Man weiß schlicht nicht was passieren kann und definitiv passieren wird, deswegen diversifiziert man sinnigerweise auch.
Man kann es daher nicht oft genug sagen: zu einem ausgewogenen und relativ krisensicheren Portfolio gehört eine 1/4-Mischung aus allen vier Edelmetallen, welche je nach Marktlage mengenmäßig über- bzw. unterbewertet werden.
Entscheidend sind somit die Ratios, wobei z.B. momentan ein Teil des Goldes in Pd und Pt getauscht werden sollten, weil die Weißmetalle preislich eher unterbewertet sind und Gold tendenziell eher überbewertet ist.
Was nicht heißt, dass die jeweiligen Preise nicht noch höher steigen oder tiefer fallen können, aber egal was kommt, das Material bleibt stets erhalten und kann bei sich verändernden Ratios wieder umgetauscht werden um gewichtstechnisch das Depot zu erweitern.
So mache ich das, wobei mir der Preis in € bzw. der nominelle Wert des Gesamtportfolios solange herzlich egal ist, wie ich aktuell nicht gerade Cash für größere Anschaffungen benötige.
Laufende Kosten werden vom Giro gebucht, ergo durch monatliche Zahlungseingänge wie Lohn, Rente, usw. gedeckt, und falls etwas übrig bleibt in jeweils günstige EMs umgemünzt.
Kommen unvorhergesehene Posten hinzu oder steht die Neuanschaffung eines PKW, etc. an, wird ein Teil des dann jeweils teuersten EM veräußert. Fertig ist die Laube. Ob man damit richtig liegt, weiß man natürlich nicht, denn niemand hat eine Glaskugel. Kann selbstredend sein man gibt Gold obwohl sich 1...2 Jahre danach herausstellt, dass Silber oder Platin besser gewesen wären abzugeben, aber das ist eben Künstlerpech. Meine letzten 3 PKW habe ich stets aus Goldbeständen bezahlt und lag damit 2x richtig, womit ich bestens leben kann. 1x wäre Platin die bessere Option gewesen, aber hernach ist man bekanntlich immer schlauer. Shit happens!
Nichtsdestotrotz sind über mehr als zwei Dekaden hinweg EMs eine echte Bank gewesen, weit besser als viele, viele andere Anlagen es je hätten sein können. Ausnahmen bestätigen die Regel, Tech-, KI- und Rüstungsaktien z.B. oder Kryptos, zuletzt auch Uran oder Öl, aber das schert mich nicht ernsthaft, weil ich für solch Dinge kein gutes Händchen habe oder, wie im Falle Rüstung, nicht in gewisse Dinge investieren will, da sie mir zu spekulativ oder aus ethischen Gründen zu destruktiv sind.
Pd und Pt sind zumeist zyklische, Ag und Au antizyklische Metalle, wobei nahezu immer eines oder zwei davon je nach Marktlage gut (ver)käuflich ist/sind. Egal ob nun der junge beginnt sein Depot aufzubauen oder der Rentner aus seinem entnimmt, es gibt eigentlich stets das passende Metall welches verhältnismäßig günstig bzw. teuer ist.
Auch Lehrgeld ist wichtig zu bezahlen, es sollte nur nicht übermäßig viel sein, zumal es umso besser ist je früher es geschieht, denn so stellt sich alsbald Bescheidenheit ein. Am besten ist, man haut ein paar Tausender mit Derivaten auf den Kopf und fällt so richtig anständig damit aufs Maul, weil nichts besser ist als durch massive Schmerzen zu lernen, ergo Totalverlust.
Hernach erkennt man das Umverteilungscasino Fiat und landet bei Grundsolidem, ergo EM.
Ab dem Moment kennt das nominelle wie reale Portfolio eigentlich nur noch eine Richtung, nämlich jene nach oben, denn was man einmal physisch in Händen hält, gibt man erfahrungsgemäß nur mehr sehr unwillig weg, es sei denn es findet sich eine noch bessere Option, sprich den Umtausch in ein anderes EM.