Eine Lungenentzündung ist übrigens kein Todesurteil und niemand hier geht deshalb zum Arzt. Es ist aber auch eine Sache der körperlichen Konditionierung, ob du überhaupt eine bekommst. Aktuell hats meine alleinlebende 79jährige Nachbarn erwischt - sitzt grad auf Tee bei uns.
Genau darum gehts bei Infektionen.
Hilfe und Zuwendung bei Hilflosigkeit.
Es gibt verschiedene Ursachen, Arten und Ausprägungen von pulmonalen Infektionen.
Bakterielle oder virale Ursachen, oder vielleicht sogar beides sollte man sehen.
Vielleicht auch Superinfektionen, also Infektionen die sich aufgrund des beanspruchten Immunsystems nochmal
"aufpfropfen".
Bakterielle Infektionen erkennt man ganz gut an verfärbtem Rotz, der wird dann gelb, grün, braun. Das Zeug ist übrigens infektiös und ein guter Überträger 🤧.
Virale Infektionen erkennt man an eher klarem Rotz, gelegentlich weißlich.
Bei Mischinfektionen sieht man eher den verfärbten.
Die Sekretproduktion kann anfangs gemindert sein, wird später verstärkt stattfinden bei beiden Infektionssorten, in der Regel bei bakteriellen Infektionen mehr als bei viralen.
Die Körpertemperatur steigt, das ist völlig normal. Bei regelmäßiger Messung über mehrere Tage kann man verschiedene Temperaturverläufe feststellen, intermittierende Verläufe, regelmäßig und unregelmäßig, kontinuierliche Verläufe.
Das ist ein Hinweis auf die Aktivität des Immunsystems, welches durch Temperaturerhöhung beschleunigt und verbessert wird, nennt sich Fieber, beginnt bei mir bei 38,5°C im Körperstamm, also rektal gemessen oder elektronisch im Gehörgang, alles davor ist erhöhte Temperatur, über 40°C kann kritisch werden, besonders wenn die Temperatur erhöht bleibt! Ein an- und abschwellender Verlauf ist normal. In der anschwellenden Phase fühlen wir uns so richtig scheiße, kriechen unter die Decke und schränken jede Aktivität ein, sind müde und schlapp.
Der Anstieg kann von Schüttelfrost begleitet sein, die Muskelbewegungen lassen die Temperatur schneller ansteigen.
WICHTIG: In den Anstiegsphasen KEINE Kühlung durch Wadenwickel oder ähnliches vornehmen. Warten bis die Zieltemperatur erreicht ist, warm zudecken!
Erst in den absteigenden Phasen ist Kühlung möglich, meist aber nicht notwendig, da die Temperatur sowieso sinkt. Externe Kühlung ( Wadenwickel etc.) ist dann sinnvoll, wenn man die Anstiegsphase medikamentös unterbricht, weil sie toxische Spitzen erreicht ( >40,5°C über einen längeren Zeitraum) und der Patient nicht mehr erweckbar ist, also eintrübt. Dann ist der Einsatz von Fiebersenkenden Mitteln indiziert. Da gibts diverse, mit mehr oder weniger Wirkung und Nebenwirkung, sollte jeder für sich rausgefunden haben.
Tipp: solange man trinken kann und das verträgt kann man so Sachen süppeln wie Thymiantee und/oder Weidenrindentee ( Salix alba, ist die Ursprungspflanze der Acetylsalicylsäure, Aspirin®). Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, mit Honig gehts aber ganz gut. Ich nehm gerne noch Ingwer dazu, frische Ingwerwurzel, ein Scheibchen auf 1 Liter heißes Wasser, geht bei mir in zwei Stunden gut weg, hilft u.a. bei Halsschmerzen ganz gut.
Was tatsächlich gut kommt, ist die klassische Hühnersuppe, frisch gekocht.
Der Mix aus gesundem Gemüse und Hühn ist der Knaller. Darauf achten, daß man Biohuhn erwischt, ohne Antibiotikafütterung.
Es gibt zwar Stimmen, die sagen, daß gerade die Antibios für den gesundenden Effekt verantwortlich sind, des ist aber nicht bewiesen. Ganz im Gegenteil, Antibiogeflügel kann resistente Keime übertragen und Resistenzen hervorrufen.
https://www.angocin.de/ratgebe…Cndung%20beteiligt%20sind.
Wenn krank, reicht mir meistens ne Packung Kekse und Tee für ein paar Tage, aber ich hatte auch schon richtige Freßkicks zwischendurch ( Pizza 😛 ).
Im Notfall
116117
parat haben, der hausärztliche Notdienst macht auch Hausbesuche und kann im Notfall weiteres veranlassen.
Die 112/ Rettungsdienstnummer stellt schon mal Rechnungen aus ( ist dreistellig, kann vierstellig werden), wenn der Patient lediglich ein Zäpfchen benötigt und/oder nach Einlieferung in die Klinik am gleichen Tag wieder nach Hause entlassen wird.
Der Passus " zur Beobachtung " ist nur in Kombination mit anderen medizinischen oder sozialen Diagnosen kodierbar und wird schon mal von den Kassen hinterfragt.
Insbesondere wenn in der Verlaufsdokumentation keine Akuttherapie hinterlegt ist und dem Patienten bescheinigt wird, daß es ihm " den Umständen entsprechend" gut geht, (Wochenend- oder Urlaubsfälle ).
So, das waren ein paar persönliche Bemerkungen zum Jahresende, keine arztersetzenden Ratschläge.
DarkMatter, du hast alles richtig gemacht, cool euer Nachbarschaftsverständnis.
Mögen sich mehr Menschen ein Beispiel daran nehmen.
In diesem Sinne,
bleibts gesund, ⚕️
kommt gut ins neue Jahr, 🎉🥳🎇🎆🧨💥🍑🍾🍺🛸
Grüße Bb