Ganz lieben Dank
Tulius, Der Vorsichtige, Salorius, Knallsilber, Jocky und Dark Matter für eure prima Hinweise und Erfahrungsberichte zur Lebensmittelgenerierung und Bevorratung.
In beiden Ernstfallkonstellationen (also unabhängig von der Freude einer natürlichen/naturnahen gärtnerisch-anbauenden Betätigung), nämlich:
a) Kollapsartiger Eintritt einer umfassender Lebensmittelversorgungsnotlage nicht nur kurzfristiger Natur (mind. mehrere Monate) ohne nennenswerte "Vorbereitungszeit" sowohl zwangsverteilungsstaatlicherseits als auch privat ("kollapsartig" m.E. hierbei vorstellbar nur im Verbund/kaskadierend mit sonstigem "(Zivilisations-)Crash"
b) Prozess der zunehmenden Verknappung und Mangellage über Monate hinweg - einhergehend mit Selbstproduktionsanstrengungen nicht nur kleiner Bevölkerungsteile
versuche ich, das von euch Gesagte so zusammenzufassen:
1. derzeitige Vorräte nehmen etwas "Beschaffungs-/Erzeugungs-/Erfolgsdruck", ersetzen aber nicht besonders lange (je länger je besser natürlich) die Notwendigkeit, selbst ausreichend und mit Ernteausfallreserven (Kalorien) produzieren zu können
2. Produktions- und Anbauerfahrungen vorallem im kleingärtnerisch-nichtindustriellen Stil sind unersetzlich, genauso wie die Gewinnung und Verfügbarhaltung von Saatgut.
3. Alle Erzeugung muss so einfach im Anbau,so witterungs- und schädlingssicher wie möglich gestaltet werden. Aus der Geschichte wissen wir, dass "Missernten" vorkommen, also nicht 100%ig zu verhindern sind, aber über Redundanz und Diversifikation und Reservevorräte abzumildern sind. Dennoch ist aus meiner Sicht die Anbausicherheit/Ertragssicherheit der weitaus wichtigste Parameter.
Oben ist konkret die Rede von Kartoffelanbau.
Meine konkrete Fragen:
1. Wie verhält sich der Kartoffelanbau im Vergleich zum Topinamburanbau in praktischer Erfahrung unter der Höchstgewichtung der Anbausicherheit (Ertragssicherheit)?
2. Gibt es Sonnenblumenanbauerfahrung (als energiereiche Ölsaat) so man von Schwerpunkt Kartoffel/Topinambur diversifizieren will und aber Anbausicherheit/Ertragssicherheit und Saatgewinnung höchstgewichtet?