Dividenden einiger Ölkonzerne bereiten Freude.)

    Kurzum: Eine angemessen Beimischung von guten Leichtgewichten verbessert in steigendem Markt die Depotperformance.

    Man darf bei aller Begeisterung über die starken Kursgewinne einiger "Leichtgewichte" nicht vergessen, dass auf dem jahrelangen Weg hin zur heutigen Entwicklung zahlreiche Leichen auf dem Wege liegen. Enorm viele Explorer haben es nicht geschafft, überhaupt zu Leichtgewichten zu werden.


    Dass man mit Leichtgewichten in einem "steigenden Markt" besser abschneidet als mit Schwergewichten, stimmt natürlich. Aber das Timing, das Fingerspitzengefühl, diesen steigenden Markt auch zu erwischen und durchzustehen (also nicht zu früh bzw. zu spät einzusteigen und auch nicht zu früh bzw. zu spät auszusteigen) - das ist eine Kunst, die mir persönlich überhaupt nicht liegt, wie ich in vielen Jahren leider mehrfach feststellen musste. (Ich denke auch, dass nur wenige damit so richtig klarkommen. Denjenigen kann ich an dieser Stelle nur gratulieren!)


    Auch sollte man nicht vergessen, dass derzeit natürlich die Gewinner im Fokus stehen. Die Pleitiers aus vergangenen Jahren und diejenigen, die nicht nach oben laufen, werden gern übersehen. Das kann zur Folge haben, dass Neulinge nun einen total falschen Eindruck bekommen. Derzeit kann man recht leicht Geld verdienen. Das ist aber nicht der Normalfall!


    Ich selbst bin in den vielen Jahren so manchesmal ausgestoppt worden. Unter dem Strich muss ich sagen, dass ich am besten mit den großen Royalties (Wheaton P.M., Franco-Nevada und Royal Gold) gefahren bin, die ich seit vielen Jahren durchziehe. (Damit kann ich wunderbar schlafen und die Preisentwicklung der Metalle ignorieren ... und steuerfrei ist das auch noch alles, da vor 2009 gekauft.)

    GOEX


    "Auch hier auffallend die weitere Stärke der Explorer und Entwicker mit neuen Kurshochs. [smilie_blume] "

    = Eigenzitat aus #4.073

    Ich habe insgesamt den Eindruck, dass die reinen Explorer (also die Bodenbuddler-Klitschen, die noch keinerlei konkrete Entwicklung betreiben und auch - sowieso - noch nichts produzieren), dem Trend noch deutlich hinterherhinken. Da war man doch ab dem Jahr 2000 etwas anderes gewohnt.


    Das kann damit zu tun haben, dass diese Klitschen (ich bitte um Verständnis für diese Ausdrucksweise) die Anleger arg gebeutelt haben und diese nun vorsichtiger sind. Auf der anderen Seite: Mittlerweile müsste die nächste - in dieser Sache unerfahrene - Anlegergeneration herangewachsen sein, die nun diese Aktien hochtreibt - aber vielleicht sind diese jüngeren Leute ja viel eher scharf auf Kryptowährungen und alles Digitale, nicht auf so etwas, für das sich ihre Großväter interessiert haben, zumal der Bergbau ja auch den Ruf hat, der Umwelt massiv zu schaden.


    Nun ja: Ich nehme diesen Umstand als Indiz dafür zur Kenntnis, dass die Hausse der Edelmetall-Aktien noch lange nicht zu Ende ist. Die reinen Explorer dürften m.M.n. noch durchstarten - und dann umso stärker.


    Den GOEX halte ich nicht für besonders geeignet, um sich ein Bild von der Kursentwicklung der Explorer zu machen, denn ein Blick auf dessen Komponenten stellt man fest, dass z.B. Coeur und Equinox ganz vorne mit dabei sind.

    Nach 2,5 Jahren Aktionär von Petrobras wurden mir mittlerweile ca. 55% meiner Summe die ich investiert habe in Form von Ausschüttungen wieder gutgeschrieben.

    Das kann ich bestätigen: Ich bin seit drei Jahren dabei und habe mittlerweile etwas mehr als 100% meines Kaufpreises als Brutto(!)-Dividende erhalten. (Ich rechne immer mit den Brutto-Beträgen.)


    Zu Petrobras sollte man folgendes wissen (ohne Gewähr):

    1. Der optisch hohe Schuldenstand resultiert daraus, dass darin zukünftige Zahlungsverpflichtungen enthalten sind, wie z.B. für die Bohr- und Förderplattformen. Es handelt sich bei solchen "Schulden" also oft nicht um geliehenes Geld - so mein Kenntnisstand.

    2. Die hohe Dividende ist immer auch ein politisches Thema. Manch einem gefällt die hohe Dividende nicht, und so wurde diese vor gut einem Jahr leicht gekürzt. Anscheinend ist es aber so, dass "überschüssige" Gelder, die nicht an die Aktionäre ausgezahlt werden, auf bestimmten Sonderkonten landen, dessen Gelder dann aber wiederum - wohl aufgrund gesetzlicher Bestimmungen - innerhalb einer Frist von z.B. einem Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres an die Aktionäre zu zahlen sind. Das wäre auch eine Erklärung dafür, dass die beschlossene Sonderdividende im Dezember dann ganz schnell - noch im Kalenderjahr 2024 - ausgezahlt wurde. Das ist meine persönliche Überlegung zu den Hintergründen, warum die Dividende in 2024 trotz Kürzung und stagnierender Ölpreise unter dem Strich (einsch. Sonderdividende) dann doch wieder ähnlich hoch wie im Vorjahr war.