Beiträge von Wayne Schlegel

    Servus Noma,


    meine eingefügten Anmerkungen bitte auch hier rein sachlich als Diskussionsbeitrag/Ansicht verstehen und keinesfalls persönlich nehmen



    Servus Markus,


    nochmals Anmerkungen anbei.



    Aufs pure Überleben bereite ich mich nicht vor. Da habe ich keine Chance und die Stämmegesellschaft ist auch keine Lebensform, die ich besonders überlebenswert finde.



    Servus Fragezeichen,


    fast kein Zivilist würde sich diese Lebensform jetzt aussuchen (bis auf einige Aussteiger, die es immer gab und gibt). Die Frage ist, ob man es sich dann aussuchen kann, wenn es den Untergang der Zivilisation gibt, den niemand will und braucht, der aber konsequent und angstfrei bedacht eben nicht auszuschliessen ist. Und auf den sich - freilich mit ziemlichen graduellen Unterschieden - die Vorsorgler ja doch irgendwie vorbereiten.


    Denn sonst bräuchte man sich keinerlei Gedanken über Aktivkohlefilter, Umkehrosmose, Brennstoffzellen, Algen, Stromaggregate, Dörrobst usw. zu machen. Nur stoppt der Otto-Normalvorsorgler seine szenarienhaften Überlegungen häufig vor dem entscheidenden Punkt. Das ist psychologisch nur allzu verständlich und gewiss auch nicht leicht, diese Zuendedenkblockade zu überwinden.

    Servus Markus,


    ich habe unten Anmerkungen reingeschrieben. Verstehe das bitte auf keinen Fall als "Angriff/Polemik/Besserwisserei usw." Nur als sachliche Anmerkungen. Du weißt, dass ich Dich und Deine Beiträge sehr schätze.


    Servus zusammen,


    passt zwar nur indirekt in den Faden "Lebensmittelvorrat", aber vielleicht kann mir ja jemand trotzdem erklären, für welche Art von Krise/Notfall das Vorhalten eines Stromgenerators wichtig im Sinne von existenznotwendig sein kann.


    Mir ist es nämlich nicht plausibel, was ein Stromgenerator mit einem Betriebsmittel- und Ersatzteilvorrat für sagen wir mal 4 Wochen (meinetwegen auch 3 Monaten) bringen soll, wenn man von dem Standardfall des Otto-Normalvorsorgers ausgeht (also nicht den Generator braucht, um Herzschrittmacher, Rollstuhl oder Milchkuhmelkanlage zu betreiben).


    Okay, man kann dann in den 4 Wochen noch schön die Wäsche maschinell waschen, die Elektrorolläden bedienen, die E-Zahnbürste aufladen, leckere Algen-Lasagne oder Tomatenpizza im E-Ofen und Popcorn in der Mikrowelle machen. Auch die stromgesteuerte Ölheizung oder die Gasheizung (so Gas fließ) läuft dann noch. Aber was ist nach den 4 Wochen (3 Monaten)?


    Und wenn die Krise/der Notfall (im Sinne von Netzstromausfall) nur 2-3 Wochen dauert, kann man dann nicht einfach solange auf das Wäschewaschen, das Popcorn usw. verzichten? Es ist dann ja "Not" - und zwar für alle.


    Außerdem: Wieviele Haushalte haben (von abgelegenen Bergdörfern und Wochenendhäusern ohne Netzstromversorgung abgesehen) einen Generator? Von 100 Haushalten einer? Finde ich schon hochgegriffen, aber egal: Werden die 99 anderen Haushalte dann in der Krise etwa zuschauen, wie einer unter ihnen mit Licht lecker Lasagne macht usw.? Die werden dann auch mal fragen, ob sie ihre Zahnbürste aufladen dürfen. Christliches Teilen im Sinne der Nächstenliebe ist dann angesagt (das werden viele in der Not ohnehin wieder lernen müssen).


    Also, mir ist nach solchen Überlegungen nicht klar, welchen entscheidenden, existenziellen Vorteil ein Stromgenerator haben soll. Wer weiss Rat?



    Servus Wurschtler,


    exakt diese Philosophie finde ich überzeugend. Alles was man für einen evtl. langdauernden Notfall anschafft, muss langdauernd tauglich sein, keine aufwändigen Ersatzteile oder im Notfall schwer zu beschaffende Betriebsstoffe benötigen oder übermäßig Kraft und Zeit binden, die man dann vielleicht für andere Dinge eher braucht. Einfach, schlicht und effektiv ist die Vorbereitungs-Parole für einfache, schlichte und primitive Zeiten.


    Viel Technologie, so reizvoll und interessant sie in jetzigen Technologiezeiten auch anmutet, taugt in und für Primitivzeiten wahrscheinlich nicht (lange), wenn sie nicht exakt dafür ausgelegt ist. Nichts gegen jemanden, der über Wissen und Können verfügt, um "seine Technologie" am Laufen zu halten. Der soll genau dieses Wissen und Können nutzen - keine Frage. Wer also über die physikalischen und chemischen Kenntnisse, Zeit und Geldmittel verfügt, der wird es vielleicht über die Kombination verschiedener Techniken schaffen können, sogar aus Gülle notfalltrinkbares Wasser zu gewinnen. Hut ab. Aber wie ich denke, keine sinnvolle Herausforderung für den Otto-Normalkrisenvorsorger.


    Die Mehrzahl der Menschen steht wohl noch im aktiven Berufs- und Familienleben und dürfte Schwierigkeiten haben, die Zeit aufzubringen, um sich ausgeklügelte Techniken und die notwendigen Materialien und Ersatzteile anzueignen und das Handling zu üben, so sinnvoll das natürlich wäre. Nur, wer seinen Beruf und seine Familie jetzt vernachlässigt, für den beginnt die Krise wahrscheinlich sofort und ganz anders als vorbereitet.


    Generell kann der Familienvater mit Kleinkindern wie auch die gehbehinderte oder kaum traglastfähige Seniorin das Thema Fluchtrucksack oder Überleben in Wald und Wiese vollständig ignorieren, wenn Kinder oder Rollator nicht zusammenklappbar und frostsicher sind. Das ist nur was für Singles mit trainierter körperlicher Belastbarkeit - oder wenn das eigene Haus dann tatsächlich doch im MG-Feuer oder im Verstrahlungsgebiet liegen sollte (wobei man für letzteres in der Tat Technologie in Form eines Messgerätes zur Feststellung bräuchte, denn wenn man es organisch-symptomatisch spürt, dann ist es ohnehin zu spät).


    Jeder muss also eine auf seine Lebensumstände passgenaue defensive oder offensive Strategie entwickeln, kann sich etwas vorbereiten und muss schließlich dann doch situativ reagieren, weil Krisen nunmal selten einen vorgeplanten und vorgereiteten Verlauf nehmen.


    Meinerseits danke für all die Ideen, Hinweise und Links zum Thema Wasseraufbereitung, für die einfachen und für die detaillierten. Jeder kann sich so das nach seiner Philosophie richtige heraussuchen.

    Ich möchte gerne das Sachthema Trinkwasser im Extremszenario zur Diskussion stellen und gleich ein paar Fragen anbringen:


    Einerseits leben wir in einer grundsätzlich regenreichen Weltgegend, sodass von oben regelmäßig frischer Nachschub kommt. Läßt man Verseuchungen dieses Nachschubes im Extremstszenario von reihenweisen Kernschmelzen in notbedingt ausser Kontrolle geratenen AKWs außer Betracht (dagegen würde wohl ohnehin nichts helfen), dann reduziert sich doch die Trinkwasserversorgungsfrage darauf, wie man den Nachschub von oben "konservieren" kann, so das überhaupt erforderlich ist.


    Schwierigkeiten habe ich damit, auf die ausschließliche Nutzung von Oberflächenwasser und Grundwasser in Zivilisationsreichweite zu setzen (meine also nicht den leckeren, gott- und menschenverlassenen Bergquell). Wenn wir also im Extremszenario (nicht Extremstszenario) davon ausgehen, dass - bitte die harte aber prägnante Ausdrucksweise zu entschuldigen - verwesende Kadaver eine Trinkwassergefahr darstellen können, kann man die Sauberkeit/Unverseuchtheit von Wasser vor dem Genuss desselben ohne aufwändiges Labor erkennen? Reicht da Augenprobe, kleine Geschmacksprobe? Gibt es einen Trick wie unter Bergleuten die früheren Grubenvögel (klar, wenn die Fische bäuchlings oben schwimmen hat jemand dynamitgefischt oder die Brühe ist gefährlich)?


    Oder wäre in jedem Fall angeraten, Silberionen bzw. silberionenbasierten Chemikalien und Filtrierverfahren (chemikalienfreie?) einzusetzen und welche Nebenwirkungen haben insbesondere Silberionen wiederum auf Dauer auf den Organismus? ,

    Hee, sollte es nicht darum gehen, daß sich Menschen, welche sich dafür interessieren, gegenseitig unterstützen und das geht ja wohl auch nach dem Motto "Jeder nach seiner Fasson". Je größer die Zahl derer ist, die vorsorgen, desto weniger ungemütlich wird es, desto weniger sind wir auf die "Vorsorge" unseres Staats angewiesen.


    Könnte nicht das der gemeinsame Nenner sein?


    Könnte es, könnte es. Aber wir sehen hier im Forum, dass die Charaktere, obwohl einig in der Situationsanalyse und im Ziel, schon hinsichtlich des Weges sich (argumentativ) mitunter an die Gurgel gehen.


    Okay, in der Not sieht alles ganz anders aus und der geringste Ego-Ansatz wird von der Familie/Horde/Sippe/Gruppe zu sanktionieren sein, wenn sie denn überleben will.


    Die intensive gegenseitige Unterstützung in der Familie/Horde/Sippe/Gruppe wird wohl auf diese beschränkt zu bleiben haben. Und zwar nicht nur aus Gründen des Gruppenselbsterhaltes. Denn genau das ist doch die tragische Erkenntnis aus der Menschheitsgeschicht: alle Großgebilde mit noch so ausgeklügelten, gerechten oder ungerechten Umverteilungs- und Ausgleichsmechnismen scheitern letztendlich - wie wir doch gerade wieder vor Augen geführt bekommen und was Anlass ist, über Vorsorge überhaupt zu diskutieren.


    Kann sein, dass das wirklich Gesinnungstäter/Ehrenmänner sind.


    Oder aber Mitspieler, die perfide zum Gelingen des Ganzen beitragen dürfen.


    Jedem Parteistrategen ist doch klar, dass die Mehrheit des beherrschten Volkes nicht will, was die Herren bzw. deren Herren wollen und mit satter Mehrheit nun auch beschlossen haben.


    Um etwas Balsam für die Volksseele zu verabreichen - was liegt da den Parteistrategen und deren Herren näher, als einfach ein paar Abgeordnete herauszudeuten, die diesmal populistisch stimmen dürfen. Die dürfen also diesmal die Guten spielen, ohne das böse Spiel insgesamt zu beeinträchtigen.


    So macht man Politik und so ist häufig genug der Plot in diesem grandiosen Schauspiel, das uns regelmäßig dargeboten wird.


    Dierk,
    stimme Dir soweit völlig zu - in "normalen" , d.h. in Wohlstandszeiten.
    (...) Dann bekommt eine "sichere" Tüte industriell hergestelltes Speisemehl Type 405 im Schrank, zwar vollkommen denaturiert, für 0,25 EUR und mit 3240 KCal und ein paar Vitamintabletten wieder einen ganz anderen Stellenwert.


    Yep. Für den konsequent rational-effektiven Vorsorger ist das genau das Richtige.


    Der Gourmet-Vorsorger oder der, der Wert darauf legt, dass in einer umfassenden Hungersnot er und die seinen sich ausgewogen und nach Bio-Lehrbuch verköstigen können, für den sind die quick-and-dirty-and-cheap-Tipps (Zucker, Haferflocken, Nudeln, Reis und Fischkonserven (sofern so nicht aus dem West-Pazifik-Fang nach Fukushima stammen) natürlich ein Greuel.


    Was man sonst noch Essentielles an Nichtkalorischem braucht, das gibt es für den rationall-effektiven überall: Brennesseln, Wegerich, Löwenzahn, Gänseblümchen.


    Nicht mehr wird es in freier Wildbahn natürlich geben: Beeren, Pilze, Obst, Mais, Getreide, Kartoffeln, Wild, Ameisen, Regenwürmer usw. Um diese Quellen werden sich nämlich die 79 Millionen ohne Bevorratung streiten, sofern sie keinen (gewaltsamen) Zugriff auf die Bevorrater nehmen.


    Alles natürlich nur in einem Extremszenario, das keiner will und braucht.


    Lippenstift ist schon richtig. Es dürfte in einem Extremszenario (und nur darum geht es) keine/r Alleinerziehende/r eine reelle Chance haben, die Abkömmlinge durchzubekommen. Ohne Familien, verschworene Schicksalgemeinschaften, Trupps, Stämme, in denen sich die Menschen gegenseitig Schutz geben und bedingungslos teilen (die Vorräte und die Not) geht gar nix. Das Zeitalter der kapitalistischen Individualisten ist dann erstmal vorbei.

    Das ist der Preis, den wir und unsere Kinder dafür zahlen müssen, dass wir uns um unwichtiges und nicht um existenziell wichtiges gekümmert haben.


    Wenn es in 30-50 Jahren überhaupt noch Geschichtsbücher geben sollte, wird da drin stehen, welche rücksichtslosen Konsumbastarde die jetzige und die Generation davor waren, wo doch die Folgen des Verbrechens der Atomnutzung so offenkundig und zwangsläufig sind.

    Servus Vorsichtiger,


    danke sehr für diesen ausgezeichneten, umfassenden Beitrag unter 3672, den sich alle Interessierten zu eigen machen sollten und der natürlich in mein Archiv kommt.


    Eine einzige Anmerkung: Der Tageskalorienbedarf von 2.500 für ein gestandes Mannsbild läßt sich wohl halbieren, wenn man davon ausgeht, dass der vorgesorgt habende Mann weniger mit anstrengender körperlicher Arbeit und dann nicht ungefährlicher Mobilität beschäftigt sein dürfte, als vielmehr mit dem Ausharren bei und dem Sichern seiner Familie/Vorräte. Oder man lernt das christliche Teilen in der Not. Als Einzelner oder als isolierte Familie dürfte man ohnehin auf Dauer keine Chance haben.


    Wie auch ein anderer Poster angemerkt hat, könnte es eher schaden, wenn man in so einem umfassenden Hunger-Szenario zu wohlgenährt aussieht, so man sich in der Öffentlichkeit zeigen muss.

    Es ist aber durchaus denkbar das nur gewisse personenkreise. Wie z-b Millitär oder eben auch AKW-Mitarbeiter durchgefüttert werden um die "Nation" zu retten und das die breiten Massen sich selbst überlassen werden. Es wird versucht eine Elite aufrecht zu erhalten und diese Elite wird sich sicher nicht selbst verstrahlen lassen.


    Wäre beruhigend, wenn das mit dem Durchfüttern des AKW-Personals (und deren Familien - damit nicht einer geschwind mal nach hause muss) in jeder Situation geplant wäre und dann auch stattfindet.


    Da ich aber berufsbedingten Einblick in Katastrophenplanungen habe, bleibt es leider bei einer unsubstantiierten Hoffnung. Entsprechende Pläne gibt es nämlich zur Zeit nicht. Die AKWs sind ja narrensicher und Algen-Brennesseln-Krisen wird es niemals geben.


    Die Eliten wollen sich gewiss nicht verstrahlen lassen, wie sie gewiss auch kein Algen-Brennessel-Szenario möchte. Aber was man möchte und was man realisieren kann, sind verschiedene Paar Schuh. Sicherheitshalber haben die wirklichen Eliten mit Durchblick natürlich ein Domizil außerhalb unserer Hemisphäre. Und eine Flugverbindung dorthin auch gleich mit.

    Und du schreibst von einem Jahresvorrat an Lebensmitteln um dem Szenario zu entgehen.


    Um dem Szenario unsägliches Fleisch essen zu müssen zu entgehen. So steht es oben und nicht anders. Bitte genau lesen und dann erst sarkastisch-pikiert reagieren, wenn das denn überhaupt sein muss.


    Immer noch ist mir aber nicht ganz klar und ich frage mich das durchaus selbst, was es letztlich helfen soll, sich mit Algen, Brennesseln usw. vor dem Hintergrund zu beschäftigen, dass dies wichtig und vielleicht überlebensentscheidend sein kann, wenn doch genau dieses Szenario impliziert, dass auch das AKW-Bedienungspersonal und sonstiges Staatspersonal dann im gleichen Boot sitzen werden.


    Es mag sarkastisch klingen, aber ist es dann, wenn es auf solche Notvorräte ankommt nicht konsequent zu ende gedacht richtig, die (eigenen - so vorhanden) Vorräte gleich in das nächste AKW zu bringen, damit die Bedienmannschaft sich nicht selbst mit Nahrungserwerb beschäftigend unkonzentriert wird oder aus schierer Verzweiflung einen defekten Sensor nicht zeitnah auswechselt?


    P.S. : Aber wenn man dieses Kardinalrisiko ausblendet, um die Hoffnung in die Sinnhaftigkeit von Bevorratungen nervenschonend zu erhalten, dann halte ich es für einseitig, Algen als "sehr energiedichte Nahrung" zu sehen. Sehr energiedicht und jahrzehntelang haltbar ist schlicht und ergreifend Zucker. Dass zuckerbasierte Ernährung natürlich auf Dauer und im Übermass schädlich ist, ist klar. Aber Algen sind auf Dauer und im Übermaß auch schädlich.

    Wenn es wirklich soweit kommt das der Staat völlig zusammen bricht. Leute Massenweise verhungern und dann wahrlos rumliegen. Dann möchte ich dich dazu beglückwünschen in nem Haus voller Lebensmitteln zu sitzen. Was denkste wie lange es dauert bis sich ein Mob über dich und deine Vorräte hermacht?


    Wie kommst Du auf die Schlußfolgerung, ich hätte ein Haus voller Lebensmittel, zu dem Du mich auch noch so sarkastisch-pikiert zu beglückwünschen bemüßigt siehst?


    In dem geschilderten Extremszenario erhöht ein Haus voller Lebensmittel die Überlebenschance von 1% auf 2%. Mehr nicht. Eine Fluchtburg, auf die Du setzt, rettet Dich und Deine Nachkommen vorläufig auch nur, wenn Sie ein paar hundert Kilometer abseits von Ballungszentren liegt. Denn Hunger macht jedermann Beine.


    Auf Dauer (also generationsübergreifend) rettet die Fluchburg auch nur, wenn sie auf der Südhalbkugel liegt, denn im Extremfall von reihenweisen Kernschmelzen in den paar hundert AKWs in unserer Hemisphäre braucht das Plutonium und sonstige radioaktive Isotope theoretisch nur einige Monate, um jeden Winkel erreichen zu können. Praktisch wird es einige Jahre dauern, um sich im Biokreislauf/Nahrungsketten - dann aber gleich für ein paar Tausend Jahre - festgesetzt zu haben.


    So schaut es aus - gottseidank auch nur in einem Extremszenario, wenn die Nahrungsmittel allgemein ausgehen und es auf Algen, Bucheckern, Brennesseln, EPAs usw. ankommt. Also bitte souverän bleiben, Thommy.

    Servus Thommy,


    mein Senf in blau dazu:

    @ Wayn: In den Algen ist alles drin, was der Mensch braucht. Kaum zu glauben, aber es ist so.


    Servus,


    nochmals, nix gegen Algen als Ergänzung oder wenn es sonst gar nix anderes zu beissen gibt. Aber (alleine?) darauf zu bauen, wo es so viele "art- und verdauungsgerechtere" Möglichkeiten gibt?


    Ich sehe ohnehin einen logischen Einwand. Die Spezies Mensch ist seit ein paar Jahrmillionen dem Algenmilieu entstiegen und sein Verdauungsapparat hat sich auf vielfältige, aber andere, jedenfalls auf Nichtalgenkost eingestellt. Wieso dieser seit Jahrmillionen algenentwöhnter Verdauungsapparat aus Algen die dort sicherlich vorhandenen Stoffe herauslösen und nutzbar machen kann, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Wenn das überhaupt geht, dürfte es jedenfalls suboptimal sein. Da ist unser Verdauungsapparat doch viel näher mit den Wiederkäuern verwandt und auch solcherart Nahrung funktioniert eben nicht. Auch in Gras und Klee sind tolle Stoffe drin, frag mal bei den Rindviechern in den Ministerien nach, aber für den Menschen nicht wirklich verwertbar. Wenn es bei den Algen anders sein sollte, würde es mich freuen. Fühle mich nur noch nicht überzeugt.