Richtig gute, private Obstbaumspezialisten erkennst du an der Pflege ihrer Bäume. Die Bäume sind meist so okkuliert, daß sie an den verschiedenen Zweigen das Obst über einen längeren Zeitraum ernten können.
Meistens wird so verschnitten,
==> das Triebe stehenbleiben, die schon tragen, und "ueberfluessige" entfernt werden, die keinen sofortigen Ertrag bringen wuerden ...
==> und dass der Bauer nicht so hoch auf die Leiter zu steigen braucht ..., lieber e. paar Baeume mehr ...
Normalerweise wuerde auch der unverschnittene Baum nach Kraeften vegetieren und sowohl eine gewisse Quote an Fruechten hervorbringen als auch auch in sein eigenes Wachstum investieren durch Entstehung von mehr Grundmase ...
==> Mittels des Verschneidens wird die Quote in Richtung der FruchtmasseBildung verschoben,
==> ausserdem in Richtung weniger grosser Fruechte statt vieler kleiner ...
Die SonnenEnergie/Quadratmeter ist immer gleich, und viele kleinere Baeume koennen genausoviel davon abfassen wie wenige grosse ...
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Im Grunde findet sich auch hier eine Parallele zur OrganisationsForm der heutigen menschlichen Gesellschaft:
==> Die Individuen kriegen alle ca. 10 Jahre Schulbildung (== Grundwachstum, bei Obstbaeumen ca. 5 bis 7 Jahre),
==> und sollen sich dann gefaelligst nuetzlich machen (im ObstBeispiel "Fruechte tragen") ...
Besonderes individuelles Wachstum soll beschraenkt bleiben ("ins Gruenzeug spriessen", oder "ins Kraut schiessen"), also volle 8 Stunden Arbeit, Erholung gerade mal soviel wie noetig, nix mit FreizeitGesellschaft trotz hoher ArbeitslosenZahlen, Rente erst ab 67 (== ungefaere durchschnittliche LebensErwartung) usw. usf. ![]()