Unser "Wertesytem" basiert immer in Bezug auf Geld. (Keiner geht hin und sagt, mein Haus sind 50 Kühe.
Für 5 Kühe kaufe ich mir ein Auto etc).
Das ist für mich zwar eine grobe situative Orientierung, aber letztendlich eine Illusion.
Für die einen ist es eine Illusion, für die anderen eine Strategie.
Ein monetäres Duplo sozusagen.
Am meisten Vermögen habe ich persönlich mit diesem Duplo gemacht, nämlich indem ich Werte nicht stur nach dem Preis bewerte, sondern im Verhältnis zu anderen sehe.
Die Meisten kennen immer nur den Preis (den Schätzwert), wertschätzen die Dinge jedoch nicht korrekt, was ein grober Fehler ist, denn zwischen Schätzwert und Wertschätzung liegt oftmals ein himmelweiter Unterschied.
Bestes Beispiel: Gold/Silber-Ratio.
Der (Schätz)Preis ist sekundär. Steht das Ratio bei 1:80 dann verkaufe ich Gold und kaufe Silber, bei 1:20...30 tausche ich zurück. Nicht weil einmal das eine oder andere in € gerechnet billig oder teuer ist, sondern im Verhältnis zueinander gesehen temporär jeweils wertvoller (teurer) bzw. wertloser (billiger) ist. Geschätzt werden von mir dennoch beide, aber eben mal das eine mehr und das andere weniger. Das ist keine Illusion sondern nennt sich Markt. Man muss nur eben konträr zu ihm handeln.
Das ist das Schöne an EM, ich muss nicht wie ein Lebensmittelhersteller liefern was die Masse möchte und mich dem Preisdumping unterwerfen, sondern kaufe das jeweilige Metall wenn es kaum jemand anderes haben möchte. Dreht sich der Markt, warte ich zunächst ab und mache dann einfach die Rolle rückwärts.
Man kann noch so begütert sein, aber wenn man keine Wertschätzung besitzt, dann ist man relativ arm. Von daher wäre es oft wirklich sinnvoller in Kühen zu rechnen, sofern dies als Gedankenstütze dient. Araber rechnen auch in Kamelen, wenngleich oft nur spaßeshalber, aber der Gedankengang ist durchaus berechtigt, weil sinnvoll um eine andere Sicht auf gewisse Dinge zu bekommen.