Beiträge von auratico

    Weiter Marktbeobachtungen haben ergeben, dass Minen das de-hedging über Futures zurückfahren
    und verstärkt Optionen zur Absicherung verwenden, was eine stärkere Belastung der Tageskurse
    zur Folge hat.


    Seit die Minen - angespornt von nachhaltig höheren Kursen für ihr Produkt - in größerem Stil begonnen haben, ihre langlaufenden, für ihre Ertragssituation schädlichen Hedgingpositionen, an denen in der Vergangenheit nur die Banken verdient haben, zurückzufahren, ist der Goldpreis weiter markant angestiegen.


    Inzwischen haben es die Minen immer weniger nötig, ihr Hedging über langfristige Futures abzuwickeln, auch wenn Goldman Sachs gerade wieder bei den Minengesellschaften deswegen antichambriert. Die Produzenten hedgen ihre Verkäufe inzwischen vielmehr mit kurzlaufenden Swaps, was nur logisch ist und überdies bullish - es zeigt die neue Macht und das Selbstbewußtsein der Minen, die etwas zu verkaufen haben, was nachgefragt wird. Manche dieser Swaps laufen tatsächlich nur für einige Stunden oder noch kürzer. Der Swap dient nur dazu, sich auf Tagesbasis einen Preis zu sichern, bevor die Chose verkauft wird. Richtig ist, dass dies zu größeren Tagesschwankungen führen kann, aber das gilt eben in beide Richtungen.


    Das De-Hedging an sich ist überhaupt keine Gefahr für den Goldpreis in diesem Bullenmarkt, ganz im Gegenteil.


    Die eingestellte Tabelle mit zukünftigen fiktiven Goldpreisen ist ebenso nur ein Stück Phantasie wie eben jede andere auch. Kann man in einer Viertelstunde mit minimalem Aufwand und flottem Eintippen erstellen und das war´s dann. Bei Wunsch liefere ich einige andere am Fließband, wenn es der allgemeinen Belustigung förderlich sein sollte.


    Grüße
    auratico

    Weiß jemand mehr zu der untenstehenden Meldung, derzufolge Deutschland von Eurostat gezwungen werden könnte, den ganzen Bad Bank-Bilanzschrott der Landesbanken und das Dauerfiasko der Hypo Real Estate in die offiziellen Staatsschuldenbilanz aufzunehmen ?


    Diese Meldung, sofern zutreffend, wäre ja irre. Die deutschen Schulden würden dann sofort einen Sprung nach oben machen, der Griechenland vor Neid erblassen lassen müßte bzw. Schadenfreude in ungeahntem Ausmaß auslösen könnte.


    Man bezieht sich hier auf einen Artikel in der "ZEIT", den ich aber online noch nicht gefunden habe. Also, ist das eine Ente bzw. nur ein hypothetisches Szenario oder was ist Sache ?


    Deutsche Schuldenquote könnte wegen HRE auf 90% steigen


    11.08.2010 - 15:56

    BERLIN (Dow Jones)--Die deutsche Schuldenquote könnte wegen der Rettung der WestLB und der Hypo Real Estate (HRE) auf 90% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) klettern, nachdem sie 2009 noch 73,1% betrug. Das könnte sich nach Angaben der Wochenzeitung "DIE ZEIT" vom Mittwoch aus einer Entscheidung des europäischen Statistikamts Eurostat ergeben, nach der von den Banken zur Sanierung ihrer Bilanzen gegründete Abwicklungseinheiten in der Staatsbilanz verbucht werden müssen.


    http://nachrichten.finanztreff…6,sektion,wirtschaft.html


    Wurde in USA auch schon bemerkt:


    http://www.zerohedge.com/artic…heet-rbs-fannie-freddie-n


    Grüße


    auratico

    Helicopter Ben schmeißt die Presse an und der Gewinner des Tages ist Cash in US-Dollar. Ich verstehe das auch nicht.


    Was du als Anwerfen der Presse verstehst, ist in den Augen der Finanzmärkte nicht mehr als ein halbherziger Geldpups. Sie hatten sich nach den jüngsten skeptischen Äußerungen von Bernanke zur Konjunktur im Gegenteil ein viel umfangreicheres neues Paket mit Quantitative Easing erwartet, das die Aktienmärkte weiter hochgetrieben hätte.


    Die Fed spielt mit diesem Baby-Paket, das ja nur bedeutet, dass die Zinserträge aus den auslaufenden Anleihen der Fed nicht eingezogen werden, auf Zeit. Die Finanzmärkte reagieren entsprechend und parken das Geld zu Minizinsen in Staatsanleihen ( zehnjähriger Bund z.B. heute mit den niedrigsten Zinsen seit 1989 ).


    Die Fed wird dennoch nicht umhin kommen, bald die Notenpresse wieder im ganz großen Stil anzuwerfen. Die Luft wird immer dünner. Nachvollziehbar ist das heutige Geschehen aber sehr wohl - alle ziehen das Deflationsszenario aus der Schublade, der Dollar erholt sich von seiner zuletzt stark überverkauften Position und alle warten auf das nächste ganz große Ding der Fed.
    Und : trotz der erheblichen Dollarrally heute gegen Euro und etliche andere Währungen verliert der Dollar immer noch weiter gegen den Yen. Die hochnervös verschobenen Devisenpositionen sind schlechterdings immens.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='cyberworky'
    Den nicht meldepflichtigen ungeregelten OTC Markt kann man dabei nicht mal berücksichtigen.


    Darauf kann man gar nicht oft genug hinweisen. Der OTC-Markt, komplett intransparent wie er nun einmal ist, ist in jedem Falle riesig - ein gigantisches, unreguliertes Derivateuniversum. So gibt es ja z.B. genug Leute, die behaupten, dass etwa die so vielbeschworenen, hartnäckig konzentrierten Silbershortpositionen an der Comex wenig aussagekräftig sind, wenn man dabei nicht gleichzeitig weiß - und das kann man eben nicht wissen -, ob die Kontrahenten etwaige außerbörsliche Hedges in ähnlicher Größe am Laufen haben, also z.B. langjährige Liefergarantien mit Minen oder wesentliche Anteile an Silberminen. Who knows ?


    Grüße
    auratico

    auratico: Wobei das natürlich immer noch historisch gesehen recht hohe Short-Werte sind, oder? Man ist noch nicht sehr weit weg von den Spitzenwerten Ende 2009 und noch Meilenweit weg von 2008er Werten. Entweder, man erwartet noch 2008er Goldpreise, oder man will um alles in der Welt den weiteren POG-Anstieg bremsen. Dass man zwischendurch bei sich bietender Gelegenheit ein paar Gewinne mitnimmt und die zuletzt bei ATH gekauften shorts "versilbert", ist natürlich klar, aber die Gesamtmenge an gehaltenen shorts schaukelt sich trotzdem schon brav weiter auf......unsere Chartisten würden sagen: der übergeordnete Trend ist ungebrochen!



    Im untenstehenden Link kann man die Entwicklung des Future-Volumens bei den Comex-Positionen über die Jahre verfolgen. Es sind ja momentan nicht nur die Short-Positionen der Commercials "historisch gesehen recht hoch", sondern auch deren Long-Positionen sind mit deutlich über 200.000 auf rekordverdächtigem Niveau.


    Interessant wird es, wenn und wie die von der Regulierungsbehörde CFTC für Herbst 2010 angekündigten Positionslimits kommen werden.


    Die Bullionbanken nehmen nicht einfach "bei sich bietender Gelegenheit ein paar Gewinne mit". Diese Gewinne sind enorm, weil sie sich förmlich orchestrieren lassen, solange man die nervösen Long-Spekulanten (Hedge Fonds) immer noch mit geballter Marktmacht relativ leicht verängstigen kann. Die grandiose Silberpreisdrückung 2008 von ca. $19 auf $ 9, nachdem JP Morgan die gewaltig unter Wasser stehenden Riesenshortpositionen aus der "Konkursmasse" von Bear Stearns übernommen hat, ist das schlagendste und geradezu lachhaft offenkundigste Beispiel aus den letzten Jahren.


    Wenn dies einmal nicht mehr gelingen sollte, werden sich die meisten Shortpositionen der Bullionbanken als das erweisen, was sie im Grunde sind, nämlich splitternackt.


    http://www.technicalindicators.com/cot2002.htm


    Grüße
    auratico

    Hier werden noch einmal die Vorgänge an der Comex aus den letzten Wochen zusammengefasst. War hier in mehreren Postings mit unterschiedlicher Quellenlage und Interpretationen schon Thema. Es geht um das Verhalten der Commercials, also in der Hauptsache der großen Bullionbanken:


    US-Banken trennen sich massiv von Risiken eines steigenden Goldpreises


    Es ist wie das Kommen und Gehen der Jahreszeiten. Wenige amerikanische Großbanken – allen voran JP Morgan - bauen an der Warenterminbörse COMEX über Monate hinweg Gold-Short-Positionen auf, um dann beträchtliche Anteile davon auf einen Schlag einzudecken. Anfang August fiel dieser Prozess besonders heftig aus.


    Der aktuelle CFTC-Report zur Beteiligung von Banken an den Termingeschäften der COMEX zeigt, dass insgesamt vier US-Banken sich per 3. August 2010 von 21 Prozent ihrer Futures-Kontrakte getrennt haben, mit denen sie auf einen fallenden Goldpreis gewettet hatten.


    Massiv Shorts glattgestellt
    Für Händler, ist die so genannte Short-Eindeckung besonders vorteilhaft, wenn der Goldpreis möglichst niedrig gegenüber dem im Vertrag vereinbarten Basispreis steht und umso unvorteilhafter, je höher Gold notiert. Nachdem der Kurs des Edelmetalls seit Anfang Juli um 5 Prozent gefallen ist - Kritiker gehen davon aus, dass die Banken dabei tatkräftig mitgeholfen haben - sah man nun wohl den richtigen Zeitpunkt gekommen. Short-Positionen wurden durch den Abschluss von Kaufkontrakten „glattgestellt“.


    http://www.goldreporter.de/gol…lm+%28GoldrepEdelm%29#594


    Grüße
    auratico

    Wir sind es bislang gewohnt, die Edelmetallpreise immer auf Dollar- oder Eurobasis zur Kenntnis zu nehmen.
    Zur Sensibilisierung in Bezug auf realwirtschaftliche Entwicklungen wäre es aber interessant Edelmetallpreise in Bezug zu allen Währungen zu sehen.



    Bullionvault bringt solche Charts seit einigen Jahren. Der Chart verarbeitet 10 Währungen - hier angehängt die Fassung vom Juni 2010.
    Man könnte so etwas in Zukunft auch auf die Sonderziehungsrechte (SDR) abstellen bzw. vielleicht gibt es solche Charts aber schon ?


    The world's top 10 currencies have dropped 75% vs. gold in the last 10 years...



    Grüße
    auratico

    ...
    Dieser Investitionsgrad kommt mir so bekannt vor..... ^^


    Aber Vorsicht. Bei einem solchen Investitionsgrad werden die Edelwomen dieser Welt urplötzlich aktiv ...


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    Es dürfte bekannt sein, dass John Williams, der wackere Anti-Establishment-Statistiker, davon ausgeht, dass im weiteren Verlauf der systemischen Finanzkrise eine hyperinflationäre Depression vor allem für die USA zu erwarten sei.


    Seine Hauptbegründung dafür bleibt, dass die Regierung ab einem gewissen Punkt Unsummen wird drucken müssen, um ihre massivst un- oder unterhinterlegten Verpflichtungen aus Staatspensionen, Gesundheitssystem etc. zumindest nominell zu erfüllen - wenn auch mit dann rapide schwindender Kaufkraft. Als Folge davon Hyperinflation. Aber ab wann kann man von Hyperinflation sprechen ?


    Williams meint, wenn die größte umlaufende Banknote den Wert von Toilettenpapier erreicht, sei dieser Zustand wohl eingetreten:


    - Hyperinflation means different things to different people. How do you define it?


    John Williams: My definition has been and will remain very simple. When the largest-denomination note in circulation—the $100 bill in the case of the U.S. dollar—has the same value as toilet paper, you have a hyperinflation. You saw that in the Weimar Republic. People papered their walls with money.


    http://www.theenergyreport.com/pub/na/7005


    Grüße
    auratico

    zwar kam heute die meldung über schwache jobdaten aus den usa...
    aber wer hat da mehr erwartet.
    dienstag ist fed meeting,
    vielleicht wissen insider schon, dass da die angedeuteten quant. Lockerungen implementiert werden.


    Diese Jobdaten sind sehr wohl ein "Schock", zumal für die seit Monaten laufende Mainstream-Inszenierung von der "Recovery". Vor allem die für Juni revidierten Daten sind, neben den aktuellen vom Juli, ein Hammer: 221.000 verlorene Arbeitsplätze werden nun für Juni eingestanden, zuvor waren es nur behauptete 125.000. Solche Daten sind völlig unbrauchbar und der reinen Willkür geschuldet.


    Es glaubt eben langsam niemand mehr diesen abstrusen Statistiken, denen zufolge ja trotz weiterem Arbeitsplatzabbau die Arbeitslosenquote sogar von 9.6 % auf 9,5 % gesunken sein soll. Kunststück, wenn gleichzeitig 381.000 der Arbeitsfähigen aus der Statistik genommen werden.


    Was außer eine weiteren Turboladung "Quantitative Lockerung" (diesmal mit Stoßrichtung Bundesstaaten-Defizite) kann die Antwort sein ? Die heutige Reaktion von Dollar- und Goldkurs deuten sehr in diese Richtung.


    Grüße
    auratico

    Wieder was gelernt. Nach Inflation, Deflation, Stagflation nun also auch noch "Agflation", wie an den Preisbewegungen von Weizen, Kakao, Kaffee zu erkennen ist. Allein Weizen hat seit Juni um fast 70% zugelegt:


    Agflation fears as Russia halts all grain exports


    The shortage may trigger a bout of "agflation", posing a quandary for central banks. Professor Charles Goodhart from the London School of Economics fears that rising food prices will add 0.5pc to Britain's sticky inflation, already testing market tolerance.


    http://www.telegraph.co.uk/fin…ts-all-grain-exports.html


    Grüße
    auratico

    China wird weiterhin Gold akkumulieren neben der Einkaufstour von Rohstoffvorkommen überall in der weiten Welt. Wie billig sie an das Gold kommen können, ist eine andere Frage.


    Sieht ganz danach aus. Allerdings verstehen die Chinesen unter einer weitreichenden "Goldreform" offenbar auch die Implementierung von Derivatinstrumenten auf Goldbasis. Diesen Teil der Reform hätten sie sich besser mal sparen können. Auch der chinesische Minensektor kommt in Bewegung, es dürfte bald wohl etliche Übernahmen geben:


    Chinas Goldreform löst Preisfantasien aus


    In den vergangenen Wochen schwächelte der Goldpreis. Das könnte sich ändern: Die chinesische Zentralbank kündigt eine Liberalisierung des Goldmarktes an, um die Versorgung sicherzustellen. Dazu gehören auch Minenübernahmen.


    China sorgt sich um eine ausreichende Goldversorgung - und liberalisiert den Goldmarkt grundlegend. Die Zentralbank People's Bank of China (Pboc) teilte mit, heimischen Banken die Absicherung von Goldpositionen durch Hedging-Geschäfte im Ausland zu gestatten. Gleichzeitig forderte sie die Banken auf, Goldminengesellschaften bei der Expansion ins Ausland mit Krediten zu unterstützen. Zudem kündigte sie an, mehr auf Renminbi lautende Goldderivate zu entwickeln.


    http://www.ftd.de/unternehmen/…ntasien-aus/50152172.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='woernie',


    Verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich konzentrierte Shortpositionen halte und diese 'erdrutschartig in den Markt werfe' dann covere ich de Facto und bremse eine Abwärtsbewegung. Oder wie ist Deine Aussage zu verstehen ?


    War etwas flapsig formuliert. Gemeint war das weitere, ruckartige Hinzufügen von großen Shortpositionen, das schwächere Hände dazu bringt, ihre Longpositionen aufzugeben. Danach dann Covern auf niedrigerem Niveau. Und die Übung dann bei Gelegenheit wiederholen.


    Zitat

    Was die übergeordnete Positionierung der 'großen Spieler' (Comercials) anbelangt, scheint mir die derzeitige Diskussion übertrieben und Butler ist für mich da auch nicht mehr 'glaubwürdig'...tut mir leid, aber ich kann das Gejammere nicht mehr hören...


    Butler liegt vor allem falsch mit seinen ewigen Hoffnungen auf die Selbstreinigungskräfte der Aufsichtsbehörden. Hier liegt er hoffnungslos hinter den politischen Realitäten seines von ihm so patriotisch verehrten Heimatlandes zurück.



    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='cyberworky',
    Verstehst Du was davon? Ich wäre über eine Hilfe wirklich dankbar. Ich verfolge die Daten jetzt sporadisch und an Tagen mit auffälligen Kursbewegungen etwas intensiver.


    Das mache ich auch, wesentlich häufiger als früher, gerade weil da im Moment so die Post abgeht. Experte bin ich freilich keiner. Zusätzlich lese ich, sofern Zeit vorhanden, einige aktuelle Kommentare zu den COT-Bewegungen.


    Zuletzt etwa in Bezug auf Vermutungen, dass JPMorgan angeblich seine gewaltigen Silber-Shorts (und wohl auch erhebliche Goldshorts) allmählich zurückfährt (siehe Link). Die konzentrierten Shortpositionen bedeuten natürlich - kurfristig zumal, auf der von dir angesprochenen Tagesbasis -, ein erhebliches Eingriffspotential, wenn also urplötzlich große Positionen erdrutschartig in den Markt geworfen werden können, um etwa eine Abwärtsbewegung noch zu verstärken.


    http://jessescrossroadscafe.bl…-covering-its-shorts.html




    Diese beiden Tagesberichte hatte ich schon in meinem vorangehenden Post verlinkt. Sie zeigen allem zuvor einmal, wie erheblich die Bewegungen auf Intraday-Basis zuletzt ausfallen. Man kann aber auf die Schnelle kaum eruieren, wer und was genau da dahintersteckt. Die einzelnen Handelsteilnehmer auszumachen ist ohnehin unmöglich, es gibt ja per Statistik nur die versammelten Gruppen wie Commercials, Big Speculators etc.



    Zitat

    Die short Positionen der coms. Diese fallen. Und die long Positionen der coms. Diese Steigen.


    Wurde von einem Analysten schon mal beschrieben. Die coms bauen vermutlich ihre Bestände von short auf long um. Schauen wir mal.


    Das geht aus den jüngsten Silber-Daten deutlich hervor: die Commercials bauen nun Longpositionen auf und Shortpositionen ab (Zuletzt + 931 Longkontrakte und einen Abbau von 261 Shortkontrakten), während die Spekulanten 1.950 zusätzliche Shortpositionen aufgebaut haben. Entscheidend dabei ist, ob dies nun ein längerfristiger Trend wird, d. h. ob die großen Permabären nun den Versuch unternehmen, aus ihren Positionen "kontrolliert" herauszukommen.


    http://www.cftc.gov/dea/futures/deacmxsf.htm


    Die Spekulanten haben also zuletzt eindeutig kalte Füße bekommen. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass die meisten von denen mit wenig eigenem Geld und vielen Krediten unterwegs sind. Das sind im Grunde die Hedge Fonds, die im bisherigen Verlauf des Goldanstiegs unsinnigerweise fast immer darauf verzichtet haben, sich physisch beliefern zu lassen.


    Eine Ausnahme unter den Hedgefonds bildet etwa John Paulson (dessen Hedgefonds aber dieses Jahr bisher aus anderen Gründen mies abgeschnitten hat). Die Hedgefonds als Hauptakteure unter den Big Speculators beim Gold legen ihr Geld nun immer noch kurzfristiger an. Manche behaupten inzwischen, dass sie innerhalb von einem einzigen Tag bei Bedarf 100% in Cash gehen könnten (siehe Link). Sie sind die wahrhaft schwachen Hände an der Comex, die nun auf Tagesbasis rein und raus gehen, was in Zukunft wohl kein gutes Rezept auf den Edelmetallmärkten sein dürfte. Hoffentlich jedenfalls.


    http://www.zerohedge.com/artic…ket-becomes-day-trading-s


    Beim Gold hingegen fällt vor allem das rückgängige Open Interest auf. Hier haben die Spekulanten sich auch kräftig aus ihren Shortpositionen gelöst und die Commercials von etlichen ihrer zuletzt erworbenen Longpositionen. Ein ziemliches Verwirrspiel, zumal wenn man sich den darauffolgenden Anstieg vom Freitag vor Augen führt.


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='cyberworky',


    Nach meinen Beobachtungen vom Dienstag ist das open interest an dem Tage gewaltig gestiegen. Was ich leider nicht habe sind Daten aus der Vergangenheit.


    Welche COT-Daten aus der Vergangenheit fehlen Dir ? Wie kommst Du zu der Meinung, dass das OI zuletzt derart mächtig angestiegen sein soll ?


    Richtig ist, dass am Dienstag das OI um 9.049 Kontrakte gestiegen ist:


    http://www.cmegroup.com/daily_…ures_Products_2010143.pdf



    Die August-Futures vom Mittwoch hingegen weisen dann aber schon wieder einen Rückgang des Open Interest von 21.894 Kontrakten aus.


    Links zu COT-Daten:


    http://www.cmegroup.com/daily_…ures_Products_2010144.pdf


    http://www.cftc.gov/dea/futures/deacmxsf.htm


    http://www.cftc.gov/dea/options/deacmxlof.htm


    Grüße


    auratico

    Medusa Mining ( MML.AX/WKN AU000000MML0 ) ist eines der wenigen Minenunternehmen, das seine Versprechen und Zeitpläne bisher immer eingehalten hat. Die anfangs vor zwei Jahren manchem illusorisch erscheinenden, geradezu lachhaften Förderkosten sind tatsächlich Realität geworden. Jetzt müssen sie aber auf den Philippinen noch weiter fleißig hinzuexplorieren. Der Kurs hatte zuletzt etwas gelitten.


    Das aber kann sich jedenfalls sehen lassen :


    Das Unternehmen hat für das Juniquartal eine Produktion von 25.012 oz Gold gemeldet. Der durchschnittliche Gehalt betrug 13,65 g/t und die Cashkosten beliefen sich auf 182 USD/oz. Die Gesamtproduktion des Finanzjahres erreichte damit einen Rekord von 89.679 oz zu Cashkosten von 184 USD/oz.


    http://www.medusamining.com.au…/asx/100630_quarterly.pdf



    Grüße
    auratico

    Dass der jüngste Rückgang des Goldpreises sich einer jäh veränderten Sicht auf die Eurozone verdankt, ist offensichtlich. Wie lange die Märkte jedoch diesmal auf die Schokoladeseite blicken werden, weiß niemand. Sind die schwachen Hände der letzten Goldpreisrally nun kollektiv draußen und überlassen das Feld wieder den großen Jungs ? Die Spekulanten jedenfalls haben ihre Longpositionen auf den niedrigsten Stand seit Ende 2007 zurückgefahren:


    Europas Auferstehung drückt Goldpreis


    Die europäische Wirtschaft erholt sich, Bankaktien steigen nach dem Stresstest. Deshalb sinkt die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold. Der größte Goldfonds verzeichnet den größten Tagesablauf seit akutem Ausbruch der Finanzkrise.


    "Die Sorgen um Europa nehmen ab", sagte Pento. Er prophezeit einen Rückgang des Goldpreises auf 1083 Dollar bis Ende des Jahres.Die mittelfristigen Aussichten für den Goldpreis bewerten die Experten allerdings als gut. Die Analysten von Société Générale begründen ihre positive Einschätzung mit dem Blick auf die Terminmärkte. An der New Yorker Börse Comex reduzierten die Spekulanten ihre Netto-Kaufpositionen in einer Woche von 902 auf 775 Tonnen.


    Sie hielten nur noch 30,5 Prozent der offenen Positionen, das sei so wenig wie seit Ende 2007 nicht mehr. "Das legt nahe, dass die Anleger mit den nervösen Händen erst einmal herausgefegt wurden. Das erhöht die Chancen, dass sie in den kommenden Wochen wieder zurückkehren und den Preis nach oben treiben. Im Gegenzug bedeutet das aber auch, dass die Wahrscheinlichkeit von Short-Cover-Rallies geringer ist", schreiben die Société-Générale-Experten. Bei Short-Cover-Rallies schließen Anleger ihre Verkaufspositionen.


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…t-goldpreis/50150440.html


    Grüße


    auratico

    Gegenstimme aus dem Mainstream - ob es aber wirklich "die Profis" sind, die derzeit ihr Gold abstoßen und nicht vielmehr die zuletzt eingestiegenen Trittbrettfahrer, die momentan tatsächlich mit 20% im Minus liegen?



    Goldpreis fällt unter die Marke von 900 Euro


    Beim Krisenmetall Gold zeichnet sich eine Trendwende ab. Profi-Investoren stoßen Gold ab, der Preis rutscht unter 900 Euro je Feinunze.


    Denn die Lage an den Finanzmärkten hat sich beruhigt. Staatspleiten scheinen vorerst abgewendet und die Banken haben die Stresstests weitgehend bestanden. Das lässt viele Anleger wieder mutiger werden. „Investoren schichten derzeit Kapital in riskantere Anlageklassen um“, sagt Eugen Weinberg, Rohstoff-Experte der Commerzbank. Sie verkaufen also Gold und kaufen dafür Aktien oder andere Wertpapiere – es ist daher kein Zufall, dass parallel zum sinkenden Goldpreis die Aktienkurse wieder gestiegen sind.


    http://www.welt.de/finanzen/ar…e-Marke-von-900-Euro.html


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Edel Man'


    --- Gold physisch akkumulieren
    --- In Dips nachkaufen
    --- Nie in Dips verkaufen!!


    Für mich schon lange sicher, daß die Bullionbanken genau so verfahren, habe das schon seit langem mehrfach hier erwähnt...


    Kann man nicht oft genug wiederholen, gerade für Leute, die erst in der letzten Zeit ins Gold gegangen sind. Wer bisher seit etlichen Jahren nun schon IMMER nur nach einem Rücksetzer gekauft hat, konnte überhaupt nichts falsch machen. Gerade einem heftigen Anstieg darf man nicht hinterherjagen.


    Das macht auch das Smart Money nicht. Große, strategische Positionen werden immer nur in Dips akkumuliert. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es auch in diesem Sommer/Herbst so kommt wie schon in den vergangenen Jahren:


    Like clockwork, gold invariably puts in a major bottom in July or August before the run up into the strong fall season.


    Technical traders wrongly assume these breaks are continuation patterns but the reality is that very often they are just smart money “playing” the technical crowd so they can enter large positions. The key to watch for is an immediate reversal of a technical break. When that happens you know there was someone in the market buying when everyone else was selling. 9 times out of 10 it was smart money.


    http://financialsense.com/cont…nor/hoping-for-a-break%20


    Grüße
    auratico

    Zitat

    quote='Dr_Meyer'
    Dass diese Erkenntnisse genau jetzt nach draussen sickern, wo Gold korrigiert und seit Tagen im überkauften Bereich verharrt, ist fast schon ein Treppenwitz der Geschichte.


    Überverkauft muss es wohl heißen.



    Zitat

    Am gestrigen Tag konnte man sehen, wie leicht es derzeit noch ist, an der Comex den Preis für Papiergeld zu manipulieren.


    Das ist bitter, aber so sieht es aus. Geht heute schon wieder weiter. Noch zeigt sich absolut keine Gegenwehr. Die riesigen Blockpositionen der Computerprogramme machen ganze Arbeit und mahlen sich unten durch. Man muss allerdings zugeben, dass sie nach oben hin ebenso vorgehen.



    Zitat

    Es ist außerdem auch denkbar, dass es an der Comex bei niedrigen Preisen zu vermehrten Auslieferungsanträgen kommt.
    Beim Kaffee hat es ein Großhändler vorgemacht, der erkannte, dass Kaffee an der Rohstofbörse billiger ist als bei seinem Zulieferer in Vietnam. Kakao ist gefolgt: hier hat ein Spekulant an einem Tag alle weltweit liquiden Kakao-Kontrakte gekauft und zur Auslieferung angemeldet

    .


    Dies ist der eigentliche Irrsinn: Die Spekulanten lassen sich aus ihren Positionen jagen, ohne je auf physische Auslieferung zu drängen, womit sie derartige aberwitzige Abverkäufe stoppen könnten. Anders als bei den Verbrauchsrohstoffen machen die Goldspekulanten (ohne Fundamentalverständnis, wie Trader Dan vermutet ? ) diesen Wahnsinn mit. Am Ende werden - so sieht es z.B. Jim Sinclair - die Bullionbanken als große Gewinner daststehen, weil sie sich günstig physisch eindecken werden, während alle Spekulanten der jüngsten Hausse rausfliegen werden.


    Grüße
    auratico