Beiträge von Wayne Schlegel


    Hi Goldregenpfeifer, nix für ungut, denn so wie Du es machst, ist es für Dich bestimmt absolut richtig.


    Vielleicht ist es aber ganz und gar nicht richtig für die Mitmenschen, die knapp an Geld und knapp an Zeit sind. Deshalb sollte das Verständnis auch denjenigen gegenüber aufgebracht werden, die "nur" ein paar Hundert EURO für eine Bevorratung aus dem Stand heraus für sich und ihre Familien aufbringen können, derweil sie obendrein nicht mit einer 100%en Wahrscheinlichkeit das totale GO mit langfristigen Versorgungsausfällen und mittelalterliches Leben auf Jahrzehnte hinaus erwarten.
    Ferner gibt es Menschen, die müssen sehr hart und lange arbeiten und kommen erschöpft zu ihren Familien nach Hause und haben schlichtweg weder Zeit noch Energie, sich neben Baby, Kleinkind und Pubertären ein ausgeklügeltes Rotationsprinzip mit Null "Verschnitt" einfallen zu lassen und vollendet zu praktizieren.


    Insofern ist auch quick and dirty ein Konzept, was akzeptabel sein sollte. Und seien wir doch ehrlich, wenn es hart auf hart kommt dann schmeckt auch die 1000. Portion Reis vorzüglich, wenn es sonst ausser Baumrinde, Löwenzahnsalat, Ameisen und an Sonntagen Regenwürmern nix mehr geben sollte.

    Aber Ping hat sich doch auch ganz einfach 40 Rollen reservieren lassen können :!:
    Wie geht das oder habe ich da in seinem Post etwas überlesen :hae: :?: Und was hat er mit Reservierung der Rollen am 01. April gemeint :hae:


    Wir sind alle gespannt, ob Ping das präzisieren kann oder es sich um eine bewußte Falschinformation handelt. Als Aprilscherz geht das heute am 07. April nicht mehr durch. Wenn bewußte Falschinformation, die vom Urheber auch nicht sogleich richtig gestellt wird, wäre m.E. eine Forums-SPERRE angebracht.
    Die Bundesbank-Filialkopfstelle Düsseldorf sagt soeben auf Anfrage dazu: "Ein solches Reservierungsverfahren gibt es im Filialnetz nicht. Allenfalls bei der Verkaufsstelle für Sammlermünzen (VfS), die Spiegelglanz-Prägungen (nicht Normalprägungen) für 15 EURO verkaufen.

    Die Erfahrungen mit der Reservierung konnte ich nicht machen. Im Gegenteil: Die Bundesbank sagte mir, dass Reservierungen generell ausgeschlossen sind und 10 Euro Silbermünzen nicht einmal zurückgehalten werden dürfen.
    Problem bei mir war nämlich, dass ich zuwenig Bargeld (Kartenzahlung dort nicht möglich) in der Tasche hatte, um alle Rückläufer aufzukaufen ^^
    Also musste ich schnell zum nächsten Bankautomaten.....hatte aber noch Glück, zumal ich rechtzeitig zurück war.
    @ Ping: Wo lässt du die zurücklegen / reservierst du die?!


    Telefonat mit der Bundesbank-Zentrale von soeben: "Ein Reservierungsverfahren für Privatpersonen ist nicht bekannt. Es gibt nur ein Kontingent im BMF-Auftrag für Händler"

    Unser Problem sind doch nicht die Rentner und auch nicht das Geld. Wir leiden doch keinen Mangel. Es ist von allem genügend da. Es ist sogar soviel da, daß man um den Konsum werben muß. Was wir haben und künftig -selbst bei wegrationalisierter menschlicher Arbeit- produzieren, reicht um uns alle zu nähren und zu kleiden. Das Geldproblem ist doch nur ein virtuelles. Was zählt, sind Sachwerte und Produktionsmittel. Und wie die verteilt werden, bestimmen wir. Ob irgendein Amifonds hier Rechte erworben hat oder nicht, kann uns im Notfall völlig egal sein. Da wird halt wieder enteignet....


    Servus,
    ... "und wie die verteilt werden, bestimmen wir." Wen meinst Du mit "wir"? Doch nicht etwa das Volk? Das Volk hat bei den entscheidenden Sachen nichts zu sagen (Maastricht, Verfassung, Globalisierung, Krieg, Banken-Bailout, Griechen-Bailout ...).


    ..."dann wird halt wieder enteignet...". Wer enteignet wen? Doch nicht etwa "wir" die Eigentums-/Besitzrechte von Amerikanern? Wozu hat der Hegemon Militär und Besatzungsmacht-Stützpunkte bei seinen Vasallen? Enteignung und Entleibung hängen bei so einer Konstellation dicht beisammen. Oder würdest Du Dir Dein Haus/Auto/sonstwas wegnehmen lassen, wenn ein Unterlegener es versuchen würde und Du die Gewaltmittel zur Verfügung hättest und kein irdische Instanz dich zur Verantwortung ziehen kann?

    Milly,
    ich mache mir ernsthafte Sorgen um Fragezeichen. Wenn solche Aussetzer bei Fragezeichen häufiger vorkommen, wäre eine Behandlung anzuraten. Ich meine das nicht polemisch oder beleidigend, sondern wirklich ernst.
    Aber vielleicht kann mir die Besorgnis genommen werden und Fragezeichen hat eine sachliche Erklärung für ihre Äußerungen.
    Servus

    Rhönschaf
    Wenn Du Dir die Situation junger Erwachsener in anderen europäischen Ländern anschaust, da sieht es noch krasser aus.


    In Deinem Post Nr. 38 schreibst Du:

    Wir benötigen ein Ausbildungssystem, welches aus den größeren Intgrationserfolgen von Kindern mit Migrationshintergrund in skandinavischen Ländern lernt.


    In Post Nr. 71 zitierst Du wiederum folgendes:

    Nordrhein-Westfalens erster Integrationsbericht belegt, dass eingebürgerte Ausländer sogar häufiger Abitur machen als Jugendliche aus alten deutschen Familien - und auch sonst auffällig gut abschneiden.


    Könntest Du Dein diskrepant erscheinenden Aussagen erklären?


    1. Wahl ist BRASILIEN
    mit einer guten Schulbildung und einem erlernten Beruf, besser noch als Techniker und/oder Ingenieur hat man dort sogar bei Deutschen Firmen super Chancen.
    Nahezu alle großen deutschen Firmen sind in Brasilien vertreten, von den weltweiten Autofirmen gibt es keine die in Brasilien fehlt ...


    Glückwunsch! Aber wenn man solche Qualifikationen in D hat, jung und mobil ist, sowie neben Deutsch eine Fremdsprache in Wort und Schrift beherrscht, dann gibt es hier auch viele große deutschen Firmen, bei denen man Lohn findet. Oder ist es nicht so, dass man in Brasilien portug. braucht? Oder reicht deutsch für die Autofirma oder für die Leitung einer Farm? Oder sind Simultandolmetscher dort so billig, dass man die einheimische Sprache gar nicht braucht? Stop, ich hab mich vertan. Wir fliehen ja vor einer total zusammengebrochenen Wirtschaft im Westen in ein von diesem Zusammenbruch unberührten Land, in dem immer noch Autos gebaut werden und Farmen betrieben werden.

    Auch ein ordentliches Bankkonto erleichtert dort einiges ... ist sogar für den "Start" zwingend notwendig.


    Aha, na das hat doch jeder, ist also kein Hinderungsgrund nicht auszuwandern.

    Auf dem Land lässt es sich relativ günstig leben, auch in der Selbständigkeit (Landwirt, Farmer, Großgrundbesitzer, Viehzüchter). 50.000 EUR reichen um dort einsteigen zu können ... mit 100 k EUR hat Du ausgesorgt ... dann muss man auch nicht mehr in einer Firma arbeiten: Die 50 k EUR reichen für eine FARM ca. 300 ha und eine VIEHHERDE ca. 200 Stück und ein schönes Häuschen im Ort auf dem Lande ... der Rest verzinst sich auf dem Bankkonto der Banco do Brasil für die wichtigsten Kosten monatlich ...)


    Hier bekommt man für 50 k nur 30 ha in Meck-Pom. Und dann gibt es hier noch Jahreszeiten, die die Ernte und Viehzucht beeinträchtigen. In Brasilien gibt es wieviele Ernten im Jahr? Dennoch geht jetzt endlich Brasilien gegen Deutschland 1:0 in Führung, unterstellt, die Banco do Brasil verzinst sicherer als hiesige Banken und der Staat verzichtet auf Teilhabe an den schönen Zinserträgen durch Besteuerung.

    Als Beispiel:
    Wir zahlten dort im Monat für 20 m3 (!) Wasser ca. 3 EUR und für Strom im Monat für ca. 50 kw/h ca. 7 EUR das war´s ...


    Kostet in D 0,00 EURO, wenn man als mittelloser Migrant hierher kommt oder Hartzen tut. In Brasilien auch?
    Okay, war ein Foulspiel. Brasilien kriegt ein Elfer, verwandelt und es steht 2:0


    Versicherungen Fehlanzeige


    Und wenn einem ein paar Gauchos die Farm abfackeln oder das Vieh klauen? Ach so, die gibt es nur in Argentinien. Deutschland macht den Anschluss: nur noch 2:1


    Öl und Gas ? ... bei GANZJÄHRIG zwischen 30 und 35 Grad C [smilie_happy] Fehlanzeige
    kein Gas kein Strom dafür Klimaanlage im Schlafzimmer mit + 10 EUR im Monat


    Bedeutet das, dass man ohne Aircon nicht vernünftig schlafen kann, so wie in D im Winter ohne Heizung nix geht?

    ... jeder Brasilianer hat das Recht sich ärztlich behandeln zu lassen, zahlt für diese Grundversorgung durch den Staat also nix in die Krankenkasse, ist alles steuerfinanziert !


    Selbes Prinzip wie in der Ukraine. Schon mal in der Ukraine auf Staatskosten behandelt worden? Dann lieber gleich sterben oder halt privates Schmiergeld zahlen. Kein Tor. Aber Steuern scheint es also doch zu geben. Oder zahlt die nur der, der will?

    ... Auto versichern? nur wer will !


    Macht nix, man kann die Arztkosten, den Rollstuhl, den Verdienstausfall etc. selber bezahlen, wenn man mal ein Malheur mit einem unversicherten Habenichts hat. Man muss ja ohnehin Konto haben. Brasilien - Deutschland 2:2

    ... VISUM, entweder durch "Heirat" oder "Nachwuchs" (ich habe BEIDES !) also doppelt vorgesorgt !
    ...mit Nachwuchs kannst Du nicht mal mehr ausgeliefert werden (siehe Ronald Biggs)


    Also muss man eine Native heiraten. Ist kein Problem, wenn man nicht wählerisch ist. Trotzdem kein Tor. Ist das Scheidungsrecht dort ohne Unterhaltspflicht, Zugewinnausgleich und so? Dann läge Brasilien 3:2 vorn.

    ... oder aber Visum, durch Arbeit bei deutscher Firma und/oder durch eine "Investition", waren früher mal 200.000 DM nachweislich auf dem Bankkonto.


    Klar, ohne Geld läuft gar nichts. Das ist anders als in D.

    Wayne
    Ich habe nicht vor die Patou-Vorturnerin hier zu spielen.
    Wie können gerne gemeinsam jeweils einen Problempunkt heraussuchen und mögliche Lösungsansätze sammeln - damit meine ich keine Zweierveranstaltung.


    Welcome back!
    Also ich denke schon, oben - und nachfolgend kursiv wiederholt - einige Subsumierungen nebst vielleicht zielweisenden Fragen unter Deine Stichwortvorgabe vorgenommen zu haben und wäre dankbar und erfreut, wenn Du hierzu Deinen Weg ausführen könntest. Es dürfte sich doch um ein Themenheimspiel für Dich handeln:


    "Über dieses Ziel besteht meines Wissens breitester Konsens. Ich habe noch niemanden gehört, der sagte, er wolle größere Klassen oder er wolle keine größeren Integrationserfolge von Kindern mit Migrationshintergrund. Auch gegen mehr männliche Lehrer in Grundschulen/Kindergärten habe ich noch niemanden argumentieren gehört. Aber wie kommt man schnell zum Erfolg? Per Männerquote? Bei Jungenförderung (wenn Du damit das Maskulinum meinst) weiss ich nicht, ob das die, die Mädchen- und Frauenförderung zuoberst auf den Fahnen haben, auf Zustimmung stößt. Aber man kann ja das eine Tun, ohne das andere zu lassen.
    Also: Einigkeit, Zustimmung bis hierher.
    Nur: wie ist der konkrete Weg, Kleinstgruppen-/einzelbetreuung nicht deutschsprechender Kinder (was machen die anderen solange, ein Abstoppen des Entwicklungsvorsprunges ist wohl nicht sinnig/machbar) , Getrennt- statt Gesamtschulen, wie wird das finanziert (Lehrerstellen- und Sozialbetreuungsverdoppelung nebst Baulichkeiten macht wieviele Milliarden p.a.? Mehr Schulden, Einsparungen wo konkret? ), wie werden Hindernisse durch vereinzelte nicht Integrationswillige oder Integrationsfähige überwunden (habe 3 Jahre im nicht repräsentativen Duisburg-Marxloh gelebt und dabei 50% meiner Mitmenschen als nicht-integrationswillig/fähig erlebt; mein persönl. Migrationshintergrund ist 60 bzw. 400 Jahre) ? Zwang und dessen Grenzen? Schwerstfallquote 1 Logopäde, 1 Kinderpsychologe, 1 Antigewalttrainer, 1 Germanist nebst Security pro wieviel Schwerstfälle?


    Und wie unterscheidet sich das von dem von Dir so arg malträtierten Heinsohn?"

    Ich habe nur behauptet, mich besser als Milly hinsichtlich des Ausbildungssystems auszukennen.

    und auch die Welt besser zu verstehen/erklären zu können als der kritisierte Heinsohn?


    und weder behauptet geistreich noch kreativ zu sein..


    Habe ich auch nicht behauptet, sondern erhoffe es mir. Wir werden ja sehen, wenn Du wieder zurück bist und Energie und Zeit hast, Deine Stichwörter auszuführen.


    Weshalb forderst Du nur mich heraus :P :D Ihr seid alle gefordert nicht nur zu kritisieren ;).

    Ich pflege, erst zu versuchen zu verstehen und dann zu kritisieren (wenn es dann, nach dem Verständnis, überhaupt etwas zu kritisieren gibt). Nun, Fragezeichen, jetzt versuche ich erstmal zu verstehen . . .


    Aber ich erkenne, das das Geheule was Falsch gelaufen ist (wobei hier sicher alle etwas Unterschiedliches darunter verstehen) nicht weiterhilft. Ich muß auch gleich weg..


    . . . hoffentlich nicht sehr lange.


    Wir benötigen ein Ausbildungssystem, welches aus den größeren Integrationserfolgen von Kindern mit Migrationshintergrund in skandinavischen Ländern lernt. Kleinere Klassen kämen darüber hinaus allen Schülern entgegen. Ich wünsche mir mehr männliche Lehrer in der Grundschule und in den Kindergärten und eine Jungenförderung in der Schule.


    Über dieses Ziel besteht meines Wissens breitester Konsens. Ich habe noch niemanden gehört, der sagte, er wolle größere Klassen oder er wolle keine größeren Integrationserfolge von Kindern mit Migrationshintergrund. Auch gegen mehr männliche Lehrer in Grundschulen/Kindergärten habe ich noch niemanden argumentieren gehört. Aber wie kommt man schnell zum Erfolg? Per Männerquote? Bei Jungenförderung (wenn Du damit das Maskulinum meinst) weiss ich nicht, ob das die, die Mädchen- und Frauenförderung zuoberst auf den Fahnen haben, auf Zustimmung stößt. Aber man kann ja das eine Tun, ohne das andere zu lassen.
    Also: Einigkeit, Zustimmung bis hierher.
    Nur: wie ist der konkrete Weg, Kleinstgruppen-/einzelbetreuung nicht deutschsprechender Kinder (was machen die anderen solange, ein Abstoppen des Entwicklungsvorsprunges ist wohl nicht sinnig/machbar) , Getrennt- statt Gesamtschulen, wie wird das finanziert (Lehrerstellen- und Sozialbetreuungsverdoppelung nebst Baulichkeiten macht wieviele Milliarden p.a.? Mehr Schulden, Einsparungen wo konkret? ), wie werden Hindernisse durch vereinzelte nicht Integrationswillige oder Integrationsfähige überwunden (habe 3 Jahre im nicht repräsentativen Duisburg-Marxloh gelebt und dabei 50% meiner Mitmenschen als nicht-integrationswillig/fähig erlebt; mein persönl. Migrationshintergrund ist 60 bzw. 400 Jahre) ? Zwang und dessen Grenzen? Schwerstfallquote 1 Logopäde, 1 Kinderpsychologe, 1 Antigewalttrainer, 1 Germanist nebst Security pro wieviel Schwerstfälle?


    Und wie unterscheidet sich das von dem von Dir so arg malträtierten Heinsohn?

    http://www.goldseiten.de/modul…s/print.php?storyid=13017
    Der einzige Experte, der die Grösse hat, es zuzugeben; Dass er nicht definitiv weiss, ob es In- oder Deflation gibt.
    Er könnte ein Vorbild sein für diejenigen, die nicht zu engschädlig sind ;)


    Danke Deziböhl, sehr guter Artikel. Kann man sich bedenkenlos an die Stirn tackern. Ein Auszug für die hiesigen Diskutanten:


    Ich möchte die inzwischen ausufernde Diskussion, warum nun unbedingt eine Inflation eintreten muss oder genau das Gegenteil davon, nämlich die Deflation kommen wird, nicht weiter vertiefen, denn niemand kann es genau wissen. Die unglaublich große Geldschöpfung der Notenbanken ohne wirtschaftliche Gegenleistungen spricht für Inflation, die riesige Geldvernichtung durch Abschreibungen und Pleiten spricht für Deflation. Der derzeitige Zustand, dass die im Prinzip Pleite gegangenen Banken ihre umfangreichen Zuwendungen von Staatsmitteln nicht in die aktive Wirtschaft bringen, sondern sich ihre verreckten Bilanzen damit aufpolstern oder sogar nur Staatsanleihen von der zusätzlichen Liquidität kaufen (das kann ein gutes Geschäft sein, wenn ich bei nahezu 0% Sollzins eine Rendite von mehr als 3% einfahren kann - so kann man auch langfristige Gewinne machen, die ja dann wegen der erlittenen und bestehenden Verluste sogar für die nächsten 20 Jahre steuerfrei bleiben) spricht für Deflation.
    Wenn die Regierungen aber merken sollten, dass diese neu geschaffene Liquidität nie in der Wirtschaft ankommen wird, dann werden sie logisch den nächsten Fehler machen: Sie werden die Bankinstitute zwingen, diese neue Liquidität in die Wirtschaft, also in den Umlauf zu bringen. Dadurch erhöht sich aber die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, die derzeit unnatürlich niedrig ist, plötzlich und extrem. Dann werden wir den letalen Inflationsprozess erleben.
    Ich bin mir sehr sicher, dass diese Ahnungslosen, Traumtänzer und Weltverbesserer, die wir gewählt haben, genau das machen werden, weil sie sehen, dass die Bevölkerung langsam aufgeregter und wohl auch aggressiver wird. Oder noch schlimmer: Sie werden neue Liquidität unter welchem Titel auch immer zusätzlich bereitstellen: Futter für die dann explodierende Inflation, denn eine Idee, wie man diesen Geldzufluss steuern kann, ohne das Spiel zu überziehen, haben sie ja nicht.
    Bis sie aber soweit sind, wird die Liquiditätsnot weiter voranschreiten und damit deflatorische Kräfte entfalten. Wir haben - jetzt sind wir wieder bei den alten Griechen - die Meerenge erreicht, die von Skylla und Charybdis beherrscht wird, entweder zieht mich das eine Ungeheuer in die Tiefe des Meeres oder das andere frisst mich: Schöne Aussichten.
    Diese beiden Alternativen erfreuen überhaupt nicht, zumal man kaum deren zeitlichen Abläufe definieren kann, zu viel hängt von globalen Einflüssen ab, die wir oder unsere Hanswurste in Berlin nicht beeinflussen können. Dank sei der fehlenden Möglichkeit einer nationalenr Feinsteuerung als Folge der so sehr geschätzten und gelobten Globalisierung.
    Was ganz am Ende kommen wird, ist jedoch die Extrem-Inflation, denn alle die Schulden, die zur Rettung unrettbarer Spieler (früher nannte man sie "Banken") zu Lasten der Bevölkerungen aufgenommen wurden, können nicht mehr durch Steuern getilgt werden - denn hier würden die Leute bei dann erforderlichen Steuersätzen von mehr als 75% auf die Straßen gehen - sondern nur durch Inflation und für die kann man dann ja in der Politik die Schuld auf andere schieben. Alles schon einmal dagewesen. Ja, die wütenden Beschuldigungen wie "Manipulation, internationale Bankenverschwörung, Dolchstoß-Legende, Antikommunismus, Antisemitismus und Fremdenhass" - wir werden es erleben. Schuld daran sind dann immer die anderen, und mit Verlaub, so unrecht werden die Schreier dann gar nicht haben und die Bevölkerung wird Ihnen wieder glauben. Unsere Politiker hätten diese Entwicklung kennen müssen und wenn sie es nicht wussten, dann sind sie schlicht nur zu teuer und dazu noch unfähig.


    Zu Deinem Subskript "Banken verrichten Gottes Werk? - Nehmt Blankfein das Koks weg!" Ich denke Blankfein hat recht. Die Banken bringen das Diesseits dem Jenseits näher. Das ist nach meinen Begriffen Gottes Werk.

    Fragezeichen,
    nachdem Du nun Heinsohn kritisiert hast und Dich vorgeblich in der Materie gut auskennst, wie wäre


    1. Deine Analyse zu dem aktuell vorzufindenden Zustand
    2. Deine Ideen zu einer Lösung, falls überhaupt etwas gelöst/verändert werden muss


    Danke für Geistreiches


    Mich für meinen Teil interessiert die verschwurbelte Defintion von Deflation oder Inflation weniger..


    Da ist nix verschwurbelt. Es ist alles glasklar, wie in der Mathematik, wenn man sich an die Definitionen haelt. Wer dies nicht will oder kann, dem kann es natuerlich nicht so recht klar werden. Ist kein Vorwurf oder gar eine Beleidigung (warum auch), sondern nur eine allgemeine Feststellung.

    Die gewaltige Geldmengenausweitung der vergangenen Jahre (über abnorme Derivatexplosion, ... ) hatte keinerlei reale Auswirkung - in der Gesellschaft gab es keine Diskussion darüber - Inflation lt. den Definierern diverser Rechtsnormen lag bei knapp über 3 Prozent. Demzufolge sind die Begriffe von Deflation und Inflation oder Teuerung doch unerheblich.


    Gewaltige Geldmengenausweitung? Wirklich? Zu saldieren sind von der allein durch Neuverschuldungen entstehenden Geldmengensteigerung aber die jetzigen und alle noch anstehenden Geldmengenreduzierungen durch uneinbringliche Schulden (Konkurse, Bankpleiten, Abschreibungen).


    Inflation/Deflation/ ... /Teuerung sind Scheindebatten im Sinne der Manipulatoren.


    Da hast Du wahrscheinlich recht.


    (...) Wie hoch man die Bargeldreserve haben will, ist Geschmacksache. Mir persönlich sind mehrere Monatsgehälter zu viel, weil ich im Ernstfall damit rechne, dass alles sehr schnell geht und man den Vorteil, Bargeld zu haben statt eines gesperrten Girokontos kaum richtig wird ausnutzen können. Ich rechne eigentlich überhaupt nicht mehr mit Bankschließungen, wenn, dann kommt eine Währungsreform/Schnitt auf einen Schlag für Bar- wie Giralgeld.


    Die Chance des Ausnutzens von Bargeldreserven ist in der Tat bei einer Waehrungsreform uebers Wochenende beschraenkt,xray. Aber du kannst, wenn Du ganz hurtig bist, mit altem Bargeld am ehesten noch schnell Sprit, Spirituosen u.a. an Tankstellen bekommen. Die elektronischen Zahlungswege und natuerlich die Banken-Geldautomaten lassen sich per Knopfdruck zentral sperren, was gewiss ganz fix geschehen wird.


    Ob aber eine Radionachricht oder ein Telefonanruf sofort beim Studenten am Tankstellennachtschalter ankommt und umgesetzt wird? Da legst Du halt X Tausend EURO eigentlich schon wertloses Bargeld auf den Tisch und nimmst saemtliche Spirituosen und Tabakwaren mit. Chance ist gering, aber mit Buchgeld noch viel geringer. Das ist defintiv futsch bzw nur zu einem geringen Umtauschwert in die Neuwaehrung von Bedeutung. Oder du gehst an die Zigarettenautomaten mit dem passenden Kleingeld. Souveraene Naturen gehen in die Spielbank um die Ecke und lassen es so richtig krachen. Auch ein Bordellbesuch deluxe mit allem zipp und zapp koennte noch funzen.


    Natuerlich nimmt der ueberlegt handelnde Forumsleser fuer diese elementaren Besorgungen im ueberraschenden Waherungsreformszenario (und nur hierfuer gilt dieser Text) nicht die Silberzehner. Wie wir jetzt wissen, kann er bei Widerstand des Tankstellenstudenten unter Vorweisung des staendig mitzufuehrenden Muenzgesetzes max. nur fuer 200 EURO Waren bekommen. Die Zehner sind bekanntlich auch nach einer Wahrungsreform nicht wertlos. Denn Silber ist immer werthaltiger als Papier.

    Auch bei meiner Bank (Volksbank) ist das Schließfach standardmäßig nicht versichert. D.h. man muss selbst eine Versicherung abschließen, wenn man eine will. Darüber hatte ich mich dann bei der Bank erkundigt, und jetzt kommt der Hammer: Man muss für die Versicherung eine Aufstellung machen, was man genau im Schließfach lagert, dokumentiert mit Kaufbelegen und Fotos!! Da habe ich dankend abgelehnt. Das ist das allerletzte. Da kann ich's ja gleich in die Zeitung schreiben. :wall:


    Aus eigenem Wissen kann ich sagen: bei der hiesigen Volksbank (Niederrhein) ist der Schliessfachinhalt mit 15.000 EURO versichert. Bei einer Raiffeisenbank (Nordbaden) mit 10.000 EURO. Bei beiden Banken ist die Praemie hierfuer in dem Mietpreis enthalten (rund 25 EURO fuer das kleinste Fach p.a.).
    Wir fassen zusammen: Bei jedem Geldhaus ist es anders. Also selbst vor Ort fragen.

    Klasse! Glückwunsch!
    Meine Bundesbankfilialerfahrungen sind leider anders. Langjährige Kunden mit einem persönlichen Bekanntheitsgrad haben wohl bis zu 5 Rollen bekommen. Der Rest 1 Rolle bis gegen 11:00 Uhr am Ausgabetag, dann war nichts mehr da. So jedenfalls in 2009. Gorch Fock (ich glaube 2008 ) war schon 08:30 Uhr tabula rasa.


    Ähnliches, lange Schlangen, limitierte Abgabe und schneller Ausverkauf wurden hier im Forum von vielen Kollegen aus anderen Filialen gemeldet.


    Können die Erfahrungen bezüglich Köln und D'dorf bestätigt werden? Dann lohnt sich vielleicht eine Anfahrt mit Kind und Kegel zur richtigen Zeit.

    Deflation oder Inflation - für wen???
    Was interessiert mich eine Deflation für x oder y.
    Ich habe nach einer Währungsunion vielleicht noch ein Zehntel meines "Scheingeldes" (mir schien ich hatte mal Geld).
    Danach kann ich mir im besten Fall bei einer Halbierung der Preise (wahrscheinlich auch Halbierung der Einkommen), nur noch ein Fünftel dessen leisten, wie vor der Währungsreform. In einer reinen Deflation kann ich mir von meinem Geld mehr "leisten" .
    Daher kann man im Ergebnis (bei einer Währungsreform) wohl eher von einer Inflation sprechen, weil das Vermögen wohl stärker beschnitten wird, als eine eventuelle "Preissenkung" wieder gutmacht.


    Ich fürchte, Du verwechselst Inflation mit Teuerung. Bitte sauber auseinanderhalten, sonst erübrigt sich jede Diskussion.


    Inflation = Steigerung der ungedeckten Geldmenge (mit der zwangsläufigen Folge, dass man mehr Geld braucht, um eine bestimmte Ware zu bekommen.
    Teuerung = zwar ist auch hier mehr Geld für dieselbe Ware notwendig, aber infolge einer Knappheit der Ware und nicht infolge einer gesteigerten Geldmenge


    Beispiel: Vogelgrippe rafft die Hühner dahin. Oktoberfesthenderl kostet 20 EURO. Inflation?


    Entsprechendes gilt für Deflation und Preissenkung.
    Autos werden billiger, weil Nachfrage schneller sinkt, als die Produktion gedrosselt werden kann. Deflation? Deflation, wenn die Nachfrage wegen geringerer Geldmenge sinkt. Kein Deflation, wenn die Nachfrage sinkt, weil die Menschen lieber Hubschrauber kaufen.


    Wenn die Entwicklungen Hand in Hand gehen, dann kann man sie natürlich schwer unterscheiden.


    Im Ausgangsfall ist aber eine Wahrungsreform mit ausgebuchten Schulden eindeutig eine Deflation und keine Inflation.

    Sicher gibt es viele die keinen Plan haben. Die wird es auch nach einem Zusammenbruch noch geben. Es müssen dann aber auch nur soviel Leute die Zehner akzeptieren das es reicht um einen Markt entstehen zu lassen.
    Ich gehe davon aus das wenn das Untergangsszenario eintrifft die meisten die den Wert der Zehner nicht kennen sowieso keine nützlichen Tauschwaren werden anbieten können.


    Kann so sein, wie Du es beschreibst, Alaska. Wer aber den Wert der Zehner dann nicht kennt, wird mit Sicherheit auch nicht den Wert eines Maples, eines Eagles, eines Philharmonikers, eines Kookaburas oder ähnliches kennen. Wer keine Tauschwaren hat, hat zumindest seine Arbeitskraft, um sie gegen irgendetwas einzutauschen zu versuchen. Genau wie das heute bei den meisten Menschen der Fall ist.

    Ich bin sowohl für Thomas_Ks als auch Grünundblaus Beiträge dankbar, wobei ich G&B wichtiger finde, da er so ziemlich der Einzige (oder einer von ganz wenigen) hier im Forum ist, die uns auf möglicherweise bevorstehende Deflationsszenarien aufmerksam macht! [smilie_blume]
    Daß wir alle langfristig Inflation erwarten ist klar, deswegen sind wir ja Goldbugs. Aber wenn wirklich demnächst die Banken nur noch beschränkt Bargeld rausrücken sollten, werden die meisten an die Warnungen des vermeintlichen Trolls zurückdenken...!!! [smilie_love]
    Ich hab jedenfalls zusätzlich zu den EMs auch genug Cash gebunkert (in "kleinen, gebrauchten Scheinen")...


    Oute mich auch als einer der ganz wenigen . . . und bin dankbar für alles.


    Wenn es über ein Wochenende mal eine Währungsreform gibt, ist das eine Inflation oder eine Deflation? Gute Frage, gell?
    Wenn es eine "richtige" Währungsreform ist, bei deren Gelegenheit sich der Staat entschuldet (und nur dann machte eine Währungsreform Sinn), ist es eine Deflation (=Verminderung der ungedeckten Geldmenge). Keinesfalls ist das eine Inflation (=Erhöhung der ungedeckten Geldmenge). Was passiert dann mit EM?
    Weiss man nicht ganz genau, auf jeden Fall bleibt es aber erstmal EM, egal in wessen Hände es sich befindert oder wohin es wandert, wo hingegen Papiergeld sicher größtenteils zu Altpapier wird.

    Das derzeitige deutsche Münzgesetz vom 21. Dezember 1999 (MünzG 2002) regelt unter anderem die Annahmepflicht von Eurogedenkmünzen und ergänzt damit die EG-Verordnung Nr. 974/98. Das Gesetz hat zum 1. Januar 2002 das MünzG 1950 abgelöst.


    So müssen laut dieses Gesetzes bis zu 50 Euro-Münzen in einer Zahlung akzeptiert werden. Bei deutschen, auf Euro lautenden Gedenkmünzen wie beispielsweise Zehn-Euro-Münzen ist die Annahmepflicht auf 200 Euro je Zahlung beschränkt. Zehn-Euro-Münzen sind demnach in Deutschland gesetzliches Zahlungsmittel und müssen laut § 2 MünzG akzeptiert werden.


    Komplettes Münzgesetz: http://bundesrecht.juris.de/m_nzg_2002/index.html


    Das Wort "müssen" in einem Gesetz läßt keine Interpretationsspielräume offen. Problem ist also nicht das "Loswerden" der Silberzehner zum Nominal, sondern das Beschaffen der Silberzehner zum Nominal. Als Kleinmengen hier und da in Geldhausfilialen stückchenweise mit viel Aufwand noch möglich. Aber nicht dutzend-rollenweise für den Bargeld-Reservisten-und-Bank-Run-Vorbeuger in Höhe einiger Monatsgehälter mit einem kleinen EM-Inflations-Spekulatenherz und leichten Währungsreformbefürchtungen.
    Der Beschaffungs-Zug dürfte abgefahren sein. Wer dennnoch eine abgabebereite Großquelle kennt - vertrauliche Info bitte an mich.

    Nö, niemand weiß es. Deswegen diversifiziert man ja in der Regel auch. Die von Dir vorgezeichneten Paragraphen weiter oben sollten außerdem Anlass sein, über ein rechtzeitiges Abwandern nachzudenken. Wenn man Auswandern im Notfall mit Vermögen schafft, dann mit güldenem, oder welches andere versprechensfreie und nicht elektronisch konfiszierbare Vermögen für die Hosentasche ist Dir bekannt?


    Letztlich kann ein übler dritter Weltkrieg ausbrechen, es kann sonstwas passieren. In jedem Fall sind diese Unsicherheiten ein Grund, Gold zu halten. Die Möglichkeit einer Konfiszierung kann nicht ernsthaft ein Grund sein, garkeines zu halten!


    Volle Zustimmung, Xray. Genauso wollte ich es auch verstanden wissen.
    Wer eine währungsreformbedingte Beschlagnahme ausser Betracht lässt, hat nach meinem Dafürhalten das Spiel nicht durchschaut oder will es vor lauter Krisengewinnlerkalkulation vielleicht auch gar nicht durchschauen. Mein Blick in die Logik-Glaskugel ergibt eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit für eine Konfiskation. Wenn es anders kömmt, wäre mir das sehr viel lieber.


    Vielleicht ist folgendes konsensfähig: Die Sache mit den EM einfach vollkommen nüchtern betrachten, sowohl angst- als auch gierfrei. Eine letzte Sicherheit vermitteln aber weder EM noch sonstwas. Ob man den Menschen Papierschuldgeld-Sand oder EM-Staub in die Augen streut, der Blick wird in beiden Fällen trübe.


    P.S. Die Auswanderungsdebatte wurde und wird in anderen Forumsecken rauf und runter geführt. In diesem Faden off topic, aber eines ist bei deren Lektüre bei mir hängengeblieben:
    1. Der (arme und auch vermögende) Auswanderer ist im Einwanderungsland (ethnischer) Ausländer
    2. Die anfangs dem Auswanderer günstig (liberal, eigentumsachtend, steuerumverteilungsminimal, sozialspannungsfrei oder sonstwie) erscheinende Sozial-/Staatsform/Lebenssituation kann sich genau wie im urspr. Heimatland ändern (guckst Du aktuelle Griechenland, Island - und es gibt offiziell ja noch gar keine gravierende globale Krise)
    3. Gibt es einen wirklichen globalen Krisendruck, sind gravierende Änderungen in jeder Weltecke - ausser wahrscheinlich in wirklich abgeschiedenen, menschen- und gottverlassenen Gegenden - sehr wahrscheinlich. Solche Gebiete gibt es hier z.B. in Meck-Pom auch.