( . . . ) DIe Ursache hat einen Namen: Feminismus. Und der rottet sich in der Tat gerade selbst aus.
Und dieser westlich-kapitalistische Feminismus passt(e) wunderbar ins gesellschaftssteuernde Konzept (so es ein Konzept gab; wenn es keines gab, dann spielt es jedenfalls ideal in die Karten).
Denn aus einem einzigen steuerzahlenden Arbeitnehmer, der selbst als Tankwart oder angelernter Arbeiter in der Lage war, ohne Stütze eine Familie mit Kind anständig zu ernähren, macht man durch das Ideal der femininen außerhausberuflichen Selbstverwirklichung zwei Steuerzahler und ergo auch zwei verschuldungsfähige Einkommen. Ein geniales Modell, das lange für Prosperität der Wirtschaft und entsprechendes Abschöpfungspotenzial der geleisteten Arbeit sorgt.
Sogar noch selbst akzellerierend, denn aus der doppelten, gesteuerten und selbstredend besteuerten außerhausberuflichen Selbstverwirklichung von paarweise zusammenlebender Heteros konnte bei denen, die Kinder wollten und sich die Kindeserziehungsleistungen und Hausarbeitsentlastungsgeräte oder -personen am Markt nach einer überschaubaren Unterbrechung der beruflichen Selbstverwirklichung einkaufen, nochmals besteuerungsfähige Arbeitsplätze entstehen.
Aus ursprünglich besteuerungs- und verschuldungsfähigen 40 Arbeitsstunden macht man so 40 + 40 + X. Diese reale Entwicklung kann man sich am Reißbrett nicht besser ausdenken. Ein Modell, das lange funktioniert. Systemverweigerer, Nettotransferleistungsempfänger kann man damit auch lange mitfüttern, damit das System als solches nicht in Frage gerät. Aber wie alle auf Wachstum basierenden Modelle eben nicht unendlich. Ohne weiteres Wachstum ist der Kollaps nah. Das Femininkapitalismus-Modell rottet sich wie es ausschaut im Unterschied zum Patriarchatsfundamentalismus in der Tat selbst aus.
Sind wir jetzt Opfer oder Täter? Auf jeden Fall sind wir Zeitzeugen. Interessant, nicht wahr?