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quote='cyberworky',
Verstehst Du was davon? Ich wäre über eine Hilfe wirklich dankbar. Ich verfolge die Daten jetzt sporadisch und an Tagen mit auffälligen Kursbewegungen etwas intensiver.
Das mache ich auch, wesentlich häufiger als früher, gerade weil da im Moment so die Post abgeht. Experte bin ich freilich keiner. Zusätzlich lese ich, sofern Zeit vorhanden, einige aktuelle Kommentare zu den COT-Bewegungen.
Zuletzt etwa in Bezug auf Vermutungen, dass JPMorgan angeblich seine gewaltigen Silber-Shorts (und wohl auch erhebliche Goldshorts) allmählich zurückfährt (siehe Link). Die konzentrierten Shortpositionen bedeuten natürlich - kurfristig zumal, auf der von dir angesprochenen Tagesbasis -, ein erhebliches Eingriffspotential, wenn also urplötzlich große Positionen erdrutschartig in den Markt geworfen werden können, um etwa eine Abwärtsbewegung noch zu verstärken.
http://jessescrossroadscafe.bl…-covering-its-shorts.html
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Daher habe ich mir die Tagesberichte der letzten Tage kopiert.
Was sagst du dazu?
Section62_Metals_Futures_Products_2010143.pdf Section62_Metals_Futures_Products_2010143 und nun.pdf
Wird jetzt die Manipulation manipuliert? Open Interest zuerst 580.155 dann 560.066?
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Diese beiden Tagesberichte hatte ich schon in meinem vorangehenden Post verlinkt. Sie zeigen allem zuvor einmal, wie erheblich die Bewegungen auf Intraday-Basis zuletzt ausfallen. Man kann aber auf die Schnelle kaum eruieren, wer und was genau da dahintersteckt. Die einzelnen Handelsteilnehmer auszumachen ist ohnehin unmöglich, es gibt ja per Statistik nur die versammelten Gruppen wie Commercials, Big Speculators etc.
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Die short Positionen der coms. Diese fallen. Und die long Positionen der coms. Diese Steigen.
Wurde von einem Analysten schon mal beschrieben. Die coms bauen vermutlich ihre Bestände von short auf long um. Schauen wir mal.
Das geht aus den jüngsten Silber-Daten deutlich hervor: die Commercials bauen nun Longpositionen auf und Shortpositionen ab (Zuletzt + 931 Longkontrakte und einen Abbau von 261 Shortkontrakten), während die Spekulanten 1.950 zusätzliche Shortpositionen aufgebaut haben. Entscheidend dabei ist, ob dies nun ein längerfristiger Trend wird, d. h. ob die großen Permabären nun den Versuch unternehmen, aus ihren Positionen "kontrolliert" herauszukommen.
http://www.cftc.gov/dea/futures/deacmxsf.htm
Die Spekulanten haben also zuletzt eindeutig kalte Füße bekommen. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass die meisten von denen mit wenig eigenem Geld und vielen Krediten unterwegs sind. Das sind im Grunde die Hedge Fonds, die im bisherigen Verlauf des Goldanstiegs unsinnigerweise fast immer darauf verzichtet haben, sich physisch beliefern zu lassen.
Eine Ausnahme unter den Hedgefonds bildet etwa John Paulson (dessen Hedgefonds aber dieses Jahr bisher aus anderen Gründen mies abgeschnitten hat). Die Hedgefonds als Hauptakteure unter den Big Speculators beim Gold legen ihr Geld nun immer noch kurzfristiger an. Manche behaupten inzwischen, dass sie innerhalb von einem einzigen Tag bei Bedarf 100% in Cash gehen könnten (siehe Link). Sie sind die wahrhaft schwachen Hände an der Comex, die nun auf Tagesbasis rein und raus gehen, was in Zukunft wohl kein gutes Rezept auf den Edelmetallmärkten sein dürfte. Hoffentlich jedenfalls.
http://www.zerohedge.com/artic…ket-becomes-day-trading-s
Beim Gold hingegen fällt vor allem das rückgängige Open Interest auf. Hier haben die Spekulanten sich auch kräftig aus ihren Shortpositionen gelöst und die Commercials von etlichen ihrer zuletzt erworbenen Longpositionen. Ein ziemliches Verwirrspiel, zumal wenn man sich den darauffolgenden Anstieg vom Freitag vor Augen führt.
Grüße
auratico